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Master Thesis, 2006, 93 Pages
Author: M.A. HSG Catherine Baudenbacher
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Tags: Bedeutung, Umsetzung, Issues, Management, Unternehmen
Year: 2006
Pages: 93
Grade: 5,25
Bibliography: ~ 74 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-23678-7
ISBN (Book): 978-3-640-23867-5
File size: 327 KB
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Abstract
Eine langfristig erfolgreiche Existenz von Unternehmen ist nicht ohne externe Verantwortlichkeit möglich und unternehmerischer Erfolg hängt zunehmend davon ab, inwieweit sich Unternehmen gegenüber Anspruchsgruppen legitimieren können. Im Rahmen der Organisationspolitik gewinnt deshalb das Management kommunikativer Beziehungen zu Anspruchsgruppen an Relevanz. An dieser Stelle setzt das Issues Management an, indem es auf Basis einer systematischen Beobachtung relevanter Umweltbereiche entscheidungsrelevante Informationen über mögliche Themen und Erwartungen von Anspruchsgruppen liefert, die die Handlungsspielräume des Unternehmens und die Erreichung ihrer Ziele tangieren können. Issues Management ermöglicht eine proaktive Auseinadersetzung mit konflikthaltigen Sachverhalten und unterstützt das Unternehmen bei der Bewältigung von Ungewissheit und Risiko.
Excerpt (computer-generated)
Universität St. Gallen
Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften
Master-Arbeit
Bedeutung und Umsetzung von
Issues Management in Unternehmen
verfasst von:
Catherine Baudenbacher
St. Gallen, 12.06.2006
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1
Einleitung 1
1.1
Problemstellung 1
1.2
Abgrenzung 2
1.3
Zielsetzung 2
1.4
Vorgehensweise 3
2
Theoretische Grundlagen des Issues Managements 4
2.1
Begriffsklärung: Issues 4
2.1.1
Lebenszyklus eines Issue 6
2.1.2
Klassifizierung von Issues 8
2.2
Begriffsdefinition: Issues Management 9
2.2.1
Prozessablauf 11
2.2.2
Rollen, Funktionen und Verantwortungsbereiche 13
2.2.3
Technologische Unterstützung 14
2.3
Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen 15
2.3.1
Stand der aktuellen Literatur 15
2.3.2
Hypothesenbildung 16
3
Methodisches Vorgehen 19
3.1
Methode der Datenerhebung 19
3.1.1
Web-Survey 19
3.1.2
Der Fragebogen 21
3.2
Untersuchungsgegenstand 23
3.2.1
Grundgesamtheit und Stichprobe 23
3.2.2
Stichprobenbildung 24
3.3
Durchführung 27
4
Diskussion der Ergebnisse 28
4.1
Struktur der Stichprobe 28
4.2
Bedeutung und Einsatz des Issues Managements 31
4.2.1
Branchenzugehörigkeit 31
4.2.2
Unternehmensgrösse 32
4.2.3
Internationalität 33
4.2.4
Zwischenfazit 35
4.3
Organisatorische Verankerung und Verknüpfung des Issues Managements 36
4.4
Umsetzungsdauer und Prozessstrukturierung 38
4.5
Suche und Identifikation von potenziellen Issues 40
4.5.1
Verwendung von vordefinierten Kriterien 40
4.5.2
Medien 40
4.5.3
Mitarbeiter 43
I
Inhaltsverzeichnis
4.6
Bewertung der Issues 46
4.6.1
Analyse der identifizierten Issues 46
4.6.2
Priorisierung und Selektion der identifizierten Issues 47
4.7
Rollen, Funktionen und Verantwortungsbereiche 50
4.8
Technologische Unterstützung 52
4.9
Systematisches Issues Management 53
4.9.1
Haupthypothese: Mitarbeiter 54
4.9.2
Haupthypothese: Medien 56
4.9.3
Unterhypothese 1: Sensible Branche 58
4.9.4
Unterhypothese 2: Internationalität 59
5
Implikationen für das Management 60
5.1
Organisatorische Massnahmen 60
5.1.1
Prozessstrukturierung 60
5.1.2
Rollen, Funktionen und Verantwortungsbereiche 60
5.1.3
Technologische Unterstützung 61
5.2
Prozessphase der Suche und Identifikation von Issues 61
5.2.1
Verwendung von vordefinierten Kriterien 61
5.2.2
Medien 62
5.2.3
Mitarbeiter 63
5.3
Prozessphase der Bewertung der identifizierten Issues 63
5.4
Schlussbetrachtung 65
Literaturverzeichnis VI
Anhang XI
A. Fragebogen XI
A.1.
Anschreiben zur Verteilung des Online-Fragebogens XI
A.2.
Online-Fragebogen XII
B. Häufigkeiten XX
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Issue-Lebenszyklus-Modell 8
Abb. 2 Issues Management Prozessablauf 13
Abb. 3 Branchen, die Issues Management einsetzen 32
Abb. 4 Grösse von Unternehmen, die Issues Management einsetzen 33
Abb. 5 Umsatzanteil im Ausland und Einsatz von Issues Management 34
Abb. 6 Mitarbeiteranteil im Ausland und Einsatz von Issues Management 35
Abb. 7 Organisatorische Verankerung des Issues Managements 36
Abb. 8 Organisatorische Verknüpfung des Issues Managements 38
Abb. 9 Prozessstrukturierung und Umsetzungsdauer 39
Abb. 10 Bedeutungsunterschiede der Medien bei der Suche und Identifikation 42
Abb. 11 Unternehmensgrösse und Mitarbeiteranzahl 44
Abb. 12 Unternehmensbereiche der involvierten Mitarbeiter 45
Abb. 13 Analyse identifizierter Issues 47
Abb. 14 Priorisierung und Selektion identifizierter Issues 49
Abb. 15 Rollen und Verantwortungsbereiche 51
Abb. 16 Technologische Unterstützung 53
Abb. 17 Mitarbeiteranzahl und Systematik des Issues Managements 55
Abb. 18 Medien und Systematik des Issues Managements 57
III
Tabellenverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Tab. 1 Klassifizierungskriterien 9
Tab. 2 Zentrale Rollen und Funktionen im Issues Management Prozess 14
Tab. 3 Vor- und Nachteile einer Online-Befragung 21
Tab. 4 Struktur der Stichprobe 30
Tab. 5 Systematisches Issues Management Verfahren und Branchenzugehörigkeit 58
Tab. 6 Systematisches Issues Management Verfahren und Internationalität 59
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
%
Prozent
Abb.
Abbildung
Anz.
Anzahl
bzw.
beziehungsweise
d.h.
das
heisst
E-
elektronisch
et
al.
et
alii
f. folgende
ff.
fortfolgende
HR
Human
Resource
Hrsg.
Herausgeber
HTML
Hypertext
Markup
Language
IT
Informationstechnologie
Kap.
Kapitel
n Stichprobenumfang
NGO
Non
Governmental
Organization
No.
number
NZZ
Neue
Züricher
Zeitung
PR
Public Relations
R&D
Research
and
Development
resp.
respektive
S.
Seite
SPSS
Statistical
Product
and
Service
Solution
SWX
Swiss
Exchange
Tab.
Tabelle
u.a.
unter
anderem
US
United
States
of
America
USA
United
States
of
America
vgl.
vergleiche
WWW
World
Wide
Web
z.B.
zum Beispiel
zit.
zitiert
V
Einleitung
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Häufig beschriebene Faktoren, wie etwa die steigende Komplexität und Dynamik von Um-
weltbedingungen, die Globalisierung, der gesellschaftliche Wertewandel und Pluralismus,
haben klar gemacht, dass langfristiger ökonomischer Erfolg von Unternehmen nicht nur über
,,marktorientierte Geschäftstätigkeit" zu erzielen ist, sondern den Einbezug des gesellschaftli-
chen Umfelds notwendig macht.1 Zudem führt die ,,gesellschaftliche Exponiertheit" von Un-
ternehmen zu einer ständigen Beobachtung durch verschiedene Gruppen aus der Öffentlich-
keit und zu latenten Konfliktherden mit Interessengruppen, die jederzeit gefährlich werden
können.2 Das Erreichen von Unternehmenszielen wird daher von den Interessen der Öffent-
lichkeit beeinflusst und individuellen Anspruchsgruppen gelingt es immer mehr, die Medien
und eine breite Öffentlichkeit für ihre Anliegen zu mobilisieren. Wenn diese Anliegen ignoriert
oder unterschätzt werden, drohen ökonomische Konsequenzen, wie beispielsweise Konsum-
Boykotte oder Vorschriften für Produktion oder Vermarktung. Vertrauens- und Glaubwürdig-
keitsverluste sowie Imageschäden können folgen.3 Eine langfristig erfolgreiche Existenz von
Unternehmen ist daher nicht ohne externe Verantwortlichkeit möglich und unternehmerischer
Erfolg hängt zunehmend davon ab, inwieweit sich Unternehmen gegenüber Anspruchsgrup-
pen legitimieren können.4
Im Rahmen der Organisationspolitik gewinnt deshalb das Management kommunikativer Be-
ziehungen zu Anspruchsgruppen an Relevanz. An dieser Stelle setzt das Issues Manage-
ment an, indem es auf Basis einer systematischen Beobachtung relevanter Umweltbereiche
entscheidungsrelevante Informationen über mögliche Themen und Erwartungen von An-
spruchsgruppen liefert, die die Handlungsspielräume des Unternehmens und die Erreichung
ihrer Ziele tangieren können. Issues Management ermöglicht eine proaktive Auseinaderset-
zung mit konflikthaltigen Sachverhalten und unterstützt das Unternehmen bei der Bewälti-
gung von Ungewissheit und Risiko.5
In diesem Zusammenhang stellt sich die folgende Frage: Welche Bedeutung hat das Issues
Management für Unternehmen und wie erfolgt die Umsetzung des Issues Management in
Unternehmen? Aus dieser Problemstellung ergibt sich unmittelbar die nachstehende For-
schungsaufgabe, enthalten in der folgenden Fragestellung:
,,Wie muss der Issues Management Prozess gestaltet sein und umgesetzt wer-
den, damit ein Unternehmen aufkommende relevante Issues frühzeitig erkennen,
evaluieren und managen kann und dadurch das Issues Management als ein er-
folgreiches Instrument eingesetzt werden kann?"
1 Röttger 2001b, S. 15.
2 Rolke 2001, S. 235.
3 Ries & Wiedemann 2003, S. 15.
4 Röttger 2001b, S. 15.
5 Röttger 2001b, S. 15; S. 11.
1
Einleitung
1.2 Abgrenzung
Damit sich die vorliegende Studie nicht in Details verliert, werden die folgenden Abgrenzun-
gen vorgenommen:
Es wird ausschliesslich das Konzept des Issues Management betrachtet. Daher werden an-
dere Theorien, die auch die kommunikativen Beziehungen zu Anspruchsgruppen untersu-
chen, weggelassen. Ausserdem wird nur die Web-Survey als Datenerhebungsmethode dis-
kutiert. Weitere Methoden werden weder erwähnt noch ausgeführt. Diese Abgrenzungen
erfolgen, weil die vorliegende Studie das Issues Management Verfahren mit Hilfe einer Web-
Survey untersucht.
Die vorliegende Untersuchung kann, wegen begrenzter Forschungskapazitäten, nicht in
Form einer Vollerhebung erfolgen, sondern fokussiert sich auf die Untersuchung einer eigens
erarbeiteten Stichprobe. Diese Stichprobe sollte sich aber dennoch bei der Untersuchung der
Bedeutung und Umsetzung des Issues Managements in Unternehmen auf einen möglichst
aussagekräftigen Ausschnitt der Unternehmenslandschaft beziehen. Die Untersuchungsein-
heiten sind mit einem selber entwickelten mehrstufigen Verfahren ausgewählt worden. Der
Fokus der Untersuchung liegt, aufgrund der sprachlichen Gemeinsamkeit und der räumli-
chen Nähe, auf Unternehmen mit einem Sitz im deutschsprachigen Raum. Da kein vollstän-
diges Verzeichnis der E-Mail Adressen der Unternehmen mit einem Sitz in der Schweiz,
Deutschland oder Österreich vor der Erhebung zur Verfügung stand, wurde auf der Grundla-
ge von vier verschiedenen Unternehmensverzeichnissen die Stichprobe selber gebildet: Die
Zusammenstellung der ,,Top500 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz"6
und die Verzeichnisse aller börsenkotierten Unternehmen der Schweiz, Deutschlands und
Österreichs wurden als Basis-Datenbank herangezogen.7
1.3 Zielsetzung
Das allgemeine Ziel der vorliegenden Studie liegt in der Erfassung der Bedeutung und Um-
setzung des Issues Management in Unternehmen. Zudem soll hinsichtlich der aufgeworfe-
nen Forschungsfrage eine Antwort gefunden werden (vgl. Kap. 1.1). Im Speziellen soll der
Schwerpunkt auf der Überprüfung der aufgestellten Haupt- und Unterhypothesen liegen (vgl.
Kap. 2.3.2).
Damit diese Ziele erreicht werden können, wird zu Beginn theoretisch besprochen, wie ein
systematischer Issues Management Prozess gestaltet sein und umgesetzt werden muss,
damit Issues Management als erfolgreiches Instrument eingesetzt werden kann. Ausserdem
soll mit Hilfe einer Online-Befragung die Bedeutung und Umsetzung des Issues Management
Verfahrens in Unternehmen untersucht werden, mit dem Ziel, die Haupt- und Unterhypothe-
sen bezüglich ihrer Umsetzung und Bedeutung in der Praxis zu überprüfen. Schliesslich soll
der Handlungsbedarf im Bereich Issues Management für die untersuchten Unternehmen
aufgezeigt werden.
6 The Top500 of all Countries of Europe. The largest companies in Germany, Austria or Switzerland.
7 SWX Swiss Exchange. Homepage der Schweizer Börse/Deutsche Börse Group. Homepage der Deutschen
Börse/Wiener Börse. Homepage der Wiener Börse.
2
Einleitung
1.4 Vorgehensweise
Um ein Verständnis der Thematik zu erhalten, werden die theoretischen Grundlagen des
Issues Management Verfahrens erläutert. Auf der Basis dieser theoretischen Grundlagen
und einem kurzen Abriss der aktuellen Fachliteratur werden die Hypothesen gebildet. Zudem
werden das methodische Vorgehen der Untersuchung, im Speziellen die Web-Survey als
Datenerhebungsmethode, sowie der Untersuchungsgegenstand und die Durchführung um-
fassend besprochen. Der theoretische Teil der Arbeit basiert auf der themenspezifischen
Kernliteratur.
Die aus dem Theorieteil gewonnenen Erkenntnisse werden mit Hilfe einer Online-Befragung
in der definierten Stichprobe im Hinblick auf die heutige Relevanz in der Praxis untersucht.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der anschliessenden Diskussion der gewonnenen Er-
gebnisse der Studie und der Diskussion der sich daraus ergebenden Implikationen für das
Management.
Damit sich die vorliegende Arbeit nicht in uneffizienter Weise zu unwichtigen Details hinwen-
det, wird im Sinne der Vereinfachung für Personen ausschliesslich die männliche Form ver-
wendet. Dadurch sollen sich die weiblichen Leserinnen aber keineswegs ausgeschlossen
fühlen.
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