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Fernhandelsstraßen im Mittelalter im Gebiet der Lausitz

Scholary Paper (Seminar), 2003, 19 Pages
Author: Paul Rosen
Subject: History - Middle Ages, Early Modern

Details

Event: Wettiner – Wittelsbacher – Luxemburger Niederschlag politischer Konflikte des 14. Jahrhunderts im historischen Raum der Niederlausitz.
Institution/College: Humboldt-University of Berlin
Tags: Fernhandelsstraßen, Mittelalter, Gebiet, Lausitz, Wettiner, Wittelsbacher, Luxemburger, Niederschlag, Konflikte, Jahrhunderts, Raum, Niederlausitz
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 19
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 24  Entries
Language: German
Archive No.: V117607
ISBN (E-book): 978-3-640-21023-7
ISBN (Book): 978-3-640-21033-6
File size: 104 KB

Abstract

Thema der vorliegenden Arbeit ist es, die Bedeutung der Fernhandelsstraßen im Mittelalter für die einzelnen Interessenparteien darzustellen. Dabei soll versucht werden, als zentrale Fragestellung herauszuarbeiten, inwieweit es dem Regierenden möglich war, durch Straßensicherungsmaßnahmen in das Leben auf und rund um die Straßen einzugreifen. Schließlich wird es noch notwendig werden, die Situation, die auf den Straßen vorherrschte, zu kennzeichnen. Dabei wird sich ein Bild herausstellen, was für viele Handelsstraßen im gesamten Heiligen Römischen Reich deutscher Nation seine Gültigkeit besessen hat. Um den Bogen passend zum Seminarthema spannen zu können, liegt die Konzentration bei der Wahl der Beispiele sowie der Quellentexte auf dem Gebiet der Lausitz.Um in das Thema einzuleiten, möchte ich mich zuerst mit dem Begriff Straße auseinandersetzen.Da wäre zu klären, was überhaupt unter einer Straße zu verstehen war? Weiterhin wäre zu fragen, wer für die bestehenden Straßen verantwortlich war, bzw. wem sie gehörten? Auch wäre es interessant herauszufinden, wie neue Straßenzüge entstanden sind, bzw. welche Voraussetzungen dazu nötig waren, dass es dazu kam? Eng damit hängt die Frage zusammen, wer überhaupt ein Interesse an einer Straße gehabt haben könnte und weshalb, bzw. welche Vorteile eine Straße für wen mit sich brachte? Schließlich will ich versuchen, in diesem Zusammenhang noch die Pflichten, die mit einer Straße verbunden waren, aufzuzeigen. Auch ist es unumgänglich, sich mit dem Thema Sicherheit auf den Straßen zu beschäftigen und den in diesem Zusammenhang auftretenen Begriff des Straßenschutzes aufzuwerfen. Dabei wird es einerseits im ersten Teil zum Thema „Zustand der Straßen“ eine Beschäftigung mit dem Straßenschutz geben. Zusätzlich wird in einem gesonderten Abschnitt die Frage der Wegelagerei behandelt. Letztendlich drängt sich dann noch die Frage auf, die die fiskalischen Zwänge der Straßenbenutzer miteinschließt. Die entscheidenen Fragen lauten, wie sinnvoll diese waren, d.h. wie viel die Steuern dazu beigetragen haben, dass die Reise auf den Straßen sicherer und angenehmer wurde. Zum Abschluß der Arbeit werden dann in einer Schlußbetrachtung die gesammelten Erkenntnisse zusammengetragen und die anfangs gestellten Fragen noch einmal kurz beantwortet, indem die Ergebnisse präsentiert werden.


Excerpt (computer-generated)

Fernhandelsstraßen im Mittelalter

Im Gebiet der Lausitz






Hausarbeit für das Proseminar:

Wettiner ­ Wittelsbacher ­ Luxemburger

Niederschlag politischer Konflikte des 14. Jahrhunderts

im historischen Raum der Niederlausitz.

Humboldt ­ Universität zu Berlin




Inhaltsverzeichnis

1.

Einleitung _____________________________________________________________ 3

2.

Die Straße _____________________________________________________________ 4

2.1

Definition des Begriffes Straße _____________________________________________ 4

3.

Die wirtschaftliche und politische Bedeutung der Straße _______________________ 6

3.1.

Die Rolle der Straße______________________________________________________ 6

3.2

Straßensicherungspolitik__________________________________________________ 9

3.2.1

Straßenzwang ________________________________________________________________ 9

3.2.2

Straßenschutz _______________________________________________________________ 12

3.3

Fiskalische Abgaben ____________________________________________________ 14

4.

Schlußbetrachtung _____________________________________________________ 15

5.

Quellenverzeichnis _____________________________________________________ 17

6.

Literaturverzeichnis ____________________________________________________ 18

2


1. Einleitung

Thema der vorliegenden Arbeit ist es, die Bedeutung der Fernhandelsstraßen im Mittelalter

für die einzelnen Interessenparteien darzustellen. Dabei soll versucht werden, als zentrale

Fragestellung herauszuarbeiten, inwieweit es dem Regierenden möglich war, durch

Straßensicherungsmaßnahmen in das Leben auf und rund um die Straßen einzugreifen.

Schließlich wird es noch notwendig werden, die Situation, die auf den Straßen vorherrschte,

zu kennzeichnen. Dabei wird sich ein Bild herausstellen, was für viele Handelsstraßen im

gesamten Heiligen Römischen Reich deutscher Nation seine Gültigkeit besessen hat. Um den

Bogen passend zum Seminarthema spannen zu können, liegt die Konzentration bei der Wahl

der Beispiele sowie der Quellentexte auf dem Gebiet der Lausitz.

Um in das Thema einzuleiten, möchte ich mich zuerst mit dem Begriff Straße

auseinandersetzen.

Da wäre zu klären, was überhaupt unter einer Straße zu verstehen war?

Weiterhin wäre zu fragen, wer für die bestehenden Straßen verantwortlich war, bzw. wem sie

gehörten?

Auch wäre es interessant herauszufinden, wie neue Straßenzüge entstanden sind, bzw. welche

Voraussetzungen dazu nötig waren, dass es dazu kam?

Eng damit hängt die Frage zusammen, wer überhaupt ein Interesse an einer Straße gehabt

haben könnte und weshalb, bzw. welche Vorteile eine Straße für wen mit sich brachte?

Schließlich will ich versuchen, in diesem Zusammenhang noch die Pflichten, die mit einer

Straße verbunden waren, aufzuzeigen.

Dabei wird der Begriff Straßenzwang auftauchen, der untersucht werden soll. Es wird darauf

hinauslaufen, die Vor- und Nachteile herauszuarbeiten, die der Straßenzwang mit sich bringt.

Auch ist es unumgänglich, sich mit dem Thema Sicherheit auf den Straßen zu beschäftigen

und den in diesem Zusammenhang auftretenen Begriff des Straßenschutzes aufzuwerfen.

Dabei wird es einerseits im ersten Teil zum Thema ,,Zustand der Straßen" eine Beschäftigung

mit dem Straßenschutz geben. Zusätzlich wird in einem gesonderten Abschnitt die Frage der

Wegelagerei behandelt.

3


Letztendlich drängt sich dann noch die Frage auf, die die fiskalischen Zwänge der

Straßenbenutzer miteinschließt. Die entscheidenen Fragen lauten, wie sinnvoll diese waren,

d.h. wie viel die Steuern dazu beigetragen haben, dass die Reise auf den Straßen sicherer und

angenehmer wurde.

Zum Abschluß der Arbeit werden dann in einer Schlußbetrachtung die gesammelten

Erkenntnisse zusammengetragen und die anfangs gestellten Fragen noch einmal kurz

beantwortet, indem die Ergebnisse präsentiert werden.

2. Die

Straße

2.1

Definition des Begriffes Straße

Für ein besseres Verständnis der folgenden Ausführungen folgt eine Definition des Begriffes

Straße.

Dabei richtet sich die Definition nach dem Lexikon des Mittelalters: 1.Westlicher Bereich. :

,,Der Terminus Straße oder auch Weg bezeichnet einen aus dem bewohnten, bewirtschafteten

oder ungenutzten Land herausgegrenzten Bodenstreifen, der als Verkehrsraum reserviert und

von der Allgemeinheit zu gleichem Recht benutzt wird."1

Dazu ist allerdings zu sagen, dass die Straße keine Erfindung des Mittelalters gewesen ist,

sondern schon in der Antike existierte.

Die Grundstruktur des europäischen Straßennetzes wurde von den Römern während ihrer

Besatzungszeit geschaffen, so schreibt z.B. Aelius Aristides im 2 Jh. N. Chr., dass das

Straßensystem es dem Kaiser ermöglichte, von Rom aus mit Briefen zu regieren2.Zusätzlich

schreibt Aurelius Viktor im 4 Jh. N. Chr., dass der Ausbau der Straßen mit besonderer

Sorgfalt durchgeführt wird, damit der Herrscher noch schneller erführe, was im gesamten

Reich vor sich ginge3.Allerdings wurde dieses Straßennetz nach dem Zusammenbruch des

1 Szabo,T.: in, LMA Bd.8, Spalte 220.

2 Vgl.: Aelius Aristides, XIV, 336, 9.

3 Vgl.: Aurelius Viktor, Caesares 13, 5.

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