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Der Zusammenhang des Guten und Schönen in Platons Symposion close

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Der Zusammenhang des Guten und Schönen in Platons Symposion

Scholary Paper (Seminar), 2008, 12 Pages
Author: Matthias Schäppi
Subject: Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 12
Grade: 2
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V117398
ISBN (E-book): 978-3-640-19961-7
ISBN (Book): 978-3-640-20552-3
File size: 96 KB

Abstract

Platons Symposion handelt von einem Trinkgelage, das gegen Ende des 5. Jh. v. Chr im Hause des Agathon, eines jugendlichen Tragödiendichters, stattfindet. Es gilt, den jüngsten Theatererfolg des Dichters ausgiebig zu feiern. Da die meisten Gäste bereits am Vortag zu tief in Glas geschaut haben und immer noch an den Folgen der „durchzechten Nacht leiden“, entschließen sie sich, auf weitere Alkoholexzesse zu verzichten. Stattdessen soll jeder seine Eloquenz unter Beweis stellen und eine (Lob-)Rede auf den „großen Gott“ Eros halten. Angefangen bei Phaidros und Pausanias über Eryximachos und Aristophanes bis zum Gastgeber Agathon überbieten sich die – zum Teil geschulten – Rhetoriker mit Würdigungen und Lobpreisungen auf den aus der Mythologie stammenden Halbgott Eros, den „Gott“ der Liebe. Die unkritischen Darstellungen der Teilnehmer, die sich nur auf die Lobpreisung des Eros beschränken, enden abrupt, als der wahrheitsliebende Sokrates an die Reihe kommt und beginnt, anstatt „schön zu reden“ nun „wahr zu reden“. Um seiner Rede einen objektiven, allgemeingültigen Anstrich zu geben und damit noch glaubhafter zu wirken, erzählt er von einer Begegnung, die er einst mit Diotima, einer weisen Priesterin aus Mantineia hatte. Charakteristisch für Sokrates ist dabei, dass er sein Licht einmal mehr „unter den Scheffel stellt“ und der Festgemeinschaft anstatt einer rhetorisch ausgefeilten eigenen Rede, ein Lehrgespräch zwischen Diotima und ihm wiedergibt, welches er vor Jahren einmal mit ihr geführt hatte. Diese Diotima-Rede steht nicht nur in der Mitte des Symposions, sondern wird auch für das „Herzstück des gesamten Werkes“ gehalten. Nach dem Vorgespräch mit Agathon und nach ein paar einleitenden Worten Diotimas stellt letztere folgende Thesen auf: - Eros ist weder schön noch hässlich, weder ein Gott noch ein Mensch, sondern ein Daimon. - Eros übt die Funktion eines Dolmetschers (Vermittler) zwischen den Menschen und den Göttern aus.


Excerpt (computer-generated)

Ludwig-Maximilians-Universität München

Department für Philosophie

Propädeutikum im Fach Philosophie

im

Sommersemester 2008

Platon ­ Das Gastmahl


Essay

,,Wie hängen die Begriffe des

Schönen

und

Guten

in der

Diotima-Rede aus dem Gastmahl zusammen?"

von

Matthias Schäppi
















Inhaltsverzeichnis


1. Problemaufriss 3

1. 1 Das ,,Schöne" (tò kalón) 5

1. 2 Das ,,Gute" (tò agathón) 7

2. Die Kalokagathia ­ Der Zusammenhang zwischen ,,schön" und ,,gut" 8

3. Zusammenfassung 10

4. Literaturverzeichnis 11

a) Primärliteratur 11

b) Sekundärliteratur 11



2


1. Problemaufriss

Platons Symposion handelt von einem Trinkgelage, das gegen Ende des 5. Jh. v. Chr im Hause

des Agathon, eines jugendlichen Tragödiendichters, stattfindet. Es gilt, den jüngsten Theaterer-

folg des Dichters ausgiebig zu feiern. Da die meisten Gäste bereits am Vortag zu tief in Glas ge-

schaut haben und immer noch an den Folgen der ,,durchzechten Nacht leiden"1, entschließen sie

sich, auf weitere Alkoholexzesse zu verzichten. Stattdessen soll jeder seine Eloquenz unter Be-

weis stellen und eine (Lob-)Rede auf den ,,großen Gott" 2 Eros halten. Angefangen bei Phaidros

und Pausanias über Eryximachos und Aristophanes bis zum Gastgeber Agathon überbieten sich

die ­ zum Teil geschulten ­ Rhetoriker mit Würdigungen und Lobpreisungen auf den aus der

Mythologie stammenden Halbgott Eros, den ,,Gott" der Liebe 3.

Die unkritischen Darstellungen der Teilnehmer, die sich nur auf die Lobpreisung des Eros be-

schränken, enden abrupt, als der wahrheitsliebende Sokrates an die Reihe kommt und beginnt,

anstatt ,,schön zu reden" nun ,,wahr zu reden".4 Um seiner Rede einen objektiven, allgemeingül-

tigen Anstrich zu geben und damit noch glaubhafter zu wirken, erzählt er von einer Begegnung,

die er einst mit Diotima, einer weisen Priesterin aus Mantineia hatte. Charakteristisch für Sokra-

tes ist dabei, dass er sein Licht einmal mehr ,,unter den Scheffel stellt" 5 und der Festgemein-

schaft anstatt einer rhetorisch ausgefeilten eigenen Rede, ein Lehrgespräch zwischen Diotima und

ihm wiedergibt, welches er vor Jahren einmal mit ihr geführt hatte. Diese Diotima-Rede steht

nicht nur in der Mitte des Symposions, sondern wird auch für das ,,Herzstück des gesamten Wer-

kes"6 gehalten. Nach dem Vorgespräch mit Agathon und nach ein paar einleitenden Worten Dio-

timas stellt letztere folgende Thesen auf:

- Eros ist weder schön noch hässlich, weder ein Gott noch ein Mensch, sondern ein Daimon 7.

- Eros übt die Funktion eines Dolmetschers (Vermittler) zwischen den Menschen und den Göt-

tern aus.

1 Glanzmann (2006: 29f.)

2 Platon, Das Gastmahl (177c).

3 Bei Platon stammt Eros aus der Verbindung des Gottes

Porius

mit

Penia

, der irdischen Vertreterin der Armut.

4 Rehm (1996: 83).

5 Glanzmann (2006: 33).

6 Ries (2003: 62).

7 Eros ist, wie Diotima in 202a erklärt, weder das Schöne noch das Hässliche, sondern etwas ,,mitteninne" .

3



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