Das palmyrenische Teilreich close Bitte warten


Details

Veranstaltung: Integriertes Proseminar Antike Zentral- und Partikulargewalt
Institution/Hochschule: Ruhr-Universität Bochum (Geschichtswissenschaft)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 14
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 171 KB
Archivnummer: V11983
ISBN (E-Book): 978-3-638-18004-7

Textauszug (computergeneriert)

Das palmyrensiche Teilreich

von Melanie Lauer B.A.

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 3

II. Geschichte und Entwicklung der Stadt Palmyra 4

III. Odaenathus und die neue Herrschaft in Palmyra 6

V. Die Herrschaft der Zenobia 7

1. 267 – 270: Die Festigung der Herrschaft 8

2. ab 270: Die Ausdehnung der Herrschaft 8

3. 272: Das Ende des palmyrenischen Teilreichs 9

V. Das Ende der Zenobia 10

VI. Zusammenfassung und Fazit 11

VII. Literaturverzeichnis 13

VIII. Bibliographie 13

I. Einleitung

Das palmyrenische Teilreich gilt in der Forschung als einzigartig. Diesem Imperium gelang es im 3. Jh. n. Chr. neben dem röm. Reich eine Herrschaft aufzubauen, zu etablieren und sogar über einen längeren Zeitraum zu halten.

Wie es dazu kommen konnte und warum Rom und seine Kaiser lange nicht in der Lage waren, dies zu verhindern, sondern, im Gegenteil, maßgeblich, am Aufstieg der Herrscherfamilie beteiligt waren, möchte ich in diesem Referat klären.

Dazu werde ich zunächst die historische Entwicklung Palmyras und den Aufstieg des Herrschers Odaenathus bearbeiten. Die beiden letzten Kapitel der Arbeit bilden die Herrschaft von Zenobia, Odaenathus´ zweiter Frau, und ihren Untergang. Zuletzt werde ich eine Zusammenfassung geben und die Entwicklung kommentieren.

II. Geschichte und Entwicklung der Stadt Palmyra

Die Stadt Palmyra ist eine Oase in Mittelsyrien. Sie liegt ca. 240 km nördlich von Damaskus und 200 km westlich des Euphrats. Palmyra war eine wichtige Karawanenstation auf dem Weg von Mesopotamien nach Mittelsyrien, dem Libanon und Arabien. Dadurch wurde sie zwischen dem 1. Jh. und dem 3. Jh. n. Chr. „zu einer der reichsten und einflußreichsten Städte Syriens“1. Die Stadt lag direkt an der syrisch – persischen Grenze. Sie war somit schon immer unabhängig.

Palmyra hat eine lange Tradition und Geschichte. Schon im 2. Jahrtausend v. Chr. taucht sie in Texten auf. Eingegliedert in das römische Reich wurde Palmyra erst in der Mitte des 1. Jh. n. Chr.2 Marc Antonius hatte wohl schon 41 v. Chr. versucht Palmyra zu erobern, doch er scheiterte3. Als Teil des röm. Reiches entwickelte sich Palmyra zu einer der bedeutendsten Handelsstädte der Römer. Die Palmyrener handelten nicht nur mit Luxusgütern wie Sklaven, Textilien, Wein, Salz4, sondern spielten auch eine wichtige Rolle in der Organisation und Durchführung von Karawanen. So entwickelten die Bewohner ein ausgedehntes Sicherheitssystem ihrer Handelsstationen und betrieben eine eigene Miliz. Die Römer machten sich diese Soldaten zu nutzen und setzten sie zur Sicherung des persischen Limes ein. So kam es, dass die Römer gar keine eigenen Soldaten benötigten und das Grenzgebiet uneingeschränkt von den Palmyrener kontrolliert und gesichert wurde. Rom verließ sich vollständig auf die palmyrenischen Soldaten5. Auch hier fiel Palmyra wieder eine Sonderrolle zu. [...]


1 Zitat: Kaizer Ted, Art. Palmyra, in: Der neue Pauly, Bd. 9, Stuttgart / Weimar
( 2000 ), Sp. 202. ( Im folgenden als: Kaizer, T., Art. Palmyra )

2 Fellmann, R.: Art. Palmyra, in: LAW, Bd. 2, Stuttgart ( 1965 ), Sp. 2201.

3 Kaizer, T., Art. Palmyra, Sp.202.

4 Kaizer, T., Art. Palmyra, Sp.202.

5 Hartmann, Udo: Das palmyrenische Teilreich, Bd.2 , Stuttgart ( 2001 ), S. 54.
( Im folgenden als: Hartmann, das palmyrenische Teilreich )

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