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Scholarly Essay, 2008, 16 Pages
Author: Andre Schuchardt
Subject: Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
Details
Year: 2008
Pages: 16
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-21176-0
File size: 155 KB
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Abstract
Diese Arbeit soll den Leviathan von Thomas Hobbes aus dem Jahre 1651 in möglichst kurzer und doch präziser und umfassender Form wiedergeben. Deshalb verzichte ich hier auf weiter großartige Worte und fange gleich an. Ich werde das Buch nach Inhalt und Kapiteln strukturieren, Kritik wird während des Textes als Fußnote angegeben. Es ist nicht Ziel, hier eine umfassende Kritik aufzustellen, lediglich der Inhalt soll leichter verständlich und vor allem viel kürzer und frei von Geschwafel wiedergegeben werden.
Excerpt (computer-generated)
MANUAL
Andre Schuchardt präsentiert
Hobbes′ Leviathan in Kurzform
Inhaltsverzeichnis
Einleitung in die Arbeit. 3
Einleitung zum Werk 3
Sinne, Vorstellungskraft, Gedanken, Rede, Vernunft, Leidenschaft, Verstand,
Wissenschaft (K1-K9) 4
Macht, Würde, Sitten, Religion (K10-12) 5
Naturzustand, Naturrecht, Naturgesetze und Personen (K13 - K17) 6
Staat, Staatengründung, Institutionelle Staaten, Bürgerpflichten, Staatsarten,
Herrschaftsarten (K17-K20) 8
Das Volk: Bürgerliche Freiheit, Vereinigungen, öffentliche Diener, Fruchtbarkeit,
Ratgeber (K21-K25) 12
Das Gesetz: Bürgerliche Gesetze, Verbrechen, Strafen (K26-K28) 13
Das Ende des Staates, Aufgaben des Souveräns und Gott (K29-K31) 14
Einleitung in die Arbeit.
Diese Arbeit soll den Leviathan von Thomas Hobbes aus dem Jahre 1651 in möglichst
kurzer und doch präziser und umfassender Form wiedergeben. Deshalb verzichte ich hier
auf weiter großartige Worte und fange gleich an. Ich werde das Buch nach Inhalt und
Kapiteln strukturieren, Kritik wird während des Textes als Fußnote angegeben. Es ist nicht
Ziel, hier eine umfassende Kritik aufzustellen, lediglich der Inhalt soll leichter verständlich
und vor allem viel kürzer und frei von Geschwafel wiedergegeben werden. Die
Seitenangaben beziehen sich auf die Reclamausgabe von 1978. Statt vom Oberherrn
spreche ich hier vom Souverän und Souveränität. Außerdem wurden der Einfachheit
einige der häufigeren Begriffe akronymisiert.
Einleitung zum Werk.1
In seiner Einleitung spricht Hobbes davon, dass der Leviathan, der Staat, ein künstlicher
Mensch ist. Er vergleicht den Staat mit einem Menschen und eine seine Einzelteile mit den
Gliedern eines Menschen und sagt, dass er, um dieses Kunstwerk zu erfassen, zunächst
den natürlichen Menschen betrachten will. Denn zuerst muss man sich selbst kennen
lernen, um dann andere begreifen zu können.
Das Werk besteht aus 4 Büchern, von denen heutzutage nur die ersten beiden
umfassender bekannt und für uns hier wichtig sind; nämlich die zum Menschen und zum
Staat. Das dritte über Religion und das vierte über das ,,Reich der Finsternis" habe ich
weggelassen, da sie größtenteils auch nur aktuelle Bezüge hatten.
1S. 5ff.
Sinne, Vorstellungskraft, Gedanken, Rede, Vernunft,
Leidenschaft, Verstand, Wissenschaft (K1-K9)2
Hobbes geht tatsächlich Schritt für Schritt vor. Mit der Physik beginnend kommt er zur
Erkenntnislehre und Anthropologie.
Für Hobbes ist nichts denkbar, was nicht bereits im Sinn existiert. Seine Weltsicht ist
streng materialistisch. So beschreibt er denn auch tatsächlich, wie ein Ikon Druck auf den
Sinnen ausübt, diese die Nerven reizen und so weiter. Hierdurch entsteht letztlich eine
Empfindung. Und alles in der Welt beruht auf Bewegung.3
Sobald ein Körper einmal in Bewegung gebracht wurde, bleibt er auch in Bewegung, so
Hobbes. Er hinterlässt ein Abbild in der Seele, welche die Vorstellungskraft später wieder
hervor holen kann. Dies nennt man Gedächtnis und Erfahrung. Der Eindruck bleibt für
immer bestehen und nicht verschwinden, sondern andere, neue Eindrücke, überlagern
den alten bloß. Bei Schlafenden rufen die alten Eindrücke Träume hervor, im Wachen
dagegen Gedanken. Hobbes spricht hier übrigens Mensch und Tier Verstand zu, lediglich
unterschiedlich entwickelt. Außerdem ruft er hier vehement zur Bestrafung von Zauberern
auf, die Hirngespinste in wahre Begebenheiten zu verwandeln vorgeben.
Ein Gedanke ruft einen anderen auf den Plan und von dieser Gedankenfolge kennt
Hobbes zwei Arten: a) die ungebundenen, die freien, ohne Zweck, das ,,Gedanken
schweifen lassen" sowie b) die regelmäßigen, aktiven, das Nachdenken.
Eine Rede ruft Gedanken aus dem Gedächtnis zurück und die Sprache überträgt
Gedanken. Er unterscheidet zwischen Buchstaben in der Schrift und Wörtern in der Rede.
Bei Namen beschreibt er die zwei Arten von Abstrakta (die von Menschen erdachten, wie
Staat und Recht) und Nominalia (die wirklich existierenden, die Namen für Individuen).
Auch erkennt er bereits die Assoziation ähnlicher Objekte zu einem Wort. Um zu Wahrheit
zu gelangen müsse man die Worte gut strukturieren und ordnen und in den
Wissenschaften ständig auf ihre Wahrheit überprüfen. Hier vergleicht er den Verstand mit
dem Rechnen, ratio.4
Die Vernunft ist also eine Art von Rechnen, das Gedanken ordnen. Hierbei bereits sollte
2S. 11ff.
3Weshalb er an anderer Stelle sogar einst vermutete, dass irgendwann einmal irgendwas alles als erstes in Bewegung
gesetzt hat. Damit nahm er die Urknalltheorie voraus.
4Hobbes war ein begabter Mathematiker und Anhänger von Francis Bacon, dem Begründer der modernen empirischen
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