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Anforderungen an eine öffentliche Kultureinrichtung vor dem Hintergrund der Umsetzung des Neuen Steuerungsmodells

Subtitle: Dargestellt am Beispiel einer Öffentlichen Stadtbibliothek

Termpaper, 2008, 16 Pages
Author: Nicole Fuchs
Subject: Cultural Studies

Details

Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 16
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V119443
ISBN (E-book): 978-3-640-23150-8
ISBN (Book): 978-3-640-23167-6
File size: 187 KB

Abstract

Diese Hausarbeit setzt sich mit dem Neuen Steuerungsmodell auseinander, das die KGSt bereits 1993 in einem Konzept entwickelt und für den Einsatz in kommunalen Verwaltungen vorgeschlagen hat. Was aus diesem Konzept nach 15 Jahren geworden ist, inwieweit es in kulturellen Einrichtungen zum Einsatz kommt, welche Vor- und Nachteile es in sich birgt und welche Erfahrungen mit der Anwendung des Neuen Steuerungsmodells gemacht werden – damit wird sich der erste Teil dieser Hausarbeit beschäftigen. Überlegungen bezüglich der Notwendigkeit von Steuerung im kulturellen Betrieb allgemein werden angeführt und das Neue Steuerungsmodell wird vorgestellt. Im zweiten Teil konzentriert sich die Arbeit auf die Kulturinstitution „Stadtbibliothek“ und auf die Darstellung von Erfahrungen der Bibliotheken, die das Neue Steuerungsmodell bereits seit einigen Jahren anwenden. Die Schwerpunkte liegen hierbei in der Umsetzung des Neuen Steuerungsmodells, in der Kritik an diesem Modell und in den Fragen und Themen, denen sich Führungskräfte stellen müssen. Da es den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde, alle Aspekte des Neuen Steuerungsmodells zu betrachten, wird sich die Hausarbeit im dritten Teil auf den Leistungsbereich „Personal“ festlegen und diese Ressource näher betrachten. Interessant scheint in diesem Zusammenhang die Fragestellung, inwieweit die Anwendung des neuen Steuerungsmodells Einfluss auf Arbeitstätigkeiten, Arbeitsleistung und auf die Motivation des Personals hat. Im vierten Teil werden die dargestellten Erfahrungen in einem Ergebnis zusammengefasst.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Institut KMM Hamburg
im Fernstudiengang "Kultur- und Medienmanagement"

Anforderungen an eine öffentliche Kultureinrichtung vor dem Hintergrund der Umsetzung des Neuen Steuerungsmodells

Dargestellt am Beispiel einer Öffentlichen Stadtbibliothek

Nicole Fuchs

 

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung ... 1

2 Steuerung in kulturellen Einrichtungen ... 2

2.1 Steuerungsbedarf ... 2
2.2 Das neue Steuerungsmodell ... 3

3 Das neue Steuerungsmodell in öffentlichen Bibliotheken ... 4

3.1 Zielvereinbarung als Steuerungselement ... 4
3.2 Stadtbibliothek als Modellamt ... 6
3.3 Personalmanagement ... 7
    3.3.1 Arbeitsbedingungen ... 7
    3.3.2 Mitarbeitermotivation ... 8
    3.3.3 Arbeitszeiten ... 9
    3.3.4 Personalentwicklung ... 9

4 Schlussbetrachtung ... 10

4.1 Ergebnis ... 10
4.2 Ausblick ... 11

5 Literaturverzeichnis ... 13

 

 

1 Einleitung

“Und wer sich dann an die schwierige Situation der öffentlichen Haushalte erinnert, der wird sich zu Recht darüber gewundert haben, dass in Krefeld eine neue Mediothek gebaut werden kann. Dieser deutschlandweite einzigartige Bau ist ein Zeichen kommunaler Gestaltungskraft. Er ist ein Zeichen für eine Stadt, die auf Zukunft setzt und sich der Bildung verpflichtet fühlt.“1 In Zeiten knapper Kassen scheint diese Aussage von Oberbürgermeister Kathstedt fast zu schön um wahr zu sein, wird doch sonst oft zuerst in der kommunalen Kulturarbeit gespart. Die Führungskräfte in Kultureinrichtungen sind dadurch einerseits aufgefordert, ihren Wert und ihre Arbeit innerhalb der Kommune darzustellen und gegenüber dem Unterhaltsträger zu kommunizieren, andrerseits sind sie innerbetrieblich zu einer Neuorganisation und alten Verwaltungsstrukturen gegenüber zu einem Umdenken gezwungen.
Aus diesem Grund werden in vielen Kulturinstitutionen gezielt Steuerungsmodelle angewendet. Diese Hausarbeit setzt sich mit dem Neuen Steuerungsmodell auseinander, das die KGSt bereits 1993 in einem Konzept entwickelt und für den Einsatz in kommunalen Verwaltungen vorgeschlagen hat. Was aus diesem Konzept nach 15 Jahren geworden ist, inwieweit es in kulturellen Einrichtungen zum Einsatz kommt, welche Vor- und Nachteile es in sich birgt und welche Erfahrungen mit der Anwendung des Neuen Steuerungsmodells gemacht werden – damit wird sich der erste Teil dieser Hausarbeit beschäftigen. Überlegungen bezüglich der Notwendigkeit von Steuerung im kulturellen Betrieb allgemein werden angeführt und das Neue Steuerungsmodell wird vorgestellt.
Im zweiten Teil konzentriert sich die Arbeit auf die Kulturinstitution „Stadtbibliothek“ und auf die Darstellung von Erfahrungen der Bibliotheken, die das Neue Steuerungsmodell bereits seit einigen Jahren anwenden. Die Schwerpunkte liegen hierbei in der Umsetzung des Neuen Steuerungsmodells, in der Kritik an diesem Modell und in den Fragen und Themen, denen sich Führungskräfte stellen müssen.

Da es den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde, alle Aspekte des Neuen Steuerungsmodells zu betrachten, wird sich die Hausarbeit im dritten Teil auf den Leistungsbereich „Personal“ festlegen und diese Ressource näher betrachten. Interessant scheint in diesem Zusammenhang die Fragestellung, inwieweit die Anwendung des neuen Steuerungsmodells Einfluss auf Arbeitstätigkeiten, Arbeitsleistung und auf die Motivation des Personals hat. Im vierten Teil werden die dargestellten Erfahrungen in einem Ergebnis zusammengefasst.


2 Steuerung in kulturellen Einrichtungen


2.1 Steuerungsbedarf

In einem Kulturbetrieb haben wir es mit einem höchst differenzierten Netz von zusammenwirkenden Personen und Institutionen zu tun, die teilweise sehr spezialisiert sind und daher nur durch eine gezielte und äußerst sensible Steuerungshandlung zu einer erfolgreichen Kooperation bewegt werden können. Ohne eine Steuerung dieses Zusammenwirkens ist eine Realisierung von Kultur oft nicht möglich. Nach Heinrichs verteilt sich diese Steuerung auf drei Koordinaten eines dreidimensionalen Systems, an deren Schnittstelle Kulturmanagement zur Wirkung kommt. Er unterscheidet in „Autor“, der den Impuls oder den Anfang für einen Prozess in Gang setzt, an dessen Ende wir das realisierte Werk erwarten. Dieses Werk wird von den Interpreten in Gang gesetzt, und von dem Rezipienten, welcher dem Kommunikationsprozess aktiv begegnet, aufgenommen. In einigen Fällen kann der Interpret und Rezipient auch in einer Person vereinigt sein (z.B. ist jemand zugleich Interpret und Empfänger eines Werkes bzw. der Kunst, wenn er ein Buch liest). Zwischen diesen drei bzw. zwei Komponenten wird eine Vermittlung nötig, denn Kunst erreicht sein Publikum nicht automatisch. Autor, Interpret und Rezipient bestimmen aber nicht allein das kulturelle Endprodukt. Vielmehr sind ebenso gesellschaftliche Gruppen und politische Gremien oder „die Wirtschaft“ im weitesten Sinne beteiligt. Sie alle beeinflussen die kulturelle Wirklichkeit. Der Begriff von Kultur und die Bewertungskriterien, an denen wir Kultur messen, wird in einem Austausch zwischen Künstlern, Kulturvermittlern und eben „der Wirtschaft“ bestimmt, daher sind diese miteinander wirkenden Kräfte nur schwer fassbar. Der Kulturmanager sollte ein so starkes Einwirkungspotential nicht unberücksichtigt lassen, sondern in dieser Wechselwirkung zwischen der Kultur und den einzelnen Gruppen der Gesellschaft eine vermittelnde Funktion übernehmen. Allerdings ist es dafür wichtig, dass er die Sprachen der einzelnen Gruppen kennt, damit er die Kultur und auch die Interessen anderer gewichten und wahrnehmen kann.2

 

[...]


1 Grußwort Oberbürgermeister Gregor Kathstedt, in der Sonderveröffentlichung vom 26. März 2008 „Eröffnung Mediothek Krefeld“, in: Westdeutschen Zeitung, 26.03.2008
2 Heinrichs, Werner : Kulturmanagement – eine Einführung, 1999, S. 21 ff.


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