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Diploma Thesis, 2008, 69 Pages
Author: Claudia Trabold
Subject: Economics / Business: Controlling
Details
Institution/College: University of Hagen
Tags: Evaluation, Projekte, Eine, Organisations-, Gestaltungsaufgabe, Controllings, Diplom
Year: 2008
Pages: 69
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 100 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-21916-2
ISBN (Book): 978-3-640-21921-6
File size: 333 KB
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Abstract
Die aktuelle Situation von Unternehmen ist geprägt von steigender Wettbewerbsintensität in zunehmend internationalisierten Märkten. Anbieterstrukturen verändern sich, ständig neue Technologien lassen alte Technologien verschwinden; damit entstehen auch neue Märkte, während alte Märkte sich ändern oder zerstört werden. Hinzu kommt eine beobachtbare stetige Verkürzung von Innovations- und Produktlebenszyklen bei steigenden Entwicklungskosten.Für bestehende Produkte des Unternehmens sind im Zeitablauf sinkende Umsatzzahlen zu erwarten. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sind die Unternehmen damit gezwungen, ständig selbst mit innovativen Produkten in den Markt zu treten. Für diese zum langfristigen Überleben des Unternehmens notwendigen Innovationen ist ein hoher Kapitaleinsatz notwendig, die Erfolgsaussichten aber sind unsicher, so dass Innovationen nicht nur ein Erfolgspotenzial, sondern auch ein erhebliches Risiko für das Unternehmen darstellen. Dieses Risiko macht eine Planung, Steuerung und Kontrolle der Innovationsprozesse notwendig sowie eine Bewertung von Innovationen hinsichtlich der Auswirkungen auf das Unternehmen. Ein Instrument zur Verminderung von Unsicherheit und Risiken kann die Evaluation der Innovationsprojekte sein.
Excerpt (computer-generated)
F E R N U N I V E R S I T Ä T in Hagen
Fachbereich WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT
Diplomarbeit
im wirtschaftswissenschaftlichen Diplomstudiengang
Bearbeitungszeit
18 Wochen als Teilzeitstudierender
Thema
Evaluation innovativer Projekte:
Eine Organisations- und Gestaltungsaufgabe
des Controllings?
Lehrstuhl
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insb. Unternehmensrechnung und Controlling
Verfasser
Claudia Trabold
Themenausgabedatum
15.05.2008
Abgabedatum
23.09.2008
Inhaltsverzeichnis
Seite
Abbildungsverzeichnis
III
Abkürzungsverzeichnis
IV
1
Einführung
1
1.1 Grundlagen
1
1.2 Begriffsklärungen
2
1.3 Einordnung der Arbeit in das Fachgebiet Controlling
3
1.4 Aufbau der Arbeit
4
2
Das Konzept der Evaluation
4
2.1 Grundlagen, Ziele und Anwendungsfelder
4
2.2 Evaluation in den Wissenschaftsbereichen
6
2.2.1 Evaluation in den Sozialwissenschaften außerhalb
der Betriebswirtschaftslehre
6
2.2.2 Evaluation in Technik und Naturwissenschaften
7
2.2.3 Evaluation in der Betriebswirtschaftslehre
8
2.3 Gemeinsamkeiten von Evaluationsvorhaben
9
3
Controlling im Unternehmen
11
3.1 Controllingkonzeptionen
11
3.1.1 Zur Auswahl der Controllingkonzeptionen
11
3.1.2 Koordinationsorientierte Controllingansätze
12
3.1.2.1 Der Ansatz von Horváth
12
3.1.2.2 Der Ansatz von Küpper
13
3.1.3 Rationalitätssicherung der Führung:
Der Ansatz von Weber
13
3.2 Funktionen des Controlling
15
3.3 Organisations- und Gestaltungsaufgaben des Controlling
15
3.3.1 Grundlagen der organisatorischen Gestaltung
15
3.3.2 Gestaltungsvariablen und -dimensionen des
Controlling
17
3.3.3 Koordination als zentrale Controllingaufgabe
18
I
4
Evaluation als Controllingaufgabe im Innovationsprojekt
19
4.1 Eigenschaften von Innovationsprojekten
19
4.1.1 Innovationsprojekt
19
4.1.2 Innovationsprozess
21
4.1.3 Besonderheiten von Innovationen
22
4.2 Ziele und Aufgaben des Innovationscontrolling
23
4.3 Evaluation im innovativen Projekt
25
4.3.1 Zur Notwendigkeit der Evaluation innovativer Projekte 25
4.3.2 Ziele als Grundlagen der Erfolgsbewertung
28
4.3.3 Evaluation als Messung, Bewertung und Beurteilung 30
4.4 Zwischenfazit
31
5
Ausgestaltung der Evaluation im Innovationsprojekt
32
5.1 Aspekte der funktionalen Dimension
32
5.1.1 Zielbildung
32
5.1.2 Messsystem der Evaluierung
33
5.2 Aspekte der institutionalen Dimension
35
5.2.1 Aufgabenverteilung zwischen Manager und Controller 35
5.2.2 Selbstevaluation vs Fremdevaluation
37
5.3 Aspekte der instrumentalen Dimension
38
5.3.1 Evaluierungszeitpunkte im Innovationsprozess
38
5.3.2 Auswahl geeigneter Evaluierungsinstrumente
39
6
Ausgewählte Instrumente zur Evaluation innovativer Projekte 41
6.1 Auswahl der zu prüfenden Instrumente
41
6.2 Kriterien zur Beurteilung der Eignung der Instrumente
42
6.3 Entwicklungsbezogene Instrumente: GERT-Netzpläne
42
6.4 Marktbezogene Instrumente: Target Costing
44
6.5 Entwicklungs- und marktbezogene Instrumente
46
6.5.1 Innovationsergebnisrechnung
46
6.5.2 Realoptionen
48
7
Zusammenfassende Würdigung der Ergebnisse
51
Literaturverzeichnis
53
II
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1: Entwicklungskosten und Lebenszyklusdauer neuer Produkte
1
Abb. 2: Umsatzentwicklung aus bestehenden Produkten
1
Abb. 3: Koordinationsaufgaben der Organisation und des Controlling 16
Abb. 4: Innovationsprozess mit Kooperation relevanter Gruppen
22
Abb. 5: Instrumenteneinsatz im Innovationsprozess
25
Abb. 6: Innovationstrichter
26
Abb. 7: Erfolgsfaktoren und -indikatoren im Innovationsprojekt
34
Abb. 8: Controlling als Schnittmenge zwischen Manager
und Controller
36
Abb. 9: Instrumente zur Innovationsbewertung
40
Abb. 10: Einteilung der Instrumente
42
Abb. 11: Beispiel eines GERT-Projektnetzplanes
43
Abb. 12: Eignung von GERT
44
Abb. 13: Eignung von Target Costing
46
Abb. 14: Aufbau der Innovationsergebnisrechnung
47
Abb. 15: Eignung der Innovationsergebnisrechnung
48
Abb. 16: Inputvariablen für die Optionsbewertung einer Innovation
49
Abb. 17: Eignung der Realoptionsmethode
51
III
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
Bd.
Band
BWL
Betriebswirtschaftslehre
bzw.
beziehungsweise
ca.
circa
d. h.
das heißt
DeGEval
Deutsche Gesellschaft für Evaluation
Diss.
Dissertation
etc.
et cetera
F&E
Forschung und Entwicklung
GERT
Graphical Evaluation and Review Technique
ggf.
gegebenenfalls
Hrsg.
Herausgeber
JC
Joint Committee in Standards for Educational Evaluation
Jg.
Jahrgang
Kap.
Kapitel
o. S.
ohne Seitenangabe
PERT
Project Evaluation and Review Technique
ROI
Return on Investment
s.
siehe
S.
Seite
Sp.
Spalte
u. a.
unter anderem
vgl.
vergleiche
Vol.
Volume
vs
versus
z. B.
zum Beispiel
IV
1
Einführung
1.1
Grundlagen
Die
aktuelle Situation von Unternehmen
ist geprägt von steigender Wett-
bewerbsintensität in zunehmend internationalisierten Märkten. Anbieter-
strukturen verändern sich, ständig neue Technologien lassen alte Technolo-
gien verschwinden1; damit entstehen auch neue Märkte, während alte Märk-
te sich ändern oder zerstört werden.2 Hinzu kommt eine beobachtbare steti-
ge Verkürzung von Innovations- und Produktlebenszyklen bei steigenden
Entwicklungskosten (siehe Abb. 1).3
Entwicklungskosten für neue
Lebensdauer neuer
Kosten
Produktgenerationen
Lebens-
Produktgenerationen
dauer
Zeit
Zeit
Abb. 1: Entwicklungskosten und Lebenszyklusdauer neuer Produkte4
Für bestehende Produkte des Unternehmens sind im Zeitablauf sinkende
Umsatzzahlen zu erwarten (siehe Abb. 2).5 Zur
Erhaltung der Wettbe-
werbsfähigkeit
sind die Unternehmen damit gezwungen, ständig selbst mit
innovati ven Produkten in den Markt zu treten.6
Zielumsatz
Umsatz
Umsatz aus
Planungslücke oder
entwickel-
Umsatz aus
strategische Lücke
ten, noch
eingeführte n
nicht ein-
Produkten geführten
(Basisgesch
ä f t ) Produkten
Planungszeitpunkt
Zeit
Abb. 2: Umsatzentwicklung aus bestehenden Produkten7
1 Vgl. Brockhoff (1999), S. 13 f.
2 Vgl. Beyer (2002), S. 1.
3 Vgl. Gerybadze (1989), S. 44; Vahs/Burmester (2005), S. 10.
4 In Anlehnung an Gerybadze (1989), S. 44.
5 Vgl. Brockhoff (1999), S. 112.
6 Vgl. Weber/Zayer (2007), S. 26.
7 In Anlehnung an Brockhoff (1999), S. 113.
1
Für diese zum langfristigen Überleben des Unternehmens notwendigen In-
novationen ist ein hoher Kapitaleinsatz notwendig, die Erfolgsaussichten
aber sind unsicher, so dass Innovationen nicht nur ein Erfolgspotenzial,
sondern auch ein erhebliches Risiko für das Unternehmen darstellen. Dieses
Risiko macht eine Planung, Steuerung und Kontrolle der Innovationsprozes-
se notwendig sowie eine Bewertung von Innovationen hinsichtlich der
Auswirkungen auf das Unternehmen.8 Ein Instrument zur Verminderung
von Unsicherheit und Risiken kann die
Evaluation der Innovationsprojek-
te
sein.9
1.2
Begriffsklärungen
Der Begriff
Evaluation
hat seine Wurzeln im Lateinischen; der heutige
englische Begriff ,,evaluation" wird u. a. übersetzt mit Auswertung, Beurtei-
lung, Bewertung, Einschätzung, Ermittlung, Wertbestimmung.10 Hinsicht-
lich der wissenschaftlichen Verwendung des Begriffes existiert eine Viel-
zahl von Definitionen. Allgemein kann unter Evaluation verstanden werden:
,,Systematic investigation of the merit or worth of an object (program) for
the purpose of reducing uncertainty in decision making."11
Als
Innovationen
werden technologische, ökonomische oder soziale Neue-
rungen in Form von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen bezeich-
net12, die ein Unternehmen zum Erreichen und zur langfristigen Sicherung
seiner Gewinn- und Wachstumsziele hervorbringt.13
Unter einem
Projekt
wird ein Vorhaben von hoher Komplexität und hoher
Bedeutung für das Unternehmen verstanden, das mit einer klaren Zielset-
zung versehen, einmalig und risikobehaftet ist sowie zeitlich und von ande-
ren Vorhaben abgegrenzt arbeitsteilig bearbeitet wird.14 Ein
innovatives
Projekt
liegt vor, wenn diese Projektkennzeichen auf eine Innovation zu-
treffen15, was angesichts der hohen Bedeutung und des hohen Risikos von
Innovationen in der Regel der Fall sein dürfte.
8 Vgl. Granig (2007), S. 1 f.; Stippel (1999), S. 1.
9 Vgl. Hauschildt/Salomo (2007), S. 526 f.
10 http://dict.leo.org, zuletzt am 23.08.2008.
11 Mertens (1998), S. 219.
12 Vgl. Corsten (1989), S. 2.
13 Vgl. Weber/Vinkemeier (2002), S. 15.
14 Vgl. Offermann (1985), S. 68 ff.
15 Vgl. Stippel (1999), S 26.
2
Die Begriffe
Organisationsaufgabe
bzw.
Gestaltungsaufgabe des Cont-
rolling
werden in der Literatur nicht klar definiert und differenziert und oft
deckungsgleich als
organisatorische Gestaltungsaufgabe
verwendet. Die
Organisationsaufgabe des Controlling bezieht sich hierbei überwiegend auf
die organisatorische Gestaltung des Controlling im Sinne der Organisations-
theorie, also auf Regelungen zu Arbeitsteilung und Koordination bzw. auf
Aufgabenverteilung, hierarchische Ordnung und Ablauf von Prozessen.16
Die Gestaltungsaufgabe des Controlling bezieht sich eher auf die Ausgestal-
tung des Controllingsystems als Subsystem der Führung hinsichtlich der
Aufgaben, der Organisation und der Instrumente des Controlling.17 Da sich
die Begriffe in weiten Teilen überschneiden, sollen im Weiteren die Begrif-
fe Organisationsaufgabe, Gestaltungsaufgabe und organisatorische Gestal-
tung synonym verwendet werden.
Als letztes soll eine Differenzierung zwischen
Controlling und Controller
vorgenommen werden. Controlling bezieht sich auf den funktionalen As-
pekt, auf die Aufgabenstellung unabhängig von einer organisatorischen Zu-
ordnung. Der institutionale Aspekt hingegen bezieht sich auf den Aufgaben-
träger, der das Controlling durchführt; dies ist unter anderem der Controller
bzw. der Controllerbereich.18
1.3
Einordnung der Arbeit in das Fachgebiet Controlling
Innovationsprojekte sind Gegenstand sowohl von Innovationsmanagement
und Innovationscontrolling als auch von Projektcontrolling. Innovationsma-
nager arbeiten bisher wenig mit Controllern zusammen; Manager haben den
Nutzen eines Controllings für das Innovationsprojekt oft noch nicht erkannt
und Controller die komplizierte Materie Innovationsprozess gemieden.19
Eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Manager und Controller ist auf-
grund der in Kapitel 1.1 beschriebenen Situation zunehmend geboten.
Evaluation ist möglicherweise als eine
besondere Aufgabe des Controlling
zu sehen.20 Während Controllingaufgaben üblicherweise kontinuierlich bzw.
periodisch anfallen, wird eine Evaluation abhängig von abgeschlossenen
16 Vgl. Küpper (2005), S. 283; Littkemann/Derfuß (2004), S. 693 f.
17 Vgl. Horváth (2006), S. 132; Hauschildt/Salomo (2007), S. 526 f.
18 Vgl. Offermann (1985), S. 33; Mörsdorf (1998), S. 26.
19 Vgl. Weber/Zayer (2007), S 28.
20 Vgl. Hauschildt/Salomo (2007), S. 526 f.
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