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Details

Veranstaltung: Einführung in die Personen- und Ideengeschichte der Pädagogik
Institution/Hochschule: Universität Augsburg (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 14
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 202 KB
Archivnummer: V11924
ISBN (E-Book): 978-3-638-17964-5

Textauszug (computergeneriert)

Sommersemester 2001
Vorlesung
Einführung in die Personen- und Ideengeschichte der Pädagogik

 


Thema:
Jean-Jacques Rousseau

 


Marina Steinle


Fach: Pädagogik


Semester: II


Gliederung


A. Einleitung


Rousseau – Entdecker des Kindes


B. Hauptteil


1. Rousseau, Leben und Werk


2. Emil oder Über die Erziehung


2.1 Erstes Buch, frühe Kindheit bis zum Erlernen des Sprechens
2.2 Zweites Buch, Kindheit bis zum 12. Lebensjahr
2.3 Drittes Buch, Zeit zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr
2.4 Viertes Buch, Jugend
2.5 Fünftes Buch, Mädchenerziehung, Ehegattenwahl


3. Rousseaus Erziehungsbegriff


C. Schluss


Würdigung

A. Einleitung

„Kindheit hat es nicht immer gegeben – nämlich jener von uns wahrgenommene und wahrgemachte prinzipielle Abstand zwischen Erwachsenen und Kindern.“1 Ich möchte mich in dieser Arbeit mit der Person befassen, deren Verdienst es unter anderem ist, das Interesse auf die individuellen Bedürfnisse der Kindheit gelenkt zu haben: Jean-Jacques Rousseau. Er gilt als der „Entdecker der Kindheit“ schlechthin. Zwar beschäftigten sich auch andere vor Rousseaus Zeit – so Gerson (1363-1429), Vires (1492-1540) und Fénelon (1651-1715) – mit dem Thema der Kindererziehung, allerdings sind es Rousseaus Ansichten, die bis heute immer wieder die Aufmerksamkeit der Gesellschaft erregten. In seinem „Emil“ ruft er dazu auf, die Kindheit auch als Kindheit mit eigenen Bedürfnissen zu akzeptieren. Denn „Die Menschheit hat ihren Platz in der Ordnung der Dinge: die Kindheit den ihren in der Ordnung des menschlichen Lebens. Man muss den Erwachsenen als Erwachsenen und das Kind als Kind betrachten“.2

B. Hauptteil

1. Leben und Werk

Am 18. Juni 1712 wurde Jean-Jacques Rousseau als zweiter Sohn von Suzanne Rousseau, geborene Bernard, und des Uhrmachers Isaac Rousseau in Genf geboren. Wenige Tage nach der Entbindung erlag Suzanne – wie heute angenommen wird – dem Kindbettfieber. 1722, Jean-Jacques ist gerade erst zehn Jahre alt, wird er von seinem Vater, der von der Justiz verfolgt aus Genf fliehen musste, im Stich gelassen. Zwei Jahre später begann für den damals zwölfjährigen die Zeit als Lehrling. Als ihm schon nach kurzer Zeit als Schreiberlehrling der Laufpass gegeben wurde, versuchte er sich bei einem Kupferstecher. Von diesem mehr schlecht als recht behandelt, verlässt Jean-Jacques im Frühjahr 1728 seine Heimatstadt Genf und tritt zum katholischen Glauben über. Fast 30 Jahre später

[...]


1 Ariès, Geschichte der Kindheit, Seite 9
2 Rousseau, Emil oder Über die Erziehung, Seite 56

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