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Bachelor Thesis, 2008, 45 Pages
Author: Ganbold Bilguun
Subject: Communications: Miscellaneous
Details
Tags: Analyse, Zukunftsperspektiven, Fernsehsystems, Mongolei
Year: 2008
Pages: 45
Grade: 2,6
Bibliography: ~ 25 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-23313-7
ISBN (Book): 978-3-640-23331-1
File size: 345 KB
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Abstract
Das Thema dieser Arbeit, die sich mit dem Medium Fernsehen in der Mongolei befasst, steht in einem umfangreichen Kontext im Hinblick auf Politik Kultur und Ökonomie des Landes. Den Gegenstand dieser Arbeit bildet das Fernsehsystem der Mongolei. Besonders in diesem Land wird von den Einheimischen beklagt, dass sich das Fernsehen zunehmend zu einem Medium massiven politischen Einflusses in der doch eigentlich demokratischen Mongolei entwickelt. Dabei wird das Funktionieren des Mediums in Hinblick auf die Schaffung eines demokratischen öffentlichen Raumes, die Verbreitung von Informationen für die Bürger und die Gewährleistung freier Meinungsäußerung in Frage gestellt. Stellt die gegenwärtige Form des mongolischen Fernsehsystems eine Gefahr für die junge Demokratie der Mongolei dar? Im Folgenden soll das mongolische Fernsehen als eine Institution vor seinem geschichtlichen Hintergrund sowie im Lichte der gesellschaftlichen Transformation analysiert und bearbeitet werden. Ergänzend dazu wird das mongolische Fernsehsystem im Vergleich zum deutschen betrachtet, um die Schwachstellen des Fernsehsystems der Mongolei herauszufinden. Denn das deutsche Fernsehsystem gilt hinsichtlich seiner Medienfreiheit als führend und beispielhaft im globalen Kontext. Dadurch soll in der Arbeit die Klage der Einheimischen über den demokratiefeindlichen Einfluss des Fernsehens auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft werden. An¬schließend sollen anhand der Ergebnisse der Analyse die Zukunftsperspektiven des mongolischen Fernsehens herausgefunden und durch das Fazit abgerundet werden.
Excerpt (computer-generated)
Media Design Hochschule
Bachelor Arbeit
Analyse und Zukunftsperspektiven
des Fernsehsystems in der Mongolei
von
Ganbold Bilguun
Eingereicht am: am 22.08.2008
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
4
2. Begriffsbestimmung Fernsehsystem
6
Das Fernsehsystem aus medienwissenschaftlicher Sicht
6
3. Zur Situation des Fernsehens in der Mongolei
8
3.1. Die geschichtliche Entwicklung
8
3.1.1. Anfangsjahre des mongolischen Fernsehens
8
3.1.2. 1990 - 2005 die Periode der Erneuerung des 9
Fernsehens
3.1.3. 2005 bis Gegenwart - die Periode der intensiven 10
Entwicklung des Fernsehens
3.2. Die Fernsehlandschaft im Überblick
12
3.2.1. Das Ziel, die Aufgaben, die Prinzipien
13
3.2.2. Institutionelle und normativrechtliche
14
Rahmenbedingungen
4. Das Fernsehsystem in Transformation. Eine Analyse
18
4.1. Inhalt der Sendungen
18
4.2.
Zuschauerquote
19
4.3.
Besitzverhältnisse
20
4.4.
Finanzierung
21
4.5.
Die
Besonderheiten
des Transformationsprozesses
23
4.5.1. Übergang von staatlichen zu öffentlich-rechtlichen 25
Sendern
4.5.2. Medienfreiheit unter Druck - Die Einflussfaktoren
27
4.6. Das mongolische Fernsehen im Vergleich zum deutschen
31
Fernsehen
2
5. Medienunabhängigkeit und Medienfreiheit -
34
Zukunftsperspektiven
5.1. Mongolei, ein Land mit teilweise Medienfreiheit, in der
34
Weltrangliste
5.2. Herausforderungen auf dem Weg zur
35
Medienunabhängigkeit
5.3. Chancen für die privatrechtlichen Sender
36
5.4. Chancen für den öffentlich-rechtlichen Sender
38
5.5. Die Rolle der Zivilgesellschaft
38
6. Fazit
40
7. Literaturverzeichnis
43
3
Einleitung
Das Thema dieser Arbeit, die sich mit dem Medium Fernsehen in der Mongolei
befasst, steht in einem umfangreichen Kontext im Hinblick auf Politik Kultur und
Ökonomie des Landes.
Das Fernsehen als Teilsystem der Massenmedien gilt in demokratisch organisierten
Gesellschaften neben Legislative, Exekutive und Judikative als die vierte Macht im
Staat, als eine tragende Säule moderner Demokratien im Informationszeitalter.
Hauptaufgabe von Massenmedien in modernen Massengesellschaften ist es, den
notwendigen öffentlichen Raum zu schaffen, in dem demokratische bzw.
zustimmungsabhängige und informationspflichtige ,,Herrschaft" verwirklicht werden
kann. Damit haben sie vor allem die Funktion, grundlegende Quelle gesellschaftlich
relevanter Informationen zu sein, die jedem einzelnen Staatsbürger die Teilnahme am
gesellschaftlichen Leben einer demokratisch organisierten Gesellschaft ermöglichen
sollen.
In der Tat nimmt die gesellschaftliche Bedeutung des Fernsehens im alltäglichen und
politischen Leben stetig zu. Neben der Presse ist es für die meisten in einer
Demokratie lebenden Menschen bereits heute die wichtigste und für viele, gerade für
Angehörige der unteren Gesellschaftsschichten in der Mongolei, oftmals die einzige
Informationsquelle.
Den Gegenstand dieser Arbeit bildet das Fernsehsystem der Mongolei. Besonders in
diesem Land wird von den Einheimischen beklagt, dass sich das Fernsehen
zunehmend zu einem Medium massiven politischen Einflusses in der doch eigentlich
demokratischen Mongolei entwickelt. Dabei wird das Funktionieren des Mediums in
Hinblick auf die Schaffung eines demokratischen öffentlichen Raumes, die
Verbreitung von Informationen für die Bürger und die Gewährleistung freier
Meinungsäußerung in Frage gestellt.
Stellt die gegenwärtige Form des mongolischen Fernsehsystems eine Gefahr für die
junge Demokratie der Mongolei dar?
4
Im Folgenden soll das mongolische Fernsehen als eine Institution vor seinem
geschichtlichen Hintergrund sowie im Lichte der gesellschaftlichen Transformation
analysiert und bearbeitet werden. Ergänzend dazu wird das mongolische
Fernsehsystem im Vergleich zum deutschen betrachtet, um die Schwachstellen des
Fernsehsystems der Mongolei herauszufinden. Denn das deutsche Fernsehsystem gilt
hinsichtlich seiner Medienfreiheit als führend und beispielhaft im globalen Kontext.
Dadurch soll in der Arbeit die Klage der Einheimischen über den
demokratiefeindlichen Einfluss des Fernsehens auf ihren Wahrheitsgehalt hin
überprüft werden. Anschließend sollen anhand der Ergebnisse der Analyse die
Zukunftsperspektiven des mongolischen Fernsehens herausgefunden und durch das
Fazit abgerundet werden.
5
2. Begriffsbestimmung Fernsehsystem
Das Fernsehsystem aus medienwissenschaftlicher Sicht
Das Fernsehen als ein Medium (von lat. medius = das Mittlere, der Vermittelnde) ist
in erster Linie ein Kommunikationsmittel der Menschen.
Aus medientheoretischer Sicht versteht man unter einem Medium
- ,,Vermittlungsträger von Informationen" (Horn/Kerner),1
- ,,Informationsvermittler zwischen Quelle und Senke" (Fluckiger),2
- ,,den Mittler und bilden eine Sphäre der Vermittlung" (Winkler)3
und es ist einer der ,,institutionalisierte[n] Kommunikationskanäle" (Saxer,
Kommunikationswissenschaft)4. Diese Arbeit baut auf einem
kommunikationswissenschaftlich geprägten Medienbegriff auf, welcher sich auf
Massenmedien darunter, wie in diesem Fall, das Fernsehen konzentriert.
Die gesellschaftliche Bedeutung des Fernsehens nimmt im alltäglichen und
politischen Leben der Mongolei stetig zu. Neben der Presse ist es für die meisten
Menschen bereits heute die wichtigste Informationsquelle und für viele, gerade
Angehörige der unteren Gesellschaftsschichten, oftmals die Einzige.
Der Grund für die zunehmende Bedeutung des Fernsehens ist die Übertragung von
Informationen mit Hilfe von Bildern. In medienwissenschaftlichen Untersuchungen
stellte man fest, dass ein Mensch sich von den Informationen, die er visuell
wahrgenommen hat, 60% bis 80% einprägen kann. Bei auditiver Wahrnehmung
hingegen wird weniger als die Hälfte der Informationen im Gehirn gespeichert.5
Von Tag zu Tag wächst die Zahl der Zuschauer und auch die durchschnittliche
Sendedauer des Fernsehens verlängert sich. Forscher vermuten, dass auch im
Zeitalter des Internets und digitaler Technologien das Fernsehen ganz vorn auf dem
Medienmarkt vertreten sein wird. Meinungsfreiheit und Freiheit der Medien zählen
demnach zu den wichtigsten Säulen der demokratischen Grundordnung.
1 Christian Horn, Immo Kerner u. a. (Hg.): Lehr- und Übungsbuch Informatik. München 1995.
2 Francois Fluckiger: Multimedia im Netz. München 1996.
3 Hartmut Winkler: Basiswissen Medien. Frankfurt/M. 2008.
4 Ulrich Saxer: Einführung in die Publizistikwissenschaft. Zürich 1994.
5 Vgl.: M. Zulkafil: ,,Orchin ueiin setguul zui". Ulaanbaatar 2007, S.92.
6
Damit die politischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Bereiche eines
demokratischen Landes intakt bleiben, ist die Rolle der Massenmedien an dieser
Stelle unverzichtbar. Denn gerade sie besitzen die Aufgabe zu informieren, an der
Meinungsbildung mitzuwirken sowie Kontrolle und Kritik auszuüben.
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