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Touristische Ortsanalyse Bad Muskau

Hausarbeit, 2002, 58 Seiten
Autor: Mario Klenner
Fach: Touristik / Tourismus

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 58
Note: 2
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V11967
ISBN (E-Book): 978-3-638-17993-5

Dateigröße: 550 KB


Textauszug (computergeneriert)

Hochschule Zittau/Görlitz
University Of Applied Science (FH)

Touristische Ortsanalyse Bad Muskau

Mario Klenner und andere
WS 2002

Inhaltsverzeichnis  I

Abbildungsverzeichnis  III

1. Einleitung  1
1.1. Problemdarstellung  1
1.2. Die Stadt Bad Muskau  2
1.2.1. Das Ortsbild und die Geschichte  3
1.2.2. Die wirtschaftliche Lage  4
1.2.3. Das Leitbild der Stadt  5

2. Die Angebotsanalyse  9
2.1. Das ursprüngliche Angebot  9
2.1.1. Das natürliche Angebot  9
2.1.1.1. Räumliche Lage und Verkehrsanbindung  9
2.1.1.2. Klima und Naturräumliche Situation  10
2.1.1.3. Landschaft und Natur aus touristischer Sicht  10
2.1.2. Das soziokulturelle Angebot  12
2.1.2.1. Das kulturelle Leben in der Stadt  12
2.1.2.2. Die Partnerstadt Leknica  13
2.1.2.3. Sitten und Bräuche  13
2.2. Das abgeleitete Angebot  15
2.2.1. Die Beherbergung  15
2.2.1.1. Die bestehende Hotellerie  15
2.2.1.2. Geplante Hotelprojekte  17
2.2.1.3. Die Nutzergruppen des Beherbergungsangebotes  17
2.2.4. Die Freizeitinfrastruktur und Belustigung  22
2.2.4.1. Die Freizeitinfrastruktur und Belustigung in Bad Muskau  22
2.2.4.2. Die Freizeitinfrastruktur und Belustigung in der Umgebung  24
2.2.4.3. Beurteilung des Freizeitangebotes  27
2.2.5. Informationen über touristische Leistungen  28
2.2.6. Das touristische Leitsystem der Stadt  29
2.2.7. Reservierung und Verkauf touristischer Leistungen  30

3. Bad Muskau als Tourismusdestination  31

4. Touristische Organisationen und die Tourismuspolitik in Bad Muskau  34
4.1. Touristische Organisationen und Investoren  34
4.2. Die grundlegende Tourismuspolitik in Bad Muskau  36
4.3. Das Kurortvorhaben in Bad Muskau  37

5. Einzugsgebiet und Zielgruppen  44

6. Zusammenfassung  46
6.1. Die SWOT-Analyse  46
6.2. Vorschläge für das Management und Marketing  48

Quellenverzeichnis  IV

Anlagenverzeichnis  VI

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1  Demographie von Bad Muskau 2
Abbildung 2  Wichtige touristische Kennzahlen 5
Abbildung 3  Leitbild der Stadt Bad Muskau 6
Abbildung 4  Ein Auszug aus einer Wellness Speisekarte 19
Abbildung 5  Vergleich. von Kennzahlen für den Fremdenverkehr im Freistaat Sachen und in der NOL 2001 31
Abbildung 6  Vgl. von Kennzahlen für den Fremdenverkehr in der NOL und der Stadt Bad Muskau 1999 31
Abbildung 7  Vgl. von Kennzahlen für den Fremdenverkehr in der NOL und der Stadt Bad Muskau 2000 32
Abbildung 8  Vgl. von Kennzahlen für den Fremdenverkehr in der NOL und der Stadt Bad Muskau 2001 32
Abbildung 9  Stadtplan von Bad Muskau mit den geplanten Kur-Inseln 39
Abbildung 10  Einzugsgebiet des Sole-Thermalbades von Bad Muskau 45

 

1. Einleitung

1.1. Problemdarstellung

Im Mittelpunkt der folgenden Arbeit soll die Kur- und Parkstadt Bad Muskau stehen. Die 550-Jahre-alte Kleinstadt pflegt seit über 100 Jahre ihre Kurtradition. Außerdem bildet der Tourismus heute das primäre wirtschaftliche Standbein der Stadt. Da drängt sich schließlich doch die Frage auf, in wie weit wird denn Bad Muskau nun den Ansprüchen an eine attraktive Tourismusdestination gerecht. Aber bevor die eigentliche Ortsanalyse diskutiert wird, soll erst einmal geklärt sein, was sich eigentlich hinter der Bezeichnung Tourismusdestination verbirgt. In der touristisch relevanten Literatur1 wird die Destination als eine geographische, landwirtschaftliche, sozio- kulturelle und vor allem auch organisatorische Einheit beschrieben, welche aufgrund ihrer Attraktivität und ihres Angebotes für Touristen interessant erscheint. Dabei stellt der Ort mit seinem natürlichen wie abgeleiteten Angeboten selbst das touristische Produkt dar. Um nun die Ansprüche der Stadt Bad Muskau hinsichtlich einer Destination zu unterlegen oder eben nicht, ist es deshalb nötig folgende wesentlich Gesichtspunkte zu betrachten: Zum einen ist von großer Bedeutung, dass der Ort die landschaftlichen, klimatischen, historischen und ökonomischen Voraussetzungen für einen touristisch interessanten Ort mitbringt und zum anderen spielt die Bereitstellung zusätzlicher Angebote, wie Beratung, Beförderung, Beherbergung, Bewirtung und Belustigung eine herausragende Rolle. Diese beiden Aspekte sollten den Schwerpunkt der folgenden Analyse bilden. Dabei wird jedoch nicht nur eine stupide Bestandsauflistung gegeben, sondern auch Aussagen und Beurteilungen zur Art und Weise, wie den Touristen das Angebot präsentiert wird. Dies schließt die Betrachtung des Marketings und der Distribution des Produkts Bad Muskau ebenso ein, wie den Service und die Qualität vor Ort, um am Ende eine möglichst treffende Einschätzung des touristischen Potentials der Stadt abgeben zu können. Für die zukünftige Entwicklung sollen abschließend Anregungen und Hinweise vor allem für das Marketing und Management der Stadt gegeben werden, ohne natürlich den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

1.2. Die Stadt Bad Muskau

Die Park- und Kurstadt befindet sich in der nordöstlichen Niederschlesischen Oberlausitz des Freistaates Sachsen, inmitten der Muskauer Heide. Die idyllische Kleinstadt ist am Westufer der Neiße gelegen und grenzt unmittelbar an das Land Polen und das Bundesland Brandenburg an. Der Stadtname „Muskau“ ist aus dem sorbischen „Muzakow“ abgeleitet und bedeutet soviel wie „Wilder Mann“. Dieser ziert mit Blätterkranz um Haupt und Hüfte auf grünem Hintergrund das Stadtwappen.2 Neben der eigentlichen Innenstadt zählen auch die Stadtteile Berg und Köbeln zum Ort. Mit den Nachbargemeinden Gablenz und Kromlau bildet Bad Muskau eine Verwaltungsgemeinschaft und ist erfüllende Gemeinde, das heißt politisch und wirtschaftlich selbstständige Gemeinde mit dem Namen „Verwaltungsgemeinschaft Bad Muskau“. Für die Gemeinde Krauschwitz werden zudem die Aufgaben des Personenstandwesens beziehungsweise Standesamtes erfüllt.3 Die Stadt selbst versteht sich als Dienstleister, an dessen Spitze gegenwärtig Bürgermeister Andreas Bänder agiert. Die Kleinstadt zählt heute rund 4.100 Einwohner, hat aber zum Beispiel aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage4 wie viele Nachbargemeinden der Region mit der Abwanderung zu kämpfen. Auch im Jahr 2001 wurden bedeutend mehr Fortzüge (220) als Zuzüge (182) verzeichnet. Die Einwohnerzahl ist insgesamt gegenüber dem Jahr 1990 (4268) um 4% gesunken. Die Übersicht zur demographischen Entwicklung zeigt als Folge dessen unter anderem die Alterung der Bevölkerung auf5 :


[Abb. 1 in Downloaddatei enthalten]
Abbildung 1: Demographie von Bad Muskau4

1.2.1. Das Ortsbild und die Geschichte

Im Jahre 1249 wurde das heutige Bad Muskau erstmalig erwähnt. Als Zentrum des Ortes erfolgte um 1300 die Anlegung des Marktplatzes und 1325 wurde das alte Schloss erbaut, welches heute das städtische Museum beherbergt. 1447 erwarb der Adlige Wenzel von Bieberstein die Herrschaft und verlieh Bad Muskau im Jahre 1452 schließlich das Stadtrecht. Die Muskauer feierten aufgrund dessen in diesem August ihr 550-jähriges Bestehen als Stadt. Nach dem bereits errichteten „Altem Schloss“ wurde um 1520 das sogenannte „Neue Schloss“ erbaut. Dieses wird momentan noch restauriert, soll aber in naher Zukunft wieder touristisch genutzt werden können. Das sich am Marktplatz befindliche Rathaus wurde 1556 erbaut und circa 50 Jahre später erfolgte der Bau der Stadtkirche. Das Jahr 1766 gehört für Muskau zu den dunkleren Kapiteln der Stadtgeschichte, denn durch einen Brand wurde fast die gesamte Stadt vernichtet. Neben verheerenden Feuerbrünsten hat die Stadt außerdem viele Hungersnöte und Neißehochwasser erlebt. Mindestens ebenso viele Standesherren konnten Muskau ihr eigen nennen. Im Jahre 1811 wurde Hermann Ludwig Heinrich Graf von Pückler-Muskau nach dem Tod seines Vaters Standesherr. Auf seine Initiative hin wurde in Muskau über kargem Sumpfland und sandiger Heide seit 1815 ein Landschaftspark im englischen Stil angelegt, für welchen die Stadt sich noch heute rühmen kann. Die Parkanlage zählt noch immer zu den großen Vorbildern der deutschen Gartenkunst. In der Zeit der Parkentstehung war Pückler zudem für hunderte Muskauer Bürger Arbeit- und Brotgeber. Im Laufe des 19. Jahrhunderts erfolgte nach und nach die Erbauung unzähliger Villen und Badehäuser für die Kurgäste. Es wurden weiterhin im gesamten Park Kutsch- und Wanderwege zum Flanieren und Ausreiten für die Gäste angelegt und in den Jahren von 1881 bis 1930 erhielt die Stadt schließlich den Zusatz Bad. Überdies erwarten den Kur- und Parkbesucher von Bad Muskau heute wie damals neben den Schlössern das Schloßvorwerk, das Tropenhaus, der Schloßpark mit Hermannsneiße und der Eichseewasserfall. Die Orangerie, wo die Gäste nunmehr kulinarisch verwöhnt werden, wurde 1847 im maurischen Stil ebenfalls im Pücklerpark errichtet. Ende des 19. Jahrhunderts fuhren die ersten Züge der Waldeisenbahn von Bad Muskau nach Kromlau und 1953 wurde eine Parkverwaltung für den Muskauer Park errichtet.

 

[....]


1  Vgl.: Freyer „Tourismus - Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie“ S.177
2  Vgl.: Anlage 3, S. 8
3  Vgl.: Anlage 3, S. 4
4  Vgl.: Abschnitt 1.2.2.
5  Vgl.: Sächsische Gemeindestatistik 2002 für die Stadt Bad Muskau


Kommentare

Alexander Keller
13.06.2004 16:45:50
Feedback
Deutschland als touristischer Wachstumsmarkt für Heimaturlauber ist im Kommen. Gute Konzepte für Destinationen und Regionen sind daher sehr gefragt. Besonders Ostdeutschland kann in der touristischen Entwicklung seiner Infrastruktur viele Potentiale entwickeln, wenn die Chancen genutzt werden. Der Autor/die Autoren analysiert bzw. analysieren in ihrer Ortsanalyse souverän und gestützt auf fundiertes touristisches Hintergrundwissen die Heimatstadt Fürst Pücklers und durchleuchten diese ausführlich auf touristische Anstrengungen der Kurstadt und regen zu durchdachten Vermarktungsstrategien an, die auch für andere Orte interessant sein dürften. Alles in allem eine überzeugende und professionelle Arbeit, die mich diese Investition nicht bereuen ließ. Mit freundlichen Grüßen A.K.
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