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Scholary Paper (Seminar), 2008, 20 Pages
Author: Stefan Nehl
Subject: Sociology - Economy and Industry
Details
Institution/College: Otto-von-Guericke-University Magdeburg (Institut für Soziologie)
Tags: Bedeutung, Handlungskompetenz, Assessment, Center, Personalmanagement, Wirtschaftsorganisationen
Year: 2008
Pages: 20
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-22097-7
ISBN (Book): 978-3-640-22999-4
File size: 143 KB
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Abstract
Die Auswahl qualifizierter Mitarbeiter ist heutzutage eine der wichtigsten Aufgaben der Personalarbeit. Das Assessment Center (AC) als Instrument der Personalauswahl und Personalentwicklung wird von vielen Großkonzernen zur Auswahl beziehungsweise (bzw.) Förderung von Mitarbeitern als auch Führungskräften genutzt. Aufgrund der hohen Kosten, die dieses Verfahren für das Unternehmen mit sich zieht, ist es von großer Bedeutung, mittels des Verfahrens auch den Bewerber auszuwählen, der dem jeweiligen Anforderungsprofil eines Unternehmens am besten entspricht. Im Assessment Center werden vor allem überfachliche Kompetenzen getestet, die für das Arbeiten in einem Unternehmen unerlässlich sind. Die Frage, welche der folgenden Ausarbeitung zugrunde liegt, lautet: „Welche Bedeutung hat die überfachliche Handlungskompetenz im Assessment Center?“ Die Handlungskompetenz setzt sich aus 4 unterschiedlichen Kompetenzen zusammen, nämlich den Fachkompetenzen, welche im weiteren Verlauf keine weitere Erwähnung finden werden und den drei überfachlichen Kompetenzen der Methodenkompetenzen, Sozialkompetenzen und personalen Kompetenzen. Meine Untersuchung beginne ich mit einigen theoretischen Vorüberlegungen zum Begriff und dem wesentlichen Ablauf des AC, um eine adäquate Grundlage für die folgenden Ausführungen zu schaffen. Im Zuge dessen gehe ich in diesem Teil auch auf die geschichtliche Entwicklung des AC ein, um zu zeigen wo das Verfahren seine Ursprünge hat. Dabei werde ich einerseits auf die Ursprünge im militärischen Bereich und andererseits auf die Ursprünge in der Wirtschaft eingehen. Im eigentlichen Hauptteil werde ich darauf eingehen, welche Teilkompetenzen den Methodenkompetenzen, Sozialkompetenzen und den personalen Kompetenzen zugehörig sind und welche Bedeutungen diesen Kompetenzen, welche eine Gesamtkompetenz ausmachen, zugrunde liegen. Das Ziel der Untersuchung ist, in klaren Zügen die Bedeutung der überfachlichen Handlungskompetenz im Assessment Center darzulegen.
Excerpt (computer-generated)
OTTO VON GUERICKE UNIVERSITÄT MAGDEBURG
FAKULTÄT FÜR GEISTES-, SOZIAL- UND ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTEN
INSTITUT FÜR SOZIOLOGIE
PERSONALMANAGEMENT IN WIRTSCHAFTSORGANISATIONEN
SS 2008
HAUSARBEIT ZUM THEMA:
,,DIE BEDEUTUNG DER ÜBERFACHLICHEN HANDLUNGSKOMPETENZ
IM ASSESSMENT CENTER"
eingereicht von: Stefan Nehl
2. Semester BA Kulturwissenschaften
Anglistik/ Germanistik
Magdeburg, den 30.08.2008
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Theoretische Vorüberlegungen
2.1. Was versteht man unter ,Assessment Center`? 2
2.2. Geschichtliche Entwicklung des Assessment Centers 3
3. Die Bedeutung der überfachlichen Kompetenzen im Assessment Center
3.1. Methodenkompetenzen 6
3.2. Sozialkompetenzen 8
3.3. Personale Kompetenz 12
4. Schlussbetrachtung 16
5. Literaturverzeichnis 17
II
1. Einleitung
Die Auswahl qualifizierter Mitarbeiter ist heutzutage eine der wichtigsten Aufgaben der
Personalarbeit. Das Assessment Center (AC) als Instrument der Personalauswahl und
Personalentwicklung wird von vielen Großkonzernen zur Auswahl beziehungsweise
(bzw.) Förderung von Mitarbeitern als auch Führungskräften genutzt. Aufgrund der
hohen Kosten, die dieses Verfahren für das Unternehmen mit sich zieht, ist es von
großer Bedeutung, mittels des Verfahrens auch den Bewerber auszuwählen, der dem
jeweiligen Anforderungsprofil eines Unternehmens am besten entspricht. Im
Assessment Center werden vor allem überfachliche Kompetenzen getestet, die für das
Arbeiten in einem Unternehmen unerlässlich sind.
Die Frage, welche der folgenden Ausarbeitung zugrunde liegt, lautet: ,,Welche
Bedeutung hat die überfachliche Handlungskompetenz im Assessment Center?" Die
Handlungskompetenz setzt sich aus 4 unterschiedlichen Kompetenzen zusammen,
nämlich den Fachkompetenzen, welche im weiteren Verlauf keine weitere Erwähnung
finden werden und den drei überfachlichen Kompetenzen der Methodenkompetenzen,
Sozialkompetenzen und personalen Kompetenzen.
Meine Untersuchung beginne ich mit einigen theoretischen Vorüberlegungen zum
Begriff und dem wesentlichen Ablauf des AC, um eine adäquate Grundlage für die
folgenden Ausführungen zu schaffen. Im Zuge dessen gehe ich in diesem Teil auch auf
die geschichtliche Entwicklung des AC ein, um zu zeigen wo das Verfahren seine
Ursprünge hat. Dabei werde ich einerseits auf die Ursprünge im militärischen Bereich
und andererseits auf die Ursprünge in der Wirtschaft eingehen.
Im eigentlichen Hauptteil werde ich darauf eingehen, welche Teilkompetenzen den
Methodenkompetenzen, Sozialkompetenzen und den personalen Kompetenzen
zugehörig sind und welche Bedeutungen diesen Kompetenzen, welche eine
Gesamtkompetenz ausmachen, zugrunde liegen.
Das Ziel der Untersuchung ist, in klaren Zügen die Bedeutung der überfachlichen
Handlungskompetenz im Assessment Center darzulegen.
1
2.1. Was versteht man unter ,Assessment Center`?
Das ,Assessment Center` (AC) ist ein Verfahren, das vorrangig in wirtschaftlichen
Großkonzernen, wie beispielsweise dem Volkswagen Konzern zum Einsatz kommt, um
eine Auswahl aus einer Vielzahl von bereits durch die schriftliche Bewerbung
ausgewählter Bewerber und Bewerberinnen zu treffen. Das AC setzt sich aus vier
grundlegenden Komponenten zusammen. Die erste Komponente bildet das
Anforderungsprofil, welches bestimmte Verhaltenskriterien umfasst, welche der
Proband erfüllen muss, um seine Arbeit dauerhaft erfolgreich ausüben zu können1. Eine
weitere Komponente bilden die Aufgaben und Übungen, welche realitätsnahe
Anforderungssituationen simulieren2. Die Beobachtungs- und Beurteilungsverfahren
dienen dazu, die Probanden in Bezug auf die Erfüllung der im Anforderungsprofil
aufgeführten Kriterien zu beurteilen3. Die vierte Komponente bildet das
Rückmeldungsverfahren, wobei jeder Kandidat über die Ergebnisse des Beobachtungs-
und Beurteilungsprozesses informiert wird4. Im Assessment Center gilt es für die
Probanden (Bewerber und Bewerberinnen), welche in mehrere kleine Gruppen
eingeteilt werden, innerhalb von mehreren Tagen bestimmte Aufgaben und
Testsituationen zu durchlaufen, welche ,,eine echte Arbeitssituation simulieren"5. Dabei
werden sie von mehreren subjektiven Assessoren (Beobachtern) hinsichtlich ihrer
Leistungsfähigkeit ,,zum Zwecke der Personalauswahl oder entwicklung beobachtet
und beurteilt"6. Der Grundsatz der hierbei herrscht, ist die ,,Trennung zwischen
Beobachtung und Bewertung"7, denn zunächst beobachten die Assessoren die
Probanden während der verschiedenen Aufgaben und Tests, welche sie durchlaufen und
halten ihre Erkenntnisse und Beobachtungen dabei schriftlich fest. Des Weiteren ist zu
erwähnen, dass die Assessoren bei der Beobachtung und Bewertung rotieren, das heißt
(d.h.), dass jeder Proband mindestens einmal von jedem Beobachter beurteilt wird, um
1 Vgl. K. Sünderhauf, S. Stumpf, S. Höft (2005), S. 13
2 Ebenda (ebd.)
3 Ebd.
4 Ebd.
5 F. Poganatz (2008), S.54
6 K. Sünderhauf, S. Stumpf, S. Höft (2005), S. 13
7 B. Braun-Wimmelmeier (1999), S. 14
2
ein möglichst hohes Maß an Subjektivität zu gewährleisten8. Anschließend werden ihre
Beobachtungen zusammengetragen und ausgewertet9. Die Bewertung erfolgt im
Übrigen ganzheitlich und nicht im Bezug auf das Abschneiden in einzelnen Übungen.
Das ist es, was das aus dem Englischen stammende Wort ,Assessment` auch bedeutet,
nämlich: Einschätzung, Bewertung, Beurteilung10. Die Bewertung erfolgt anhand
bestimmter Eigenschaftsdimensionen, wie zum Beispiel (z.B.) Teamfähigkeit, welche
für die jeweilige Stelle wichtig sind und zuvor von mehreren Assessoren festgelegt
worden11. Wie bereits erwähnt, dient das Assessment Center neben der Personalauswahl
auch der Personalentwicklung. Das bedeutet, dass die Ergebnisse, die aus den
verschiedenen Tests, Übungen und Aufgaben resultieren, dazu verwendet werden,
etwaige Schwächen des oder der jeweiligen Probanden mittels entsprechender
Trainingsmaßnahmen und Schulungen zu beseitigen, um dem Anforderungsprofil des
Unternehmens gerecht werden zu können12.
2.2. Geschichtliche Entwicklung des Assessment Centers
Das älteste Vorläufermodell des Assessment Centers geht in das 17. Jahrhundert (Jh.)
zurück, denn schon im Jahre 1677 entwickelte der Engländer Samuel Pepys ein
Verfahren zur Personalauswahl, welches dem Assessment Center im heutigen Sinne
sehr ähnlich ist. Das von ihm entwickelte Verfahren diente der ,,Auswahl von
Offiziersanwärtern in der Marine"13.
Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges kamen solche Testverfahren auch in Deutschland zum
Einsatz. ,,Psychologische Testverfahren"14, welche auch unter der Bezeichnung
,,Heerespsychotechnik"15 bekannt waren, kamen bei der Auswahl von Piloten,
Kraftfahrern, Funkern und auch Offizieren16 zum Einsatz.
8 Vgl. B. Braun-Wimmelmeier (1999), S. 14
9 Vgl. B. Braun-Wimmelmeier (1999), S. 14
10 Vgl. B. Rompeltien (1999), S. 14
11 Vgl. F. Poganatz (2008), S. 54
12 Ebd.
13 C. Nicolai (1991), S. 61
14 Ebd.
15 Ebd.
16Vgl. B. Braun-Wimmelmeier (1999), S. 12
3
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