Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Bachelor Thesis, 2008, 56 Pages
Author: Dipl.-Ing. Reinhard Bäckmann
Subject: Psychology - Social Psychology
Details
Tags: Zeit, Einflussgröße, Strukturvariable, Gruppenprozessen, Gruppenentwicklung
Year: 2008
Pages: 56
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 100 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-22040-3
ISBN (Book): 978-3-640-22274-2
File size: 1327 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Eine vielfältige Rolle spielt die Zeit im Gruppengeschehen: Zum einen ist die Zeit in der Gruppendynamik, der Gruppenentwicklung und bei Gruppenprozessen als Zeitdimension neben der Raumdimension eine Grundvoraussetzung, da sich alles soziale Geschehen hierin abspielt. Zum anderen sind Zeitstrukturen Ordnung schaffende Rahmenbedingungen von Gruppenbildung, Gruppengestaltung und jeder Art von Einsatz und Anwendung von sozialpsychologischen Gruppenkonzepten. Man denke hier nur an Anfang, Lebensdauer und Ende einer Gruppe. Darüber hinaus braucht jeder soziale Prozess und Gruppeneffekt eine Prozesszeit oder zeigt ein Zeitverhalten, das charakteristisch sein kann für die momentane Dynamik des Gruppenprozesses und den Stand der Entwicklung und vielleicht auch für die sozialen Reifung oder den Niedergang der Gruppe. Auch die Elemente einer Gruppe, die in ihr agierenden Personen, also die Gruppenmitglieder und Gruppenführer, haben einen Zeitbedarf für ihre Kontakte, für Kommunikation und Interaktionen, ihre Verhaltenssequenzen, Entscheidungen und Handlungen, Störungs- und Konfliktbewältigungen und auch für Reaktionsverzögerungen und Inaktivitätsphasen. Hinzu kommen selbstverständlich auch in Gruppen Aspekte der Zeitwahrnehmung und des Zeitbewusstseins in Form von Gruppenprozessen unter Zeitdruck oder Zeitstress und Leerzeiten mit temporärer Über- und Unterforderung sowie Probleme der individuellen Zeitsynchronisation zur Gruppenzeit und der gesamten Zeitperspektive einer Gruppe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es wird aber der wichtigen Rolle der Zeit in der Gruppendynamik, der Gruppentheorie und Gruppenpraxis nur eine geringe Beachtung geschenkt, so dass sogar in der neueren Literatur entweder überhaupt nicht, nur am Rande oder nicht geschlossen darauf eingegangen wird. Dies lässt sich am Besten durch einige vorerst exemplarisch ausgewählte Textpassagen aufzeigen, die in wissenschaftlichen Lehrwerken der Psychologie, Sozialpsychologie, Gruppenpsychologie, Gruppendynamik und Gruppenprozessforschung zu finden sind.
Excerpt (computer-generated)
Thema:
Die Zeit als Einflussgröße und Strukturvariable in Gruppenprozessen und in der Gruppenentwicklung
B.A.-Arbeit (Bachelor of Arts) im Magisterstudiengang
Fernuniversität Hagen
Institut für Psychologie
58084 Hagen
angefertigt im Hauptfach Soziale Verhaltenswissenschaften /
Teilgebiet: Sozialpsychologie
von
Dipl.-Ing. Reinhard Bäckmann
Hauptfach Soziale Verhaltenswissenschaften
1. NF Volkswirtschaftslehre
2. NF Statistik und Datenanalyse
Themenstellung am 26.6.2008
Vorgelegt am 26.9.2008
Titelblatt ___ I
Inhaltsverzeichnis ___ II
Abbildungsverzeichnis und Quellen ___ III
Tabellen und Quellen ___ V
Symbolverzeichnis / Abkürzungen ___ VI
1. Einführung: Gruppendynamik und die Bedeutung der Zeit ___ 1
1.1 Forschungsfeld: Gruppe und Bedeutung der Zeit Literaturbefunde ___1
1.2 Forschungsfrage, Definition, Design: Zeit, Einflussgröße und Strukturvariable ___ 3
2. Gruppenphasen Gruppenprozesse und Gruppenentwicklung in der Zeitdimension ___ 7
2.1 Gruppenexistenz in der Dimension Zeit ___ 7
2.2 Gruppenentwicklung und Leistung im Zeitverlauf ___ 10
2.3 Wichtige Gruppenphasenmodelle Annahmen und Probleme ___ 12
2.4 Zeitliche Gruppensozialisation eines Individuums ___ 16
3. Die Zeitstrukturierung der Gruppenprozesse Einflüsse und Wirkungen ___ 17
3.1 Zeitfaktor kombinatorische Gruppenbildung ___ 17
3.2 Die Basisinteraktionsstrukturen Zeitvorteil und Zeitbedarf ___ 21
3.3 Möglichkeiten zeitoptimierter Kommunikationsstrukturen ___ 25
3.4 Gruppenstruktur und zeitliche Gruppenentwicklung ___ 27
4. Systemanalyse der Gruppenprozesse und entwicklung im Zeitbereich ___ 28
4.1 Die Zeit als Variable und Einflussgröße ___ 28
4.2 Feedback und Synchronisation des Gruppenverhaltens ___ 30
4.3 Zeitdruck und Leerzeiten einige Effekte und Befunde ___ 35
5. Gruppenprozesse und Gruppenentwicklung die Integration der Zeit ___ 37
5.1 Kritische Diskussion und Zusammenfassung der Thematik ___ 37
5.2 Resümee und Ausblick Re-Integration der Zeit ___ 41
6. Abstract ___ 43
7. Literaturverzeichnis ___ 44
Seite II
Abbildungsverzeichnis und Quellen
Abbildung 1: Ablaufschema der Untersuchung : Die Zeit als Einflussgröße und Strukturvariable in Gruppenprozessen und in der Gruppenentwicklung
Quelle: Eigene Darstellung ___ S.4
Abbildung 2: Qualitative Darstellung der zeitbezogenen Gruppenarten
Quelle: Eigene Darstellung ___ S.8
Abbildung 3: Streudiagramm des Leistungsverlaufs von Projektgruppen. Die unabhängige Variable UV ist die mittlere Gruppenzugehörigkeit der Mitglieder
Quelle: Eigene Darstellung nach Katz und Allen (1982) aus Ulich (2005, S. 267) ___ S.11
Abbildung 4: Qualitativer Verlauf der Gruppenentwicklung nach dem 5-Phasenmodell
Quelle: Eigene Darstellung nach Lipnack und Stamps (1998, S. 177) ___ S.14
Abbildung 5: Das Punctuated-Equilibrium-Modell trennt die Gruppenentwicklung nach einer Halbzeit in 2 Phasen
Quelle: Robbins (2001, S. 269) ___ S.15
Abbildung 6: Die fünf Phasen der Entwicklung der Gruppenmitgliedschaft eines Individuums
Quelle: Darstellung nach Levine & Moreland & Hook-Seok Choi (2003. S. 88) ___ S.17
Abbildung 7: Matrixdarstellung der Grundkommunikationsstrukturen in binärer Form und Überlagerung von Stern- und Totalstruktur
Quelle: Darstellung nach Herkner (2004, S. 482) und eigene Berechnung ___ S.22
Abbildung 8: Stern- und Totalstruktur mit Knoten, durch Buchstaben analog dem Text bezeichnet
Quelle: Eigene Darstellung ___ S.25
Abbildung 9: Bei der Totalstruktur verändert sich die Effektivzeit, abhängig von der Gruppengröße, mit dem Parameter Informationszeit nichtlinear
Quelle: Eigene Darstellung, Tabelle aus Bäckmann (1994, S. 30), Grafik aus Bäckmann (1974, S. 267) ___ S. 27
Abbildung 10: Systemanalytische Darstellung von drei sozialpsychologischen Standardexperimenten
Quelle: Eigene Bearbeitung und Darstellung nach Hofstädter (1993, S. 64, 1973, S. 116) / Bierhoff (2007, S. 311) ___ S.30
Abbildung 11: Sozialpsychologische Experimente unter Berücksichtigung der Zeit und der Gruppengröße als Input-Output-Modell
Quelle: Eigene Bearbeitung und Darstellung nach Mann (1999, S. 89) /Hofstädter (1993, S. 193) ___ S.31
Abbildung 12: Einführung eines Produktionsmanagementsystems auf Gruppenbasis mit
Feedback durch Sprungfunktion, am Systemeingang realisiert
Quelle: Eigene Darstellung ergänzt mit eigenen Berechnungen (nach Kleinbeck & Schmidt, 2004, s. 480) ___ S.32
Seite III
Abbildung 13: Systemcharakteristik der Feedback-Intervention bei Stationarität von Struktur und Prozessen der Arbeitsgruppe mit Timelag von einem Monat zwischen Feedback und Leistungsergebnis
Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung nach Daten von Kleinbeck & Schmidt (2004, S. 480) ___ S.33
Abbildung 14: Neuere Konzepte des 5-Phasenmodells gehen von flexiblen Übergängen aus, die sich in Form von situationsgesteuerten Regelkreisen darstellen lassen
Quelle: Eigene Darstellung nach Brodbeck (2007, S. 429) ___ S.39
Abbildung 15: Bei einem realistischen Ansatz kann man die formelle Sternstruktur mit einer informellen Totalstruktur überlagern, und eine formelle (g) und informelle (gi) Gruppenführung annehmen.
Quelle: Eigene Darstellung (Bäckmann 1974, S. 267, 268) ___ S.40
Abbildung 16: Vorschlag für eine Integration der Systemtheorie und Gruppenpsychologie für realitätsnahe Betrachtung von Gruppenprozessen und Gruppenentwicklung
Quelle: Eigene Darstellung ___ S. 42
Seite IV
Tabellen und Quellen:
Tabelle 1: Äußere Zeitstrukturierung eines Seminars mit Gruppenarbeit
Quelle: Tabelle nach Nellessen (2001, S. 266 267), ergänzt mit eigenen Berechnungen ___ S.9
Tabelle 2: Kombinationstabelle für N = 5 Gruppenmitglieder bei Auswahl einer Gruppe
Quelle: Eigene Darstellung ___ S.18
Tabelle 3: Topologie der Basiskommunikationsstrukturen mit Berechnung der Parameter
Quelle: Eigene Darstellung ___ S.24
Tabelle 4: Experiment zum sozialen Faulenzen mit virtueller Labyrinthdurchquerung am Computer
Quelle: Tabelle nach Daten von Aronsen & Wilson & Akert (2004, S.329)___ S. 29
Tabelle 5: Mögliche Folgen von Zeitüberschuss und Zeitdruck auf die Zeitwahrnehmung
Quelle: Eigene Darstellung ___ S.36
Seite V
Symbolverzeichnis / Abkürzungen
ABZ - Aufgabenarbeitszeit
AV - abhängige Variable
DLZ - Durchlaufzeit
GRZ - Gruppenzeit (gesamt)
K - Kanten in Graphen
Mij - Matrixelement (Zeilen / Spalten)
N - Personen in der Gruppe
n - Personen in der Untergruppe
Nopt - optimale Gruppengröße
p - Erfolgswahrscheinlichkeit
R - Relationen
R2 - Bestimmtheitsmaß
tA - Anfangszeitpunkt
tA(-) - Anfangszeitpunkt (historisch)
tE - Endzeitpunkt
tE(+) - Endzeitpunkt (zukünftig)
Teff - Gruppeneffektivzeit für Leistungserbringung
TG - Existenzintervall / Gruppenlebensdauer
ti Zeitintervall
ti1/2 - Informationszeit in der Gruppe
TM Gruppenzugehörigkeitszeit (Mensch)
UV - unabhängige Variable
VPN - Versuchspersonen
Ti - Zufallszeitintervall
Ta - Zufalls-Anfangszeitpunkt
Te - Zufalls- Endzeitpunkt
Seite VI
1. Einführung: Gruppendynamik und die Bedeutung der Zeit
1.1 Forschungsfeld: Gruppe und Bedeutung der Zeit - Literaturbefunde
Eine vielfältige Rolle spielt die Zeit im Gruppengeschehen: Zum einen ist die Zeit in der Gruppendynamik, der Gruppenentwicklung und bei Gruppenprozessen als Zeitdimension neben der Raumdimension eine Grundvoraussetzung, da sich alles soziale Geschehen hierin abspielt. Zum anderen sind Zeitstrukturen Ordnung schaffende Rahmenbedingungen von Gruppenbildung, Gruppengestaltung und jeder Art von Einsatz und Anwendung von sozialpsychologischen Gruppenkonzepten. Man denke hier nur an Anfang, Lebensdauer und Ende einer Gruppe. Darüber hinaus braucht jeder soziale Prozess und Gruppeneffekt eine Prozesszeit oder zeigt ein Zeitverhalten, das charakteristisch sein kann für die momentane Dynamik des Gruppenprozesses und den Stand der Entwicklung und vielleicht auch für die sozialen Reifung oder den Niedergang der Gruppe. Auch die Elemente einer Gruppe, die in ihr agierenden Personen, also die Gruppenmitglieder und Gruppenführer, haben einen Zeitbedarf für ihre Kontakte, für Kommunikation und Interaktionen, ihre Verhaltenssequenzen, Entscheidungen und Handlungen, Störungs- und Konfliktbewältigungen und auch für Reaktionsverzögerungen und Inaktivitätsphasen. Hinzu kommen selbstverständlich auch in Gruppen Aspekte der Zeitwahrnehmung und des Zeitbewusstseins in Form von Gruppenprozessen unter Zeitdruck oder Zeitstress und Leerzeiten mit temporärer Über- und Unterforderung sowie Probleme der individuellen Zeitsynchronisation zur Gruppenzeit und der gesamten Zeitperspektive einer Gruppe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Es wird aber der wichtigen Rolle der Zeit in der Gruppendynamik, der Gruppentheorie und Gruppenpraxis nur eine geringe Beachtung geschenkt, so dass sogar in der neueren Literatur entweder überhaupt nicht, nur am Rande oder nicht geschlossen darauf eingegangen wird. Dies lässt sich am Besten durch einige vorerst exemplarisch ausgewählte Textpassagen aufzeigen, die in wissenschaftlichen Lehrwerken der Psychologie, Sozialpsychologie, Gruppenpsychologie, Gruppendynamik und Gruppenprozessforschung zu finden sind.
Maderthaner (2008) weist darauf hin, dass die Psychologie einige kontroverse Grundannahmen diskutiert, z. B. Statik versus Dynamik: "Grundsätzlich können sich Gesetzmäßigkeiten auf strukturelle oder auf zeitliche Abläufe beziehen. Deshalb müssen auch psychologische Probleme auf zweierlei Art umanalysiert werden. Zum einen können über verschiedene Sachverhalte zur gleichen Zeit Daten gesammelt werden oder Experimente durchgeführt werden, zum anderen werden gleiche Sachverhalte mehrmals zu verschiedenen Zeiten untersucht. Im ersten Fall bei einer Querschnittsanalyse erfährt man Näheres über das gesetzmäßige Nebeneinander von Phänomenen, und im zweiten Fall bei Längsschnittanalysen über das gesetzmäßige Nacheinander der Zustände von Phänomenen". (vgl. Maderthaner 2008, S. 45 - 46). Er führt noch aus, dass in der Realität viele Abläufe und Prozesse auch zeitlich richtig eingeschätzt werden müssen. So sind Timelags, also Zeitverzögerungen und Totzeiten, schwierig zu durchschauen, aber in den komplexen sozialen Systemen unbedingt zu berücksichtigen (vgl. Maderthaner 2008, S. 263 - 264).
Seite 1
Von Miller (1995) stammt die Aussage, "dass Zeit in der Sozialpsychologie wenig Beachtung gefunden hat..." (vgl. Miller 1995, S. 124). Er führt dies auf die Problematik zurück, dass eine umfassende Einbeziehung der Zeit schnell an praktische und methodische Grenzen stößt und verweist noch darauf, dass die Sozialpsychologie im Wesentlichen von zeitinvarianten Modellen ausgeht und damit das Prozesshafte ausklammert und in Theoriebildung und Forschung damit selten berücksichtigt (vgl. Miller 1995, S. 124 - 125). Tschacher (1997) meint dazu: "Ich halte die Ergebnisse der statischen Psychologie für wichtig, aber unzureichend." Er meint weiter: "Die Dimension Zeit ist daher eine zu unrecht vernachlässigte Größe in der Psychologie." Er fragt aber auch: "Wie kann die Zeit einbezogen werden?" Und gibt eine Antwort: "Gesucht sind Methoden, die das Studium der Evolution einzelner Systeme erlauben. Der Methodenkanon ist demnach zu ergänzen um Zeitreihenanalysen und um dynamische Modellierungstechniken." (vgl. Tschacher 1997, S. 6). Über den Umgang mit der Zeit schreibt auch Rechtien (2007): "Zu den drängenden Fragen der Alltagsrealität gehört zweifellos auch, wie wir mit der Zeit umgehen, die wir immer häufiger nicht zu haben scheinen, unsere immer mehr an Erwerbsarbeit orientierten Zeitmodelle partiell außer Kraft zu setzen, schafft Raum für eine alternative Beziehung zur Zeit, in der ihre Verschwendung gelegentlich produktiv und notwendig erscheint." (vgl. Rechtien 2007, S. 104 -105).
Den Versuch eines instrumentellen und reflexiven Umgangs mit der Zeit in gruppendynamischen Veranstaltungen unternimmt Geißler (2001): "Sichtet man die einschlägig relevante Literatur, so kommt man zu dem Ergebnis, dass die Gruppendynamik hinsichtlich des Themas, Zeit und der Umgang mit ihr′ problemgeschichtlich noch im Mittelalter lebt. ,Zeit′ war damals ebenso kein Problem, kein Thema, wie sie es für die Gruppendynamik heute ist. Im gruppendynamischen Alltag stellt sich der Umgang mit der Zeit durchaus immer wieder als Handlungsproblem. Der Umgang mit der Zeit, die zeitlichen Bedingungen, werden zum zentralen Strukturmerkmal der Interaktion; über sie wird Zustimmung, Abhängigkeit, Widerstand, individuelle und kollektive Souveränität sichtbar und erfahrbar." (vgl. Geißler 2001, S. 183 - 198) Sader (2002) hat weitere Argumente aus dem Bereich der Gruppenpsychologie zusammengefasst als Mangel im Prozessdenken in der Sozialpsychologie, und er sagt: "In der sozialpsychologischen Forschung werden Prozesse von auch nur etwas ausgedehnterer zeitlicher Erstreckung ausgesprochen selten berücksichtigt. Die herkömmliche Experimentierpraxis betrifft fast ausschließlich ahistorische kurzeitige Experimente. Längere Prozesse kommen kaum vor." Er nennt auch die möglichen Konsequenzen anhand von vier ausgewählten Aspekten:
- "Ohne zeitlichen Kontext kann das Gruppengeschehen unverständlich und unerklärbar sein, da Gruppenmitglieder auch auf zurückliegende Ereignisse reagieren, die aus dem Jetzt nicht erkennbar sind.
- Bei häufigen Folgen von Interaktionen mit Feedback kann es zum Aufschaukeln kommen mit dramatischen Eskalationen und ohne Vorgeschichtskenntnis zu völlig falschen Schlussfolgerungen.
- Auch eine Step-by-Step-Technik führt eventuell dazu, dass durch die gesetzten Anfangsbedingungen ein Ausstieg bei negativen Gruppeneffekten erschwert wird. Letztendlich nur bei einer prozessualen Betrachtungsweise können Ursache und Wirkung von möglicher willkürlicher Zuordnung unterschieden werden."
(vgl. Sader 2002, S. 112 114).
Seite 2
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: