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Hauptseminararbeit, 2008, 18 Seiten
Autor: Eva-Maria Griese
Fach: Anglistik - Literatur
Details
Institution/Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Anglistisches Seminar Heidelberg)
Tags: Hornby, Struktur, Vermittlung, Long, Down, About, British, Novels, Beginning, Century, Beyond, Postmodernism
Jahr: 2008
Seiten: 18
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-20217-1
ISBN (Buch): 978-3-640-20697-1
Dateigröße: 178 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Betrachtet man die Autoren zeitgenössischer britischer Romane in den letzten fünfzehn Jahren, so zeichnet sich Nick Hornby vielleicht nicht als der einflussreichste Autor, aber zumindest als einer der kommerziell erfolgreichsten Autoren aus. Doch nicht nur sein kommerzieller Erfolg, sondern vor allem die Erzählweise in seinen Romanen, die D.J. Taylor als "self-interrogative streams of an occasionally less than illuminating consciousness“1 bezeichnet, scheint ein bemerkenswerter Aspekt von Hornbys Werken zu sein. Taylor bezieht sich mit seinem Zitat vor allem auf Hornbys Roman A long way down, der 2005 erschienen ist. Gilt diese Beschreibung der Erzählweise Hornbys nur für diesen Roman, oder finden sich Aspekte einer "hornbyesken" Erzählweise auch in seinen anderen Romanen? Was macht die Struktur der erzählerischen Vermittlung in Nick Hornbys Romanen aus? Im Folgenden soll anhand eines Vergleichs zwischen Nick Hornbys Romanen A long way down und About a boy diese Frage zwar nicht für Hornbys gesamtes Werk, aber zumindest für diese beiden Romane beantwortet werden. Zum einen soll untersucht werden, wie genau in beiden Romanen erzählt wird, zum anderen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich in der Erzählweise der beiden Romane ergeben. Dazu muss zunächst dargelegt werden, welche Kriterien zur Analyse der erzählerischen Vermittlung verwendet werden und auf welchen theoretischen Grundlagen diese basieren. Anschließend soll zunächst die Struktur der erzählerischen Vermittlung in A long way down, dann in About a Boy anhand der gewählten Kriterien untersucht werden. Abschließend kann dann ein Vergleich, der Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Erzählweise beider Romane zutage bringen soll, gezogen werden und eine Beschreibung von eventuell typischen Merkmalen in der Erzählweise Nick Hornbys die beiden Romane betreffend erfolgen. [...]
Textauszug (computergeneriert)
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Anglistisches Seminar
HS British Novels at the Beginning
of the 21st Century: Beyond Postmodernism?
Sommersemester 2008
HOW TO BE HORNBY DIE STRUKTUR DER
ERZÄHLERISCHEN VERMITTLUNG IN A LONG WAY
DOWN UND ABOUT A BOY
Eva-Maria Griese
Politische Wissenschaft (10)
Anglistik (10)
Geschichte (5)
Staatsexamen
Abgabetermin: 15.09.2008
1. Nick Hornbys Stimme 1
2. Kriterien zur Analyse der Erzählsituation 2
2.1. Gérard Genettes Erzähltheoretische Analysekategorien 2
2.2. Die Theorie multiperspektivischen Erzählens 3
3. Die Struktur der erzählerischen Vermittlung in
a long way down
4
3.1. Die Ausgestaltung der Erzählinstanzen 5
3.2. Die Perspektivenstruktur in
A long way down
9
4. Struktur der erzählerischen Vermittlung in
About a Boy
10
4.1. Die Ausgestaltung der Reflektorfiguren in
About a Boy
11
4.2. Die Perspektivenstruktur in
ABout a Boy
12
5.
How to be Hornby:
Gibt es einen einheitlichen Erzählstil in
A long way
down
und
About a Boy
? 13
1. NICK HORNBYS STIMME
Betrachtet man die Autoren zeitgenössischer britischer Romane in den
letzten fünfzehn Jahren, so zeichnet sich Nick Hornby vielleicht nicht als
der einflussreichste Autor, aber zumindest als einer der kommerziell
erfolgreichsten Autoren aus. Doch nicht nur sein kommerzieller Erfolg,
sondern vor allem die Erzählweise in seinen Romanen, die D.J. Taylor als
"self-interrogative streams of an occasionally less than illuminating
consciousness"1
bezeichnet, scheint ein bemerkenswerter Aspekt von
Hornbys Werken zu sein. Taylor bezieht sich mit seinem Zitat vor allem auf
Hornbys Roman
A long way down
, der 2005 erschienen ist. Gilt diese
Beschreibung der Erzählweise Hornbys nur für diesen Roman, oder finden
sich Aspekte einer "hornbyesken" Erzählweise auch in seinen anderen
Romanen? Was macht die Struktur der erzählerischen Vermittlung in Nick
Hornbys Romanen aus? Im Folgenden soll anhand eines Vergleichs
zwischen Nick Hornbys Romanen
A long way down
und
About a boy
diese
Frage zwar nicht für Hornbys gesamtes Werk, aber zumindest für diese
beiden Romane beantwortet werden. Zum einen soll untersucht werden,
wie
genau in beiden Romanen erzählt wird, zum anderen, welche
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
sich in der Erzählweise der beiden
Romane ergeben. Dazu muss zunächst dargelegt werden, welche Kriterien
zur Analyse der erzählerischen Vermittlung verwendet werden und auf
welchen theoretischen Grundlagen diese basieren. Anschließend soll
zunächst die Struktur der erzählerischen Vermittlung in
A long way down
,
dann in
About a Boy
anhand der gewählten Kriterien untersucht werden.
Abschließend kann dann ein Vergleich, der Gemeinsamkeiten und
Unterschiede in der Erzählweise beider Romane zutage bringen soll,
gezogen werden und eine Beschreibung von eventuell typischen Merkmalen
in der Erzählweise Nick Hornbys die beiden Romane betreffend erfolgen.
1 Taylor, D.J.: "About a Boy who grew". Rev. of
A long way down
by Nick Hornby.
The Independent
6 May 2005.
< http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/reviews/a-long-way-
down-by-nick-hornby-753017.html>
1
2. KRITERIEN ZUR ANALYSE DER ERZÄHLSITUATION
Um die Struktur der erzählerischen Vermittlung zweier Romane
vergleichen zu können, benötigt man zunächst einen Katalog von Kriterien
anhand derer sich die Erzählstruktur beschreiben lässt. Hier bietet es sich
an, auf die Analysekategorien Gérard Genettes zurückzugreifen. Seine
strukturalistische Taxonomie wird der
discourse
-orientierten Narratologie
zugeordnet, bei der es um die Analyse der Struktur der erzählerischen
Vermittlung geht, im Gegensatz zur
story
-orientierten Narratologie, die
sich mit der Handlung von Erzähltexten befasst2 und genau darum soll es
bei der Analyse von
A long way down
und
About a Boy
gehen.
2.1. GÉRARD GENETTES ERZÄHLTHEORETISCHE ANALYSEKATEGORIEN
Genette trifft zunächst die Unterscheidung zwischen Erzähler und
Fokalisierungsinstanz. Es geht also um die Beantwortung der Fragen ,,Wer
spricht?", oder auch ,,Wer ist der Erzähler?" und ,,Wer sieht?", also ,,Wer ist
das wahrnehmende Subjekt?"3. Der nächste Schritt liegt danach in der
Frage nach der Ebene des Erzählens. Hier unterscheidet Genette zwischen
extradiegetischer Erzählung, wenn auf der Rahmenebene der
erzählerischen Vermittlung erzählt wird, und intradiegetischer Ebene,
wenn auf der Ebene der Figuren, also der Binnenerzählung erzählt wird.
Außerdem wird die Stellung des Erzählers zum Geschehen berücksichtigt.
Ist der Erzähler selbst nicht Teil der erzählten Geschichte, spricht man von
einem heterodiegetischen Erzähler, ist der Erzähler selbst aber eine Figur
in der von ihm erzählten Geschichte, handelt es sich um einen
homodiegetischen Erzähler. Wenn der Erzähler selbst der Held seiner
eigenen Erzählung ist, spricht von einem autodiegetischen Erzähler.4
Weitere Kategorien zur Analyse von Erzählsituationen sind zum einen der
Grad der Explizität, zum anderen der Grad der Zuverlässigkeit des
Erzählers, wobei ersteres die Personalisierung und Individualisierung des
Erzählers meint und so zwischen einem expliziten Erzähler und einer
neutralen Erzählinstanz unterschieden wird. Zudem kann analog zur
Explizität des Erzählers die Ausgestaltung des Adressaten analysiert
werden, so dass man auch hier von einem von einem explizit
2vgl. Nünning, Vera und Ansgar:
Grundkurs anglistisch-amerikanistische
Literaturwissenschaft.
Stuttgart: Klett 2001. 114ff.
3 Genette, Gérard:
Die Erzählung.
München: Fink 1994. 132.
4 vgl. Genette, 1994: 175-181.
2
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