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Lesson Plan, 2008, 37 Pages
Author: Katrin Habersaat
Subject: Physics
Details
Tags: Unterrichtsstunde, Schallübertragung, Medien, Revision, Konrektorin
Year: 2008
Pages: 37
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20905-7
File size: 476 KB
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Abstract
Das Thema „Schallübertragung in festen und flüssigen Medien“ ist im Lehrplan dem Bereich „Natur und Leben zuzuordnen“ und unter den Schwerpunkt „Luft“ zu fassen. Die Auseinandersetzung mit der Schallübertragung regt die „Begegnung mit belebter und unbelebter Natur, mit physikalischen Phänomenen sowie die Beobachtung der eigenen Sinneserfahrungen“ an. Die Auswahl der Experimente zur Schallübertragung von flüssigen und festen Medien fordert die Kinder „zum Analysieren, Sortieren und Vergleichen auf und hilft ihnen dabei Ordnungsvorstellungen und naturwissenschaftlich begründete Muster und Modelle zu erklären.“ Das Deuten und Verstehen von Schall und Schallübertragung hilft den Schülerinnen und Schülern, sich in ihrer Lebenswelt zurecht zu finden, sie zu erschließen und sie zu verstehen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Stunde ist, dass die Kinder durch das eigenständige Experimentieren erkennen, dass Schall sich auch in festen Medien und Wasser ausbreitet. Dies ist ein Beitrag zur Kompetenzerwartung „Die Schülerinnen und Schüler planen und führen Versuche durch und werten Ergebnisse aus.“ Das Planen, Durchführen und Auswerten dieser naturwissenschaftlichen Experimente fördert bei den Schülerinnen und Schülern auch eine „kritisch-konstruktive Haltung zu Naturwissenschaft und Technik“ Das Lernarrangement ist so gewählt, dass die Kinder Sachbereiche der eigenen Lebenswelt erkunden und erforschen. Die Partner- / Kleingruppenarbeit und der gemeinsame Austausch fördern Teamfähigkeit, Arbeitsteilung und soziale Kooperation. „Dazu werden die Wissbegier der Schülerinnen und Schüler, ihr Interesse und ihre Freude an der forschenden handelnden Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt geweckt und gefördert.“ Ihre bereits vorhandenen Vorstellungen, Erfahrungen und Deutungen von der Schallübertragung werden genutzt, erweitert und ausgebaut.
Excerpt (computer-generated)
I. Schriftliche Unterrichtsvorbereitung
Schallübertragung in festen und flüssigen Medien
Thema der Stunde:
Schallübertragung in festen und flüssigen
Medien
Zentrale Absicht der Stunde:
Durch die Auseinandersetzung mit Experimenten zur Schallübertragung erkennen die Kinder, dass sich
Schall in flüssigen und festen Medien ausbreitet.
vorgelegt von:
xxx
Schule:
xxx
Klasse:
xxx
Datum:
xxx
Zeit:
xxx
Schulleiterin:
xxx
Schulamtsdirektorin:
xxx
Schulamtsdirektorin:
xxx
1. Thema der Unterrichtsreihe:
Schall Was ist das?
2. Aufbau der Unterrichtsreihe:
1. Einheit:
Hörspaziergang Geräusche in der Umwelt bewusst wahrnehmen
2. Einheit:
Schallerzeugung Geräusche erkennen und machen
3. Einheit:
Schallübertragung in Luft
4. Einheit:
Schallübertragung in festen und flüssigen Medien
5. Einheit:
Schallausbreitung Experimente zur Schallausbreitung
6. Einheit:
Ohr und Hören
7. Einheit:
Lärm und Lärmschutz
Fächerübergreifende Aspekte:
Psychomotorik: ,,Klangteppich" - Entspannungsübungen zu Musik, Stilleübungen
Deutsch: Geräuschgeschichten, ,,Der Schatz der Stille" ein Hörspiel selbst produzieren
Musik:
Herstellung von Musikinstrumenten, ,,Der tropfende Wasserhahn" (Lied mit rhythmischer
Begleitung), hohe und tiefe Töne,
Kunst:
Malen zu Musik, Klängen und Geräuschen, Zeichnen einer Geräusche-Landkarte
3. Von der Sache zum Thema:
ES
GLOBE
3.1. Es:
ICH
WIR
3.1.1. Sachanalyse
Als
Schall
werden mechanische Schwingungen (Schallschwingungen) und Wellen (Schallwellen) eines
Mediums, insbesondere im Frequenzbereich des menschlichen Hörens, bezeichnet (Hörschall: ca. 16-
20.000 Hz).1 Die Zahl der Schwingungen pro Sekunde wird als Frequenz des Tones bezeichnet und ist
das Maß für die Tonhöhe. Die Maßeinheit der Frequenz ist Hz (Hertz). D.h. je höher ein Ton ist, um so
öfter schwingt er, um so höher ist seine Frequenz.2 Die Lautstärke eines Tones hängt von der
1 vgl. BROCKHAUS Naturwissenschaft und Technik, S. 1727
2 vgl.
Klasse(n)kisten für den Sachunterricht:
Ein Projekt des Seminars Didaktik des Sachunterrichts im Rahmen
von KiNT. Kinder lernen Naturwissenschaft und Technik, Entwurf, S. 28
Schwingungsamplitude ab: Je größer die Amplitude, desto lauter der Ton. Die Lautstärke wird in dB
(Dezibel) gemessen. Die verschiedenen Formen des Schalls lassen sich in Ton (harmonische
Schwingung), Klang (Gemisch von Tönen mit Grundton) und Geräusch (Gemisch zahlreicher Töne,
deren Tonhöhe und Lautstärke wechselt) differenzieren. Schall breitet sich in einem homogenen
schallleitenden Medium innerhalb eines Schallfelds von der Schallquelle her symmetrisch in alle
Richtungen aus. An Grenzflächen zwischen verschiedenen Medien ändern sich die Eigenschaften der
Schallwelle. An der Grenzfläche Metall/Luft wird der Schall z. B. praktisch vollständig reflektiert (Echo).3
,,Die Schallausbreitung ist nur in materiellen Medien möglich. Sie erfolgt ohne Massetransport, jedoch
mit Übertragungen mechanischer Größen wie Impuls und Energie."4 Der Schall breitet sich in
gasförmigen und flüssigen Medien nur in Form von logitudinalen Schallwellen aus, in festen Medien
zusätzlich auch in transversalen Schallwellen.5 Abhängig von Anordnung und Koppelung der Teilchen
ist die Geschwindigkeit und Intensität der Schallausbreitung in gasförmigen, flüssigen und festen
Medien unterschiedlich. Vereinfacht lässt sich sagen: ,,Je fester die Koppelung [und Anordnung]
zwischen den Teilchen, desto schneller [und intensiver] breitet sich Schall aus."6
Schallübertragung in den verschiedenen Medien (vereinfachte Erklärung):
·
feste Medien (z.B. Eisen):
In festen Medien sind die Abstände zwischen den Teilchen sehr
gering und sie sind fest miteinander gekoppelt. Die Schallschwingung wird unmittelbar weiter
gegeben und breitet sich sehr schnell und intensiv aus.
·
flüssige Medien (z.B. Wasser):
In flüssigen Medien sind die Abstände zwischen den Teilchen
größer als in festen Stoffen. Die Koppelung erfolgt durch Kohäsionskräfte. Die
Schallschwingungen breiten sich langsamer aus, da es eine längere Zeit dauert, bis ein
Teilchen das nächste anstößt.
·
gasförmige Medien (z.B. Luft):
In gasförmigen Medien sind die Teilchen vergleichsweise weit
voneinander entfernt
und frei beweglich. Wenn eine Schallquelle schwingt, erzeugt sie in der
umgebenden Luft Luftverdichtungen und verdünnungen, die sich kugelförmig nach allen
Seiten ausbreiten. Dabei treffen die Teilchen erst nach einer gewissen Zeit auf das nächste
Teilchen.
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Schallausbreitung
4 BROCKHAUS Naturwissenschaft und Technik, S. 1727
5 vgl. BROCKHAUS Naturwissenschaft und Technik, S. 1727
6
Klasse(n)kisten für den Sachunterricht:
Ein Projekt des Seminars Didaktik des Sachunterrichts im Rahmen von
KiNT. Kinder lernen Naturwissenschaft und Technik, Entwurf, S. 34
Ausgewählte Beispiele für Schallgeschwindigkeit in verschiedenen Stoffen bei 20°C (nach Keen
1979, S. 13)
fest flüssig
gasförmig
Holz 5500 m/s
Wasser 1480 m/s
Luft: 340 m/s
Eisen 5800 m/s
Alkohol 1180 m/s
Helium 1005 m/s
m/s = zurückgelegte Meter pro Sekunde
3.1.2. Bezug zu Richtlinien und Lehrplan:
Das Thema ,,Schallübertragung in festen und flüssigen Medien" ist im Lehrplan dem Bereich ,,Natur und
Leben zuzuordnen" und unter den Schwerpunkt ,,Luft" zu fassen. 7 Die Auseinandersetzung mit der
Schallübertragung regt die ,,Begegnung mit belebter und unbelebter Natur, mit physikalischen
Phänomenen sowie die Beobachtung der eigenen Sinneserfahrungen" an. Die Auswahl der
Experimente zur Schallübertragung von flüssigen und festen Medien fordert die Kinder ,,zum
Analysieren, Sortieren und Vergleichen auf und hilft ihnen dabei Ordnungsvorstellungen und
naturwissenschaftlich begründete Muster und Modelle zu erklären."8 Das Deuten und Verstehen von
Schall und Schallübertragung hilft den Schülerinnen und Schülern, sich in ihrer Lebenswelt zurecht zu
finden, sie zu erschließen und sie zu verstehen.9 Der inhaltliche Schwerpunkt der Stunde ist, dass die
Kinder durch das eigenständige Experimentieren erkennen, dass Schall sich auch in festen Medien und
Wasser ausbreitet. Dies ist ein Beitrag zur Kompetenzerwartung ,,Die Schülerinnen und Schüler planen
und führen Versuche durch und werten Ergebnisse aus." Das Planen, Durchführen und Auswerten
dieser naturwissenschaftlichen Experimente fördert bei den Schülerinnen und Schülern auch eine
,,kritisch-konstruktive Haltung zu Naturwissenschaft und Technik"10
Das Lernarrangement ist so gewählt, dass die Kinder Sachbereiche der eigenen Lebenswelt erkunden
und erforschen. Die Partner- / Kleingruppenarbeit und der gemeinsame Austausch fördern
Teamfähigkeit, Arbeitsteilung und soziale Kooperation.11 ,,Dazu werden die Wissbegier der
Schülerinnen und Schüler, ihr Interesse und ihre Freude an der forschenden handelnden
Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt geweckt und gefördert."12 Ihre bereits vorhandenen
7
Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen:
Lehrplan Sachunterricht.
Entwurf, Düsseldorf, 28.01.2008, S. 7
8 Ebd. S. 7
9 Ebd. S. 5
10 Ebd. S. 5
11 Ebd. S. 5
12 Ebd. S. 5
Vorstellungen, Erfahrungen und Deutungen von der Schallübertragung werden genutzt, erweitert und
ausgebaut.13
3.2. Wir:
3.2.1. Lernvoraussetzungen:
Allgemein:
Die Klasse 3a besuchen 7 Mädchen und 11 Jungen. Ich begleite die Klasse seit Anfang des
Schuljahres 2006/2007 als Klassenlehrerin.
In der Klasse herrscht allgemein eine vertrauensvolle Atmosphäre. Die Kinder zeigen meist einen
freundlichen und verständnisvollen Umgang miteinander und sind es gewohnt, sich gegenseitig bei
Schwierigkeiten zu helfen. Der starke Anteil an Jungen ist jedoch spürbar. Die Klassengemeinschaft
besteht erst seit dem zweiten Schuljahr. Ein Junge (Dominik) ist in diesem Schuljahr umzugsbedingt in
die Klasse dazu gekommen. Mehr als die Hälfte der Kinder der Klasse haben einen
Migrationshintergrund und wachsen mit einer anderen Muttersprache auf, wobei die damit verbundenen
sprachlichen Voraussetzungen unterschiedlich sind. Die meisten Kinder leben bereits seit ihrer Geburt
in Deutschland und besuchten einen deutschen Kindergarten. Beim Sprechen sind vereinzelt
Schwierigkeiten in Wortfindung, Grammatik und Syntax zu beobachten. Im schriftsprachlichen Bereich
haben einige Kinder Probleme, sich genau auszudrücken und orthographische Regeln, die sich von der
Lautung herableiten lassen (z.B. Doppelkonsonant nach kurzem Vokal) umzusetzen. Der
Leistungsstand ist relativ heterogen. Es gibt sowohl leistungsstärkere als auch -schwächere Kinder.
Arbeitshaltung und Arbeitstempo entsprechen dem heterogenen Leistungstand. Drei Kinder werden im
Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts sonderpädagogisch gefördert. Die Förderschwerpunkte liegen
im Bereich ,,Lernen". Ihr Leistungsstand ist sehr unterschiedlich. Alle drei werden zieldifferent gefördert.
Neuen Unterrichtsinhalten stehen die Kinder meist offen und aufgeschlossen gegenüber. Die meisten
Kinder beteiligen sich aufmerksam und gerne am Unterrichtsgeschehen. Im Allgemeinen sind die Kinder
gut zu motivieren.
Sachstruktureller Entwicklungsstand:
Die Kinder haben sich im Rahmen der Unterrichtsreihe Wetter bereits mit dem Thema Luft auseinander
gesetzt. So war ihnen auch bereits die Schallausbreitung bei Gewitter und der Zusammenhang
zwischen dem Sehen des Blitzes und dem Hören des Donners bekannt. Sie hatten zu Beginn dieser
Unterrichtsreihe unterschiedliche Vorerfahrungen und unterschiedliches Wissen zum Thema und Begriff
Schall. Einigen Kindern waren Begriffe wie Schallschutzmauer, Echo, Ton, Klang bekannt. Während
13 vgl. ebd. S. 5
eines Hörspazierganges und im Rahmen eines Hörrätsels konnten sie jedoch viele Alltagsgeräusche
sehr genau bestimmen. Sie hatten viele Ideen wie Schall erzeugt wird. Dabei stand eher die Tätigkeit im
Vordergrund. Das Schwingen der Gegenstände wurde erst im Rahmen der durchgeführten Experimente
erkannt. Dabei haben die Kinder festgestellt, dass die Gegenstände ,,vibrieren". In einer weiteren Einheit
haben die Kinder erkannt, dass Luft Schall weiter leitet und er so an das Ohr gelangt. Sie haben
erfahren, dass Schall einen ,,Druck" ausübt, der die Luft so stark zum Schwingen bringen kann, dass
beispielsweise eine Kerze von einer Schallwelle gelöscht, oder man Schall am eigenen Körper spüren
kann (z.B. Schallwelle einer Trommel vor dem Bauch). Einige Kinder haben in diesem Zusammenhang
Begriffe wie ,,Schallwelle" und ,,Schalldruck" selbst entwickelt.
Methodenkompetenz:
Das Experimentieren in Gruppen ist den Kindern bereits aus Experimenten zu Luft und Luftdruck im
Rahmen der Unterrichtsreihe ,,Wetter" und aus Experimenten zur eigenen Stimme im Rahmen der
Unterrichtsreihe ,,Kinder lernen mitzureden" bekannt. Sie sind mit Gruppen- und Partnerarbeit vertraut.
Die Forscherregeln sind im Rahmen der Unterrichtsreihe sukzessive entstanden und mit den Kindern
gemeinsam entwickelt worden. Manchmal müssen sie noch an die Einhaltung dieser erinnert werden,
insbesondere ,,erst vermuten, dann ausprobieren." Das Entwickeln eigener Experimente hatte bisher
einen hohen Aufforderungscharakter. Es war für die Kinder jedoch noch eine große Herausforderung
und wird durch gemeinsames Entwickeln und Materialimpulse erst angebahnt. Das Dokumentieren in
einem gemeinsamen Forscherheft ist für die Kinder neu und es fällt ihnen noch manchmal schwer, sich
abzusprechen, was sie schreiben wollen und wer schreibt.
Hinweise zu einzelnen Schülerinnen und Schülern
SchülerInnenverhalten
Konsequenzen für den Unterricht
XY (GU-Kind)
zieldifferent gefördert
Integration in ein Lernteam, Teammitglieder schreiben
hat Schwierigkeiten, zu beschreiben, zu vermuten und
Vermutungen, Beobachtungen und Erklärungen auf
zu deuten
Ermutigung und Hilfe
kann sich nur kurze Phasen konzentrieren
versteht schriftliche Arbeitsaufträge nicht
XY(GU-Kind)
zieldifferent gefördert
Integration in ein Lernteam, Teammitglieder helfen beim
Schwierigkeiten, schriftliche Arbeitsaufträge zu Aufschreiben oder schreiben Vermutungen, Beobachtungen
verstehen
und Erklärungen auf
durchaus motiviert Lernprozesse selbst zu organisieren,
Ermutigung / Hilfe durch die Lehrperson
braucht jedoch noch viel Unterstützung und Hilfe
Probleme, sich sprachlich differenziert und genau
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