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Der Fall Argentinien im Spiralmodell. Die argentinische Diktatur 1976 bis 1983 und die Rückkehr zur Demokratie

Hauptseminararbeit, 2002, 27 Seiten
Autor: Marten Mylius
Fach: Politik - Int. Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Details

Veranstaltung: Der internationale Schutz der Menschenrechte
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut)
Tags: Fall, Argentinien, Spiralmodell, Diktatur, Rückkehr, Demokratie, Schutz, Menschenrechte
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 27
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V11855
ISBN (E-Book): 978-3-638-17902-7

Dateigröße: 330 KB
Anmerkungen :
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand. Entspricht etwa 40 Seiten bei normaler Formatierung.br/>286 KB



Textauszug (computergeneriert)

Der Fall Argentinien im Spiralmodell. Die argentinische Diktatur 
1976 bis 1983 und die Rückkehr zur Demokratie

von Marten Mylius


Gliederung

1. Einleitung S.3

2. Das Spiralmodell S.4

3. Die politische Entwicklung Argentiniens 
im 20.Jahrhundert S.6

4. "La Dictadura" S.8

4.1. Das gewalttätige Vorspiel S.8

4.2. Der Putsch 1976 S.9

4.3. Die Ideologie der Diktatoren S.9

4.4. Die Systematik des Terrors S.10

5. Die Dynamik des Spiralmodells S.11

5.1. Die argentinische Menschenrechtsbewegung S.11

5.2. Das transnationale Netzwerk S.13

6. Vom Leugnen bis zu taktischen Konzessionen S.15

6.1. Das Verhalten der Junta S.15

6.2. Auf dem Weg zur Demokratie S.18

7. Die argentinische Demokratie S.19

7.1. Der ewige "präskriptive Status"? S.21

8. Fazit S.22

Literaturliste S.24




1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem südamerikanischen Land Argentinien. Das Land erlebte zwischen 1976 und 1983 die blutigste Diktatur seiner Geschichte. Nach der Rückkehr zur Demokratie wurde deutlich in welchem Ausmaß Menschenrechtsverletzungen begangen wurden. Es gab keine "Exzesse" einzelner, die ihre Macht ausnutzten, wie die Militärs sich später rechtfertigten, es gab keinen "Krieg gegen die Subversion", sondern es gab einen kriminellen Plan der Militärführung, der zur Vernichtung ganzer Bevölkerungsteile führte. Unvorstellbare Grausamkeiten sind in diesen Jahren der Diktatur begangen wurden.
In dem krisengeplagten Land übernahmen die Militärs 1976 aber nicht zum ersten Mal die Macht im Staate, vielmehr waren sie im Laufe des Jahrhunderts zu einem anerkannten politischen Akteur geworden, der in 46 Jahren 13mal eine zivile Regierung aus dem Amt putschte. Warum aber gerade die Diktatur in den 70er Jahren einen derart repressiven Charakter annahm, dieser Frage gilt es u.a. in dieser Arbeit nachzugehen. Dazu wird die Vorgeschichte der Diktatur und die politische Geschichte des zurückliegenden Jahrhunderts skizziert. Die eskalationsträchtige Konfliktdynamik soll auf dies Weise durchsichtig gemacht werden.
Die vorliegende Arbeit versteht sich als theoriegeleitete empirische Studie. Das Untersuchungsfeld ist die Diktatur in Argentinien. Den theoretischen Rahmen liefert das Spiralmodell von Thomas Risse und Kathryn Sikking. Es ist das Ergebnis eines transatlantischen Forschungsprojektes an dem amerikanische und deutsche Wissenschaftler mitgewirkt haben. Auf der Basis von Länderstudien wurden die Wirkungen internationaler Menschenrechtsnormen auf den politischen Wandel im Innern des Staates systematisch analysiert. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen dabei die transnationalen Menschenrechtsnetzwerke. Ihren Einfluß galt es besonders im Falle Argentiniens zu prüfen.
Die beschriebene Aufgabe ist dann auch verantwortlich für die inhaltliche Struktur der Arbeit. Nach einer Erläuterung des Modells werden die historischen Wurzeln und unmittelbaren Voraussetzungen der argentinischen Diktatur beschrieben. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird den Akteuren besondere Aufmerksamkeit gewidmet, die in der jeweiligen Phase die Dynamik des Modells bestimmen. Insgesamt lassen sich dann drei Schwerpunkte erkennen. Da das Spiralmodell in fünf verschiedene Phasen eingeteilt ist, in denen alle Akteure Wandlungen durchmachen war es für die vorliegende Arbeit wichtig zu fragen, ob sich denn im Verhalten der Junta verschiedene Phasen festmachen lassen, und zwar in der Hinsicht des bestimmenden Modus der Kommunikation genauso wie in dem Ausmaß der Repression.
Die wichtigste Rolle im Spiralmodell fällt zu Beginn den transnationalen Netzwerken zu. Demnach gilt die besondere Aufmerksamkeit den internationalen Nicht-Regierungsorganisationen, den transnationalen Organisationen wie der UNO oder der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aber ebenso den internationalen staatlichen Akteuren. Wie reagierten sie auf die Menschenrechtsverletzungen der argentinischen Junta, schafften sie es genügend Druck aufzubauen, um das Regime in Erklärungsnot zu bringen.
Der dritte entscheidende Faktor ist die Stärke der innergesellschaftlichen Opposition. Auch sie nimmt in der vorliegenden Arbeit einen großen Raum ein. Da in Argentinien die Opposition aber beinahe ausschließlich von den Menschenrechtsgruppen ausging, beschäftigt sich die Arbeit auch hauptsächlich mit dieser Bewegung und ihren Verbindungen mit internationalen Akteuren.

2. Das Spiralmodel

[...]

 


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