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Das Pferd im Militär

Subtitle: Vom beweglichen Kampfelement zur Traditionsfigur

Scholary Paper (Seminar), 2008, 18 Pages
Author: Markus Schnedlitz
Subject: History - Miscellaneous

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 18
Grade: 1
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V119335
ISBN (E-book): 978-3-640-23339-7
ISBN (Book): 978-3-640-23357-1
File size: 113 KB

Abstract

In dieser Arbeit wird der militärische Einsatz von Pferden in ihrer Entwicklung bis hin zu den Einsatzmöglichkeiten in Kampf und Ausbildung heutigen Zeit erläutert. Das erste Kapitel beschreibt die Entwicklung der Kavallerie bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Der Einsatz von Pferden in der Kriegsführung war bis zur Technologisierung der Armeen im 20. Jahrhundert von großer Bedeutung. Die Kavallerie als bewegliches Kampfelement zählte lange Zeit zu einer der wichtigsten Waffengattungen. Mit der Motorisierung der Streitkräfte und der Verbesserung der Waffentechnik trat das Pferd immer weiter in den Hintergrund. Die Kavallerie entwickelte sich von der Kampftruppe zur Kampfunterstützungstruppe und von dieser weiter zu, die Infanterie unterstützenden, Tragtiereinheiten. Die Frage warum es sinnvoll ist das Pferd auch in der modernen Kriegsführung einzusetzen wird im zweiten Kapitel behandelt. Der Vorteil der nahezu lautlosen und extrem geländegängigen Tiere wird in verschiedenen Einsatzarten allgemein dargestellt. Weiters werden anhand von konkreten Beispielen auf Kriegsschauplätzen des 21. Jahrhunderts Einsatzmöglichkeiten von Pferden vorgestellt. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Bedeutung der Reitausbildung für Offiziersanwärter. Die Ausbildung stärkt durch die körperliche Beanspruchung die allgemeine Kondition der Soldaten. Da die Reitausbildung spezielle auch für den Offizier wichtige Charaktereigenschaften erfordert und fördert, formt sie die Schüler auch in ihrem Verhalten.


Excerpt (computer-generated)

Das Pferd im Militär -

Vom beweglichen Kampfelement zur

Traditionsfigur


Seminararbeit

aus Wissenschaftliches Arbeiten II

am

FH-DiplStG ,,Militärische Führung"

eingereicht von

Fhr Markus SCHNEDLITZ

WIENER NEUSTADT, im März 2008


Vorwort

Im Zuge der Seminararbeit der Lehrveranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten 2 habe ich das

Thema ,,Das Pferd im Militär" gewählt, da ich Fähnrich an der Theresianischen

Militärakademie bin und mich deshalb sehr für Abläufe am Gefechtsfeld interessiere. Dazu

kommt, dass ich selbst aktiver Reiter und seit Jahren von diesen, meiner Meinung nach edlen

Tieren, fasziniert bin. Diese Arbeit bot mir die Möglichkeit auf beide Interessensgebiete

einzugehen. Da im Österreichischen Bundesheer laufend durch Reformen und

Umstrukturierungen die Abschaffung von Tragtiereinheiten diskutiert wird, wollte ich mit

dieser Arbeit aufzeigen, dass Pferde auch in einer modernen Armee ihre Existenzberechtigung

haben. Weiters ist meiner Meinung nach die Reitausbildung an der Militärakademie ein nicht

zu vernachlässigender Faktor für die Offiziersausbildung.

2


Inhaltsverzeichnis

Vorwort 2

1 Einleitung 4

2 Die Entwicklung und der Untergang der Kavallerie 6

2.1 Die Entstehung der Kavallerie 6

2.2 Die Verdrängung des Pferdes vom Schlachtfeld durch modernes Gerät 8

3 Das Pferd in der modernen Armee 9

3.1 Einsatzmöglichkeiten des Pferdes 10

3.2 Das Pferd am modernen Gefechtsfeld 12

4 Traditionspflege und Offiziersausbildung 14

5 Zusammenfassung 16

6. Literaturverzeichnis 17

3


1 Einleitung

In der heutigen Zeit wird das Pferd von der Masse der Bevölkerung als Sport- und Freizeittier

gesehen. Mit dem Bundesheer wird es jedoch selten in Verbindung gebracht. Ausschließlich

bei großen Militärparaden, wie der Ausmusterungsparade wird das Pferd dem Zuschauer und

somit der breiten Masse vorgestellt. Im Gegensatz zu anderen Waffengattungen, wie der

Infanterie oder den Luftstreitkräften findet in den Medien nur auf regionaler Ebene Beiträge

zu den Themen Tragtierstaffel, Reitsport und der Traditionspflege zu Pferd. Betrachtet man

jedoch die Kriegsgeschichte der österreichischen und anderen Armeen wird deutlich, dass die

Kavallerie, und somit die Waffengattung der berittenen Truppe, einen wesentlichen Beitrag

zum Verlauf entscheidender Schlachten lieferte.

Das Wort Kavallerie kann mit Reiterei oder Reitertruppen übersetzt werden und wurde 1600

aus dem französischen entlehnt. Das französische Wort

cavalerie

ist auf das, im italienischen

gleichbedeutende Wort

cavalleria

zurückzuführen. Das Wort

cavelleria

ist eine Ableitung

vom italienischen Wort

cavaliere

(deutsch Reiter)

.

1 Weiters stellte die Ausbildung zu Pferd

einen wichtigen Bestandteil der Offiziersausbildung dar. Die Zusammenarbeit zwischen

Mensch und Tier wurde in den Vordergrund gestellt. Der Stellenwert des Tieres lässt sich

nachvollziehen wenn man den folgenden Umstand aus der Zeit der Reichswehr in der

Zwischenkriegszeit betrachtet:

,,Bei allen berittenen und bespannten Truppen wurde das Pferd stets zuerst genannt. Es hatte

Vorrang

.

"

2

Mit der zunehmenden Technologisierung von Waffen und Gerät und vor allem der

Motorisierung und Mechanisierung der Truppe verschwand das Pferd zunehmend von den

Kriegsschauplätzen.

Im österreichischen Bundesheer findet man heutzutage das Pferd noch in Tragtierstaffeln als

Unterstützung der Infanterie und im Reitausbildungszug an der Theresianischen

Militärakademie. Der Reitsport ist an dieser Institution nach wie vor, auf freiwilliger Basis,

ein Teil der Offiziersausbildung.

Die forschungsleitende Frage in dieser Arbeit stellt sich wie folgt dar:

Warum ist es sinnvoll das Pferd in der modernen Einsatzführung und Ausbildung

einzusetzen?

Um diese Frage zu beantworten ist es notwendig die Entwicklung der Kavallerie, aber auch

den Ersatz dieser Waffengattung durch beispielsweise die Panzertruppe zu kennen. Weiters ist

1 vgl. http://www.duden-suche.de/suche/artikel.php?shortname=d7&artikel_id=14802

2 Richter, Klaus Christian: Die feldgrauen Reiter. Die berittenen und bespannten Truppen in Reichswehr und

Wehrmacht. Weltbild Verlag. Augsburg 1993. S. 45

4



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