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Scholary Paper (Seminar), 2007, 28 Pages
Author: Michael Pflugfelder
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Institution/College: University of Hohenheim (Institut für Betriebswirtschaftslehre, Lehrstuhl für Industriebetriebslehre )
Tags: PROMETHEE, GAIA, Seminar, Strategisches, Management
Year: 2007
Pages: 28
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 25 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20149-5
ISBN (Book): 978-3-640-20652-0
File size: 208 KB
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Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Entscheidungsverfahren (auch genannt als Aggregationsverfahren) PROMETHEE I und II5, welches sich zu den Outranking6 Verfahren (ORV) hinzuzählen lässt und die Chance der multikriteriellen Bewertung von Entscheidungsproblemen bietet. Neben dem „mathematischen“ Verfahren PROMETHEE soll in dieser Arbeit auch die Möglichkeit betrachtet werden, die multikriterielle Analyse mit PROMETHEE7 sowie Sensivitätsanalysen, mit der GAIA Methode zu visualisieren.8 Um einen Einstieg in die Thematik der Bewertungsverfahren zu gewährleisten, werden beginnend der Einsatzbereich und die wichtigsten Bestandteile einer Multikriterienanalyse erläutert. Daran anschließend wird auf die ORV, besonders auf deren Möglichkeiten bzgl. der Präferenzartikulation eingegangen, da auch PROMETHEE diese sich zu nutze macht. Die Schwerpunkte der Arbeit stellen die Annahmen und Inhalte der PROMETHEE Methode dar, weshalb diese in Kapitel 4 beleuchtet und an einem Beispiel exemplarisch dargestellt werden. [...]
Excerpt (computer-generated)
Universität Hohenheim
Fakultät V Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Institut für Betriebswirtschaftslehre
Lehrstuhl für Industriebetriebslehre
PROMETHEE und die GAIA visual modelling technique
Seminararbeit
zum Seminar Strategisches Management
im Sommersemester 2007
Eingereicht durch
Michael Pflugfelder
12.
Fachsemester
Eingereicht am
18.06.2007
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1
Einleitung - 1 -
2
Multikriterielle Entscheidungsverfahren - 2 -
2.1
Die verschiedenen Sichtweisen geeigneter MDAM Verfahren - 4 -
2.2
Die formale Darstellung eines MDAM Problems - 5 -
3
ORV und der Präferenzbegriff - 6 -
4
Das PROMETHEE Verfahren - 8 -
4.1 Der
Bewertungsvorgang - 9 -
4.1.1
Gewichtung der Bewertungskriterien - 9 -
4.1.2
Auswahl der Präferenzfunktionen und Vergabe von Schwellenwerten - 10 -
4.2 Die
Wertsynthese - 12 -
4.2.1
Der paarweise Vergleich - 12 -
4.2.2 Die
Aggregation - 13 -
4.2.3
Die Outranking Relation - 13 -
4.2.4 Dominanzmaße - 14 -
4.3
Die partielle vs. vollständige Präordnung - 15 -
5
Das GAIA Modul - 16 -
5.1 Die
Visualisierung - 16 -
5.2 Die
Sensivitätsanalyse - 17 -
6
Schlussbetrachtung - 18 -
Literaturverzeichnis - 19 -
Anhang - 22 -
I
Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Zielerreichungsmatrix zur Darstellung eines MDAM Problems
Abb. 2: Die Grundstruktur von PROMETHEE
Abb. 3: Zielertragsmatrix bei PROMETHEE
Abb. 4: Generalisierte Präferenzfunktionen bei PROMETHEE
Abb. 5: Bsp. für Präferenzfunktionen und Schwellenwerte bei PROMETHEE
Abb. 6: Präferenzmatrix für das Bewertungskriterium
k
bei PROMETHEE
1
Abb. 7: Gesamtpräferenzmatrix bei PROMETHEE
Abb. 8: Outranking Graph bei PROMETHEE
Abb. 9: Die verschiedenen Flüsse der PA bei PROMETHEE
Abb. 10: Graphische Darstellung der partiellen Präordnung nach PROMETHEE I
Abb. 11: Die GAIA Ebene
II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Bsp. Beispiel
bspw.
beispielsweise
bzgl.
bezüglich
bzw.
beziehungsweise
ET
Entscheidungsträger
GAIA
Geometrical Analysis for Interactive Assistance
MCA
Multikriterielle Analyse
MADM
Multi Attribute Decision Making
MODM
Multi Objective Decision Making
ORV
Outranking Verfahren
PA
Planungsalternative(n)
PROMETHEE Preference Ranking Organization Method for Enrichment Evaluations
vs.
versus
z.B.
zum Beispiel
III
1 Einleitung
Organisationen und Zielstellungen von Unternehmen sehen sich heutzutage zunehmend
dreidimensionalen Problemen gegenüber stehend. (Entscheidungs-) Prozesse sind nicht mehr
nur im Hinblick auf ökonomische und technologische Fragestellungen hin zu untersuchen,
vielmehr rückt die Komponente der Ökologie immer stärker in den Blickpunkt der
Betrachtung. Die fortschreitende Sensibilisierung vieler Menschen, die nicht nur als
Produzent sondern auch als Konsument am Markt agieren, gegenüber zahlreichen
Umweltproblemfeldern, hat viele Unternehmen dazu veranlasst, ein zielorientiertes
Managementsystem einzuführen, welches bei ihren Entscheidungen auch Aspekte der
Umwelt mit einschließt.1 Gedanken wie die einer ,,nachhaltigen Entwicklung"2 ausgedrückt
im Begriff des ,,sustainable development"3 sind in Wirtschaft und Gesellschaft, nicht zuletzt
durch den in diesem Jahr veröffentlichten Weltklimabericht und aufgrund der aktuellen
Themenschau des G8 Gipfels, in aller Munde. Zum obersten Ziel einer nachhaltigen
Entwicklung wird die ,,relative Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und
Ressourcenverbrauch"4 deklariert. Dies ist notwendig um bei sich verknappenden Ressourcen,
in der Zukunft handlungsfähig zu sein und um darüber hinaus kostengünstig, konkurrenzfähig
und nachhaltig produzieren zu können. Es ist zu vermuten, dass diejenigen Unternehmen am
Markt überleben, die sich oben aufgeführten Herausforderungen stellen werden und geeignete
Lösungsansätze, nicht erst in der Zukunft, entwickeln. Dabei scheint eine dreidimensionale
Betrachtung und Integration der Aspekte Technik, Ökonomie und Ökologie unumgänglich.
Man spricht in diesem Sinne von einem ganzheitlichen Entwicklungsansatz, welcher dazu
dient, eine umfassende Entscheidungsgrundlage bereit zu stellen, indem er es ermöglicht,
Fragestellungen multikriteriell zu bewerten.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Entscheidungsverfahren (auch genannt als
Aggregationsverfahren) PROMETHEE I und II5, welches sich zu den Outranking6 Verfahren
(ORV) hinzuzählen lässt und die Chance der multikriteriellen Bewertung von
1 Vgl. Rosenau-Tornow, D. (2004), S. 1
2 Zum Begriff der Nachhaltigkeit siehe bspw. Statistisches Bundesamt (2007)
3 Der Index des ,,sustainable development" ist der ,,sustainable value". Mit Hilfe des ,,sustainable value", welcher
wertorientiert ist, kann die Nachhaltigkeitsleistung ökonomischer Entitäten berechnet werden. Es wird der geschaffene
ökonomische Wert berechnet, wobei davon ausgegangen wird, dass die Erzeugung des ökonomischen Wertes auf Kosten von
ökologischen und sozialen Faktoren erfolgt. Interessant an dieser Konstellation ist, dass auch hier von dreidimensionalen
Entscheidungsproblemen gesprochen werden kann. Die Schaffung ökonomischer Werte wird nicht isoliert betrachtet,
sondern immer im Kontext ökologischer und sozialer Fragestellungen bzw. Auswirkungen. Vgl. Bundesministerium für
Verkehr, Innovation und Technologie (2006), S. 54
4 Vgl. Umweltbundesamt (2002)
5 PROMETHEE (
P
reference
R
anking
O
rganization
METH
od for
E
nrichment
E
valuations) wurde Mitte der 80er Jahre von
BRANS uns seinem Team entwickelt. Vgl. Brans, J.P., Mareschal, B. und Vincke, P. (1986), S. 228-238
6 Die ORV werden im deutschsprachigen Raum auch als Prävalenzverfahren bezeichnet.
- 1 -
Entscheidungsproblemen bietet. Neben dem ,,mathematischen" Verfahren PROMETHEE soll
in dieser Arbeit auch die Möglichkeit betrachtet werden, die multikriterielle Analyse mit
PROMETHEE7 sowie Sensivitätsanalysen, mit der GAIA Methode zu visualisieren.8 Um
einen Einstieg in die Thematik der Bewertungsverfahren zu gewährleisten, werden beginnend
der Einsatzbereich und die wichtigsten Bestandteile einer Multikriterienanalyse erläutert.
Daran anschließend wird auf die ORV, besonders auf deren Möglichkeiten bzgl. der
Präferenzartikulation eingegangen, da auch PROMETHEE diese sich zu nutze macht. Die
Schwerpunkte der Arbeit stellen die Annahmen und Inhalte der PROMETHEE Methode dar,
weshalb diese in Kapitel 4 beleuchtet und an einem Beispiel exemplarisch dargestellt werden.
2 Multikriterielle Entscheidungsverfahren
Multikriterielle Entscheidungsverfahren, oft auch bezeichnet als multikriterielle Analyse
(MCA), besitzen die Möglichkeit, die Mehrdimensionalität komplexer Entscheidungen zu
berücksichtigen. Mögliche Ausgänge getroffener Entscheidungen können miteinander
verglichen und eine Vielzahl von Elementen, die für eine Entscheidung essentiell erscheinen,
in Betracht gezogen werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in den vergangenen
Jahrzehnten, vor allem bei Standortentscheidungen von Unternehmen oder Entscheidungen
des Managements von Wertpapierportfolios, die MCA eine gerne genutzte Entscheidungshilfe
war. Denn bei der Multidimensionalität derartiger Entscheidungsprobleme reicht die
Berücksichtigung einer einzigen Maßeinheit, z.B. des Geldmaßes (wie es bei der
herkömmlichen Kosten-Nutzen Analyse verwendet wird), nicht aus. Vielmehr kann man von
,,divergierenden ökonomischen, ökologischen, institutionellen, technischen und ästhetischen
Zielen"9 sprechen, denen man innerhalb einer Problemstellung gerecht werden möchte:
Multidimensionalität eben. In diesem Sinne ermöglicht die MCA den Gebrauch von äußerst
heterogenen Kriterien wie etwa den Kosten und dem Nutzen einer Alternative, der
Einbeziehung physikalischer oder auch qualitativer Maßeinheiten (besonders interessant im
Hinblick auf die Bewertung von Umweltauswirkungen), Betrachtung sozialer Wirkungen in
nicht monetären Größen und die verbale Beschreibung ästhetischer Maßeinheiten.10
SPENGLER ET AL. sprechen in diesem Zusammenhang von der Chance einer ganzheitlichen
7 PROMETHEE ist unter Anderem in der Decision Lab 2000 Software von Visual Decision Incoporated implementiert und
kostet ca. 1450 $ plus Versandspesen. Das Programm wird grafisch unterstützt durch die GAIA Methode und läuft unter
Windows.
8 GAIA steht für
G
eometrical
A
nalysis for
I
nteractive
A
ssistance und ermöglicht oben genannte Vorteile. Vgl. Mareschal, B.
& Brans, J. P. (1988),S. 69-77
9 Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (2006), S. 54
10 Vgl. Munda, G. (1995);
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