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Scholary Paper (Seminar), 2005, 16 Pages
Author: Christiane Haid
Subject: Theology - Biblical Theology
Details
Tags: Jesu, Botschaft, Gottesherrschaft, Menschen
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20017-7
ISBN (Book): 978-3-640-20590-5
File size: 96 KB
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Abstract
Ist Jesus von Nazareth nicht aktueller als je zuvor? Warum haben die Menschen solche Schwierigkeiten, seine Botschaft anzunehmen, ja überhaupt anzuhören und sich mit ihr auseinander zu setzen? Zuhören, Liebe, Rücksicht, Gemeinschaft, Freiheit, Wahrheit, Klarheit sind das nicht die Schlagworte, nach denen die heutigen Generationen hungern und in allem, was sie versuchten um an die Grenzen zu stoßen, fanden sie keine befriedigende Antwort auf ihre – auf diese Fragen. Sind es nicht die kleinen Zeichen, die von Gottes Gegenwart zeugen und die wir nicht sehen, weil die eben keine Schlagzeile bilden? Wäre es gerade in der heutigen Zeit nicht einen Versuch wert, Jesus und seiner Botschaft von der Gottesherrschaft eine Chance zu geben und darin nach der Lösung unserer Fragen und Sehnsüchte zu suchen? Wird in all den Zufällen, die keine sind – die wie ein roter Faden durch unser Leben verlaufen -, nicht Jesus von Nazaret sichtbar? Wer – außer IHM – kann uns geben, was wir suchen? Musste nicht auch er sehr viel ertragen? Könnte er uns nicht sogar zum Vorbild werden? Kann er uns nicht sogar Mut machen, unser „Kreuz“ zu tragen? Kann er der Welt geben, was ihr zum Heil fehlt? Hinter diesen Fragen steht eine Sehnsucht, aber auch Hoffnung heutiger Zeitgenossen, die in Jesus ein Vorbild eines guten, gelingenden Lebens finden. Welche Rolle spielt Jesus für das Kommen der Gottesherrschaft? Wie ist sein Verhältnis zu Gott, wie steht er als Person zu dem, was er gelebt hat? Und somit sind wir schon mittendrin im Thema. Ich möchte zuerst auf einige Begrifflichkeiten eingehen, bevor ich auf den Ruf des irdischen Jesus zu einem neuen Gehorsam zu sprechen komme. Im Laufe dieser Arbeit werde ich aufzeigen, wie Jesus den Menschen die Gottesherrschaft näher bringt und welche Maßstäbe sich daraus für das heutige christliche Leben ergeben.
Excerpt (computer-generated)
Jesu Botschaft von der Gottesherrschaft fordert den
ganzen Menschen ein
Schriftliche Hausarbeit im Grundkurs ,,Der christliche Glaube"
Angefertigt im Grundkurs ,,Theologie im Fernkurs", Domschule Würzburg
von
Christiane Haid
im Jahr 2005
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung 3
1.1
Der irdische Jesus 3
1.2
Neuer Gehorsam 5
2
Gottesherrschaft Botschaft, die den ganzen Menschen fordert 6
2.1
Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Lebendiges 8
2.2
Nachdem zu leben, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat Einfordern des
ganzen Menschen 10
2.2.1
Vater unser im Himmel 10
2.2.2
Geheiligt werde DEIN Name 11
2.2.3
DEIN Reich komme 11
2.2.4
DEIN Wil e geschehe 11
2.2.5
Wie im Himmel so auf Erden 12
2.2.6
Unser tägliches Brot gib uns heute 12
2.2.7
Und vergib uns unsere Schuld 12
2.2.8
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern 13
2.2.9
Und führe uns nicht in Versuchung 13
2.2.10 Sondern erlöse uns von dem Bösen 13
2.2.11 Denn DEIN ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit
13
2.3
Welche Maßstäbe für ein heutiges christliches Leben ergeben sich daraus?
13
2.4
Zusammenfassung 14
3
Zusammenfassung und Ausblick 14
4
Literaturverzeichnis 15
2
1
Einleitung
Ist Jesus von Nazareth nicht aktuel er als je zuvor? Warum haben die Menschen
solche Schwierigkeiten, seine Botschaft anzunehmen, ja überhaupt anzuhören und
sich mit ihr auseinander zu setzen? Zuhören, Liebe, Rücksicht, Gemeinschaft,
Freiheit, Wahrheit, Klarheit sind das nicht die Schlagworte, nach denen die heutigen
Generationen hungern und in al em, was sie versuchten um an die Grenzen zu
stoßen, fanden sie keine befriedigende Antwort auf ihre auf diese Fragen.
Sind es nicht die kleinen Zeichen, die von Gottes Gegenwart zeugen und die wir
nicht sehen, weil die eben keine Schlagzeile bilden?
Wäre es gerade in der heutigen Zeit nicht einen Versuch wert, Jesus und seiner
Botschaft von der Gottesherrschaft eine Chance zu geben und darin nach der
Lösung unserer Fragen und Sehnsüchte zu suchen?
Wird in al den Zufäl en, die keine sind die wie ein roter Faden durch unser Leben
verlaufen -, nicht Jesus von Nazaret sichtbar? Wer außer IHM kann uns geben,
was wir suchen? Musste nicht auch er sehr viel ertragen? Könnte er uns nicht sogar
zum Vorbild werden? Kann er uns nicht sogar Mut machen, unser ,,Kreuz" zu tragen?
Kann er der Welt geben, was ihr zum Heil fehlt? Hinter diesen Fragen steht eine
Sehnsucht, aber auch Hoffnung heutiger Zeitgenossen, die in Jesus ein Vorbild eines
guten, gelingenden Lebens finden.
Welche Rol e spielt Jesus für das Kommen der Gottesherrschaft? Wie ist sein
Verhältnis zu Gott, wie steht er als Person zu dem, was er gelebt hat?
Und somit sind wir schon mittendrin im Thema. Ich möchte zuerst auf einige
Begrifflichkeiten eingehen, bevor ich auf den Ruf des irdischen Jesus zu einem
neuen Gehorsam zu sprechen komme. Im Laufe dieser Arbeit werde ich aufzeigen,
wie Jesus den Menschen die Gottesherrschaft näher bringt und welche Maßstäbe
sich daraus für das heutige christliche Leben ergeben.
1.1 Der irdische Jesus
Der irdische Jesus von Nazareth war Jude und ist von Kind auf in diese, den ganzen
Menschen
umfassende
personale
Vertrauensbeziehung
des
,,Glaubens"
hineingewachsen, die al ein das angemessene Verhältnis Gott gegenüber darstel t
(Jes 7,9; Gen 15,6). Um Jesus verstehen zu können, sind Kenntnisse über das
Judentum in dieser Zeit unumgänglich.
3
Diesen Glauben vom Ursprung her integriert und zur Erfül ung gebracht, so wird
Jesus der ,,Urheber und Vol ender des Glaubens" (vgl. Hebr 12,2). ,,Er hat sich auf
dieses Abenteuer des Gottvertrauens eingelassen, lebt Glauben, ohne ständig von
ihm zu reden und geht darin auf, bei anderen Glauben zu wecken" (Schneider, T.,
2002; S. 278), sie in den Glauben und sein Sohnesverhältnis zum Vater
einzubeziehen, zuvor müssen sie al erdings erst noch ,,werden wie die Kinder" (Mt
18,3 par).
Vertrauen erweckt bzw. auf sich aufmerksam macht Jesus von Nazaret unter den
Menschen in den Einzelbegegnungen mit bestimmten Menschen. Er überzeugt sie
mit seiner Menschlichkeit und mit seiner Ausstrahlung, mit seiner ganzen Art, wie er
sie ,,ansieht" (Mk 3,5.34; 8,33; 10,21.23.27), wie er mit ihnen redet und auf sie
eingeht.
Jesus gewinnt diesen Menschen ein Zutrauen ab, welches Verbindung herstel t und
sie für Gottes Wirken öffnet. Solche Heilserzählungen enden häufig mit dem
Jesuswort: ,,Dein Glaube hat dich gerettet" (Mk 5,34 par; 10,52 par; Lk 17,19; vgl.
7,50; Mt 8,13; 9,29; 15,28) (vgl. Schneider, T., 2002; S. 278). Mit Blick auf das, was
uns über sein Leben geschildert wird, ist Jesus ein vol mächtiger Verkünder und
Bringer der Gottesherrschaft in einem, auch wenn die Vol gestalt des Reiches Gottes
zukünftig bleibt.
Jesus verweist nicht nur auf das kommende Heil, sondern bringt einen
,,Vorgeschmack" auf dieses Heil von Gott her zu uns. Er ist ohne die Annahme des
grundlegend ,,Neuen" und letztlich ,,Nicht ableitbaren" in seinem Auftreten nicht zu
verstehen: ,,Hier ist einer, der mehr ist als Salomo", ,,Hier ist einer, der mehr ist als
Jona" (Lk 11,3f; Mt 12,41f). Jesus überragt al le Könige und Propheten der Vorzeit.
Jesus handelt als wenn er Gott ist; er handelt an Gottes Stel e; er selbst ist in Wort
und Tat ein lebendiges Gleichnis Gottes. Zu verweisen ist hier auf die vielen,
teilweise sehr alten Jesusworte: ,,Amen, ich sage euch" (vgl. z. B. Mk 3,28; 8,12;
9,1.41; 10,15 u. ö.), die am Anfang stehen, um zu zeigen, dass das vorgetragene
Wort auf einer unmittelbaren Gewissheit beruhen, die auf Gott beruht (vgl. Baumann,
R., 2002; S. 49): Dort, wo die alttestamentlichen Propheten ihre Rede mit Formeln
wie ,,So spricht der Her" oder ,,Spruch des Herrn" einleiten, spricht Jesus: ,,Amen, ich
sage euch."
In Jesus von Nazaret begegnet der Mensch dem endgültigen Heil von Gott her und
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