Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Diplomarbeit, 2007, 98 Seiten
Autor: Dr. Anita Bernroitner
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Tags: Angehörigenkompass, Empfehlungen, Bedarfserfassungsinstrument, Angehörige
Jahr: 2007
Seiten: 98
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 70 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-22924-6
ISBN (Buch): 978-3-640-23081-5
Dateigröße: 409 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
ozialarbeit mit pflegenden und betreuenden Angehörigen ist im deutschsprachigen Raum kaum erforscht und stellt meist noch kein eigenständiges Feld, sondern nur einen Tätigkeitsbereich in der Sozialarbeit mit älteren Menschen, dar. Pflegende und betreuende Angehörige erleben zwar auch positive Aspekte in ihrer Tätigkeit, sie sind jedoch einer Fülle von Belastungen ausgesetzt. Um die Lebensqualität der Angehörigen, aber auch der Pflegebedürftigen zu verbessern, ist es dringend nötig den pflegenden und betreuenden Angehörigen bedarfsorientierte Entlastungsund Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten.
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule fh campus wien
Diplomstudiengang Sozialarbeit Studium für Berufstätige
Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades
Magistra (FH) für sozialwissenschaftliche Berufe
Der Angehörigenkompass
Empfehlungen für ein sozialarbeiterisches Bedarfserfassungsinstrument
für pflegende und betreuende Angehörige
Vorgelegt von:
Dr.in Anita Bernroitner
Abgabetermin: 23.04.2007
2
Vorwort (Danksagung)
Das Gelingen einer Diplomarbeit hängt stets von einer Vielzahl an Menschen ab, die
alle auf ihre eigene persönliche Art und Weise einen wertvollen Beitrag geliefert haben.
Im Speziellen bedanken möchte ich mich bei meinen beiden Diplomarbeits-
betreuerinnen Frau Dr.in Andrea Nemec, die mir immer wieder mit wertvollen
Hinweisen geholfen hat, meine Diplomarbeit zu verbessern und bei Frau Dr.in Angelika
Sedlacek, die mich ebenfalls sehr unterstützt hat.
Einen ganz wichtigen Beitrag zur Themenfindung hat mein Praktikumsbetreuer Paulo
Mata geleistet, dem ich es zu verdanken habe, dass ich das englische Pflege- und
Betreuungssystem kennen gelernt habe. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei Hilary
Ayling, die mir einen Einblick gewährt hat in das Leben von berufstätigen Angehörigen
mit Betreuungspflichten und bei der ich während meines Praktikums in London wohnen
durfte. Mein Dank gilt aber auch allen anderen MitarbeiterInnen des Islington Carer
Centres, die mir viel erzählt und erklärt haben und mir die Thematik der pflegenden
Angehörigen näher gebracht haben.
Mein besonderer Dank gilt auch der Studiengangsleiterin, Frau Dr.in Christine Gruber,
die mich bei der Eingrenzung und Formulierung des Themas hervorragend unterstützt
hat und meiner Idee für die Diplomarbeit von Anfang an positiv gegenüber gestanden
ist. Bedanken möchte ich mich auch bei allen TeilnehmerInnen im DiplomandInnen-
seminar, die durch ihre Anmerkungen zu meiner Diplomarbeit eine wichtige
Hilfestellung geleistet haben.
Speziell bedanken möchte ich mich auch bei meiner Familie, meinem Freundeskreis
und auch meinen ArbeitskollegInnen, die mich immer unterstützt haben und mir mit
Verständnis begegnet sind, wenn ich aufgrund meines Studiums nicht so flexibel war,
wie ich das gerne gewesen wäre. Bedanken möchte ich mich auch bei allen noch nicht
erwähnten Personen, die ebenfalls zum Gelingen der Arbeit beigetragen haben.
3
Kurzfassung
Sozialarbeit mit pflegenden und betreuenden Angehörigen ist im
deutschsprachigen Raum kaum erforscht und stellt meist noch kein
eigenständiges Feld, sondern nur einen Tätigkeitsbereich in der Sozialarbeit
mit älteren Menschen, dar. Pflegende und betreuende Angehörige erleben
zwar auch positive Aspekte in ihrer Tätigkeit, sie sind jedoch einer Fülle
von Belastungen ausgesetzt. Um die Lebensqualität der Angehörigen, aber
auch der Pflegebedürftigen zu verbessern, ist es dringend nötig den
pflegenden und betreuenden Angehörigen bedarfsorientierte Entlastungs-
und Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten.
In der Sozialarbeit im deutschsprachigen Raum gibt es noch kein spezielles
Assessment-Instrument, das all jene Bereiche, die für die pflegenden und
betreuenden Angehörigen wichtig sind, auflistet. Das Ziel dieser
Diplomarbeit ist es daher, mit Hilfe von ExpertInneninterviews
aufzuzeigen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Verwendung eines
solchen Instruments in der Praxis Sinn machen würde und wie so ein
Instrument aussehen könnte.
4
Abstract
The Carers Compass
Recommendations for a carer assessment instrument in social work
There exists hardly any research on social work with carers in the German-
speaking countries and this subject is usually considered to be a part of
social work with elderly people and not an independent field of social
work. Being a carer brings about various positive aspects, however, it also
means a lot of burden and stress. For the improvement of the quality of life
for the carer and the person cared for, offering needs oriented support and
relieve to carers is a must.
In the German speaking countries there is no special carers-assessment
used in social work that gives an overview on all areas that are important to
informal carers. The aim of the theses is therefore to point out whether and
under what circumstances the use of such an assessment tool would make a
positive contribution to social work with carers. Furthermore possible
categories of such a carers-assessment are mentioned.
5
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 9
1.1. Zukünftige Entwicklungen 9
1.1.1. Veränderungen bei der Zahl der zu Pflegenden 9
1.1.2. Veränderungen bei der Zahl der pflegenden Angehörigen 10
1.2. Die Situation pflegender/betreuender Angehöriger in Österreich 10
1.3. Die Sozialarbeit mit pflegenden/betreuenden Angehörigen 11
1.4. Die Fragestellung der Diplomarbeit 11
2. Pflegende und betreuende Angehörige 12
2.1. Definition und Daten zu pflegenden und betreuenden Angehörigen 12
2.2. Vereinbarkeit von Beruf und Pflege 13
2.3. Die Motive für die Übernahme der Pflege 14
2.3.1 Verpflichtungsgefühle 14
2.3.2. Finanzielle Motive 15
2.3.3. Wege in die Pflege 16
2.3.4 Das Verwandtschaftsverhältnis 17
2.4. Das Konzept der Betreuungsbedürftigkeit 17
2.5. Das Pflegegeld 19
3. Positive und negative Aspekte für pflegende Angehörige 22
3.1. Positive Aspekte der häuslichen Pflege für die Angehörigen 22
3.2. Negative Aspekte der häuslichen Pflege 23
3.2.1. Kategorisierung der Belastungsfaktoren 23
3.3. Belastungsfaktoren für pflegende/betreuende Angehörige 24
3.3.1. Physische Belastungen 24
3.3.2. Psychische Belastungen 25
3.3.3. Zeitliche Belastungen 26
3.3.4. Soziale Belastungen 28
3.3.5. Finanzielle Belastungen 29
3.3.6. Strukturelle Belastungen 30
3.3.6.1. Vereinbarkeit Pflege und Beruf 31
3.3.6.2 Belastungen durch die Wohnsituation 32
3.3.6.3. Belastungen aufgrund mangelnden Wissens 32
3.3.6.4. Belastungen durch die Krankheitssymptome der Pflegebedürftigen 33
3.3.6.5. Belastungen durch bürokratische Hürden 34
3.4. Folgen der Überlastung pflegender Angehöriger 34
4.1. Information und Beratung 36
4.1.1. Telefonservices/Helplines 36
4.1.2. Informationsangebote im Internet 37
4.1.3. Information zu Hilfsmitteln 37
4.1.4. Information zu barrierefreiem Planen und Bauen 37
4.1.5. Die Pflegeanwaltschaft des Bundes 38
4.2. Angehörigen- und Selbsthilfegruppen 38
4.3. Soziale Dienste 39
4.3.1. Die Hauskrankenpflege 39
4.3.2. Ambulante Altenhilfe/Pflegehilfe 39
4.3.3. Die Heimhilfe 39
4.3.4. Der Besuchsdienst 40
6
4.3.5. Essen auf Rädern 40
4.4. Institutionelle Einrichtungen 40
4.4.1. Teilstationäre Betreuung 40
4.4.2. Ersatzpflege 41
4.5. Urlaubsangebote für pflegende Angehörige 41
4.6. Schulungen für pflegende Angehörige 42
4.7. Sozialversicherung für pflegende Angehörige 42
4.7.1. Krankenversicherung für pflegende Angehörige 43
4.7.2. Pensionsversicherung für pflegende Angehörige 43
4.7.3. Die Familienhospizkarenz 43
4.7.4. Die Pflegefreistellung 44
4.8. Materielle Unterstützung für pflegende Angehörige 45
4.8.1. Zuwendungen aus dem Unterstützungsfonds für Ersatzpflege 45
4.8.2. Finanzielle Unterstützung bei der Familienhospizkarenz 46
4.8.3. Auszahlung des Pflegegeldes an Angehörige 46
4.9 Hilfen beim Wiedereinstieg in den Beruf 47
4.10. Die Sachwalterschaft 47
5.1. Einzelfallhilfe oder Case Work 48
5.2. Soziale Gruppenarbeit 48
5.3. Case-Management 49
5.4. Assessments/soziale Bedarfserfassungen 50
5.4.1. Das ,,Carers-Assesssment" in Großbritannien 50
5.4.2. Assessments für Angehörige im deutschsprachigen Raum 53
5.4.2.1 Eine Übersicht über existierende Angehörigen-Assessments 53
5.4.2.2. Kritik an den existierenden Angehörigen-Assessments 55
6. Empirischer Teil 57
6.1. Fragestellung der Untersuchung 57
6.1.1. Die Zielgruppe 57
6.2. Das ExpertInneninterview 58
6.3. Ergebnisse aus den ExpertInneninterviews 60
6.3.1. Die Zielsetzungen der Einrichtungen in Bezug auf die Angehörigen 60
6.3.2. Das Rollenverständnis der SozialarbeiterInnen in der Angehörigenarbeit... 62
6.3.3. Die häufigsten Anliegen der Angehörigen an die Sozialarbeit 63
6.3.3.1. Die Überlastung der Angehörigen 63
6.3.3.2. Hilfe bei der Entscheidungsfindung 63
6.3.3.3. Die Organisation der Pflege 64
6.3.3.4. Emotionale Belastungen durch die Pflege und Betreuung 64
6.3.3.5. Rechtliche Informationen 65
6.3.4. Die Stärken der Sozialarbeit in der Arbeit mit pflegenden Angehörigen 65
6.3.4.1. Die ganzheitliche Sicht 65
6.3.4.2. Die Gesprächsführung 66
6.3.4.3. Die Vermittlungsfunktion bei Konflikten 66
6.3.4.4. Fachliches Wissen 66
6.3.5. Sozialarbeiterische Methoden und Techniken 67
6.3.5.1. Sozialarbeit mit Angehörigen auf der individuellen Ebene 67
6.3.5.2. Soziale Gruppenarbeit mit Angehörigen 68
6.3.5.3. Öffentlichkeitsarbeit 68
6.3.5.4. Techniken in der Arbeit mit Angehörigen 68
6.3.5.5. Das Beratungsgespräch mit Angehörigen 69
6.3.5.6. Der Aufbau von Angehörigenberatungen 71
6.4. Instrumente zur Bedarfserfassung/Sozialanamnese bei Angehörigen 75
7
6.4.1. Die Bedarfserfassung in Gruppen 75
6.4.2. Die individuelle Bedarfserfassung 76
6.4.2.1. Die Vorteile eines Instruments zur Bedarfserfassung 76
6.4.2.2. Passende Einsatzmöglichkeiten für dieses Instrument 77
6.4.2.3. Die Nachteile eines Instruments zur Bedarfserfassung 78
6.4.2.4. Ungeeignete Einsatzmöglichkeiten für dieses Instrument: 81
6.5. Die praktische Ausgestaltung eines Instruments für Angehörige 81
6.5.1. Die Kategorien dieses Instruments 82
6.5.1.1. Kategorien für ein Instrument in der Gruppenarbeit mit Angehörigen.. 82
6.5.1.2. Kategorien für die individuelle KlientInnenarbeit mit Angehörigen 83
6.5.1.3. Mögliche Kategorien in einem Angehörigenkompass 84
7. Zusammenfassung 85
8. Literaturverzeichnis 88
9. Internetverweise 93
10. Abkürzungsverzeichnis 95
11. Anhang 96
10.1. Gesprächsleitfaden 96
8
1. Einleitung
Sozialarbeit mit pflegenden/betreuenden Angehörigen ist ein Bereich, der noch wenig
erforscht ist. Sozialarbeiterische Angebote an Angehörige werden in Österreich als ein
Teil der Sozialarbeit mit älteren und hochbetagten Menschen gesehen und stellen meist
kein eigenständiges Angebot an diese Zielgruppe dar. Aufgrund der pflegerischen bzw.
medizinischen Fokusierung auf die PatientInnen, wird den pflegenden und betreuenden
Angehörigen wenig Augenmerk geschenkt. Die Beratung und Betreuung von
Angehörigen erfolgt durchwegs eher unsystematisch und stellt oft eine Art
Zusatzleistung in der Arbeit mit den pflegebedürftigen Menschen dar. Die Angehörigen
werden nur in Ausnahmefällen als KlientInnen, mit einem eigenen Bedarf an
sozialarbeiterischer Unterstützung, gesehen. Abgesehen von der sozialen Gruppenarbeit
für pflegende Angehörige, gibt es auch kaum spezielle sozialarbeiterische Angebote die
auf Angehörige ausgerichtet sind. Aus diesem Grund gibt es auch noch keine
sozialarbeiterischen Instrumente (Leitfäden, Anamnesebögen oder Assessments)
exklusiv für die Beratung von pflegenden und betreuenden Angehörigen.
1.1. Zukünftige Entwicklungen
Aufgrund der demografischen Entwicklung ist in den nächsten Jahrzehnten sowohl mit
einer Zunahme der pflegebedürftigen Menschen selbst als auch mit einer steigenden
Anzahl an betreuenden bzw. pflegenden Angehörigen zu rechnen.
1.1.1. Veränderungen bei der Zahl der zu Pflegenden
Eine Studie von Österle-Hammer zitiert in Rudda/Marschitz (2006:448) geht davon aus,
dass die Zahl der PflegegeldempfängerInnen von österreichweit 373.000 im Juli 2004
auf 590.000 Personen im Jahr 2010 und auf 810.000 Personen im Jahr 2030 erhöhen
wird. Diese Zahlen sind einerseits abhängig von den Schätzungen betreffend den
Anstieg der Lebenserwartung und andererseits davon, wie gut es gelingen wird, das
Eintreten von Pflegebedürftigkeit auf spätere Lebensjahre zu verschieben. Auch wenn
es über den künftigen Zuwachs an pflegebedürftigen Menschen nur Schätzungen gibt,
9
Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelHausarbeit, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Bisher keine Kommentare