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Untertitel: Eine Analyse von Methoden und Ergebnissen empirischer Sozialforschung
Diplomarbeit, 2008, 109 Seiten
Autor: Diplom-Volkswirtin Vesile Güzel
Fach: Wirtschaft - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Details
Tags: Einbürgerung, Migrantinnen, Migranten
Jahr: 2008
Seiten: 109
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 70 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-23775-3
Dateigröße: 693 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In dieser Arbeit werden die Gründe bzw. Motive der türkischen Migrantinnen und Migranten für eine Einbürgerung in Deutschland herausgearbeitet. Dafür werden quantitative und qualitative empirische Untersuchungen, in denen dieses Thema bearbeitet wurde, herangezogen. Ziel der Arbeit ist es, die Methoden in den quantitativen und qualitativen Untersuchungen zu analysieren, deren Ergebnisse miteinander zu vergleichen, auf Defizite zu verweisen und Empfehlungen für zukünftige Forschungsvorhaben abzugeben. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil soll ein allgemeines Hintergrundwissen über die türkische Bevölkerung sowie über die rechtliche Lage hinsichtlich der Staatsangehörigkeit und der Einbürgerung gewährleisten. Dies soll eine Erleichterung für die Interpretation der Ergebnisse aus den empirischen Untersuchungen im zweiten Teil sein und zum besseren Verständnis beitragen. Bevor ich mit dem methodischen Teil II der Arbeit anfange, werde ich in Teil I im ersten Abschnitt einen Überblick über die soziale, wirtschaftliche und politische Lage der Türkei seit 1950 verschaffen, die durch drei Militärputsche geprägt ist. Ziel ist, den Hintergrund für die Emigrationsbewegungen in die BRD und den Verbleib der türkischen Migrantinnen und Migranten, meiner Fokusgruppe, in der BRD zu veranschaulichen. Im zweiten Abschnitt wird ein Überblick über die türkische Migration in die BRD seit 1950 gegeben. Dabei werden die einzelnen Phasen der Migration beschrieben. Die zusammenfassende Bewertung im dritten Abschnitt schildert die Verbleibeabsichten und Rückkehrpläne der türkischen Migrantinnen und Migranten, deren Integration durch die erleichterte Einbürgerung gefördert werden sollte. Der vierte Abschnitt bildet die rechtlichen Grundlagen, beginnend mit der Definition und den Möglichkeiten des Erwerbs einer Staatsangehörigkeit. Dabei werden die gesetzlichen Änderungen im Einbürgerungsrecht ab 1990 sowie die Mindestvoraussetzungen für eine Anspruchs- und Ermessenseinbürgerung vor und nach der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2000 dargestellt. Ergänzend wird das türkische Staatsangehörigkeitsrecht als Vergleich herangezogen, da die Regelungen im türkischen und deutschen Recht Unterschiede aufweisen. Abschließend werden Mehrstaatigkeit in Deutschland und der Türkei aufgrund der Diskrepanzen einander gegenübergestellt.
Textauszug (computergeneriert)
Die Einbürgerung türkischer Migrantinnen und Migranten:
eine Analyse von Methoden und Ergebnisse
empirischer Sozialforschung
Diplomarbeit
für die Prüfung für Diplom-Volkswirte
eingereicht beim Prüfungsausschuss für Diplom-Volkswirte
der
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der
Universität Heidelberg
2008
Verfasserin: Vesile Güzel
[...]
„Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen.
Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustande wie ein Mensch.
Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art
und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals.
Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist,
während ein Mensch noch so gut sein kann
und doch nicht anerkannt wird…
Man kann sagen, der Mensch ist nur der mechanische Halter des Passes.“
Bertold Brecht – Flüchtlingsgespräche
Einleitung – Aufbau der Arbeit
In dieser Arbeit werden die Gründe bzw. Motive der türkischen Migrantinnen und Migranten für eine Einbürgerung in Deutschland herausgearbeitet. Dafür werden quantitative und quali-tative empirische Untersuchungen, in denen dieses Thema bearbeitet wurde, herangezogen. Ziel der Arbeit ist es, die Methoden in den quantitativen und qualitativen Untersuchungen zu analysieren, deren Ergebnisse miteinander zu vergleichen, auf Defizite zu verweisen und Empfehlungen für zukünftige Forschungsvorhaben abzugeben.
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil soll ein allgemeines Hin-tergrundwissen über die türkische Bevölkerung sowie über die rechtliche Lage hinsichtlich der Staatsangehörigkeit und der Einbürgerung gewährleisten. Dies soll eine Erleichterung für die Interpretation der Ergebnisse aus den empirischen Untersuchungen im zweiten Teil sein und zum besseren Verständnis beitragen.
Bevor ich mit dem methodischen Teil II der Arbeit anfange, werde ich in Teil I im ersten Abschnitt einen Überblick über die soziale, wirtschaftliche und politische Lage der Türkei seit 1950 verschaffen, die durch drei Militärputsche geprägt ist. Ziel ist, den Hintergrund für die Emigrationsbewegungen in die BRD und den Verbleib der türkischen Migrantinnen und Migranten, meiner Fokusgruppe, in der BRD zu veranschaulichen. Im zweiten Abschnitt wird ein Überblick über die türkische Migration in die BRD seit 1950 gegeben. Dabei werden die einzelnen Phasen der Migration beschrieben. Die zusammenfassende Bewertung im dritten Abschnitt schildert die Verbleibeabsichten und Rückkehrpläne der türkischen Migrantinnen und Migranten, deren Integration durch die erleichterte Einbürgerung gefördert werden sollte. Der vierte Abschnitt bildet die rechtlichen Grundlagen, beginnend mit der Definition und den Möglichkeiten des Erwerbs einer Staatsangehörigkeit. Dabei werden die gesetzlichen Ände-rungen im Einbürgerungsrecht ab 1990 sowie die Mindestvoraussetzungen für eine Anspruchs- und Ermessenseinbürgerung vor und nach der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2000 dargestellt. Ergänzend wird das türkische Staatsangehörigkeitsrecht als Vergleich herangezogen, da die Regelungen im türkischen und deutschen Recht Unterschiede aufweisen. Abschließend werden Mehrstaatigkeit in Deutschland und der Türkei aufgrund der Diskrepanzen einander gegenübergestellt. Mit dem Blick auf die Einbürgerungszahlen meiner Fokusgruppe seit Ende der 1980er im fünften Abschnitt und einem Zwischenfazit geht meine Arbeit in den zweiten Teil über.
Der zweite Teil der Arbeit stellt die bislang in Deutschland vorgenommenen quantitativen und qualitativen Untersuchungen über die Einbürgerungsmotive türkischer Migrantinnen und Migranten vor. Dabei handelt es sich um die beiden repräsentativen Querschnittsbefragungen im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung (BMA) aus den Jahren 1995 und 2001, um die repräsentative Panelbefragung und einmalige Befragung, beide vom Zentrum für Türkeistudien (ZfT) jeweils aus dem Jahr 2000. Ferner widme ich mich den Untersuchungen qualitativer Art von Tanja Wunderlich aus dem Jahr 2005 und Kathrin Prümm ab Mitte der 1990er.
Dabei werde ich zunächst, vor der Darstellung der Untersuchungen, im sechsten Abschnitt eine kurze Einführung in die empirische Sozialforschung geben und dabei den Grundgedanken quantitativer und qualitativer Sozialforschung erläutern. Anschließend erfolgt der Blick auf die Methoden in der empirischen Sozialforschung. Dabei werde ich mich auf quantitative und qualitative Methoden beschränken, die in den zu analysierenden empirischen Untersuchungen eingesetzt wurden. Die jeweilige Darstellung beginnt zunächst mit der Vorstellung der Methoden für die Auswahl der Untersuchungseinheiten, dem folgen Datenerhebung, Datenaufbereitung und schließlich die Datenanalyse. Dabei werde ich allgemeine Vor- und Nachteile der behandelten Methoden erläutern.
Die Erläuterung dieser Methoden soll eine theoretische Grundlage für die methodische Analyse der quantitativen und qualitativen Untersuchungen im siebten Abschnitt bilden. Dafür werde ich zuerst die Untersuchungen und anschließend die Methoden vorstellen. Alle Darstellungen werden dabei kritisch beleuchtet, indem spezifisch auf die empirischen Untersuchungen bezogene Kritikpunkte in der Methodenkritik herausgearbeitet werden. Schließlich erfolgt im achten Abschnitt die Darstellung der Ergebnisse der empirischen Untersuchungen. Dabei werde ich die Einbürgerungsmotive der türkischen Migrantinnen und Migranten nach quantitativen und qualitativen Untersuchungen trennen und anschließend die Ergebnisse vergleichen. Ein abschließendes Fazit rundet die Arbeit ab.
[...]
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