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Die Gerechtigkeit bei Aristoteles

Scholary Paper (Seminar), 2000, 13 Pages
Author: Hans Kalt
Subject: Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 13
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V117460
ISBN (E-book): 978-3-640-19550-3
ISBN (Book): 978-3-640-19560-2
File size: 53 KB

Abstract

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, den Aristotelischen Gerechtigkeitsbegriff und dessen Anwendung auf die Polis zu analysieren und problematische Punkte in Aristoteles Überlegungen aufzuzeigen. Textgrundlage bilden die „Nikomachische Ethik“ und die „Politik“.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich- Alexander- Universität

Institut für Politische Wissenschaft

PS: Der Mensch als politisches Lebewesen.

Ethik und Politik bei Aristoteles.

Sommersemester 2000

Hausarbeit

zum Thema:

Die Gerechtigkeit bei Aristoteles


Inhaltsverzeichnis





1. Vorbemerkung _______________________________________________________ 3

2. Der Aristotelische Gerechtigkeitsbegriff __________________________________ 3

2. 1. Universale Gerechtigkeit_____________________________________________________ 3

2. 2. Partikulare Gerechtigkeit ____________________________________________________ 4

2. 2. 1. Distributive Gerechtigkeit_________________________________________________________ 5

2. 2. 2. Kommutative Gerechtigkeit _______________________________________________________ 5

2. 3. Billigkeit __________________________________________________________________ 6

3. Das Gerechte in der Polis ______________________________________________ 6

3. 1. Gerechtigkeit und Gesetz ____________________________________________________ 6

3. 2. Distributive Gerechtigkeit in verschiedenen Verfassungen _________________________ 7

4. Kritische Betrachtung _________________________________________________ 8

4. 1. Problematik der Gesetzesgerechtigkeit _________________________________________ 8

4. 2. Gesetzestreue und die Definition von Tugendhaftigkeit ___________________________ 9

5. Schlussbemerkung___________________________________________________ 11

Literaturverzeichnis ________________________________________________________ 12

Primärtexte: __________________________________________________________________ 12

Sekundärliteratur:_____________________________________________________________ 12

2


1. Vorbemerkung

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, den Aristotelischen Gerechtigkeitsbegiff und dessen

Anwendung auf die Polis zu analysieren und eventuell problematische Punkte in Aristoteles

Überlegungen aufzuzeigen; Textgrundlage bilden die ,,Nikomachische Ethik" und die

,,Politik".

Zu diesem Zweck werde ich zuerst Aristoteles′ Konzept von der Gerechtigkeit, wie in Buch

V der ,,Nikomachischen Ethik" dargelegt, darstellen ( Kapitel 1 ). Anschließend will ich

,,das Gerechte" in der Polis anhand einiger Textstellen- auch aus der Aristotelischen

,,Politik"- zum Zusammenhang von Gesetz und Gerechtigkeit ( 3. 1. ) und an der Realisierung

der distributiven Gerechtigkeit in den Verfassungen ( 3. 2. ) versuchen zu erfassen. In einem

vierten Kapitel folgt die Skizzierung des Problems der Gleichsetzung der allgemeinen und der

gesetzlichen Gerechtigkeit, wobei indirekte, vielleicht erläuternde, Äußerungen von

Aristoteles in der ,, Politik" und der ,,Nikomachischen Ethik", hinzugezogen werden. Den

Schluss bildet eine resumierende Schlussbemerkung ( Kapitel 5 ).

Die Zitatangaben in Klammern folgen der üblichen Zitierweise von Aristoteles-Texten, die

sich nach der Berliner Akademie- Ausgabe von 1831 richtet.

2. Der Aristotelische Gerechtigkeitsbegriff

Gemäß der üblichen Methode seiner Untersuchungen, geht Aristoteles auch bei der

Gerechtigkeit von allgemein akzeptierten Annahmen aus, die er als Ausgangspunkt

verwendet. So beginnt auch die Abhandlung über die Gerechtigkeit mit einer allgemeinen

Charakterisierung der Gerechtigkeit als

,,jene Grundhaltung [ ... ], von der her die Menschen die Fähigkeit haben, gerechte

Handlungen zu vollziehen, von der aus sie ( de facto ) gerecht handeln und ein festes

Verlangen nach dem Gerechten haben." ( Nikomachische Ethik, 1129a ). Aristoteles

unterscheidet nun mehrere Arten der Gerechtigkeit, die im Folgenden dargestellt sind:

2. 1. Universale Gerechtigkeit

Grundsätzlich differenziert Aristoteles zwischen der

universalen

oder

legalen Gerechtigkeit

1,

denn ,,es gilt offenbar [ derjenige ] als gerecht, ( A ) wer [ das ] Gesetz [ ... ] achtet"

(Nikomachische Ethik, 1129b ), und der

partikularen Gerechtigkeit

, die die ,, Achtung vor der

1 Die Benennungen der verschiedenen Gerechtigkeiten folgen den lateinischen Bezeichnungen der

Schulphilosophie, geprägt von Thomas v. Aquin. ( siehe dazu auch: Ottfried Höffe: Aristoteles. München 1996.

S. 227f.).

3



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