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Das Fach Amerikanistik in der Dewey Decimal Classification (DDC) und in der Göttinger Online Klassifikation (GOK)

Scholary Paper (Seminar), 2006, 22 Pages
Author: Magdalena Jagelke
Subject: Library Science, Information- / Documentation Science

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 22
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V119571
ISBN (E-book): 978-3-640-22935-2
ISBN (Book): 978-3-640-23088-4
File size: 1605 KB

Abstract

Die Dewey Decimal Classification (DDC) ist eine weltweit verbreitete Dezimalklassifikation. Sie wurde in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Die DDC wird regelmäßig aktualisiert. Gegenwärtig liegt im deutschen Buchhandel eine aktualisierte Ausgabe der DDC vor. Sie ist im Jahr 2005 in vier Bänden und Register im Saur Verlag erschienen. An der Aktualisierung der deutschen Ausgabe der DDC ist aktiv eine Projektgruppe der Fachhochschule Köln beteiligt. Die Göttinger Online Klassifikation (GOK) wurde im Jahr 1993 entwickelt. Sie wird bei der Online-Recherche der Bestände des Katalogs der SUB Göttingen genutzt. Der Katalog der SUB Göttingen wird online u.a. bei der Nutzung von Virtuellen Fachbibliotheken genutzt. Die SUB Göttingen betreut von ihr entwickelte Virtuelle Fachbibliotheken, welche auf den Beständen der Sondersammelgebiete der SUB Göttingen gründen. In dieser Ausarbeitung soll es darum gehen, herauszufinden und festzuhalten, wie das Fach Amerikanistik in der DDC und der GOK repräsentiert ist. Der eigentlichen Klärung der Aufgabenstellung werden jeweils einführende Informationen zur DDC und zur GOK vorangestellt. [...]


Excerpt (computer-generated)

1. Einführung 2

2. Zur Dewey Decimal Classification (DDC) im englischsprachigen Raum 3

2.1 Einführung der Dewey Decimal Classification im deutschen Sprachraum 5

3. Das Fach Amerikanistik in der deutschen Ausgabe der DDC 10

4. Zur Göttinger Online Klassifikation (GOK) 13

4.1 Das Fach Amerikanistik in der GOK 13

4.2 GOK - Recherchebeispiele 18

Recherchebeispiel / sachverwandte Fachgruppen 19

5. Fazit 20

6. Quellen 21

6.1 Printquellen 21

6.2 Elektronische Quellen 21

1


1. Einführung

Die Dewey Decimal Classification (DDC) ist eine weltweit verbreitete Dezimalklassifikation.

Sie wurde in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Die DDC wird regelmäßig

aktualisiert. Gegenwärtig liegt im deutschen Buchhandel eine aktualisierte Ausgabe der DDC

vor. Sie ist im Jahr 2005 in vier Bänden und Register im Saur Verlag erschienen.

An der Aktualisierung der deutschen Ausgabe der DDC ist aktiv eine Projektgruppe der

Fachhochschule Köln beteiligt.

Die Göttinger Online Klassifikation (GOK) wurde im Jahr 1993 entwickelt. Sie wird bei der

Online-Recherche der Bestände des Katalogs der SUB Göttingen genutzt. Der Katalog der

SUB Göttingen wird online u.a. bei der Nutzung von Virtuellen Fachbibliotheken genutzt. Die

SUB Göttingen betreut von ihr entwickelte Virtuelle Fachbibliotheken, welche auf den

Beständen der Sondersammelgebiete der SUB Göttingen gründen.

In dieser Ausarbeitung soll es darum gehen, herauszufinden und festzuhalten, wie das Fach

Amerikanistik in der DDC und der GOK repräsentiert ist.

Der eigentlichen Klärung der Aufgabenstellung werden jeweils einführende Informationen

zur DDC und zur GOK vorangestellt.

2


2. Zur Dewey Decimal Classification (DDC) im

englischsprachigen Raum

Die

Dewey Decimal Classification

wurde zwischen 1873 und 1876 von Melvil Dewey

entwickelt und zuerst anonym unter dem Titel ,,A Classification and Subject Index for

Cataloguing and Arranging the Books and Pamphlets of a Library" veröffentlicht.1 Zu dieser

Zeit wurden Bücher nach ihren Standorten klassifiziert. Sie wurden in bestimmten Räumen

einer Bibliothek aufbewahrt und nach den Räumen oder Regalen, in denen sie aufzufinden

waren, nummeriert.

Wenn Bücher in einen anderen Raum transportiert wurden, mussten sie erneut klassifiziert

werden. Deweys Erfindung, Bücher nach ihrem intellektuellen Inhalt zu kennzeichnen, bildet

die Basis für Aufstellungssystematiken in Bibliotheken, wie wir sie heute kennen.

Die Dewey Decimal Classification ist ein hierarchisches Klassifikationssystem, das bei

allgemeinen Disziplinen beginnt und sich zum Spezifischen hin voranarbeitet. Ähnlichkeiten

zwischen bestimmten Disziplinen spielen eine entscheidende Rolle.2

Bei der DDC wird nach zehn Klassen unterschieden. Die jeweiligen Klassen zwischen 100

und 900 repräsentieren eine breite Disziplin oder eine Gruppe von Disziplinen, wobei in der

Klasse 000 allgemeine Sachgebiete zusammengefasst werden, welche keine verwandten

Disziplinen darstellen (z.B. Enzyklopädien).

Jede Klasse hat zehn Unterteilungen, die von der zweiten Ziffer ausgewiesen werden. Jede

Unterteilung hat zehn Abschnitte, die von der dritten Ziffer einer Notation ausgewiesen

werden.

Wenn spezifische Aspekte eines Faches angezeigt werden sollen, werden zur Notation weitere

Ziffern hinzugefügt. M. Mortimer liefert für den Vorgang der Erweiterung ein Beispiel:3

600

Technology (Applied Science)

640

Home Economics and family living

646

Sewing, clothing, management of personal and family living

646.7

Management of personal and family living Grooming

646.72

Care of hair, face, skin

646.724

Care of hair

646.7248

Wigs

1 s. M. Mortimer, Learn Dewey Decimal Classification, S. 13

2 s. ebd., S. 14

3 s. ebd., S. 14

3


Es handelt sich um das Festhalten der Weiterführung der Klassifikation von untereinander

verwandten Sachbereichen in der Notation.

Bei der DDC werden die verschiedenen Aspekte der Fächer in Indizes zusammengefasst.

Beispiel: einige Einträge für das Thema ,,Metal" sind im Index wie folgt aufgelistet:4

Metals

669

applied nutrition

613.285

architectural construction

721.044 7

architectural decoration

729.6

biochemistry

572.51

humans

612.015.24

building

construction

693.7

building

materials

691.8

chemistry

546.3

decoartive

arts

739

dosing

133.323

3

economic

geology

553.4

foundation

materials

624.153

6

handicrafts

745.56

human

toxicology

615.925

3

materials

science

620.16

metabolism

572.514

human physiology

612.392 4

metallography

669.95

military

resources

355.242

mineralogy

549.23

mining

622.34

Um eine Übersicht über die verschiedenen Aspekte eines bestimmten Fachoberbegriffs zu

schaffen, werden im Index miteinander verwandte Thematiken, die normalerweise unter

verschiedenen Notationsklassen präsent sind, zusammengetragen.

Bei der DDC ­ Notation werden arabische Ziffern angewandt. Für den Aufbau einer Notation

werden zuerst drei Ziffern verwendet. Ein dezimaler Punkt folgt der dritten Zahl, wenn die

Notation mehr als drei Ziffern beinhalten soll. Im weiterführenden Verlauf der Notation

erfolgt nach jeder dritten Ziffer ein Leerzeichen. Beispiel: 344.063 635 1. Das geschieht aus

Gründen der Übersichtlichkeit von langen Zahlenreihen.

Wenn in einer Bibliothek kürzere Notationsziffern bevorzugt werden, können lange

Notationen gekürzt werden. Beispiel: die Ziffer 025.4′31 meint, dass die vollständige

Notationsziffer 025.431 lautet. Durch den stark verkürzten Eintrag 025.4 kann die längere

Notationskette 025.431wiedergegeben werden, doch sind die Einträge bei Kürzungen, je

nachdem, wie stark sie gekürzt worden sind, weniger spezifisch.

4 s.ebd., S. 15

4


Die DDC war die erste Klassifikation, die ein Konzept für die Aufstellung von

Bibliotheksbeständen lieferte. Das DDC ­ Notationssystem hat sich etabliert und ist

international anerkannt.

2.1 Einführung der Dewey Decimal Classification im deutschen
Sprachraum

Mitte 2003 wurde erstmalig eine ins Deutsche übersetzte Version der DDC veröffentlicht.5

Bemühungen um eine Übertragung der DDC ins Deutsche haben jedoch bereits in den 90er

Jahren ihren Anfang genommen. Bis in die 90er Jahre war die verbale Sacherschließung nach

den RSWK das bevorzugte Sacherschließungssystem in Deutschland. Die Deutsche

Bibliothek hat sich für eine Einführung der DDC in deutscher Übersetzung im deutschen

Sprachraum eingesetzt.

In den 90er Jahren sind in diesem Zusammenhang von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen

Aktivitäten unternommen worden. Unter anderem durch die Empfehlungen der

Expertengruppe Klassifikation des Deutschen Bibliotheksinstituts wurde im Jahr 19986 der

Wunsch ausgesprochen, auch im deutschsprachigen Raum die Voraussetzungen dafür zu

schaffen, das Potential der mit der Dewey Decimal Classification erschlossenen Literatur des

Auslandes zu nutzen. Für eine klassifikatorische Erschließung durch die Deutsche Bibliothek

erschien der Expertengruppe Klassifikation die DDC aus folgenden Gründen geeignet:7

· die DDC wird in zahlreichen Nationalbibliographien angewendet

· ihre Notationen sind hierarchisch strukturiert und trunkierbar

· mit der DDC ist weltweit eine sehr große Menge von Titeln verknüpfbar

· die DDC wird auch als Aufstellungssystematik eingesetzt

· durch ein ständig arbeitendes Komitee wird sie laufend gepflegt

· häufig erscheinende Neuausgaben garantieren eine hohe Aktualität

Bei der Abwägung von Vor- und Nachteilen möglicher Alternativen (andere

Klassifikationen, z.B. RVK, BK, ASB, KAB, UDK)8 zur DDC sind die folgenden Optionen

der DDC ausschlaggebend für ihre Anwendung:9

· sie ist die einzige wirklich global, nicht nur multinational, verwendete

Klassifikation

5 s. Einführung und Nutzung der Dewey Dezimal Classification (DDC) im deutschen Sprachraum, S. 62

6 s. ebd., S. 7

7 s. ebd., S. 7

8 s. ebd., S. 44

9 s. ebd., S. 45

5



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