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Diplomarbeit, 2003, 82 Seiten
Autor: Claudia Schwab
Fach: Informationswiss., Informationsmanagement
Details
Tags: AIDS, Education, Möglichkeiten, Frauen, Schwarzafrika
Jahr: 2003
Seiten: 82
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 107 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-22668-9
ISBN (Buch): 978-3-640-22790-7
Dateigröße: 2890 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Diplomarbeit soll die Möglichkeiten für Frauen in Schwarzafrika gegenüber der dortigen Situation durch HIV/AIDS darstellen. Zunächst wird ein Überblick über die HIV-Infektion und die Krankheit AIDS an sich gegeben, über Therapiemöglichkeiten, Medikamentenversorgung und die Unterschiede in den Übertragungswegen zwischen den westlichen Ländern und Schwarzafrika. Dann wird über die Situation der Frauen und Mädchen in Schwarzafrika berichtet, in Bezug auf Religion, Kultur und Tradition, ihrem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Status, ihre Situation durch Prostitution, Bildungs- und Gesundheitswesen. Außerdem wird die Stigmatisierung HIV-Infizierter thematisiert. Im weiteren Verlauf werden die Auswirkungen von HIV/AIDS auf die schwarzafrikanische Gesellschaft betrachtet, die allgemeinen wirtschaftlichen Auswirkungen, das Lehrer- und Ärzte- Sterben und auf die Situation der AIDS-Waisen eingegangen. Im Kapitel AIDS-Education werden die Gründe für die extreme Ausbreitung von HIV in Schwarzafrika vorgestellt, die Arten, Arbeitsweisen und Schwierigkeiten der Hilfsorganisationen beschrieben und abschließend die Möglichkeiten für Frauen in Schwarzafrika noch einmal resümiert. Die Bedeutung von Kunst im Bereich AIDS-Aufklärung wird angesprochen. Weiter werden verschiedene Projekte einiger ausgewählter Hilfsorganisationen vorgestellt, welche speziell Frauen in Schwarzafrika unterstützen oder spezielle HIV/AIDS-Projekte durchführen. Zum Abschluss wird Uganda als vorbildliches Land Schwarzafrikas bezüglich der HIV/AIDSPrävention vorgestellt.
Textauszug (computergeneriert)
AIDS Education :
Möglichkeiten für Frauen
in Schwarzafrika
Diplomarbeit
im Wahlpflichtmodul Informationswissenschaft
Studiengang Informationswirtschaft
der
Fachhochschule Stuttgart
Hochschule der Medien
Claudia Schwab
Bearbeitungszeitraum: 01. August 2003 bis 01. Dezember
2003
Stuttgart, November 2003
Deutsches Abstract 2
Deutsches Abstract
Die vorliegende Diplomarbeit soll die Möglichkeiten für Frauen in Schwarzafrika ge-
genüber der dortigen Situation durch HIV/AIDS darstellen. Zunächst wird ein Überblick
über die HIV-Infektion und die Krankheit AIDS an sich gegeben, über Therapiemög-
lichkeiten, Medikamentenversorgung und die Unterschiede in den Übertragungswegen
zwischen den westlichen Ländern und Schwarzafrika. Dann wird über die Situation der
Frauen und Mädchen in Schwarzafrika berichtet, in Bezug auf Religion, Kultur und
Tradition, ihrem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Status, ihre Situati-
on durch Prostitution, Bildungs- und Gesundheitswesen. Außerdem wird die Stigmati-
sierung HIV-Infizierter thematisiert. Im weiteren Verlauf werden die Auswirkungen von
HIV/AIDS auf die schwarzafrikanische Gesellschaft betrachtet, die allgemeinen wirt-
schaftlichen Auswirkungen, das Lehrer- und Ärzte- Sterben und auf die Situation der
AIDS-Waisen eingegangen. Im Kapitel AIDS-Education werden die Gründe für die ex-
treme Ausbreitung von HIV in Schwarzafrika vorgestellt, die Arten, Arbeitsweisen und
Schwierigkeiten der Hilfsorganisationen beschrieben und abschließend die Möglichkei-
ten für Frauen in Schwarzafrika noch einmal resümiert. Die Bedeutung von Kunst im
Bereich AIDS-Aufklärung wird angesprochen. Weiter werden verschiedene Projekte
einiger ausgewählter Hilfsorganisationen vorgestellt, welche speziell Frauen in
Schwarzafrika unterstützen oder spezielle HIV/AIDS-Projekte durchführen. Zum Ab-
schluss wird Uganda als vorbildliches Land Schwarzafrikas bezüglich der HIV/AIDS-
Prävention vorgestellt.
Schlagwörter
: Afrika, Schwarzafrika, AIDS, AIDS-Education, HIV, Frauen, AIDS-
Prävention
English Abstract
This thesis intends to describe the possibilities of women and girls in Sub-Saharan
Africa, faced to the situation caused by HIV/AIDS there. At first, an overview about the
HIV-infections and the disease AIDS itself is given, also about therapies and the supply
with medicaments. The differences between the western countries and Sub-Saharan
Africa in the way of transfer of HIV are showed. Then the situation of women and girls
in Sub-Saharan Africa is reported, referring to religion, culture and tradition, their
economic, social and political status, their situation caused by prostitution, also the
system of education and health care there is showed. Further the stigmatizing of
people, infected with HIV, is considered. After that, the effects of HIV/AIDS on the Sub-
Saharan society, its effects on their economy, the dying of teachers and doctors
caused by HIV/AIDS and the situation of the children, orphaned by AIDS, are viewed.
In the chapter "AIDS-Education", the reasons for the extreme expansion of HIV in Sub-
Saharan Africa are showed, the kind of aid organizations, their different working
English Abstract 3
methods and their difficulties in the Sub-Saharan countries are visualized and finally
the possibilities for women in Sub-Saharan Africa are summarized. The significance of
art for the AIDS-Education is mentioned. Further some different projects of selected aid
organizations, which specially giving help to women in Sub-Saharan Africa or lead
some special HIV/AIDS projects, are presented. Finally, Uganda is presented as an
exemplary land of Sub-Saharan Africa in case of HIV/AIDS prevention.
Keywords:
Africa, Sub-Saharan Africa, AIDS, AIDS-Education, HIV, Women, AIDS-
Prevention
Inhaltsverzeichnis 4
Inhaltsverzeichnis
Deutsches Abstract 2
English Abstract 2
Inhaltsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 7
Tabellenverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 8
1
Einleitung 9
1.1 Warum das Thema ,,AIDS-Education: Möglichkeiten für Frauen in
Schwarzafrika"? 9
1.2 Definition Schwarzafrika 10
1.3 Definition AIDS- Education 10
1.4 Zur Methodik 10
2
AIDS 12
2.1 Definition AIDS 12
2.1.1 AIDS-Subtypen 12
2.1.2 Schwächung des Immunsystems durch HIV 13
2.2 Krankheitsverlauf 13
2.2.1 Inkubationszeit 14
2.2.2 Phasen der HIV-Infektion und HIV-Tests 14
2.3 Übertragungswege 16
2.3.1 Unterschiedliche Übertragungswege in industrialisierten Ländern und in
Afrika 18
2.4 Risikogruppen 19
2.5 Schutzmöglichkeiten 19
2.6 Prävention 20
2.7 Therapie und Impfstoffforschung 21
2.7.1 Therapie 21
2.7.2 Weltweiter Zugang zu antiretroviralen Medikamenten 22
2.7.3 Impfstoffforschung 23
2.8 Auftreten von HIV-Infektionen in Afrika 2001 24
3
Beschreibung der Situation der Frauen und Mädchen in Schwarzafrika... 26
3.1 Kultur und Tradition 26
3.1.1 Der Einfluss der Religionen in Schwarzafrika 27
Inhaltsverzeichnis 5
3.2 Wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Stellung der Frauen in
Schwarzafrika 30
3.2.1 Prostitution 31
3.3 Bildungs- und Gesundheitswesen 32
3.3.1 Bildungsmöglichkeiten in Schwarzafrika 32
3.3.2 Gesundheitsversorgung in Schwarzafrika 34
3.4 Stigmatisierung und Ausgrenzung HIV-Infizierter 36
4
Auswirkungen von AIDS auf die schwarz-afrikanische Gesellschaft 37
4.1 Gründe für die extreme Ausbreitung von AIDS in Schwarzafrika 37
4.2 Wirtschaftliche Auswirkungen 38
4.2.1 Lehrer- und Ärzte-Sterben 40
4.2.2 AIDS-Waisen 41
5
AIDS Education 43
5.1.1 Warum AIDS-Education? 43
5.1.2 Zielgruppen in Schwarzafrika 44
5.2 Arten von Hilfsorganisationen 44
5.2.1 Arbeitsweise und mittel der Hilfsorganisationen in Schwarzafrika 45
5.2.2 Arbeitsbereiche für die Hilfsorganisationen in Schwarzafrika 47
5.2.3 Hindernisse für die Hilfsorganisationen in Schwarzafrika 48
5.2.4 Kunst und AIDS 49
5.3 Möglichkeiten für Frauen in Schwarzafrika 50
6
Ausgewählte AIDS-Projekte verschiedener Hilfsorganisationen in
Schwarzafrika 52
6.1 Die GTZ und ihr Aids-Projekt in der Mbeya-Region, Tansania 52
6.1.1 Tansania: AIDS-Bekämpfung in der Mbeya-Region 53
6.2 Brot für die Welt 54
6.2.1 AIDS - das Schweigen durchbrechen 55
6.3 Gemeinsam für Afrika 55
6.4 Kindernothilfe e.V 57
6.4.1 Sambia: Women for Change 58
6.4.2 Friends of the Orphans: Gemeinwesenentwicklung 59
6.5 DaimlerChrysler und die GTZ in Südafrika 60
7
Exkurs: AIDS-Prävention in Uganda 62
7.1 Was ist so besonders in Uganda im Bereich AIDS-Prävention? 62
7.2 TASO 63
7.3 Youth to Youth 64
8
Ausblick 66
Anhang A: Karte des afrikanischen Kontinents 68
Anhang B: Übersichts-Karte zur Religionsverteilung in Afrika 69
Inhaltsverzeichnis 6
Glossar 70
Literaturverzeichnis 73
Abbildungsverzeichnis 7
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: HIV-Teststreifenschnelltest 15
Abbildung 2: HIV-Übertragung in industrialisierten Ländern in Prozent im Jahr
2001 18
Abbildung 3: HIV-Übertragung in Afrika in Prozent im Jahr 2001 18
Abbildung 4: Ebenen der Gesundheitsversorgung in Schwarzafrika 34
Abbildung 5: Gemeinsam für Afrika 57
Abbildung 6: Kindernothilfe e.V.; Women for Change 58
Abbildung 7: Kindernothilfe e.V.; Friends of the Orphans 60
Abbildung 8: Initiative Youth to Youth; Übersichtskarte Uganda 64
Abbildung 9: Afrikanischer Kontinent 68
Abbildung 10: Religionsverteilung in den afrikanischen Staaten 69
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Zugang zu und tatsächlicher Bedarf an ARV-Therapie in
Entwicklungsländern 22
Tabelle 2: HIV-Prävalenz in Teilen Afrikas im Jahr 2001 24
Abkürzungsverzeichnis 8
Abkürzungsverzeichnis
ADRA Adventist Development and Relief Agency (Adventistische Ent-
wicklungs- und Katastrophenhilfe)
AIDS Acquired Immune Deficiency Syndrome
ASB Arbeiter-Samariter-Bund
ASFA Aids Foundation South Africa
AWO Arbeiterwohlfahrt
BMZ Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
CCF Christian Children′s Fund (Christlicher Kinderfonds)
CSW Commercial Sex Worker
DAH Deutsche AIDS-Hilfe e.V
DSW Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
EKD Evangelische Kirche Deutschland
GTZ Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH
HIV Human Immunodeficiency Virus
IWF Internationaler Währungsfond
OECD Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit
PcP Pneumocystis-carinii-Pneumonie (schwere Lungenentzündung)
UN(O) Vereinte Nationen
UNAIDS: Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (Gemeinsames Pro-
gramm von 8 UN- Organisationen zur HIV- Bekämpfung)
UNFPA United Nations Population Fund
UNICEF United Nations International Children´s Emergency Fund
WHO Weltgesundheitsorganisation
WTO World Trade Organisation (Welt-Handels-Organisation)
1 Einleitung 9
1 Einleitung
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema AIDS in Schwarzafrika mit dem
speziellen Augenmerk auf die Situation der Frauen und Mädchen in Schwarzafrika.
AIDS hat in Afrika eine besonders verheerende Wirkung. Der Kontinent ist durch die
schon von jeher vorhandene Armut, den Versorgungsnöten mit Wasser und Nah-
rungsmitteln, den zahlreichen Epidemien durch andere Krankheiten, wie z.B. Malaria,
Dengue-Fieber und Cholera und den geringen Bildungsmöglichkeiten der Gesamtbe-
völkerung ohnehin besonders belastet. Durch das weltweite Aufkommen von AIDS und
seine außergewöhnlich schnellen Verbreitungsmöglichkeiten in Afrika, die in dieser
Arbeit näher beleuchtet werden, ist der Kontinent mehr als je zuvor in Not geraten. Das
Ausmaß dieser Pandemie in Afrika ist weltweit einzigartig und besonders dramatisch.
Die Prognose der Vereinten Nationen, die von über 68 Millionen AIDS- Toten in den
kommenden 20 Jahren ausgeht,1 ist erschreckend.
Die Folgen der HIV/AIDS-Ausbreitung sind aber für die Frauen, und damit auch der
Kinder, in Schwarzafrika besonders schwerwiegend aufgrund der afrikanischen gesell-
schaftlichen Strukturen. Frauen sind in Afrika trotz unserer modernen und aufgeklärten
Zeit nach wie vor schlechter gestellt als in unseren Breiten und haben mit Schwierigkei-
ten in allen gesellschaftlichen Bereichen zu kämpfen. Deshalb wurde dieses Leitmotiv
,,Möglichkeiten für Frauen in Schwarzafrika" ausgewählt.
In dieser Arbeit werden zunächst grundlegende Informationen zu HIV/AIDS dargestellt.
Danach wird die spezielle Situation der Frauen und Mädchen in Schwarzafrika im Hin-
blick auf Kultur, Tradition, Religion, Bildung, medizinische Versorgung und den wirt-
schaftlichen Gegebenheiten beleuchtet, ebenso wird auf die Ausgrenzung und Stigma-
tisierung der HIV-infizierten Frauen eingegangen. Das Kapitel AIDS-Education geht
umfassend auf die Problematik in den schwarzafrikanischen Ländern ein, warum es so
schwierig ist, AIDS und HIV wirkungsvoll einzudämmen. Die Präsentation ausgewähl-
ter Projekte verschiedener Hilfsorganisationen und die Sonderstellung Ugandas bei der
AIDS-Prävention runden die Arbeit ab.
1.1 Warum das Thema ,,AIDS-Education: Möglichkeiten für
Frauen in Schwarzafrika"?
Die Idee zu dieser Arbeit entstand durch die zunehmende Thematisierung des
HIV/AIDS-Problems in den Medien und förderte meinen Wunsch, sich intensiv mit die-
ser Problematik zu beschäftigen. Die Entscheidung zu diesem Thema fiel auch letztlich
durch das Aufgreifen des AIDS- Problems in Afrika in der Serie ,,Lindenstrasse", in der
1 Vgl. Informationen zur 14. Internationalen AIDS-Konferenz in Barcelona. In: www.learn-
line.nrw.de. Zugriff am 15.10.2003.
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