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Termpaper, 2008, 16 Pages
Author: Mathias Schäfer
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Fulda
Tags: Schizophrenie, Stellenwert, Sozialen, Arbeit, Therapie, Erkrankung, Individuum, Gesellschaft, Entwicklung, Kontext
Year: 2008
Pages: 16
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 3 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-20806-7
File size: 194 KB
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Abstract
Bei dieser Arbeit handelt es sich in erster Linie um eine klinische Betrachtungsweise der Schizophrenie. Im ersten Kapitel werde ich damit beginnen, die wichtigsten allgemeinen Symptome und die dazugehörigen Formen der Schizophrenie näher darzustellen, um mich dann im darauf folgenden Kapitel näher mit den möglichen Ursachen dieser Krankheit beschäftigen zu können. Im daran anschließenden Abschnitt geht es mir in erster Linie um die momentan praktizierten Therapieansätze. Das letzte Kapitel beschäftigt sich schließlich gänz-lich mit der Lebenswelt der Erkrankten. Mit Hilfe dieses Kapitels werde ich aufzeigen, mit welchen Schwierigkeiten die Betroffenen in ihrem privaten Umfeld zu kämpfen haben und welche Möglichkeiten für die Soziale Arbeit daraus resultieren, helfend in den Therapieprozess einzugreifen, um nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch die daraus entstandenen Probleme im sozialen Umfeld wieder ins Lot zu bringen.
Excerpt (computer-generated)
Hochschule Fulda
Fachbereich Sozialwesen
Modul 2.5 Individuum und Gesellschaft. Entwicklung im Kontext
4. Fachsemester
Schizophrenie
Der Stellenwert der Sozialen Arbeit in der
Therapie einer psychischen Erkrankung
Vorgelegt von:
Mathias
Schäfer
Vorgelegt am:
25.07.2008
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
1.
Einleitung 2
2.
Schizophrenie Symptome und Formen 3
a) Der katatone Typus 5
b) Der paranoide Typus 6
c) Der undifferenzierte Typus 6
d) Der residuale Typus 6
e) Der desorganisierte Typus 6
3.
Mögliche Ursachen der Schizophrenie 7
1. Biologische
Ansätze 7
2. Gehirnfunktionen und biologische Muster 7
3. Familienbeziehungen als umweltbedingte Stressoren 8
4.
Verlauf, Medikation und Psychotherapie 8
5.
Familie und Umfeld Die soziotherapeutischen Hilfen 10
6.
Zusammenfassung und Fazit 11
7. Literaturverzeichnis 14
1
1.
Einleitung
Seit jeher sind psychische Erkrankungen ein großer weißer Fleck in der Gesellschaft. Begrün-
det werden kann dies ohne Frage durch eine Menge an Unwissenheit in der breiten Bevölke-
rung. Diese Tatsache hat sich auch in der Zeit der modernen Massenmedien nur wenig geän-
dert. Die psychische Erkrankung zeichnet sich dadurch aus, dass es sich dabei immer auch um
eine gravierende Verhaltensstörung handelt, die in erster Linie aufgrund ihrer Verhaltensäqui-
valente eingeordnet werden. In fast jeder ihrer unterschiedlichen Ausprägungen fehlt es an
objektiv messbaren Kriterien, wie etwa einem Temperaturanstieg, Veränderungen des Blutes
oder Veränderungen in der Zusammensetzung des körpereigenen Liquors. Aus diesem Grund
besteht noch heute eine große Unsicherheit im Bezug auf die Definition und die Abgrenzung
psychischer Krankheiten. Allgemeine Symptome psychischer Krankheiten sind in erster Linie
gekennzeichnet durch Verhaltensformen oder Ausdrucksformen des Erlebens, die stark vom
Üblichen Verhalten der breiten Masse abweichen. Hinzu kommen meist nicht kontrollierbare
Veränderungen in der Beziehung zu anderen Menschen. Oftmals wirken psychisch Kranke
manchmal antriebsarm oder antriebsgesteigert, gekoppelt mit Schweigsamkeit, Verworren-
heit, gehobener Stimmung, Kontaktfreudigkeit oder sogar Aufdringlichkeit. Hierbei handelt
es sich jedoch keinesfalls um die alleinigen Anzeichen einer psychischen Erkrankung. Es geht
vor allem darum, wie sich der Betroffene früher gefühlt und verhalten hat und was ihn nun
dazu veranlasst anders zu handeln (vgl. Finzen 2000).
Bei der in dieser Arbeit behandelten Schizophrenie handelt es sich ebenfalls um eine schwer-
wiegende psychische Störung, in der die Persönlichkeit des Erkrankten quasi auseinander zu
fallen scheint. In der gemeinen Bevölkerung ist die Krankheit einer der ersten Gedanken
wenn es um die Thematiken
Verrücktheit
oder
Wahnsinn
geht. Die Krankheit selbst ist ge-
kennzeichnet durch den Verlust einer integrierten Persönlichkeit und einem massiven Rück-
zug aus der Realität, welche mit schwerwiegenden emotionalen Störungen und Störungen der
Denkprozesse einhergehen. Für viele Betroffene ist die Krankheit eine lebenslange Strafe
ohne Hoffnung auf Bewährung. Sie sind Gefangene ihres eigenen Geistes, der schon lange
woanders lebt. An dieser Stelle sollte jedoch erwähnt werden, dass die Krankheit selbst relativ
selten und daher noch heute sehr rätselhaft ist. Dies wird vor allem dadurch deutlich, das ge-
rade mal 0,7% der amerikanischen Erwachsenen an dieser Störung leiden, d. h. wir sprechen
hier von einer geschätzten Zahl von ca. zwei Millionen Betroffenen. Interessant ist jedoch
wiederum, dass die Hälfte aller Betten in amerikanischen psychiatrischen Kliniken von schi-
2
zophrenen Patienten belegt werden, von denen einige ihr ganzes Leben in diesen Kliniken
verbringen ohne Hoffnung jemals wieder ein normales Leben führen zu können (vgl. Gerrig /
Zimbardo 2004). Erwähnenswert ist an dieser Stelle aber, dass Bewusstseinsklarheit und in-
tellektuelle Fähigkeiten in der Regel nur selten beeinträchtigt sind, obwohl sich im Laufe der
Zeit gewisse kognitive Defizite entwickeln können.
Charakteristisch für die schizophrene Psychose sind psychopathologische Phänomene wie
Gedankenlautwerden, Gedankenausbreitung, Wahnwahrnehmung, Kontrollwahn, Beeinflus-
sungswahn, ein Gefühl des Gemachten, Stimmen die in der dritten Person den Patienten
kommentieren oder über ihn sprechen, Denkstörungen und andere Negativsymptome, die
entweder kontinuierlich oder episodisch mit zunehmend stabilen Defiziten auftreten (vgl. Dil-
ling / Freyberger 1999). An dieser Stelle verzichte ich jedoch auf eine detaillierte Beschrei-
bung, da dies die Aufgabe eines späteren Kapitels sein wird.
Bei der nun vorliegenden Arbeit handelt es sich in erster Linie um eine klinische Betrach-
tungsweise der Schizophrenie. Im ersten Kapitel werde ich damit beginnen, die wichtigsten
allgemeinen Symptome und die dazugehörigen Formen der Schizophrenie näher darzustellen,
um mich dann im darauf folgenden Kapitel näher mit den möglichen Ursachen dieser Krank-
heit beschäftigen zu können. Im daran anschließenden Abschnitt geht es mir in erster Linie
um die momentan praktizierten Therapieansätze. Das letzte Kapitel beschäftigt sich schließ-
lich gänzlich mit der Lebenswelt der Erkrankten. Mit Hilfe dieses Kapitels werde ich aufzei-
gen, mit welchen Schwierigkeiten die Betroffenen in ihrem privaten Umfeld zu kämpfen ha-
ben und welche Möglichkeiten für die Soziale Arbeit daraus resultieren, helfend in den The-
rapieprozess einzugreifen, um nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch die daraus ent-
standenen Probleme im sozialen Umfeld wieder ins Lot zu bringen.
2.
Schizophrenie Symptome und Formen
Das nun folgende Kapitel widmet sich in erster Linie den Symptomen und Formen der Schi-
zophrenie. Beginnen möchte ich mit einer Darstellung der allgemeinen Symptomatiken nach
ICD-10, der International Classification of Diseases, in welcher die Krankheit unter F20 auf-
geführt ist. Hierbei ist wichtig, dass die Symptome während der meisten Zeit innerhalb eines
Zeitraumes von mindestens einem Monat (oder während einiger Zeit an den meisten Tagen)
mit mindestens einem der unter 1. aufgezählten Syndrome, Symptome und Anzeichen oder
3
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