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Lesson Plan, 2008, 23 Pages
Author: Doreen Oelmann
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: Studienseminar Leipzig
Tags: Möglichkeiten, Gestaltenden, Erschließens, Beispiel, Abschied“, Johann, Wolfgang, Goethe, Staatliches, Mittelschulseminar, Deutschdidaktik, Willkommen, Abschied
Year: 2008
Pages: 23
Bibliography: ~ 2 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20798-5
ISBN (Book): 978-3-640-20810-4
File size: 333 KB
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Abstract
In den Richtzielen für die Klassenstufe 9 des Realschulbildungsgangs heißt es, dass die Schüler in der „Auseinandersetzung mit Literatur aller Gattungen […] ihre Einsichten in Zusammenhänge zwischen Epoche, Autor und Werk“ vertiefen. Des Weiteren erweitern sie „rezeptiv und produktiv […] ihr Wissen über die Wirkungsmöglichkeiten ausgewählter Genres“ und erwerben im Umgang mit Literatur aus unterschiedlichen Epochen […] Wissen über die Entwicklung der Literatur“. Außerdem verwenden die Schüler „Sekundärliteratur und beherrschen wesentliche Begriffe der Fachsprache“. Des Weiteren lernen sie „im Schuljahr zwei Texte auswendig“. Die Unterrichtseinheit „Schriftsteller in ihrer Zeit“ beruht hauptsächlich auf dem Lernbe-reich 6 „Fantasie und Wirklichkeit: Literatur in ihrer Zeit“. In die Einheit habe ich jedoch Inhalte aus dem Lernbereich 1 „Gewusst wie“ integriert. Laut Lernbereich 6 übertragen die Schüler ihr „überfachliche[s] Epochenverständnis[] auf eine andere Epoche der deutschen Literatur“. So haben die Schüler bereits in Klas-se 8 im Lernbereich 6 „Fantasie und Wirklichkeit: Form im Aufbruch“ die Epoche des Expressionismus kennen gelernt. Thematisiert werden nun „Schriftsteller in ihrer Zeit“ und das Einordnen und untersuchen „ein[es] Werk[es] des gewählten Schriftstellers. Des Weiteren beinhaltet der Lernbereich das „Gestalten eines Vortrages mit Präsentation oder einer Facharbeit zur gewählten Epoche“ und die Auswertung einer Präsentation. An dieser Stelle wird der Lernbereich 1 integriert. Dieser beinhaltet das „Gestalten eines Vortrages mit Präsentation“ und das „Kennen von Aufbau und Gestaltungsmöglichkeiten einer Facharbeit“. Ausgehend von diesem Hintergrund bzw. Überlegungen soll in der heutigen Stunde das Gestaltende Erschließen mit Goethes Gedicht „Willkommen und Abschied“ erfolgen.
Excerpt (computer-generated)
Mittelschule
Klasse: 9a/RS
Fach: Deutsch
Uhrzeit: 9.50-10.35
Der ausführliche Unterrichtsentwurf zum Thema
Möglichkeiten des Gestaltenden Erschließens
am Beispiel ,,Willkommen und Abschied" von Johann Wolfgang Goethe
LB 6: Fantasie und Wirklichkeit: Literatur in ihrer Zeit
Lehramtsanwärterin: Doreen Oelmann
Mentorin: Frau F.
Ausbilderin: Frau S.
Inhaltsverzeichnis
1
Organisatorische und technische Rahmenbedingungen 3
2 Bemerkungen
zur Lerngruppe 4
3
Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit 6
4 Sachanalyse 8
4.1.1
Goethes Lebensumstände zur Entstehungszeit des Gedichtes 8
4.1.2 ,,Willkommen
und Abschied" 9
4.1.3 Das
Gestaltende Erschließen 10
4.2 Didaktische Analyse 10
4.2.1 Bezug
zum Lehrplan 10
4.2.2 Der
Lerngegenstand 11
5 Zielstellung 12
6
Methodisch didaktische Überlegungen 13
6.1 Motivation 13
6.2 Wiederholung 14
6.3 Anwendung 15
6.4 Präsentation 15
7 Verlaufsplanung 17
Literaturverzeichnis 18
8 Anhang 19
1 Organisatorische und technische Rahmenbedingungen
Die Mittelschule in ... wird von 300 Schülern der Klassen 5-10 besucht. Davon sind 40
Schüler, ab der Klasse 7, im Hauptschulbildungsgang. Die Schüler kommen neben den
Ortsteilen ... und ... aus den umliegenden Orten wie ..., ... oder Diese Schüler nut-
zen den Schul- bzw. den Stadtbus, um zur Schule zu kommen.
An der Schule unterrichten 35 Lehrer. Neben dem Lehrerpersonal hat die Schule das
Glück, dass zwei Sozialpädagogen an der Schule tätig sind. Diese arbeiten vor allem im
Bereich der Integration (Begleitung von Integrationsschülern in den Pausen und im Un-
terricht) und der Schulsozialarbeit. Außerdem bieten sie eine Früh- und Nachmittags-
betreuung für alle interessierten Schüler an.
Seit letztem Schuljahr gibt es außerdem verschiedene Ganztagsangebote, die von Leh-
rern, den Sozialpädagogen bzw. außerschulischen Partnern angeboten werden.
Ein Schwerpunkt der schulischen Arbeit ist das Projekt ,,Lernen lernen". So findet in den
Klassen 5 bis 6 wöchentlich eine Kontaktstunde statt, bei der die Schüler in kleinen
Schritten Arbeits- und Motivationstechniken erlernen sowie Entspannungs- und Kon-
zentrationsübungen ausprobieren. Daneben gibt es für die Klassen 5-10 wöchentlich
eine Begegnungsstunde. Diese Stunde steht dem Klassenlehrer zur Verfügung, um ver-
schiedene Dinge zu thematisieren. Dies können z.B. Belehrungen, spezielle Klassen-
probleme oder das Üben von verschiedenen Lerntechniken sein. Für diese Stunde wur-
de für die einzelnen Klassenstufen an pädagogischen Tagen entsprechendes Material
zusammengestellt.
Außer in der Jahrgangsstufe 5 haben die Schüler keine Klassenzimmer, sondern wech-
seln jede Stunde die Zimmer. Dies hat zur Folge, dass die kurzen Pausen vor allem
durch den Zimmerwechsel bestimmt sind. Der Unterricht muss immer pünktlich schlie-
ßen, damit der ,,Wechselverkehr" reibungslos ablaufen kann. Für den Deutschunterricht
in der Klasse 9 kommt hinzu, dass der Unterricht in drei verschiedenen Zimmern statt-
findet, sodass der Raum nicht einbezogen werden kann. So ist eine Arbeit mit Plakaten,
die aufgehängt werden und auf die zurückgegriffen werden kann, eher ungünstig. Auch
das Ausstellen von Schülerarbeiten ist nicht möglich, da es sich hauptsächlich um an-
dere Fachräume handelt. Des Weiteren kann bei verschiedenen Formen der Freiarbeit,
dem Arbeiten mit Klassensätzen u.a. das Material nicht im Zimmer aufgehoben werden,
sondern muss vor Stundenbeginn immer geholt werden.
Zur Unterstützung des Unterrichts können verschiedene technische Hilfsmittel herange-
zogen werden. So befindet sich in jedem Zimmer ein Polylux. Allerdings sind die Projek-
tionsflächen ziemlich ungünstig gestaltet, da sie sich rechts oder links bzw. über der Ta-
fel befinden und so ein gleichzeitiges Arbeiten an der Tafel behindern. Ich habe auch
bemerkt, dass einige Schüler der hinteren Bänke des großen Klassenraumes Probleme
haben, Folien zu erkennen. Neben dem Polylux können Fernsehgeräte und ein Laptop
mit Beamer eingesetzt werden, wenn diese zuvor organisiert wurden. Bei entsprechen-
der Planung kann man mit der Klasse auch eines der Computerkabinette nutzen. Für
die Klasse 9RS kommt aufgrund der Zimmerbelegung jedoch nur die zweite Stunde am
Montag in Frage.
Während des Unterrichts sitzen die Schüler im Plenum. Für Gruppenarbeiten können
die Tische jedoch sehr schnell zusammengestellt werden, damit ein optimales Arbeiten
möglich ist. Ausnahmefall ist, wenn der Unterricht so wie heute im Biologiezimmer statt-
findet, da hier die Tische fest installiert sind und nicht umgestellt werden können. Hier
bieten sich auch keine Arbeitsformen an, bei denen Bewegungsfreiheit benötigt wird, da
die Gänge sehr klein sind, und z.B. ... mit ihrem Rollstuhl nicht überall hin kann.
Seit diesem Schuljahr gibt es in jedem Klassenzimmer Uhren, die für alle Schüler sicht-
bar sind. Dies hat sowohl Vor- als auch Nachteile. So kann einerseits bei Zeitangaben
für Aufgaben darauf zurückgegriffen werden, dass sich nun alle Schüler an der Uhr ori-
entieren können. Andererseits verleiten die Uhren jedoch auch dazu, dass die Schüler
in den letzten fünf Minuten meist schon in der Aufbruchsphase sind. Außerdem gehen
die Uhren meist sehr ungenau.
Als Lehrbücher wurde den Schülern der Klasse 9 ,,Unser Lesebuch" (2003) und ,,Unsere
Muttersprache" (2003) aus dem Cornelsen-Verlag zur Verfügung gestellt. Außerdem
gibt es verschiedene Lesestoffe als Klassensätze und eine Bibliothek, in der die Schüler
sich Unterrichtsmaterial ausleihen können.
2 Bemerkungen zur Lerngruppe
Den Realschulgang der Klasse 9a unterrichte ich, seit Beginn meines Referendariats
und in diesem Schuljahr nun selbstständig. Die Zusammensetzung der Lerngruppe hat
sich seit dem letzten Schuljahr nicht geändert. Die Lerngruppe setzt sich aus zehn
Mädchen und neun Jungen zusammen, sodass es sich insgesamt um 19 Schüler han-
delt. Zur Klasse 9a gehört der gesamte Hauptschulbildungsgang der Klassenstufe 9.
Diese Klasse begleite ich als stellvertretende Klassenlehrerin.
Das Verhältnis zu den Hauptschülern der Klasse ist zur Zeit ,,durchwachsen". Vor allem
bei den Mädchen bestehen Freundschaften zwischen Real- und Hauptschülerinnen. Bei
4
den Jungs gibt es hauptsächlich Spannungen, die sich in kleineren Machtkämpfen äu-
ßern. Außerdem ist auffällig, dass sich die Hauptschüler in Hinsicht auf die baldige Prü-
fung viel mehr engagieren, als die Realschüler.
Die Lerngruppe ist sehr heterogen, was sich aus den teilweise sehr unterschiedlichen
Biografien der Schüler ableiten lässt. Vier Schüler der Realschulgruppe haben einen
Migrationshintergrund. Außerdem besucht eine Integrationsschülerin den Unterricht. Da
... im Rollstuhl sitzt, ist sie in ihren Bewegungen eingeschränkt. Aus diesem Grund
nimmt die Integrationsassistentin Frau B. am Unterricht teil, um ihr zu helfen. Zu beach-
ten ist, dass ... sich nicht sehr gut melden kann und somit vor allem im Unterrichtsge-
spräch Schwierigkeiten hat auf sich aufmerksam zu machen.
An sich ist das Arbeitsklima gut einzuschätzen. Es können verschiedene Sozialformen
wie Stillarbeit, Partner- und Gruppenarbeit ohne Probleme durchgeführt werden. Am
liebsten arbeiten die Schüler in Gruppen zusammen. Auch Methoden wie Szenisches
Darstellen und Interpretieren, Rollenspiele und kreatives Arbeiten können in der Klasse
gut eingesetzt werden. Zur Zeit fehlt jedoch die gewohnte Motivation der Schüler. Bei
Gesprächen mit anderen Fachlehrern habe ich festgestellt, dass dies nicht nur bei mir
im Deutschunterricht der Fall ist. Hausaufgaben werden nur noch von einzelnen Schü-
lern erledigt, deshalb habe ich eine Nacharbeitsstunde eingeführt, in der die Schüler ih-
re Hausaufgaben nacharbeiten müssen. Auch die Mitarbeit ist schlechter geworden, so
arbeiten nur noch wenige aktiv im Unterricht mit. Schriftliche Aufgaben im Unterricht
werden teilweise nur noch unter dem Druck, dass es bewertet werden könnte, ord-
nungsgemäß erledigt. Einige Schüler lassen sich sehr leicht von anderen Dingen ablen-
ken. Auf diese Schüler versuche ich im Unterricht besonders zu achten, da die mitarbei-
tenden Schüler einen verleiten nur mit ihnen zu arbeiten. Sie arbeiten gut mit und fas-
sen den Lernstoff schnell auf, melden sich häufig, sodass man leicht dazu neigt, einfach
vorauszusetzen, die anderen Schüler wären auch so weit. Bei den Schülern, die sich
leicht ablenken lassen, bemühe ich mich während des Unterrichts besonders acht zu
geben, um sie immer wieder ins Unterrichtsgeschehen zurückholen und an ihre Aufga-
ben zu erinnern. Dies trifft auch auf Gruppen- bzw. Partnerarbeiten zu. So habe ich
festgestellt, dass bei der ,,freiwilligen" Partnersuche teilweise Gruppen entstehen, die
nicht nur am Unterrichtsstoff arbeiten. Aus diesem Grund versuche ich die Gruppen
meist durch Zufallspraktiken wie Abzählen oder Ziehen von Zahlen einzuteilen, um ge-
mischte Gruppen zusammenzustellen, die produktiv arbeiten.
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