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Aus Sklaven werden Panther

Untertitel: Die Black Panther Party und ihr 10-Punkte Programm

Seminararbeit, 2007, 24 Seiten
Autor: Fabian Eberhard
Fach: Geschichte - Neueste Geschichte, Europäische Einigung

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 24
Note: 5.5
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V118123
ISBN (E-Book): 978-3-640-21284-2

Dateigröße: 1617 KB
Anmerkungen :
Note entspricht einer 1,5 nach deutschem Benotungssystem (Anm. der Red.)


Zusammenfassung / Abstract

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg herrschte in den Südstaaten der USA eine Politik der Apartheid. Im industrialisierten Norden lebten 95 Prozent aller Afroamerikaner in Grossstädten. In diesen Metropolen existierte eine de facto Rassentrennung, welche durch die sich ausbreitenden Schwarzenghettos entstanden war. In den slumähnlichen Stadtteilen fand man miserable soziale Verhältnisse vor. Die Bürgerrechtsbewegung kämpfte mit friedlichen Mitteln für die Integration der Schwarzen. Doch die schlechten materiellen Verhältnisse und der latente institutionelle Rassismus in den Ghettos blieben bestehen. Immer öfters kam es zu gewalttätigen Aufständen der schwarzen Bevölkerung. 1966 gründeten Huey P. Newton und Bobby Seale die Black Panther Party. Eine afroamerikanische Organisation, die sich mit militanten Mitteln zur Wehr setzte und eine marxistisch-leninistische Ideologie vertrat. Ihre zentralen Ziele fassten sie im so genannten 10-Punkte Programm zusammen. Die vorliegende Arbeit ist chronologisch aufgebaut. Der erste Teil enthält einen kurzen historischen Abriss, der zum Verständnis der Tragweite der Thematik unumgänglich ist. In einem zweiten Teil wird näher auf die sozioökonomischen Verhältnisse in den Schwarzenghettos eingegangen. Dabei werden die Wohnsituation, der Arbeitsmarkt, das Einkommen, die Armut, das Schulwesen, die politischen Strukturen und die Polizei genauer unter die Lupe genommen. Das Kapitel 2.3. beschreibt anschliessend die Entwicklung des Widerstandes der afroamerikanischen Bevölkerung, der von der Bürgerrechtsbewegung über die Black Power Strömung bis hin zur Black Panther Party führte, die im ersten Teil des Kapitels 2.4. beschrieben wird. Im zweiten Teil dieses Kapitels findet sich das 10 Punkte-Programm im Wortlaut. Nicht in der Arbeit enthalten ist eine fundierte Analyse der Black Panther Party selbst. Vielmehr sollte die Entwicklungsgeschichte und die Fakten der Unterdrückung der Schwarzen und deren Widerstand bis hin zum 10 Punkte-Programm der Panthers aufgezeigt werden. In Kapitel 2.2. wird zudem vorwiegend auf den institutionellen Rassismus eingegangen. Dass nebenbei ein ausgeprägter, individueller Rassismus an der Tagesordnung war, sollte sich von selbst verstehen. [...]


Textauszug (computergeneriert)

Universität Bern
Historisches Institut

Aus Sklaven werden Panther

Die Black Panther Party und ihr 10-Punkte Programm

Fabian Eberhard

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung ... 3

2. Von Unterdrückung und Widerstand ... 5

2.1. Kurzer historischer Abriss ... 5
2.2. Milieubeschrieb der Ghettos ... 6
2.2.1. Wohnsituation ... 6
2.2.2. Arbeitsmarkt ... 6
2.2.3. Einkommen und Armut ... 7
2.2.4. Schulwesen ... 9
2.2.5. Politische Strukturen ... 9
2.2.6. Polizei ... 9
2.3. Die Entwicklung des Widerstandes ... 11
2.3.1. Die Bürgerrechtsbewegung ... 11
2.3.2. Black Power ... 13
2.4. Die Black Panther Party und ihr 10-Punkte Programm ... 15
2.3.1. Die Black Panther Party ... 15
2.3.1. Das 10-Punkte Programm ... 16

3. Schlussbetrachtung ... 20

4. Bibliographie ... 22

 

 

1. Einleitung

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg herrschte in den Südstaaten der USA eine Politik der Apartheid. Im industrialisierten Norden lebten 95 Prozent aller Afroamerikaner in Grossstädten. In diesen Metropolen existierte eine de facto Rassentrennung, welche durch die sich ausbreitenden Schwarzenghettos entstanden war. In den slumähnlichen Stadtteilen fand man miserable soziale Verhältnisse vor. Die Bürgerrechtsbewegung kämpfte mit friedlichen Mitteln für die Integration der Schwarzen. Doch die schlechten materiellen Verhältnisse und der latente institutionelle Rassismus in den Ghettos blieben bestehen. Immer öfters kam es zu gewalttätigen Aufständen der schwarzen Bevölkerung. 1966 gründeten Huey P. Newton und Bobby Seale die Black Panther Party. Eine afroamerikanische Organisation, die sich mit militanten Mitteln zur Wehr setzte und eine marxistisch-leninistische Ideologie vertrat. Ihre zentralen Ziele fassten sie im so genannten 10-Punkte Programm zusammen.

Die vorliegende Arbeit ist chronologisch aufgebaut. Der erste Teil enthält einen kurzen historischen Abriss, der zum Verständnis der Tragweite der Thematik unumgänglich ist. In einem zweiten Teil wird näher auf die sozioökonomischen Verhältnisse in den Schwarzenghettos eingegangen. Dabei werden die Wohnsituation, der Arbeitsmarkt, das Einkommen, die Armut, das Schulwesen, die politischen Strukturen und die Polizei genauer unter die Lupe genommen. Das Kapitel 2.3. beschreibt anschliessend die Entwicklung des Widerstandes der afroamerikanischen Bevölkerung, der von der Bürgerrechtsbewegung über die Black Power Strömung bis hin zur Black Panther Party führte, die im ersten Teil des Kapitels 2.4. beschrieben wird. Im zweiten Teil dieses Kapitels findet sich das 10 Punkte-Programm im Wortlaut.

Nicht in der Arbeit enthalten ist eine fundierte Analyse der Black Panther Party selbst. Vielmehr sollte die Entwicklungsgeschichte und die Fakten der Unterdrückung der Schwarzen und deren Widerstand bis hin zum 10 Punkte-Programm der Panthers aufgezeigt werden. In Kapitel 2.2. wird zudem vorwiegend auf den institutionellen Rassismus eingegangen. Dass nebenbei ein ausgeprägter, individueller Rassismus an der Tagesordnung war, sollte sich von selbst verstehen.

Die Quellengrundlage präsentiert sich bezogen auf die Black Panther Party äusserst gehaltvoll. Mehrere Black Panther Mitglieder selbst verfassten Monographien über die Entstehung, die Entwicklung und die Inhalte der Organisation. Besonders hervorzuheben ist dabei sicherlich das Werk von Bobby Seale mit dem Titel „Wir fordern Freiheit“. Zudem ist die Aufsatzsammlung „The Huey P. Newton Reader“ zu nennen, welche David Hilliard zusammen mit Donald Weise herausgegeben hat. In Bezug auf die Vorgeschichte der Black Panther Party ist die Quellenlage weniger gehaltvoll. Über die Umstände, welche zu den Inhalten und Zielen der Panthers führten, lässt sich weniger Quellenmaterial finden. Zentral ist hierbei die Quellensammlung „Black Power, Dokumente und Analysen“, die von Gerhard Amendt herausgegeben wurde. Vor allem James Forman rollt dabei in seinem Aufsatz „Ein historischer Exkurs“ die Vorgeschichte der schwarzen Bevölkerung der USA auf und analysiert die wesentlichen Momente der Entwicklung zwischen 1947 und 1967. Ebenfalls unumgänglich ist der 1968 erschienene Kerner Report, der unter anderem eine Fülle von statistischem Material zum Ghettoalltag beinhaltet.

Die Quellengrundlage widerspiegelt sich auch im Forschungsstand. Informationen über die Inhalte der Black Panther Party und ihren Weg zu einer bedrohlichen Kraft für die USA finden sich in vielen literarischen Erzeugnissen. Das übersichtlichste Werk ist wohl die Monographie von Oliver Demny „Die Wut des Panthers“, indem der Autor die Entwicklung der Black Panther Party chronologisch aufrollt. Sucht man allerdings Informationen zu den Faktoren, welche das Terrain für die Panthers und ihr Programm geebnet haben, stösst man nur begrenzt auf Material. Geeignet ist die Dissertation von Peter Tergeist „Schwarze Bewegung und Ghettoaufstände“. Darin beschreibt er im Kapitel „Die politische Ökonomie des Ghettos“ informativ die ökonomischen und sozialen Entwicklungen, die den Boden für das Aufkommen oppositioneller rassischer Gegenwehr bereitet haben.

 

[...]


 


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