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Glaube, Lehre und Leben der Täufer

Termpaper, 2007, 13 Pages
Author: Katharina Stöcker
Subject: History - Middle Ages, Early Modern

Details

Event: Hauptseminar: Politische Theologie im Mittelalter
Institution/College: University of Münster (Historisches Seminar)
Tags: Glaube, Lehre, Leben, Täufer, Hauptseminar, Politische, Theologie, Mittelalter
Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 13
Grade: "-"
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V118013
ISBN (E-book): 978-3-640-20192-1
ISBN (Book): 978-3-640-20767-1
File size: 63 KB

Abstract

Das Täufertum fand seine Anfänge im „Wildwuchs“ der Reformation. In den 20er Jahren des 16.Jahrhunderts schwoll die Unzufriedenheit mit dem Klerus der alten Kirche an, entlud sich an vielen Orten in antiklerikaler Agitation und führte zur Einleitung von Reformen, die zunächst kein festes Konzept hatten, sondern einzig Einigkeit im Protest gegen römischen Klerus und kirchliche Unwesen fanden, welches die Christenheit um ihre Glaubwürdigkeit zu bringen drohte. Das Täufertum entwickelte sich aus mehreren Wurzeln, ein einheitliches Leitbild war zunächst nicht zu erkennen, vielmehr ist von einer polygenetischen Sicht des Täufertums die Rede. Der zu Beginn schwankende Kurs und der Versuch einer volkskirchlichen Täuferreformation endete in der Entstehung der Freikirchen. Sie trafen sich heimlich, dabei stets umweht von einem „Hauch von Unrechtmäßigkeit und gesellschaftlichem Untergrund“ Spätestens seit Mitte des 16.Jahrhunderts, lassen sich in der Täuferbewegung drei Glaubensrichtungen unterscheiden: Mennoniten, Schweizer Brüder und die Hutterer. Als weder katholisch noch evangelisch kristallisierte sich das Täufertum zur Alternative beider großer Kirchen. Ohne auf die einzelnen Wege der verschiedenen Gruppierungen einzugehen, soll in der folgenden Ausarbeitung ein grober Überblick über Glaube, Lehre und Leben der Täufergemeinden gegeben werden.


Excerpt (computer-generated)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster Münster, den

31.03.´07

Hauptseminar: Politische Theologie im Mittelalter

Wintersemester 2006/2007

Kurze schriftliche Hausarbeit (TN) von:

Katharina Stöcker zum Thema

Glaube, Lehre und Leben der Täufer


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Kurze Geschichte der Täufergemeinden in einer Zeit des Umbruchs 3

II. Die Gemeinde - Teil 1 4

a) Die Taufe und das Verständnis von Sünde und Gnade 4

b) Wiedertäufer vs. Widertäufer 5

c) Taufe als Umwandlung und Beginn eines neuen Lebens 5

d) Taufe als Einstieg in die Nachfolgerschaft 6

III. Die Gemeinde - Teil 2 6

a) Regeln und Rituale im Alltag 6

b) Die Täufer und die Außenwelt 8

c) Die Autorität der Obrigkeit 9

IV. Zusammenfassung 10

V. Literaturverzeichnis: 12

2


I. Einleitung: Kurze Geschichte der Täufergemeinden in einer

Zeit des Umbruchs

Die Zeit war im Wandel, alles schien sich zu ändern. Die Menschen wandten sich im

Humanismus ,,zurück zu den Quellen", die griechischen Philosophen wurden hervor geholt

und die Antike erfuhr eine Renaissance. Daran nicht unbeteiligt war auch Erasmus von

Rotterdam (1466-1536), der aus Mangel an authentischen Texten für die Offenbarung des

Johannes, das Neue Testament vom Latein ins Griechische übersetzte. Eine humanistische

Theologie und Erziehung ebnete den Weg für die Reformation. Christophorus Columbus

verhalf den Menschen 1492 schließlich auch in anderer Hinsicht zu einer neuen Perspektive.

Die Entdeckung Amerikas (oder aus zeitgenössischer Sicht, Indiens), zeigte einen nie

erahnten Horizont und eine Welt mit völlig unbekannten Möglichkeiten. Elementar für die

Zeit war auch Gutenberg und die Erfindung des Buchdruckes mit beweglichen Lettern, denn

seit 1452 sollte Bildung durch die Reproduktion von Wissen kein Privileg mehr sein. 1517

veröffentlichte Luther schließlich seine Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg und was

zunächst wie eine innerkatholische Reformation aussah, entwickelte sich nach und nach zu

einer Abspaltung von der katholischen Kirche. Alles in Allem war es eine Zeit voller

Veränderungen, geographischer, wissenschaftlicher und menschlicher Umwandlungen, aus

der die Bewegung der Täufer entsprang.

Das Täufertum fand seine Anfänge im ,,Wildwuchs" der Reformation. In den 20er Jahren des

16.Jahrhunderts schwoll die Unzufriedenheit mit dem Klerus der alten Kirche an, entlud sich

an vielen Orten in antiklerikaler Agitation und führte zur Einleitung von Reformen, die

zunächst kein festes Konzept hatten, sondern einzig Einigkeit im Protest gegen römischen

Klerus und kirchliche Unwesen fanden, welches die Christenheit um ihre Glaubwürdigkeit zu

bringen drohte.

Das Täufertum entwickelte sich aus mehreren Wurzeln, ein einheitliches Leitbild war

zunächst nicht zu erkennen, vielmehr ist von einer polygenetischen Sicht des Täufertums die

Rede. Der zu Beginn schwankende Kurs und der Versuch einer volkskirchlichen

Täuferreformation endete in der Entstehung der Freikirchen.

Sie trafen sich heimlich, dabei stets umweht von einem ,,Hauch von Unrechtmäßigkeit und

gesellschaftlichem Untergrund"1

Spätestens seit Mitte des 16.Jahrhunderts, lassen sich in der Täuferbewegung drei

Glaubensrichtungen unterscheiden: Mennoniten, Schweizer Brüder und die Hutterer.2 Als

1 Glück, Theodor ,,Gemeinden in friedensstiftender Christusnachfolge". Lichtzeichen Verlag. Lage 2006, S.15

(Künftig zitiert: Glück ,,Christusnachfolge")

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