Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Studienarbeit, 2006, 48 Seiten
Autor: cand. Ing. Paul Schmitgen
Fach: Maschinenbau
Details
Tags: Experimentelle, Bestimmung, Stabilitätsgrenzen, Drallbrennern
Jahr: 2006
Seiten: 48
Note: 3,0
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-20870-8
Dateigröße: 6408 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
Heutzutage wird bei jeder Verbrennung von fossilen Brennstoffen eine große Menge an CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Da das zur ständig wachsenden Umweltverschmutzung beiträgt, war es ein Ziel der Semesterarbeit eine Brennerkonfiguration zu finden, mit der es möglich ist Deponie- und Klärgase zu verbrennen. Diese Brennstoffe haben einen großen Wasserstoffanteil, was viele Probleme bei der Verbrennung verursacht. Alternativ soll auch die Verbrennung von Methan möglich sein. Ein solcher Brenner zur stabilen Verbrennung von reinem Wasserstoff, bei gleichzeitiger Verwendbarkeit zur Verbrennung von Erdgas (Methan), ist bis jetzt noch nicht erreicht, was aber in der heutigen Zeit, mit den immer knapper werdenden Rohstoffen und fossilen Brennstoffen und der damit einhergehenden Umweltverschmutzung, ein kleiner aber nicht zu verachtender Schritt wäre. Die Verbrennung von Deponiegas greift zudem nicht mehr die knappen Rohstoffreserven unserer Erde an, sondern verwertet die ohnehin vorhandenen Abfallprodukte. Dabei ist sie auch noch ein wenig umweltverträglicher als die Verbrennung fossiler Brennstoffe, da der Ausstoß von CO2 verringert wird.
Textauszug (computergeneriert)
Inhaltsverzeichnis
1
INHALTSVERZEICHNIS
1
Motivation
2
2
Verbrennung
3
2.1
Einleitung
3
2.2
Allgemeines
5
2.3
Arten von Flammen
9
2.3.1
Turbulente Flammen
10
2.3.2
Laminare Flammen
11
2.3.3
Diffusionsflamme
12
2.3.4
Vormischflamme
15
3
Inbetriebnahme
17
4
Versuchsdurchführung
21
4.1
Untersuchung des Einflusses der verschiedenen Köpfe
23
4.2
Untersuchung des Einflusses der verschiedenen Schlitzlängen
26
4.3
Untersuchung des Einflusses der verschiedenen Düsen
28
4.3.1
Einfluss der hohen Düse (Düse 3)
29
4.3.2
Einfluss der roten Düse (Düse 1)
31
4.3.3
Vergleich der verschiedenen Düsen
33
4.4
Untersuchung des Einflusse eines anderen Drallerzeugers
35
4.5
Ideale Konfiguration für Wasserstoff
37
5
Umbau des Versuchsstandes und des Drallerzeugers
39
6
Herunterfahren des Versuchsstandes
43
7
Probleme bei der Versuchsdurchführung
44
8
Zusammenfassung
46
9
Literaturverzeichnis
47
1. Motivation
2
1 Motivation
Heutzutage wird bei jeder Verbrennung von fossilen Brennstoffen eine große Menge an CO2
in die Atmosphäre freigesetzt. Da das zur ständig wachsenden Umweltverschmutzung
beiträgt, war es ein Ziel der Semesterarbeit eine Brennerkonfiguration zu finden, mit der es
möglich ist Deponie- und Klärgase zu verbrennen. Diese Brennstoffe haben einen großen
Wasserstoffanteil, was viele Probleme bei der Verbrennung verursacht. Alternativ soll auch
die Verbrennung von Methan möglich sein.
Ein solcher Brenner zur stabilen Verbrennung von reinem Wasserstoff, bei gleichzeitiger
Verwendbarkeit zur Verbrennung von Erdgas (Methan), ist bis jetzt noch nicht erreicht, was
aber in der heutigen Zeit, mit den immer knapper werdenden Rohstoffen und fossilen
Brennstoffen und der damit einhergehenden Umweltverschmutzung, ein kleiner aber nicht zu
verachtender Schritt wäre.
Die Verbrennung von Deponiegas greift zudem nicht mehr die knappen Rohstoffreserven
unserer Erde an, sondern verwertet die ohnehin vorhandenen Abfallprodukte. Dabei ist sie
auch noch ein wenig umweltverträglicher als die Verbrennung fossiler Brennstoffe, da der
Ausstoß von CO2 verringert wird.
2. Verbrennung
3
2 Verbrennung
2.1 Einleitung
"If you examine where the heat of a candle is, you will find it very
curiously arranged. Suppose I take this candle, and hold a piece of paper
close upon the flame, where is the heat of that flame? Do you not see that it is not
in the inside? It is in a ring, exactly in the place where I told you the chemical
action was..."
[1]
Mit diesen Worten führte Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wissenschaftler seinen Studenten
ein Experiment vor, um ihnen zu zeigen wie die Verbrennung in einer Flamme
abläuft. Als Anschauungsobjekt diente ihm zu dieser Zeit eine einfache Kerze und ein Blatt
Papier. 1861 erschien schließlich das Buch zu seiner Zyklusvorlesung ,,
The Chemical History
of a Candle
".
2. Verbrennung
4
Die Rede ist von Michael Faraday. 1791 in der Nähe von London als Sohn eines
Schmieds geboren, wurde er nach einer Zeit als Laufbursche eines Buchbinders von Sir
Humphry Davy als Laborassistent an der Royal Institution angeworben. Als dessen Begleiter
lernte er auf seinen Reisen durch die Welt viele berühmte Wissenschaftler kennen. Nach
seiner Rückkehr an die Royal Institution begann er seinen eigenen Teil zur
Wissenschaft beizutragen und stieg rasch auf, bis er 1833 Professor für Chemie an der
Royal Institution wurde. Mit großem Bemühen führte er seine Forschungen durch, die nicht
nur zu seiner Zeit als großartige Glanzleistungen angesehen wurden und bis heute von
Bedeutung sind. Ihm wurde der Vorsitz sowohl der Royal Society als auch der
Royal Institution angeboten er lehnte ab. Als er schließlich 1867 starb galt er unter
seinen Zeitgenossen als einer der größten experimentellen Philosophen und als großartiger
Forscher. Die Methode Faradays, die Temperatur einer Flamme mit Hilfe eines Blattes Papier
sichtbar zu machen, mag aus heutiger Sicht wenig wissenschaftlich wirken. Dennoch
ist sie für die damalige Zeit so effektiv wie genial. Man muss diese Methode wohl
zu den ersten "bild-gebenden" Verfahren in der Verbrennungsforschung zählen.
2. Verbrennung
5
2.2 Allgemeines
Unter Verbrennung versteht man allgemein die exotherme Umwandlung von Stoffen, das
heißt die Verbrennung unter Sauerstoff. Diese Oxidation von Stoffen findet immer unter
Freigabe thermischer Energie statt. Als Reaktionspartner stehen hier meist Kohlenstoff C,
Wasserstoff H2 oder eine Verbindung der beiden CxHy.
Die Formelgleichung würde dann folgendermaßen aussehen:
C
+
O2
CO 2
+
E thermisch
2 H
+
½ O2
H2O
+
E thermisch
CxHy
+
2xy O2
x CO 2 +
y/2 H2O
+
E thermisch
Damit diese Reaktionen überhaupt ablaufen können, muss sichergestellt sein, dass alle
Reaktionspartner auch miteinander reagieren können, was letztendlich über die Mechanismen
der Strömungsmechanik und der Wärme- und Stoffübertragung geschieht. Als nächstes folgt
die Einleitung der chemischen Reaktion, die so genannte Zündung. Bei der Zündung wird
eine bestimmte Energie benötigt um diesen Prozess überhaupt zu starten, da er in der Natur
nicht von selber abläuft. Die beiden Reaktionspartner müssen also zuerst auf einen erhöhten
energetischen Zustand gebracht werden, wie etwa ein erhöhtes Druck- oder
Temperaturniveau. Erst nach Erreichen
dieses erhöhten brennstoffspezifischen
Energiezustandes, der der Aktivierungsenergie entspricht, kann die Verbrennung von alleine,
also exotherm, ablaufen.
Die Aufbringung der Aktivierungsenergie kann dabei durch die Zufuhr von Wärme
(Zündflamme, Zündfunken) oder über eine Kompressions- oder Stoßwellen (vergleiche
Dieselmotor) erfolgen. Bei dem Einsatz von Katalysatoren wird nicht wie häufig
angenommen Energie zugeführt, sondern das Level der benötigten Aktivierungsenergie
herabgesetzt.
2. Verbrennung
6
Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten von Brennstofftypen: fest, flüssig und gasförmig.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Zusammensetzung. Homogene Brennstoffe
weisen eine gleichmäßige innere Struktur auf und sind mit einer chemischen Summenformel
darstellbar; wie zum Beispiel Methan (CH4), Wasserstoff (H2) oder Ethylalkohol (C2H5OH).
Heterogene Stoffe wiederum bestehen aus einer Mischung unterschiedlicher chemischer
Verbindungen, so dass eine genaue Angabe der Summenformel nahezu unmöglich ist. Als
Beispiele lassen sich hier Kohle, Benzin, Heizöl und Holz nennen.
Die
Geschwindigkeit
mit
der
eine
Verbrennung
abläuft,
d.h.
die
Flammenfortpflanzungsgeschwindigkeit, hängt neben der brennstoffspezifischen chemischen
Reaktionsrate entscheidend von der Art ab, wie sich das brennbare Gemisch aus Brennstoff
und Sauerstoff (entweder aus der Luft oder einer sauerstoffreichen chemischen Verbindung)
bildet. Und es kommt noch die Frage nach der benötigten Aktivierungsenergie hinzu und
deren Höhe. Bei einer Zuführung der Aktivierungsenergie mittels Wärme- und
Stoffübertragungsmechanismen
wird
die
Verbrennungsgeschwindigkeit
vom
strömungsmechanischen Zustand des brennbaren Gemisches und somit auch vom Grad der
Turbulenz beeinflusst. Bei sehr geringem Turbulenzgrad wird von der laminaren
Brenngeschwindigkeit gesprochen, die im Bereich weniger Meter pro Sekunde liegt. In der
nachfolgenden Tabelle sind einige Beispiele aufgeführt.
Brennbares Gemisch
Laminare Verbrennungsgeschwindigkeit
[m/s]
H2 mit O2
9-11
H2 mit Luft
1,8
CO mit O2
0,72-1,08
CO mit Luft
0,18
CH4 mit O2
1,8
CH4 mit Luft
0,3-0,37
Mit der Zunahme des Turbulenzgrades innerhalb des brennbaren Gemisches kann die
Geschwindigkeit der Verbrennung schnell auf mehrer hundert Meter pro Sekunde ansteigen.
Abhängig ist dies von der Art des jeweiligen Brennstoffs und der Art des Sauerstoffträgers.
2. Verbrennung
7
Erfolgt die Zuführung der Aktivierungsenergie allerdings per Kompressions- oder
Stoßwellen, die sich mit Schall- bzw. Überschallgeschwindigkeit durch das Gemisch
bewegen, können Flammenfortpflanzungsgeschwindigkeiten im Bereich von mehreren
Kilometern pro Stunde erreich werden. Diese Form wird allgemein als Detonation bezeichnet
und kommt meist in Verbrennungsmotoren zum Einsatz.
Ein weiterer Faktor der bei der Verbrennung speziell bei der Auslegung der Brennräume zu
beachten ist, ist die Frage nach der maximal auftretenden Verbrennungs- und
Flammentemperatur. Neben der Art des verwendeten Brennmaterials ist die Menge und Art
des Sauerstoffträgers für die Flammentemperatur entscheidend. Hier lässt sich grundsätzlich
sagen, dass bei der Verbrennung mit reinem Sauerstoff immer höhere Temperaturen auftreten
als bei der Verbrennung mit Luft. In der nachfolgenden Tabelle sind einige Beispiele für
gemessene Flammentemperaturen aufgeführt.
Brennstoff mit Sauerstoffträger
Max. Flammentemperatur
[°C]
H2 in O2
2660
H2 in Luft
2045
CO in O2
2100
CO in Luft
1925
CH4 in O2
2780
CH4 in Luft
1875
Um überhaupt eine Verbrennung einleiten zu können, muss sichergestellt sein, dass ein
brennbares Gemisch vorliegt. Was bedeutet, dass das Gemisch innerhalb der brennstoff- und
oxidationsmittelspezifischen Zündgrenzen liegt. Die Verbrennung von Wasserstoff mit Luft
kann zum Beispiel im Bereich 4 Volumenprozent Wasserstoff (entspricht der unteren
Zündgrenze) und 75 Volumenprozent (entspricht der oberen Zündgrenze) durchgeführt
werden. Anders als bei Wasserstoff ist der Bereich der Zündgrenzen bei Methan viel
schmäler, da hier die untere Zündgrenze bei 5 Volumenprozent liegt und die oberer Grenze
aber schon bei 15 Volumenprozent.
Ein ganz entscheidender Punkt bei der Verbrennung ist auch die qualitative und quantitative
Zusammensetzung des Gemischs. Gemeint ist hiermit die stoffliche und mengenmäßige
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: