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Buchwissenschaft als Medienwissenschaft – Die Inhaltsanalyse als mögliche Methode der Buchwissenschaft

Hauptseminararbeit, 2008, 31 Seiten
Autor: Cecilia Timoteo
Fach: Buchwissenschaft

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2008
Seiten: 31
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 26  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V120399
ISBN (E-Book): 978-3-640-24184-2
ISBN (Buch): 978-3-640-24542-0

Zusammenfassung / Abstract

„Die Medienwissenschaft hat zum Buch ein gespaltenes Verhältnis.“ Wie Hicketier feststellt nimmt das Buch innerhalb einer auf die technisch-apparativen Medien ausgerichteten Medienwissenschaft keinen nennenswerten Rang ein. Dies hat einerseits historische Gründe, andererseits beruht es auch auf eine wissenschaftsstrategische Pragmatik der Universitätsdisziplinen, die restriktiven politischen Planungsvorhaben unterliegen und eine Konzentration auf bestimmte Kernbereiche anstreben. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist es, die empirische Methode der Inhaltsanalyse – eine der gängigsten Methoden, die in der Medien- bzw. Kommunikationswissenschaft Verwendung findet – vorzustellen und mögliche Anwendungsgebiete für die Buchwissenschaft zu erarbeiten. Zunächst wird einleitend die Definition des Mediums erläutert. Darüber hinaus erfolgt – trotz einer prekären Definition – die Vorstellung der Medienwissenschaft als universitäre Disziplin. In diesem Zusammenhang werden historische Aspekte des Universitätsfachs, die Aufgabenbereiche und auch mögliche Ausrichtungen des Fachs vorgestellt. Den Hauptteil der vorliegenden Arbeit bildet die Vorstellung der quantitativ-qualitativen Inhaltsanalyse . Zuvor wird das Methodenspektrum, das in der Kommunikations- und Medienwissenschaft Verwendung findet, kurz vorgestellt, um einen groben Überblick über die Arbeitsweisen und Definitionen darzustellen. Vor dem Hintergrund dieses methodischen Rahmens wird Theorie der Inhaltsanalyse im Hinblick auf die Definition, die Zielsetzungen und Charakteristika behandelt. Darüber hinaus wird die konkrete Durchführung anhand der unterschiedlichen Entwicklungsphasen und zahlreichen praktischen Beispiel praxisnah vorgestellt. Abschließend wird die Anwendbarkeit der Inhaltsanalyse auf buchwissenschaftliche Belange anhand konkreter und praktischer Beispiele bzw. Vorschläge dargestellt. [...]


Textauszug (computergeneriert)

Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Institut für Buchwissenschaft

Hauptseminar: Theorien und Methoden der Buchwissenschaft

Buchwissenschaft als Medienwissenschaft ­ Die

Inhaltsanalyse als mögliche Methode der

Buchwissenschaft

Cecília Dos Reis Timóteo

Studienfächer: Romanische Philologie (Portugiesisch, Französisch)

Buchwissenschaften


Buchwissenschaft als Medienwissenschaft ­ Die Inhaltsanalyse als

mögliche Methode der Buchwissenschaft

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

3

2 Was ist ein Medium?

5

3 Definition

der

Medienwissenschaften

8

4 Methoden der Medienwissenschaften

12

5 Inhaltsanalyse

15

5.1 Definition und Zielsetzung 15

5.2 Vorteile und Kritik 15

5.3 Methodische Umsetzung 18

5.3.1 Planungsphase 18

5.3.2 Entwicklungsphase 18

5.3.3 Testphase 23

5.3.4 Anwendungsphase und Auswertung 23

6 Anwendungsmöglichkeiten für die Buchwissenschaft

24

7 Schlußwort

26

8 Bibliographie

28

Institut für Buchwissenschaft

Cecília Dos Reis Timóteo

Seite 1


Buchwissenschaft als Medienwissenschaft ­ Die Inhaltsanalyse als

mögliche Methode der Buchwissenschaft

Verzeichnis der Tabellen und Abbildungen

Tabelle 1: Ausrichtungen der Medienwissenschaften 10

Abbildung 1: Übersicht über die Methoden 14

Abbildung 2: Konkretes Beispiel für den Codiervorgang 21

Abbildung 3: Codebuch 22

Institut für Buchwissenschaft

Cecília Dos Reis Timóteo

Seite 2


Buchwissenschaft als Medienwissenschaft ­ Die Inhaltsanalyse als

mögliche Methode der Buchwissenschaft

1 Einleitung

,,Die Medienwissenschaft hat zum Buch ein gespaltenes Verhältnis, obwohl das

Buch auch heute noch ein Basismedium kultureller Weltaneignung und

Weltverständigung ist. Das Verhältnis der Medienwissenschaft zum Buch ist

weitgehend ungeklärt, weil es kaum thematisiert wird."1

Wie Hicketier feststellt nimmt das Buch innerhalb einer auf die technisch-

apparativen Medien ausgerichteten Medienwissenschaft keinen nennenswerten

Rang ein. Dies hat einerseits historische Gründe, andererseits beruht es auch auf

eine wissenschaftsstrategische Pragmatik der Universitätsdisziplinen, die

restriktiven politischen Planungsvorhaben unterliegen und eine Konzentration auf

bestimmte Kernbereiche anstreben.2 Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist es,

die empirische Methode der Inhaltsanalyse ­ eine der gängigsten Methoden, die in

der Medien- bzw. Kommunikationswissenschaft Verwendung findet ­

vorzustellen und mögliche Anwendungsgebiete für die Buchwissenschaft zu

erarbeiten.

Zunächst wird einleitend die Definition des Mediums erläutert. Darüber

hinaus erfolgt ­ trotz einer prekären Definition ­ die Vorstellung der

Medienwissenschaft als universitäre Disziplin. In diesem Zusammenhang werden

historische Aspekte des Universitätsfachs, die Aufgabenbereiche und auch

mögliche Ausrichtungen des Fachs vorgestellt.

Den Hauptteil der vorliegenden Arbeit bildet die Vorstellung der quantitativ-

qualitativen Inhaltsanalyse3. Zuvor wird das Methodenspektrum, das in der

Kommunikations- und Medienwissenschaft Verwendung findet, kurz vorgestellt,

um einen groben Überblick über die Arbeitsweisen und Definitionen darzustellen.

Vor dem Hintergrund dieses methodischen Rahmens wird Theorie der

Inhaltsanalyse im Hinblick auf die Definition, die Zielsetzungen und

Charakteristika behandelt. Darüber hinaus wird die konkrete Durchführung

anhand der unterschiedlichen Entwicklungsphasen und zahlreichen praktischen

Beispiel praxisnah vorgestellt.

1 Vgl. Hickethier, Knut (2004), ,,Ist das Buch überhaupt ein Medium? Das Buch in

der Medienwissenschaft." in:

Buchwissenschaft ­ Medienwissenschaft: Ein Symposion.

Kerlen, Dietrich (Hrsg.) Wiesbaden, S. 39.

2 Vgl. ebd., S. 57f.

3 Es handelt sich hier zwar um ein Datenerhebungsverfahren, es ist also quantitativ. Jedoch,

sobald Daten vorhanden sind, müssen diese durch Stichproben interpretiert werden ­ dies ist

also qualitativ.

Institut für Buchwissenschaft

Cecília Dos Reis Timóteo

Seite 3


Buchwissenschaft als Medienwissenschaft ­ Die Inhaltsanalyse als

mögliche Methode der Buchwissenschaft

Abschließend wird die Anwendbarkeit der Inhaltsanalyse auf

buchwissenschaftliche Belange anhand konkreter und praktischer Beispiele bzw.

Vorschläge dargestellt.

Die Methodik der Inhaltsanalyse betreffend gibt es durchaus ausreichende

theoretische Ausführungen.4 Die Zahl der durchgeführten praktischen

Untersuchungen ist zwar sehr zahlreich, jedoch sind diese entweder

unveröffentlicht oder nicht ausreichend dokumentiert.5 Werner Frühs

Inhaltsanalyse ­ Theorie und Praxis

verbindet theoretische und praktische

Aspekte miteinander und bildet auf Grund der theoretisch fundierten

Ausführungen und der verständlichen praktischen Beispiele die Grundlage für die

vorliegende Arbeit. Darüber hinaus sind die Werke

Methoden der empirischen

Kommunikationsforschung: eine Einführung

von Hans-Bernd Brosius/Friederike

Koschel,

Empirische Sozialforschung ­ Grundlagen Methoden Anwendungen

von

Andreas Diekmann,

Medieninhaltsforschung ­ Grundlagen, Methoden,

Anwendungen

von Heinz Bonfadelli und schließlich Gebhard Ruschs

Einführung

in die Medienwissenschaft

besonders erwähnenswert, da sich hier vor allem

Informationen zum Methodenspektrum befinden. Die Aufsätze von Knut

Hicketier, Dietrich Kerlen und Ulrich Saxer im Rahmen des Symposions

Buchwissenschaft ­ Medienwissenschaft sind vor allem im Hinblick auf die

Stellung der Buchwissenschaft und die Aufgabenbereiche der

Medienwissenschaft relevant.

4 Vgl. Früh, Werner (1998)

,

Inhaltsanalyse ­ Theorie und Praxis.

Konstanz, S. 7.

5 Vgl. ebd., S. 7.

Institut für Buchwissenschaft

Cecília Dos Reis Timóteo

Seite 4


Buchwissenschaft als Medienwissenschaft ­ Die Inhaltsanalyse als

mögliche Methode der Buchwissenschaft

2

Was ist ein Medium?

Obwohl es sich bei dem Begriff

Medium

um einen Basisbegriff der

Medienwissenschaft handelt, wird dieser aufgrund der ihm zugrunde liegenden

Komplexität und Vernetztheit alles andere als eindeutig gebraucht.6

Medium

bezeichnet einerseits die Gesamtheit der Inhalte von Medien und

andererseits das Transportmittel dieser Medieninhalte. Allerdings steht

alltagssprachlich die ,,Übertragungstechnik als instrumenteller Bezug zur

Kommunikation" im Vordergrund.7 Diese technische Mediendefinition sieht

Medien als Mittel zur Übertragung und Verbreitung jeglicher Art von Information

in unterschiedlichen Kommunikationssituationen in Form von Sprache, Schrift,

Bilder, Musik oder nonverbalen Verständigungsweisen. 8 Im engeren Sinn handelt

es sich hierbei auch um technisch bestimmte Kommunikationskanäle wie

beispielsweise Druck, Photographie, Film, Hörfunk und Fernsehen, Schallplatte,

Tonband und auch elektronische Medien.9

Medien können nach unterschiedlichen Merkmalen klassifiziert werden:

nach den technischen Anforderungen, der Kommunikationssituation, der Funktion

und den Sinnesbereichen, die von ihnen angesprochen werden.10

Bei der Untergliederung nach technischen Kriterien dienen die jeweils

benutzten technischen Hilfsmittel auf Sender- oder Empfängerseite als Kriterium.

Es werden Primär-, Sekundär-, Tertiärmedien und Quartärmedien unterschieden.

Während Primärmedien ganz ohne den Einsatz technischer Hilfsmittel

auskommen (z.B. Gespräch von Angesicht zu Angesicht, Theater) benutzt bei

Sekundärmedien der Sender technische Hilfsmittel und der Rezipient nicht (z.B.

Printmedien). Bei Tertiärmedien verwenden beide Kommunikationspartner

technische Hilfsmittel (z.B. Hörfunk, Fernsehen, Abspielen einer CD/DVD).

Quartäre Medien zeichnen sich dadurch aus, dass sich im Zuge der Digitalisierung

und Vernetzung (z.B. Internet) einerseits die traditionelle Aufteilung in Sender

und Empfänger aufweichen und zum anderen durch die Multimedialisierung alle

6

Vgl. Bonfadelli, Heinz (2002), Medieninhaltsforschung ­ Grundlagen, Methoden,

Anwendungen. Stuttgart, S. 11.

7 Vgl. ebd., S. 12.

8 Vgl. http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_721536806/Medien.html

9 Vgl. ebd.

10 Vgl. ebd.

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Cecília Dos Reis Timóteo

Seite 5



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