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Gesetzliche Mindestlöhne aus der Sicht der Neoklassik und des Keynesianismus

Scholary Paper (Seminar), 2007, 13 Pages
Author: Katrin Schrimpf
Subject: Sociology - Work, Profession, Education, Organisation

Details

Event: Arbeitsmarktstruktur und soziale Ungleichheit
Institution/College: http://www.uni-jena.de/
Tags: Gesetzliche, Mindestlöhne, Sicht, Neoklassik, Keynesianismus, Arbeitsmarktstruktur, Ungleichheit
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 13
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V117912
ISBN (E-book): 978-3-640-21096-1

File size: 94 KB

Abstract

Die hohe Arbeitslosigkeit sowie der seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich wachsende Niedriglohnsektor in Deutschland drängt die Bundesregierung zum Handeln. Verschiedenste Möglichkeiten zum Abbau der Arbeitslosigkeit werden derzeit diskutiert, unter anderem auch die Einführung eines Mindestlohns, wobei dieser eher zur Erhaltung momentaner Arbeitsplätze sowie zur Existenzsicherung dienen soll, anstatt zum Abbau von Arbeitslosigkeit. Ich möchte die Problematik des Mindestlohns in meiner Arbeit aus ökonomischer Sicht betrachten. Dazu habe ich die Basismodelle der Neoklassik und des Keynesianismus herangezogen. Diese beiden Arbeitsmarkttheorien haben jeweils andere Annahmen bezüglich der Auswirkungen nach einer Einführung des Mindestlohns. Grund dafür ist die differenzierte Vorstellung in Bezug auf das Zustandekommen eines Vollbeschäftigungsgleichgewichts im jeweiligen Wirtschaftsmodell. Ziel ist es, diese beiden Modelle und ihre theoretisch fundierten Annahmen bezüglich der Mindestlohnproblematik darzustellen und zu erläutern. Die Weiterentwicklungen der klassischen keynesianischen und neoklassischen Theorien kann ich nicht berücksichtigen, da dies den Rahmen meiner Arbeit sprengen würde. Einleitend werde ich kurz die Arbeitsmarktsituation Deutschlands mit Hilfe von empirischen Daten der OECD erläutern und die Erfahrungen, welche bereits andere Länder mit der Einführung eines Mindestlohns gemacht haben, skizzieren. Abschließend werde ich die Kernaussagen meiner Ausführungen nochmals zusammenfassen und ein Fazit formulieren.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Institut für Soziologie

SS 2007

4. Semester

PS: Arbeitsmarktstruktur und Soziale Ungleichheit

Abgabetermin: 15.09.2007

Gesetzliche Mindestlöhne aus der Sicht der Neoklassik

und des Keynesianismus





von Katrin Schrimpf

Studiengang: HF Soziologie Magister (4. Semester)

NF Angewandte Ethik Magister (4. Semester)

NF Rechtswissenschaften (4. Semester)


Gliederung

Gliederung 2

1. Einleitung 3

2. Der gesetzliche Mindestlohn 3

2.1. Fakten zur Arbeitslosigkeit in Deutschland 4

2.2. Internationale Erfahrungen mit dem gesetzlichen Mindestlohn 4

3. Neoklassische Arbeitsmarkttheorie 6

4. Der Keynesianismus 8

5. Schluss 10

6. Quellenverzeichnis 12

2


1. Einleitung

Die hohe Arbeitslosigkeit sowie der seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich wachsende

Niedriglohnsektor in Deutschland drängt die Bundesregierung zum Handeln. Verschiedenste

Möglichkeiten zum Abbau der Arbeitslosigkeit werden derzeit diskutiert, unter anderem auch

die Einführung eines Mindestlohns, wobei dieser eher zur Erhaltung momentaner

Arbeitsplätze sowie zur Existenzsicherung dienen soll, anstatt zum Abbau von

Arbeitslosigkeit.

Ich möchte die Problematik des Mindestlohns in meiner Arbeit aus ökonomischer Sicht

betrachten. Dazu habe ich die Basismodelle der Neoklassik und des Keynesianismus

herangezogen. Diese beiden Arbeitsmarkttheorien haben jeweils andere Annahmen bezüglich

der Auswirkungen nach einer Einführung des Mindestlohns. Grund dafür ist die differenzierte

Vorstellung in Bezug auf das Zustandekommen eines Vollbeschäftigungsgleichgewichts im

jeweiligen Wirtschaftsmodell.

Ziel ist es, diese beiden Modelle und ihre theoretisch fundierten Annahmen bezüglich der

Mindestlohnproblematik darzustellen und zu erläutern. Die Weiterentwicklungen der

klassischen keynesianischen und neoklassischen Theorien kann ich nicht berücksichtigen, da

dies den Rahmen meiner Arbeit sprengen würde.

Einleitend werde ich kurz die Arbeitsmarktsituation Deutschlands mit Hilfe von empirischen

Daten der OECD erläutern und die Erfahrungen, welche bereits andere Länder mit der

Einführung eines Mindestlohns gemacht haben, skizzieren. Abschließend werde ich die

Kernaussagen meiner Ausführungen nochmals zusammenfassen und ein Fazit formulieren.

2. Der gesetzliche Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn ist ein in der Höhe festgelegtes Arbeitsendgeld. Unterhalb dieses

Betrages dürfen die abhängig beschäftigten Arbeitnehmer nicht beschäftigt werden. Ziel ist

es, die Einkommenssituation der Arbeitnehmer zu verbessern und das Existenzminimum

durch Erwerbsarbeit zu sichern.

In Deutschland gibt es bereits in der Baubranche, im Maler- und Lackierhandwerk, im

Dachdeckerhandwerk sowie im Abbruch- und Abwrackgewerbe einen Mindestlohn in Form

des Arbeitnehmer-Endsendegesetzes. Dieser ist jedoch nicht gesetzlich festgelegt, sondern

eröffnet den Tarifpartein die Möglichkeit, Mindeststandards festzulegen. Es gibt jedoch viele

Tariflöhne, die unter der Armutsgrenze liegen sowie fließende Grenzen zum Lohnwucher.

Unter 3,51 Euro pro Stunde gelten Löhne als unzumutbar. Ende 2003 gab es circa 2500

Tarifverträge, deren Löhne unterhalb von sechs Euro pro Stunde liegen. Selbst Nominallöhne

3



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