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Kommunikation im Unterricht – Theorie und Praxis

Scholary Paper (Seminar), 2000, 16 Pages
Author: Hanno Frey
Subject: English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Event: Einführung in die Didaktik des Englischen und die Planung von Englischunterricht
Institution/College: University of Hamburg (Didaktik Englisch)
Tags: Kommunikation im Unterricht – Theorie und Praxis
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 16
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V11809
ISBN (E-book): 978-3-638-17864-8
ISBN (Book): 978-3-638-93216-5
File size: 246 KB

Abstract

„Es bestehen Zweifel über einen Zusammenhang zwischen der Form von Sprecheinheiten als einem Element der stilistischen Bedeutung und den voraussehbaren und/ oder nicht – voraussehbaren Ergebnissen des Unterrichtsvorgangs“5. Eben um diese These soll es in dieser Hausarbeit gehen. Dabei sei zunächst einmal erläutert, welche Sprechhandlungen generell im Unterrichtsgeschehen auftauchen. Zu diesem Zweck sei hauptsächlich auf die Untersuchung von Arno Bellack „Die Sprache im Klassenzimmer“ eingegangen, um die notwendigen begrifflichen und kognitiven Voraussetzungen zu schaffen, die zur Diskussion dieses Themas hilfreich erscheinen. Im Zusammenhang damit wird auch auf die Interaktionsformen des Unterrichts zurückzukommen sein, denn wenn Interaktionsformen wichtig für den Lernerfolg sind, „dann ist zu fragen, ob die etablierten unterrichtlichen Interaktionsformen dazu geeignet sind, optimale Lernbedingungen... herzustellen“6. Beide Frage seien anhand eines im zweiten Teil der Hausarbeit dargestellten Fallbeispiels aus meiner eigenen Praxiserfahrung diskutiert. Dabei kann aufgrund des begrenzten Umfangs keine umfassende und abschließende Untersuchung erfolgen. Dennoch sei am Beispiel der Lehrerfragen die Thematik ausschnitthaft beleuchtet. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit sei gleichsam die Frage diskutiert, inwieweit Lehrer durch die Form der Fragen das Schülerverhalten (kurz und langfristig) verändern oder beeinflussen können. Dabei ist es unumgänglich, verschiedene Begrifflichkeiten aus dem Gebiet der Linguistik in die Untersuchungen miteinzubeziehen, was sich allein schon aus der Tatsache ihrer inhaltlichen Genauigkeit ergibt.


Excerpt (computer-generated)

Einführung in die Didaktik des Englischen 
und die Planung von Englischunterricht

vorgelegt von: Hanno Frey

 

Inhalt

1 Einleitung  4

2 Die Theorie  5

2.1 Kategorisierung in vier Typen  6
2.1.1 Strukturierende Äußerungen  6
2.1.2 Fortführende Äußerungen  6
2.1.3 Auffordernde Äußerungen  7
2.1.4 Reagierende Äußerungen  8

3 Die Praxis  9

3.1 Vorstellung eines Fallbeispiels: 
Das Lehrerschweigen 9

3.2 Auswertung 10

4 Schlußbemerkung 12

5 Literaturverzeichnis  14

6 Anhang  15
6.1 Geschichte zum Thema Freundschaft  15

 

1 Einleitung

In der Einleitung des Buches „Die Sprache im Klassenzimmer“ von Arno A. Bellack heißt es: „Es gibt nur wenige Aktivitäten im Unterricht, die sich ohne den Gebrauch von Sprache verwirklichen lassen“1 – und in der Tat verhält es sich wohl so, dass Unterricht überwiegend auf der sprachlichen Ebene – sei es in geschriebener oder gesprochener Form – abläuft. Das Unterrichtsgeschehen wird dabei vornehmlich als Interaktion2 zwischen den beiden innerhalb einer Klasse herrschenden Parteien beschrieben: Lehrer3 stellen Behauptungen auf, fragen nach konkreten Sachverhalten und Detailwissen, strukturieren den Unterricht und bewerten Leistung. Schüler ihrerseits reagieren auf die Äußerungen des Lehrers und schaffen ebenfalls Kommunikationssituationen. Die Untersuchung dieser Unterrichtssprache hat in den letzten Jahrzehnten zunehmende Aufmerksamkeit erhalten und wurde auf verschiedenen Ebenen analysiert, wobei nicht zuletzt die Untersuchungen und Kategorisierungen von Wissenschaftlern der Linguistik entscheidenden Einfluß gewonnen4 haben. Auf der Grundlage linguistischer Forschungsgebiete wurden so in dieser Zeit Sprachmuster untersucht und Regeln formuliert, nach welchen Kriterien Sprache hinsichtlich bestimmter Ziele zu verwenden sei (präskriptiv und deskriptiv) . Die Bedeutung dieser Ergebnisse für den Unterricht kann dann entscheidend sein, wenn praktische Anleitungen gegeben werden können, welche Sprache (z.B. bezogen auf Wortschatz, Syntax...) zur Verwirklichung bestimmter Unterrichtsziele potentiell besser geeignet ist als andere und welche Interaktionsmuster die Kommunikationssituation im Unterricht positiv beeinflussen. Ob dies aber auf einer allgemeinen Bedeutungsebene tatsächlich geleistet werden kann, ist mindestens fragwürdig. Diese Fragwürdigkeit ergibt sich sowohl aus der Tatsache, dass nicht die Sprache allein für die Kommunikation im Unterricht von Bedeutung ist (Verhaltensweisen wie Gestik und Mimik spielen hier eine nicht zu unterschätzende Rolle) als auch durch die Bedeutung der Pragmatik. Bellack formuliert in diesem Sinne: „Es bestehen Zweifel über einen Zusammenhang zwischen der Form von Sprecheinheiten als einem Element der stilistischen Bedeutung und den voraussehbaren und/ oder nicht – voraussehbaren Ergebnissen des Unterrichtsvorgangs“5.

Eben um diese These soll es in dieser Hausarbeit gehen. Dabei sei zunächst einmal erläutert, welche Sprechhandlungen generell im Unterrichtsgeschehen auftauchen. Zu diesem Zweck sei hauptsächlich auf die Untersuchung von Arno Bellack „Die Sprache im Klassenzimmer“ eingegangen, um die notwendigen begrifflichen und kognitiven Voraussetzungen zu schaffen, die zur Diskussion dieses Themas hilfreich erscheinen. Im Zusammenhang damit wird auch auf die Interaktionsformen des Unterrichts zurückzukommen sein, denn wenn Interaktionsformen wichtig für den Lernerfolg sind, „dann ist zu fragen, ob die etablierten unterrichtlichen Interaktionsformen dazu geeignet sind, optimale Lernbedingungen... herzustellen“6.

Beide Frage seien anhand eines im zweiten Teil der Hausarbeit dargestellten Fallbeispiels aus meiner eigenen Praxiserfahrung diskutiert. Dabei kann aufgrund des begrenzten Umfangs keine umfassende und abschließende Untersuchung erfolgen. Dennoch sei am Beispiel der Lehrerfragen die Thematik ausschnitthaft beleuchtet. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit sei gleichsam die Frage diskutiert, inwieweit Lehrer durch die Form der Fragen das Schülerverhalten (kurz und langfristig) verändern oder beeinflussen können. Dabei ist es unumgänglich, verschiedene Begrifflichkeiten aus dem Gebiet der Linguistik in die Untersuchungen miteinzubeziehen, was sich allein schon aus der Tatsache ihrer inhaltlichen Genauigkeit ergibt.

2 Die Theorie

[...]


1 A. Bellack, S. 10.

2 Vgl. z.B.: W. J. Edmondson, In: K. – R. Bausch, S. 177.

3 Aus Gründen der Vereinfachung wird in dieser Hausarbeit jeweils nur die maskuline Form benutzt. Gemeint
sind aber selbstverständlich immer beide Geschlechter.

4 Vgl. z.B.: Wittgenstein, Philosophical Investigations oder Austin, How to do things with words.

5 A. Bellack, S. 100.

6 W. J. Edmondson IN: K.-R. Bausch, S. 176.

7 A. Bellack, S. 11.


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