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Essay, 2005, 6 Pages
Author: Diana Eckl
Subject: Romance Languages - French, Miscellaneous
Details
Tags: Textanalyse, Général, Gaulle, Résistance“, Zweiter, Weltkrieg, Resistance, Widerstand
Year: 2005
Pages: 6
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 3 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-19767-5
File size: 112 KB
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Abstract
General de Gaulle ist am 17. Juni in London angekommen. Der ,,drôle de guerre" ist zu Ende und die III. Republik geht am 17. Juni unter. Marschall Pétain hat den Waffenstillstand erbeten, der schließlich am 22. Juni beschlossen wird und Frankreich durch die Demarkationslinie (ligne de démarcation) in eine zone occupée im Norden und in eine zone libre südlich von Paris teilt. In Bordeaux bildet Pétain eine neue Regierung, die mit den deutschen Besatzern kollaboriert. General de Gaulle lehnt von London aus über Radio BBC eine Kapitulation Frankreichs ab und ruft zum Widerstand auf. Er will aus eigener Kraft ein freies Frankreich schaffen, gegen den Willen der ,,legitimen" Regierung Pétains.
Excerpt (computer-generated)
Diana Eckl
Textanalyse: ,,Appel du Général de Gaulle à la Résistance" 18 juin 1940
General de Gaulle ist am 17. Juni in London angekommen. Der ,,drôle de guerre" (vgl.
Seite 2) ist zu Ende und die III. Republik geht am 17. Juni unter. Marschall Pétain hat
den Waffenstillstand erbeten (
demandé l′armistice
), der schließlich am 22. Juni
beschlossen wird und Frankreich durch die Demarkationslinie (ligne de démarcation) in
eine
zone occupée
im Norden und in eine
zone libre
südlich von Paris teilt. In Bordeaux
bildet Pétain eine neue Regierung, die mit den deutschen Besatzern kollaboriert.
General de Gaulle lehnt von London aus über Radio BBC eine Kapitulation Frankreichs
ab und ruft zum Widerstand auf. Er will aus eigener Kraft ein freies Frankreich
schaffen, gegen den Willen der ,,legitimen" Regierung Pétains. Andererseits wollte er
auch nicht den anderen Streitkräften französische Hilfstruppen liefern, sondern die
Franzosen selbst sollten kämpfen und damit auch Frankreich wieder in den Krieg
gebracht werden.
Allerdings verfügte er anfangs über keinerlei reale Mittel für sein Vorhaben, das lag
auch daran, dass er zur damaligen Zeit noch ein unbekannter General war. Aber er
glaubte daran, ganz allein Frankreich zu sein:
,,Was mich betraf, der ich derartige Höhen zu erklimmen mir vornahm, ich war
von Anfang an nichts. An meiner Seite nicht der Schatten einer Macht oder
einer Organisation. In Frankreich kein Widerhall, kein persönlicher Ruf. In der
Fremde weder Kredit noch Rechtfertigung. Aber gerade diese Armut der Mittel
zeichnete mir mein Verhalten vor: Nur indem ich die Sache des nationalen Heils
zu meiner eigenen machte, ohne irgendwelche Rücksicht zu nehmen, könnte ich
Autorität gewinnen. Nur indem ich als unbeugsamer Champion der Nation und
des Staates handelte, wäre es mir nöglich, bei den Franzosen Zustimmung oder
sogar Enthusiasmus, in der Fremde Respekt und Hochachtung zu wecken. Die
Leute, die sich während des ganzen Dramas über diese Unnachgiebigkeit
entsetzten, wollten nicht sehen, daß für mich, der ich zahllosen
widersprüchlichen Druckversuchen ausgesetzt war, das geringste Nachgeben
den völligen Zusammenbruch bedeutet hätte. Kurz, so begrenzt ich in meinen
Mitteln, so einsam ich war und gerade
weil
ich es war -, musste ich die
höchsten Gipfel erklimmen, um niemals wieder hinabzu steigen."
(vgl.
Staub:
54-56)
De Gaulle legt in der Ansprache zunächst dar, dass die neue französische Regierung aus
der ehemaligen militärischen Spitze Frankreichs besteht und diese ,,s′est mis en rapport
avec l′ennemi pour cesser le combat". Er erklärt, dass Frankreich durch die technische
1
Überlegenheit der deutschen Armee niedergeworfen wurde. Eine noch größere
Überlegenheit könne eines Tages allerdings auch die Deutschen besiegen. Die
französische Regierung könne mit Hilfe der Seemacht der Briten und der industriellen
Macht der Vereinigten Staaten den Krieg von den überseeischen Gebieten fortsetzen.
Denn ,,cette guerre n′est pas tranchée par la bataille de France", sondern er ist ein
,,guerre mondiale".
De Gaulle weiß sehr wohl von der materiellen Überlegenheit der Deutschen. Schließlich
befehligte er selbst eine Panzerdivison, die allerdings bei Abbeville ein Niederlage
erlitt.
Frankreich erklärte Deutschland am 3. September 1939 den Krieg, nachdem die Nazies
in Polen eingefallen waren. In dieser auch als ,,drôle de guerre" (seltsamer Krieg)
bekannten Zeit zwischen der Kriegserklärung und dem Beginn des Frankreichfeldzugs
am 10. Mai 1940 unternimmmt die französische Armee keinerlei Versuche,
Deutschland anzugreifen. Zu dieser Zeit, am 2. September 1939, übernimmt Oberst de
Gaulle das Kommando über die Panzer der 5. Armee, die im Schutz der Maginotlinie
das Elsass abschirmen soll. De Gaulle versucht unentwegt, seine Vorstellungen über
den Einsatz von Panzern durchzusetzen. Er plädiert in seiner Schrift ,,Vers l′armée de
metier" und ,,La France et son armée" für die Errichtung einer Panzerstreitmacht, die
nicht nur eine Unterstützung der Infanterie sein sollte, sondern als selbständiges
Kampfmittel, das Schlachten entscheidet, eingesetzt werden müsste. In Frankreich war
de Gaulle einer der wenigen, denen annähernd bewusst war, welches technische
Ausmaß der kommende Krieg haben würde und der diese Erkenntnis gegenüber dem
Hohn und Spott ,,prominenter" Offiziere auszusprechen wagte. (vgl. Staub: 54-55)
Er will seinen Standpunkt insofern behaupten, indem er zunächst vor Ort im Elsass
versucht, das ihm anvertraute Material aufzubessern. Er fordert für die Panzer
Funkausrüstungen an und errichtet eine Panzerausbildungsstelle der 5. Armee in
Blamont. De Gaulles hartnäckige Bemühungen um die Durchsetzung seiner
Vorstellungen veranlassen schließlich den Generalstab, Oberst de Gaulle die 4.
Kürassierdivision die stärkste französische Panzerdivision anzuvertrauen, deren
Kommando er am 11. Mai übernimmt. Im Endeffekt muss er sich allerdings der
deutschen Übermacht und den Anweisungen des Ministerpräsidenten Reynaud
geschlagen geben., der ihn am 6. Juni eiligst nach Paris beruft, wo er als
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