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Die Geschichte des deutschen Kinos und seiner Filme

Scholary Paper (Seminar), 2008, 42 Pages
Author: Nadine Müller
Subject: Film Science

Details

Institution/College: SAE Berlin
Tags: Geschichte, Kinos, Filme
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 42
Grade: 1,00
Bibliography: ~ 45  Entries
Language: German
Archive No.: V118704
ISBN (E-book): 978-3-640-22092-2

File size: 925 KB

Abstract

Zu Beginn ist es nötig einige Definitionen hinsichtlich des weiteren Inhalts dieser Filmgeschichte zu geben. Für diese Arbeit möchte ich als Bedeutung des Wortes „Film“ den narrativen Kinofilm zu Grunde legen. Dies soll den Spielfilm nicht über den Dokumentar- oder Experimentalfilm, um nur zwei weitere Filmarten zu nennen, erheben sondern lediglich einen Focus für meine Arbeit setzen. Weiterhin entschied ich mich die Geschichte des Films auf den deutschen Film einzugrenzen. Dies schien mir sinnvoll, da ich selbst in der deutschen Gesellschaft geboren und aufgewachsen bin und somit zu Filmen aus Deutschland einen persönlicheren Zugang habe als zu Filmen aus anderen Ländern. Selbstverständlich soll das ausländische Filme und Entwicklungen weder als unwichtig deklarieren noch unterschlagen sondern stellt einzig und allein den für die vorliegende Arbeit gesetzten Focus. Schwerpunktmäßig werde ich zu jeder Epoche Beispielfilme herausgreifen um an ihnen die teilweise enge Verknüpfung des deutschen Films mit der deutschen Geschichte herauszuarbeiten. Dabei müssen zwangsläufig viele wichtige Filme unbeschrieben oder sogar ungenannt bleiben. Alles andere aber würde den Rahmen dieser Arbeit deutlich sprengen. Die Exilfilme der vor dem Nazi-Regime geflohenen Filmkünstler werden in dieser Arbeit nicht behandelt, da sie nicht direkt im Umfeld der deutschen Gesellschaft entstanden sind.


Excerpt (computer-generated)

SAE Institute Berlin

Die Geschichte des deutschen Kinos und seiner Filme

Nadine Müller

 

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung ... 4

2 Die Anfänge und der Weltkrieg (1895-1919) ... 4

2.1 Die ersten Filme ... 5
2.2 Die Filme bis zum 1. Weltkrieg ... 6
2.3 Die Filme während des 1. Weltkriegs ... 7

3 Der Weimarer Film (1919-1933) ... 8

3.1 Die 1920er Jahre ... 8
3.2 Die 1930er Jahre vor der NSDAP ... 11

4 Der nationalsozialistische Film (1933-1945) ... 12

4.1 Propagandafilm ... 13
4.2 Unterhaltungsfilm ... 14

5 Filme im Nachkriegs-Deutschland (1945 -1961) ... 15

6 Der geteilte Film (1961-1989) ... 16

6.1 Film in der DDR ... 16
    6.1.1 Die 1960er Jahre ... 17
    6.1.2 Die 1970er Jahre ... 17
    6.1.3 Die 1980er Jahre ... 18
6.2 Film in der BRD ... 18
    6.2.1 Die 1960er Jahre ... 18
    6.2.2 Die 1970er Jahre ... 19
    6.2.3 Die 1980er Jahre ... 20

7 Der Film im wiedervereinigten Deutschland (1989-2008) ... 21

7.1 Die 1990er Jahre ... 21
7.2 Filme im 21. Jahrhundert ... 22

8 Schluss ... 23

9 Quellenverzeichnis ... 25

10 Anhang ... 29

 

 

1 Einleitung

Zu Beginn ist es nötig einige Definitionen hinsichtlich des weiteren Inhalts dieser Filmgeschichte zu geben. Für diese Arbeit möchte ich als Bedeutung des Wortes „Film“ den narrativen Kinofilm zu Grunde legen. Dies soll den Spielfilm nicht über den Dokumentaroder Experimentalfilm, um nur zwei weitere Filmarten zu nennen, erheben sondern lediglich einen Focus für meine Arbeit setzen.
Weiterhin entschied ich mich die Geschichte des Films auf den deutschen Film einzugrenzen. Dies schien mir sinnvoll, da ich selbst in der deutschen Gesellschaft geboren und aufgewachsen bin und somit zu Filmen aus Deutschland einen persönlicheren Zugang habe als zu Filmen aus anderen Ländern. Selbstverständlich soll das ausländische Filme und Entwicklungen weder als unwichtig deklarieren noch unterschlagen sondern stellt einzig und allein den für die vorliegende Arbeit gesetzten Focus.
Schwerpunktmäßig werde ich zu jeder Epoche Beispielfilme herausgreifen um an ihnen die teilweise enge Verknüpfung des deutschen Films mit der deutschen Geschichte herauszuarbeiten. Dabei müssen zwangsläufig viele wichtige Filme unbeschrieben oder sogar ungenannt bleiben. Alles andere aber würde den Rahmen dieser Arbeit deutlich sprengen.
Die Exilfilme der vor dem Nazi-Regime geflohenen Filmkünstler werden in dieser Arbeit nicht behandelt, da sie nicht direkt im Umfeld der deutschen Gesellschaft entstanden sind.


2 Die Anfänge und der Weltkrieg (1895-1919)

Das 19. Jahrhundert war geprägt von tief greifenden Veränderungen innerhalb der Gesellschaft und ihrer etablierten Strukturen. Die Industrialisierung hatte zu einer Massenabwanderung der Landbevölkerung in die Städte geführt.1 Dort erfuhren die Menschen zunehmend Anonymität, Fremdbestimmung und Orientierungslosigkeit. Der Umbruch im zuvor gekannten sozialen wie gesellschaftlichen Gefüge führte zu einem Verlangen nach „… Visualisierung, nach Sinnlichkeit, nach Anschaulichkeit.“2. Diese Wünsche schienen der technischen Entwicklung Vorschub zu leisten und die Entwicklung des Kinos zu beschleunigen.
Die erste öffentliche Filmvorführung in Deutschland fand am 1. November 1895 im Rahmen einer Varieté-Show in Berlin im Varieté Wintergarten statt. Max Skladanowsky präsentierte mit dem von ihm entwickelten Bioscop Aufnahmen aus den Bereichen Tanz und Akrobatik. Auch seine weiteren Filme waren dokumentarischer Natur und zeigten unter anderem alltägliche Szenen aus Berlin.3


2.1 Die ersten Filme

Die Filme, die ab 1895 auf Jahrmärkten, im Zirkus und im Varieté dargeboten wurden waren in der Regel nur wenige Minuten lang. Die Vorführdauer blieb unter 15 Minuten.4 Dabei stand nicht ausschließlich der Inhalt der Filme im besonderen Interesse der Zuschauer sondern gleichwertig auch die Faszination an der neuen Technik, die diese Filme präsentierten. Gezeigt wurden häufig die Darstellung von Alltäglichem oder Komischem.5
Feste Spielstätten für Filme entstanden nach und nach. 1905 gab es in Berlin bereits 165 Kinos. Das Programm spielte in der Regel von morgens bis nachts und erfreute sich größter Beliebtheit bei den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen. Trotzdem erfuhr das Kino schon früh Kritik als „… Bedrohung bürgerlicher Kultur und Gesellschaft …“6 und 1906 wurde die erste staatliche Vorzensur geschaffen.7 Ab 1907 benötigte jeder Film eine Zensurkarte wenn er in den Kinos gezeigt werden sollte.8


2.2 Die Filme bis zum 1. Weltkrieg

In den Filmen vor dem Krieg waren Kriminalfilme wie die Stuart-Webb-Serie von Joe May beliebt.9 Auch Komödien erfreuten sich einem treuen Publikum. Durchaus kritisch betrachtete Ernst Lubitsch in seinen Filmen tradierte Geschlechterrollen (Don Juan heiratet; 1909) ohne Rücksicht auf die herrschenden gesellschaftlichen Konventionen und verwischte dabei die Grenzen zwischen weiblichem und männlichem („Hosenrollen-Komödie“10 Ich möchte kein Mann sein; 1918).
Auch Melodramen und soziale Dramen als erste Frauenfilme spiegelten die damals typisch weiblichen Probleme wie Emanzipation und Selbständigkeit wider. Die Heldinnen werden in all ihrer häuslichen Enge dargestellt.11 Der Ausbruch daraus geht immer mit großem Verzicht oder Scheitern bis hin zum Tod einher, wie in Der fremde Vogel (1911) von Urban Gad in dem eine junge Frau sich in den „falschen“ Mann verliebt, mit ihm vor der Verlobung mit einem anderen flieht und schließlich im Spreewald ertrinkt.12 Diese tragischen Filme stellten für das Kinopublikum dieser Zeit eine wichtige Projektionsfläche dar um die gesellschaftlichen Umbrüche und die Veränderungen der typischen Geschlechterrollen aus sicherer Entfernung betrachten zu können.13 Vor allem das stetige Scheitern der selbst bestimmten Frauenfiguren in den Melodramen „… versöhnte letztlich wieder mit den gesellschaftlich dominanten Moral- und Lebensformen.“14. Weitere bekannte Filme hierzu waren Die Sünden der Väter (1913) von Urban Gad und Abseits vom Glück (1916) von Rudolf Biebrach.15

 

[...]


1 vgl. Geschichte Attendorn, Industrialisierung, Datum unbekannt
2 Faulstich, W., Filmgeschichte, 2005; S. 17
3 vgl. Hake, S., Film in Deutschland, 2004; S. 29
4 vgl. Jacobsen, W., Frühgeschichte, 2004; S. 19
5 vgl. Hake, S., Film in Deutschland, 2004; S. 28 ff
6 Hake, S., Film in Deutschland, 2004; S. 32
7 vgl. Hake, S., Film in Deutschland, 2004; S. 31 - 32
8 vgl. Kinematographie, Filmzensur, Datum unbekannt; Ein Beispiel für eine Zensurkarte liegt im Anhang bei.
9 Hake, S., Film in Deutschland, 2004; S. 43 ff
10 Schlüpmann, H., feministischer Blick, 2004; S. 518
11 vgl. Hake, S., Film in Deutschland, 2004; S. 41 ff
12 vgl. Jacobsen, W., Frühgeschichte, 2004; S. 26
13 vgl. Hake, S., Film in Deutschland, 2004; S. 45 und S. 46
14 Faulstich, W., Filmgeschichte, 2005; S. 44
15 The Internet Movie Database, Sünden, Datum unbekannt und The Internet Movie Database, Abseits, Datum unbekannt


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