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Diplomarbeit, 2008, 317 Seiten
Autor: Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wirtsch.-Ing (FH) Andreas Ruhm
Fach: Wirtschaftsingenieurwesen
Details
Tags: Auswirkungen, Wandels, Unternehmen, Handlungsfelder, Sicht
Jahr: 2008
Seiten: 317
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 230 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-19886-3
ISBN (Buch): 978-3-640-19904-4
Dateigröße: 6379 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Arbeitswelt unterliegt ständig Veränderungen, denen technologische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen zugrunde liegen. Doch in den kommenden Jahrzehnten sieht sich Deutschland seiner vielleicht größten wirtschaftlichen Herausforderung gegenüber. Nicht Kostensenkung, Globalisierung oder schwaches Wirtschaftswachstum, sondern demografischer Wandel heißt das Schreckgespenst, das immer öfter durch die Medien geistert und politische Diskussionen zunehmend bestimmt. Bereits seit einigen Jahren wird die alternde Bevölkerung als Ursache für notwendige Umstrukturierungen der sozialen Sicherungssysteme und speziell unseres Rentensystems angeführt. Doch die demografischen Faktoren zeigen auch, dass Deutschland eines der Länder mit einer der geringsten Geburtenraten der Welt ist. Folge hiervon werden eine drastische Abnahme der Bevölkerungszahl und eine fortschreitende Bevölkerungsalterung sein, wenn dieser Zustand weiter anhält. Gleichwohl haben über die Hälfte der Deutschen laut einer Forsa-Umfrage noch nie den Begriff „demografischer Wandel“ gehört. „Dies zeigt, dass die Bedeutung dieses Phänomens bisher kaum in das öffentliche Bewusstsein gedrungen ist“ (Kröhnert et al. 2005: 92). Ähnliches scheint aus betrieblicher und personalpolitischer Sicht der Fall zu sein. Zahlreiche Unternehmen sind immer noch vom Jugendwahn getrieben und Mitarbeiter1 über 50 Jahre scheinen einer aussterbenden Spezies anzugehören. Laut dem IAB-Betriebspanel 2002, einer repräsentativen Befragung aller Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, beschäftigen lediglich 60 % der Unternehmen Mitarbeiter, die 50 Jahre oder älter sind (vgl. Brussig 2005: 3). Demgegenüber hat der Europäische Rat auf politischer Ebene bereits gehandelt und im Rahmen der Lissabon-Strategie beschlossen, dass in den EUMitgliedsländern bei den 55- bis 64-Jährigen bis 2010 eine Beschäftigungsquote von 50 % erreicht werden soll (vgl. Kistler 2005a: 73). Können Unternehmen auf die Erfahrung und die Arbeitsleistung ihrer älteren Beschäftigten wirklich verzichten? Zur Zeit scheint dies, auch angesichts einer Arbeitslosenzahl von 3,4 Millionen und einer Arbeitslosenquote von 8,4 % (vgl. BA 2008: 8, 10), der Fall zu sein.
Textauszug (computergeneriert)
UNIVERSITY
OF APPLIED SCIENCES
Diplomarbeit
Postgradualer Studiengang Wirtschaft
Thema der Diplomarbeit:
Auswirkungen des demografischen Wandels auf Unternehmen
und Handlungsfelder aus personalpolitischer Sicht
Dipl.-Ing. (FH) Andreas Ruhm
Andreas Ruhm, Matr.-Nr. 1082921
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Inhaltsverzeichnis:
Abbildungsverzeichnis 4
Anlagenverzeichnis 4
Beilagenverzeichnis 5
Abkürzungsverzeichnis 6
1
Abgrenzung der Themenstel ung 10
1.1
Hintergrund 10
1.2
Zielsetzung der Arbeit 12
2
Die demografische Entwicklung und ihre Folgen 13
2.1
Grundbegriff ,,Demografie" 13
2.2
Einflussfaktoren der demografischen Entwicklung 13
2.2.1
Geburtenrate bzw. Fertilitätsrate 13
2.2.2
Lebenserwartung bzw. Mortalitätsrate 14
2.2.3
Bevölkerungszu- und -abwanderung bzw. Migration 15
2.3
Bevölkerungsentwicklung bis ins Jahr 2050 16
2.3.1
Methode der Bevölkerungsvorausberechnung 16
2.3.2
Entwicklung der Bevölkerungszahl 17
2.3.3
Entwicklung der Altersstruktur 18
3
Grundsatzüberlegungen 19
4
Älterer Arbeitnehmer 21
4.1
Begriff des älteren Arbeitnehmers 21
4.2
Entwicklung der Produktivität mit zunehmendem Alter 22
4.2.1
Physische Fähigkeiten 23
4.2.2
Psychische Fähigkeiten 24
4.2.3
Empirische Studien zur individuel en Produktivität 25
4.3
Entwicklung der Innovationsfähigkeit mit zunehmendem Alter 26
5
Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Unternehmen 28
5.1
Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials 28
5.1.1
Quantitative Betrachtung des Erwerbspersonenpotentials 29
5.1.2
Qualitative Betrachtung des Erwerbspersonenpotentials 31
5.1.3
Krankenstand 33
5.2
Entwicklung der Produktivität von Unternehmen 35
5.3
Entwicklung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen 36
5.4
Entwicklung der Kosten von Unternehmen 37
5.5
Auswirkungen auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit 38
6
Unternehmerische Lösungsansätze 40
6.1
Handlungsfeld Gesundheit 40
6.1.1
Maßnahmen zur Fehlzeitenreduzierung 42
6.1.2
Präventive Maßnahmen zur Anwesenheitserhöhung 43
6.1.3
Amortisation von Maßnahmen der Gesundheitsförderung 45
6.2
Handlungsfeld Weiterbildung 45
6.2.1
Analyse des aktuel en Zustands der beruflichen Weiterbildung 46
6.2.2
Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung 47
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6.2.3
Wissenstransfer 51
6.2.4
Kosten und Amortisation von Weiterbildungsmaßnahmen 52
6.3
Handlungsfeld Arbeitsorganisation 53
6.3.1
Arbeitsgestaltung 54
6.3.2
Arbeitsorganisation 57
6.4
Handlungsfeld Personalmanagement 62
6.4.1
Schaffung ausgewogener Altersstrukturen 62
6.4.2
Rekrutierung 62
6.4.3
Entgelt 65
6.4.4
Mitarbeiterbindung 67
6.4.5
Erwerbsbiographie und Laufbahnplanung 70
6.5
Handlungsfeld Führung 72
6.5.1
Führungsstil 72
6.5.2
Führung verschiedener Beschäftigtengruppen 73
6.5.3
Unternehmenskultur (Corporate Culture) 75
6.5.4
Management-Strategien 77
6.5.5
Erhöhung der Innovationsfähigkeit und Innovationsbereitschaft 78
6.5.6
Auswirkung der Führung auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter79
6.6
Demografische Analyse 79
6.6.1
Quick Check der Initiative GiGA 80
6.6.2
Kurz-Check von INQA 80
6.6.3
Altersstrukturanalyse 80
6.6.4
Arbeitsfähigkeitsanalyse ABI / WAI 81
6.6.5
Weitere Analyseinstrumente 82
7
Empirische Studie 83
7.1
Datenerhebung 83
7.2
Rücklauf 84
7.3
Auswertung 85
7.4
Handlungsempfehlungen 85
7.4.1
Älterer Arbeitnehmer (Fragen 5-6) 86
7.4.2
Auswirkungen der demografischen Entwicklung (Frage 7) 87
7.4.3
Handlungsfeld Gesundheit (Frage 8) 88
7.4.4
Handlungsfeld Weiterbildung (Fragen 9-11) 89
7.4.5
Handlungsfeld Arbeitsorganisation (Fragen 12-16) 91
7.4.6
Handlungsfeld Personalmanagement (Fragen 17-19) 94
7.4.7
Handlungsfeld Führung (Fragen 20-22) 96
7.4.8
Demografische Analyse (Frage 23) 99
7.4.9
Zusammenfassung der Maßnahmen 100
8
Zusammenfassung und Ausblick 101
Literaturverzeichnis 103
Anlagen 120
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Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1:
Erwerbspersonenpotential bis 2050 29
Abb. 2:
Arbeitsanforderung, funktionel e Kapazität und Alter/Altern. 55
Abb. 3:
Arbeitsfähigkeit in Abhängigkeit vom Alter bei unterschiedlichen
betrieblichen Maßnahmen. 79
Anlagenverzeichnis
Seite
Anlage 1: Entwicklung der Geburten und Sterbefäl e in Deutschland 120
Anlage 2: Wanderungen für Deutschland unter Berücksichtigung der Zu- und
Fortzüge sowohl von Deutschen als auch von Ausländern. 121
Anlage 3: Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. 122
Anlage 4: Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland. 123
Anlage 5: Porters Diamant 124
Anlage 6: Abgrenzungskriterien junger / alter Arbeitnehmer. 127
Anlage 7: Veränderung der körperlichen (physischen) Eigenschaften und
Fähigkeiten mit zunehmendem Alter 129
Anlage 8: Veränderung der geistigen (psychischen) Eigenschaften und
Fähigkeiten mit zunehmendem Alter 130
Anlage 9: Altersspezifische Leistungsfähigkeit. 132
Anlage 10: Das Angebot an Arbeitskräften. 133
Anlage 11: Erwerbsquoten einzelner Bevölkerungsgruppen 135
Anlage 12: Erhöhung der Erwerbsbevölkerung durch politische Maßnahmen. .. 137
Anlage 13: Beispielrechnung zur Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials. 138
Anlage 14: Arbeitsunfähigkeitstage nach Alter und Krankheitsarten. 139
Anlage 15: Arbeitsunfähigkeitstage und -fäl e nach Alter. 140
Anlage 16: Häufigste Erkrankungsarten und deren Ursachen. 141
Anlage 17: Arbeitsunfähigkeitstage nach Alter und ausgewählten Berufen 143
Anlage 18: Meldepflichtige Arbeitsunfäl e je 1.000 Vol arbeiter 144
Anlage 19: Bestimmungsfaktoren des Gesundheitszustandes 145
Anlage 20: Struktur der Arbeitskosten (am Beispiel des produzierenden
Gewerbes) 146
Anlage 21: Veränderung der Arbeitskosten durch demografische Einflüsse. 147
Anlage 22: Al gemeine betriebliche Maßnahmen zur Fehlzeitenreduzierung. 149
Anlage 23: Speziel e betriebliche Maßnahmen zur Fehlzeitenreduzierung. 152
Anlage 24: Kennziffern für ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement 154
Anlage 25: Präventive Maßnahmen zur Anwesenheitserhöhung 155
Anlage 26: Voraussetzungen, um Lernentwöhnte wieder an das Lernen
heranzuführen. 158
Anlage 27: Voraussetzungen des Wissenstransfers 159
Anlage 28: Halbwertzeit des Wissens 160
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Anlage 29: Reduzierung der Umgebungseinflüsse. 161
Anlage 30: Model e der Arbeitsstrukturierung. 163
Anlage 31: Flexible Arbeitszeitmodel e, flexibler Arbeitsort. 166
Anlage 32: Problematik der Nachtarbeit. 169
Anlage 33: Arbeitswissenschaftliche Empfehlungen in Bezug auf das
Schichtplanmerkmal »Aufeinanderfolge der Schichten«. 170
Anlage 34: Arbeitswissenschaftliche Empfehlungen in Bezug auf das
Schichtplanmerkmal »Dauer und Verteilung der Arbeitszeit« 171
Anlage 35: Konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Innovationsfähigkeit und
Innovationsbereitschaft 172
Anlage 36: Operationale Gesundheitsziele 173
Anlage 37: Ursachenanalyse geringer Betriebsbindung / Bindungsaktivitäten... 174
Anlage 38: Familienfreundliche Maßnahmen und Maßnahmen zur Mitarbeiter-
Bindung. 176
Anlage 39: Management-Konzepte zur Überwindung der demografischen 181
Anlage 40: Maßnahmen zur Führung verschiedener Beschäftigtengruppen 183
Anlage 41: Prinzipienmodel der Führung. 185
Anlage 42: Ebenen der Kultur 186
Anlage 43: Mechanismen der Kulturverankerung. 187
Anlage 44: Gestaltungselemente zur Förderung einer lebendigen
Unternehmenskultur. 188
Anlage 45: Wichtige Verknüpfungen der Management-Konzepte 189
Anlage 46: Determinanten des Verhaltens. 190
Anlage 47: Quick-Check 191
Anlage 48: Kurz-Check 192
Anlage 49: Veränderung der betrieblichen Altersstrukturen im Zeitablauf 194
Anlage 50: Altersverteilung betrieblicher Kerngruppen. 195
Anlage 51: Work Ability Index - Fragebogen 196
Anlage 52: Analyseinstrumente. 199
Anlage 53: Determinanten der Teilnahmebereitschaft an internet-basierten
Fragebogenuntersuchungen in Deutschland 201
Beilagenverzeichnis
Seite
Beilage 1:
Anschreiben Empirische Studie
3
Beilage 2:
Online-Fragebogen
4
Beilage 3:
Detailergebnisse der empirischen Studie
13
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Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
ABI
Arbeitsbewältigungsindex
ADFC
Al gemeiner Deutscher Fahrrad-Club
AGG
Al gemeines Gleichbehandlungsgesetz
AIQ
Arbeit Innovation Qualifikation
aktualis.
aktualisiert
AU
Arbeitsunfähigkeit
Aufl.
Auflage
BA
Bundesagentur für Arbeit
BAUA
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Bd.
Band
BDA
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberver-
bände
BDI
Bundesverband der Deutschen Industrie
bearb.
bearbeitet
BeitrAB
Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufs-
forschung
bes.
besonders
BEST
Brief Exposure Scoring Techniques
BGAG
Berufsgenossenschaftliches Institut Arbeit und Ge-
sundheit
BiB
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
BIBB
Bundesinstitut für Berufliche Bildung
BIBE
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
BKK
Betriebskrankenkasse
BMAS
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
BMBF
Bundesministerium für Bildung und Forschung
BMFSFJ
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
BMGS
Bundesministerium für Gesundheit und soziale Siche-
rung
BMI
Body-Mass-Index
BMWi
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
BRIEF
Baseline Risk Identification of Ergonomic Factors
BZgA
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
bzw.
beziehungsweise
ca.
circa
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COPSOQ
Copenhagen Psychosocial Questionnaire
d. h.
das heißt
dB(A)
Schal pegel
DBT
Deutscher Bundestag
DBV
Deutsche Beamten-Versicherung
DIHK
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
dt.
deutsch
DTV
Deutscher Taschenbuch Verlag
DV
Datenverarbeitung
DVR
Deutscher Verkehrssicherheitsrat
e. V.
eingetragener Verein
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
EKG
Elektrokardiogramm
ESF
Europäischer Sozialfond
erw.
erweitert
et al.
und andere
etc.
et cetera
EU
Europäische Union
EVM
Energieversorgung Mittelrhein
fachspezif.
fachspezifisch
FFAS
Freiburger Forschungsstel e Arbeits- und Sozialmedi-
zin
GfAH
Gesel schaft für Arbeitsschutz- und Humanisierungs-
forschung mbH
GFS
Gesel schaft zur Förderung des Strukturwandels in
der Arbeitsgesel schaft
ggf.
gegebenenfal s
gGmbh
gemeinnützige Gesel schaft mit beschränkter Haftung
GiGA
Gemeinschaftsinitiative Gesünder Arbeiten
GPTW
Great Place to Work
Herv. d. Verf.
Hervorhebung des Verfassers
HFH
Hamburger Fern-Hochschule
HR
Human Resources
Hrsg.
Herausgeber
html
Hypertext Markup Language
http
Hypertext Transfer Protocol
HWK
Handwerkskammer
i. d. R.
in der Regel
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IAB
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der
Bundesagentur für Arbeit
ifo
Institut für Wirtschaftsforschung
IGA
Initiative Gesundheit und Arbeit
IHK
Industrie- und Handelskammer
ILO
International Labour Organization (Internationale Ar-
beitsorganisation)
imk
Institut für Managementkompetenz der Universität
des Saarlandes
INA
Markenzeichen der Schaeffler KG
INQA
Initiative Neue Qualität der Arbeit
Io
Verlag für industriel e Organisation
IRB
Informationszentrum Raum und Bau der Fraunhofer-
Gesel schaft
IT
Informationstechnologie
IW
Institut der deutschen Wirtschaft
IWH
Institut für Wirtschaftsforschung Hal e
jmds.
jemandes
KG
Kommanditgesel schaft
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen
LCD
Liquid Crystal Display (Flüssigkristal bildschirm)
LIAB
Linked-Employer-Employee Datensatz des Instituts
für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg
Lkw
Lastkraftwagen
MAGS
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in
Nordrhein-Westfalen
max.
maximal
mbH
mit beschränkter Haftung
MDK
Medizinischer Dienst der Krankenkassen
MDS
Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Kran-
kenkassen
MEA
Mannheim Research Institute for the Economics of
Aging
Mio.
Mil ionen
mind.
mindestens
N.
Nummer
Nr.
Nummer
NRW
Nordrhein-Westfalen
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o. ä.
oder ähnliches
o. J.
ohne Jahr
o. O.
ohne Ort
O. V.
ohne Verfasserangabe
OECD
Organisation for Economic Co-Operation and Devel-
opment (Organisation für wirtschaftliche Zusammen-
arbeit und Entwicklung)
PC
Personal Computer
PDA
Personal Digital Assistant (Persönlicher Digitaler As-
sistent)
Portable Document Format (übertragbares Dokumen-
tenformat)
ROI
Return on Investment (Kapitalrendite)
RWTH
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule
SGB
Sozialgesetzbuch
sog.
sogenannt
Std.
Stunden
TU
Technische Universität
u. ä.
und ähnliche(s)
u. a.
unter anderem; und andere
u.
und
überarb.
überarbeitet(e)
UN
United Nations (Vereinte Nationen)
URL
Uniform Resource Locator
US / USA
United States of America (Vereinigte Staaten von
Amerika)
VDM
Verlag Dr. Mül er
vgl.
vergleiche
vollst.
vollständig
WAI
Work-Ability-Index
WHO
World Health Organization (Weltgesundheitsorgani-
sation)
www
World Wide Web
z. B.
zum Beispiel
z. T.
zum Teil
ZDF
Zweites Deutsches Fernsehen
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1 Abgrenzung der Themenstellung
1.1 Hintergrund
Die Arbeitswelt unterliegt ständig Veränderungen, denen technologische, ökono-
mische und gesel schaftliche Entwicklungen zugrunde liegen. Doch in den kom-
menden Jahrzehnten sieht sich Deutschland seiner viel eicht größten wirtschaftli-
chen Herausforderung gegenüber. Nicht Kostensenkung, Globalisierung oder
schwaches Wirtschaftswachstum, sondern demografischer Wandel heißt das
Schreckgespenst, das immer öfter durch die Medien geistert und politische Dis-
kussionen zunehmend bestimmt.
Bereits seit einigen Jahren wird die alternde Bevölkerung als Ursache für notwen-
dige Umstrukturierungen der sozialen Sicherungssysteme und speziell unseres
Rentensystems angeführt.
Doch die demografischen Faktoren zeigen auch, dass Deutschland eines der Län-
der mit einer der geringsten Geburtenraten der Welt ist. Folge hiervon werden eine
drastische Abnahme der Bevölkerungszahl und eine fortschreitende Bevölke-
rungsalterung sein, wenn dieser Zustand weiter anhält.
Gleichwohl haben über die Hälfte der Deutschen laut einer Forsa-Umfrage noch
nie den Begriff ,,demografischer Wandel" gehört. ,,Dies zeigt, dass die Bedeutung
dieses Phänomens bisher kaum in das öffentliche Bewusstsein gedrungen ist"
(Kröhnert et al. 2005: 92).
Ähnliches scheint aus betrieblicher und personalpolitischer Sicht der Fal zu sein.
Zahlreiche Unternehmen sind immer noch vom Jugendwahn getrieben und Mitar-
beiter
1
über 50 Jahre scheinen einer aussterbenden Spezies anzugehören. Laut
dem IAB-Betriebspanel 2002, einer repräsentativen Befragung al er Betriebe mit
mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, beschäftigen ledig-
lich 60 % der Unternehmen Mitarbeiter, die 50 Jahre oder älter sind (vgl. Brussig
2005: 3).
Demgegenüber hat der Europäische Rat auf politischer Ebene bereits gehandelt
und im Rahmen der Lissabon-Strategie beschlossen, dass in den EU-
Mitgliedsländern bei den 55- bis 64-Jährigen bis 2010 eine Beschäftigungsquote
von 50 % erreicht werden sol (vgl. Kistler 2005a: 73).
1 Wenn im Rahmen dieser Ausarbeitung nur in der männlichen Form von Mitarbeitern oder Arbeitnehmern die
Rede ist, geschieht dies ausschließlich der besseren Lesbarkeit halber und schließt selbstverständlich Mitarbei-
terinnen und Arbeitnehmerinnen mit ein.
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