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Thomas Hobbes: Widerstand - nein Danke? close

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Thomas Hobbes: Widerstand - nein Danke?

Subtitle: Ein Essay zum Widerstandsrecht gegen den Souverän

Essay, 2008, 4 Pages
Author: Bettina Freude-Schlumbohm
Subject: Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Details

Category: Essay
Year: 2008
Pages: 4
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V117415
ISBN (E-book): 978-3-640-19548-0

File size: 118 KB
Notes :
Zu beachten sind die Vorgaben des Dozenten zur Bearbeitung dieser Hausarbeit: es durften nicht mehr als 5000 Zeichen verwendet werden und sollte den Umfang von 2 Seiten nicht überschreiten. Auch von zu vielen Fußnoten (max. 2 je Seite) sollte abgesehen werden.


Abstract

In Hobbes’ politischer Theorie treten Sie als Untertan in einem untereinander abgeschlossenen Gesellschaftsvertrag all Ihre Rechte an einen Souverän ab, der dadurch berechtigt ist, über alle nach außen wirkenden Handlungen zu entscheiden. Mit diesem Vertrag haben Sie den eigenen Willen und das eigene Urteil seinem Willen und Urteil unterworfen.1 Einzig das Recht zur Selbstverteidigung bleibt Ihnen erhalten2. Nun ergibt es sich beispielsweise, dass der Souverän Sie wegen Ungehorsams zum Tode verurteilt. Sie selbst sehen sich als Opfer eines Missverständnisses. Sie waren mit der Anordnung, Ihre Arbeitskraft in den Dienst der Armee zu stellen nicht einverstanden da Sie bereits im letzten Krieg so schwer verwundet waren, dass Sie von Ihrem damaligen Vorgesetzten auf Lebenszeit vom Armeedienst befreit worden sind. Sie bestehen auf Ihr Recht zur Selbstverteidigung, denn schließlich ist Ihr Leben in diesem Fall bedroht. Doch gibt es nach Hobbes auch ein Widerstandsrecht gegen den Souverän?


Excerpt (computer-generated)

Leuphana Universität Lüneburg

Wintersemester 2007/2008

Veranstaltung:

Grundlagen der Politikwissenschaft

Thema:

Thomas Hobbes: Gibt es ein Widerstandsrecht gegen den Souverän?

Verfasserin:

Bettina

Freude-Schlumbohm

Thomas Hobbes: Widerstand- nein Danke?

In Hobbes′ politischer Theorie treten Sie als Untertan in einem untereinander abgeschlosse-

nen Gesellschaftsvertrag all Ihre Rechte an einen Souverän ab, der dadurch berechtigt ist, über

alle nach außen wirkenden Handlungen zu entscheiden. Mit diesem Vertrag haben Sie den

eigenen Willen und das eigene Urteil seinem Willen und Urteil unterworfen.1 Einzig das

Recht zur Selbstverteidigung bleibt Ihnen erhalten2. Nun ergibt es sich beispielsweise, dass

der Souverän Sie wegen Ungehorsams zum Tode verurteilt. Sie selbst sehen sich als Opfer

eines Missverständnisses. Sie waren mit der Anordnung, Ihre Arbeitskraft in den Dienst der

Armee zu stellen nicht einverstanden da Sie bereits im letzten Krieg so schwer verwundet wa-

ren, dass Sie von Ihrem damaligen Vorgesetzten auf Lebenszeit vom Armeedienst befreit

worden sind. Sie bestehen auf Ihr Recht zur Selbstverteidigung, denn schließlich ist Ihr Leben

in diesem Fall bedroht. Doch gibt es nach Hobbes auch ein Widerstandsrecht gegen den Sou-

verän?

Nach Hobbes sind alle Menschen ähnlich gleich beschaffen. Sie betrachten einander mit

Argwohn und Neid, immer nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und sind von Natur aus

kriegerisch veranlagt. Darauf basierend ist der Frieden und Wohl für alle bringende Gesell-

schaftsvertrag abzuschließen und der Souverän spricht Recht über alles und jeden. Denn wer

ihm das Recht auf souveräne Herrschaft überträgt, und das haben Sie im oben genannten Fall

ja vorab getan, muss sich seinem Urteil beugen. Berufen Sie sich darauf, dass Sie die entstan-

dene Situation bei Vertragsabschluss für unmöglich gehalten haben und der Vertrag aus die-

sem Grund nichtig ist! Der Souverän wird sich trotzdem auf die Erfüllung des Vertrags stüt-

zen und es damit begründen, dass er durch die Ausführung des Todesurteils den Frieden aller

1 Bundeszentrale für politische Bildung: Thomes Hobbes (2006). In: Demokratie-Theorien. Von der Antike bis

zur Gegenwart von Peter Massing und Gotthard Breit (Hg.). Ausgewählt und interpretiert von Rudolf Speth.

Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts., S. 95

2 Hobbes, Thomas: Leviathan. In: Politica (1966), Bd. 22, Abhandlungen und Texte zur politischen Wissenschaft

von Wilhelm Hennis und Hans Mair (Hg.). Hermann Luchterhand Verlag GmbH, Neuwied und Berlin, S. 231ff



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