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Termpaper, 2007, 22 Pages
Author: Franziska Linkner
Subject: English - Grammar, Style, Working Technique
Details
Institution/College: University of Rostock (Anglistik/ Amerikanistik)
Tags: Theorie, Praxis, Vermittlung, Stoffes, Englischunterricht, Vermittlung, Aneignung
Year: 2007
Pages: 22
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-24733-2
ISBN (Book): 978-3-640-24774-5
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Abstract
Vielen Schülern erscheint die Grammatikarbeit im Fremdsprachenunterricht langweilig oder leblos. Für sie ist es oft nur ein abstraktes Gebilde, das anscheinend nicht wirklich Sinn macht. Dass aber das komplette Gegenteil der Fall ist, wird Ihnen sicher erst bewusst, wenn es wirklich zur Anwendung einer Fremdsprache, vielleicht in einem jeweiligen Land, kommt. Diese Hausarbeit soll sowohl einige theoretische Aspekte der Arbeit mit Grammatik im Englischunterricht aufzeigen, als auch ein praktisches Beispiel geben. Das Ziel besteht darin, den Grammatikunterricht aus seinem Schatten zu holen und seine Notwendigkeit einerseits, aber auch Möglichkeiten ihn „spannender“ oder „ lebhafter“ zu gestalten, darzustellen. Um diese Ziele zu erreichen, wird zunächst auf theoretische Aspekte eingegangen: Welche Regeln sollten beim Unterrichten von Grammatik beachtet werden? Was für Methoden gibt es, um den Schülern Grammatik beizubringen? In einem zweiten Teil soll dann der Versuch gewagt werden eine Unterrichtsstunde, in der die Konditionalsätze, die realen Bedingungssätze, eingeführt werden sollen, zu entwerfen. Abschließend wird es ein Fazit geben, das die Ergebnisse dieser Arbeit zusammentragen soll.
Excerpt (computer-generated)
Universität Rostock
Philosophische Fakultät
Institut für Anglistik/ Amerikanistik
PS: Englischunterricht zwischen Vermittlung und Aneignung
Sommersemester 2007
Theorie und Praxis der Vermittlung des
grammatischen Stoffes
Franziska Linkner
LA Gy Englisch/ Spanisch
6. Semester
Abgabedatum: 15.10.2007
Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Einleitung
2
2. Theoretische Aspekte der Vermittlung grammatischen Stoffes
3
2.1
Grundlegende Merkmale und Regeln der Grammatikarbeit
3
2.2
Nachschlagewerke
4
2.3
Lernhilfen
6
2.4
Methodische Verfahren der Vermittlung von Grammatik
6
2.4.1 Das
Induktive
Verfahren
8
2.4.2
Das 5- Phasen Erwerbsmodell von Ziegésar
8
3. Unterrichtsentwurf zur Vermittlung von Grammatik
10
3.1
Grob-
und
Feinziele
der
Unterrichtsstunde
10
3.2
Unterrichtsverlaufsplan
10
3.3
Ablauf
der
Stunde
13
4. Schlussfolgerungen
15
5. Quellenverzeichnis
16
6.
Anlagen 17
1
1. Einleitung
Vielen Schülern erscheint die Grammatikarbeit im Fremdsprachenunterricht langweilig
oder leblos. Für sie ist es oft nur ein abstraktes Gebilde, das anscheinend nicht wirklich
Sinn macht.
Dass aber das komplette Gegenteil der Fall ist, wird Ihnen sicher erst bewusst, wenn es
wirklich zur Anwendung einer Fremdsprache, vielleicht in einem jeweiligen Land, kommt.
Diese Hausarbeit soll sowohl einige theoretische Aspekte der Arbeit mit Grammatik im
Englischunterricht aufzeigen, als auch ein praktisches Beispiel geben.
Das Ziel besteht darin, den Grammatikunterricht aus seinem Schatten zu holen und seine
Notwendigkeit einerseits, aber auch Möglichkeiten ihn ,,spannender" oder ,, lebhafter" zu
gestalten, darzustellen.
Um diese Ziele zu erreichen, wird zunächst auf theoretische Aspekte eingegangen: Welche
Regeln sollten beim Unterrichten von Grammatik beachtet werden? Was für Methoden gibt
es, um den Schülern Grammatik beizubringen?
In einem zweiten Teil soll dann der Versuch gewagt werden eine Unterrichtsstunde, in der
die Konditionalsätze, die realen Bedingungssätze, eingeführt werden sollen, zu entwerfen.
Abschließend wird es ein Fazit geben, das die Ergebnisse dieser Arbeit zusammentragen
soll.
2
2. Theoretische Aspekte der Vermittlung grammatischen Stoffes
2.1 Grundlegende Merkmale und Regeln der Grammatikarbeit
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, erscheint den meisten Schülern der
Grammatikunterricht ,,langweilig" oder ,,trocken". Nach Meinung von Experten könnte
dies an der traditionellen Unterrichtsmethode von ,,presentation, practice, and production
approach"1, kurz auch PPP genannt, liegen. Demnach wird der grammatikalische Aspekt
dem Lerner nur durch wenig authentische und auch zu durchstrukturierte Schulbuchtexte,
in denen der Inhalt sehr unrealistisch und wenig motivierend präsentiert wird, vorgestellt.
Doch die Forschung hat herausgefunden, dass dies einfach nicht genügt, sondern dass
Lerner vorformulierte Sprachkonzepte brauchen, und einzelne Wörter einfach nicht
ausreichen beziehungsweise diese komplexeren Sprachkonzepte nicht ersetzen können.
Wissenschaftler führen außerdem an, dass die grammatischen Regeln oft nicht dem
Sprachniveau der Lernenden angepasst sind.
Allein dies könnte bereits ein Hinweis dafür sein, warum Schülern der Grammatikunterricht
,,abstrakt" erscheint.
Was sollte nun also beachtet werden, um den Schülern das Leben mit der Grammatik einer
Fremdsprache zu erleichtern?
Zunächst sollte der Lehrer darauf achten, dass grammatische Regeln nicht unbedingt
kognitiv analysiert werden müssen wenn es Gemeinsamkeiten mit der Muttersprache gibt
oder wenn eine Struktur auch einfach als lexikalische Phrase an sich gelernt werden kann.
Zusammengefasst könnte man sagen, dass der Lehrer den grammatikalischen Aspekt nicht
unnötig verkomplizieren und einfach versuchen sollte, die einfachste Herangehensweise
oder Erklärung für ein Phänomen zu finden, möglichst durch ,,sprachtätigkeitsorientierte"2
Situationen im Unterricht.
Hierfür sollten Methoden verwendet werden, die der Lernergruppe Spaß und Realitätsnähe
bringen, wie experimentelle oder interaktive Aufgaben, Liedtexte oder Spiele3.
Des Weiteren sollten auch die Unterschiede zwischen der Muttersprache und der zu
erlernenden Sprache deutlich gemacht werden, damit den Lernern bewusst wird, dass es
sich um eine fremde Sprache handelt und im Englischen beispielsweise eine andere
Satzstellung vorherrscht als im Deutschen.
1 Müller- Hartmann, A./ Schocker- von Ditfurth, M. (2004), Introduction to English Language Teaching,
Stuttgart: Klett. S.104
2 Borgwardt, U. (1993), Kompendium Fremdsprachenunterricht, Ismaning: Hueber. S. 98
3 Müller- Hartmann, A./ Schocker- von Ditfurth, M.. 2004. S.104
3
Wissenschaftler schlagen dabei immer wieder einen induktiven Weg vor, also eine
Methode, die Lernenden selbst entdecken zu lassen: ,,Learners need to become active
explorers of language" 4 . Wenn sich die Lerner jedoch nicht wirklich in einem
zielsprachigen Umfeld befinden, könnte diese Methode schnell Schwierigkeiten aufwerfen,
da der Input in diesem Falle zu schwach wäre.
Eine andere Methode, die zusätzlich oder eben auch getrennt davon angewandt werden
kann, wäre die deduktive Arbeit. Das heißt also, dass die Lernenden dazu angehalten
werden sollten spezielle und erweiternde Arbeitsmittel wie Wörterbücher oder
Grammatikübersichten zu nutzen.
Auf solche Arbeitsmittel und Nachschlagewerke soll im folgenden Punkt genauer
eingegangen werden.
2.2 Nachschlagewerke
Die Gesetzmäßigkeiten, die zum Tragen kommen wenn Lernende mit Nachschlagewerken
arbeiten, sind die Folgenden5: 1.
Nachschlagen
2.
Behalten
3.
Anwenden.
Um diese Schritte befolgen zu können, sollten einige Lerntechniken, wie die Fertigkeit ein
Stichwortverzeichnis zu benutzen oder die Kenntnis grammatischer Terminologien, bereits
bekannt sein.
Der eigentliche Sinn im Nachschlagen ist wohl die ,,gezielte und rasche
Informationsaufnahme" 6 zu einer bestimmten grammatischen Frage. Jedoch erfüllen
Nachschlagewerke auch noch weitere Funktionen. So kann ein Schüler mit Hilfe der
Nachschlagewerke beispielsweise gezielt wiederholen, für eine Klausur oder als bloße
Nacharbeit. Dabei verschafft sich der Lernende nicht nur einen Überblick, sondern kann
gleichzeitig auch sein Wissen vertiefen. Nachschlagewerke sind somit also auch
Memorierinstrumente7.
Dass Nachschlagewerke im Unterricht zur Unterstützung genutzt werden, kommt nur sehr
selten vor.
4 ebd.
5 Rampillon, U. (1989), Lerntechniken im Fremdsprachenunterricht, München: Hueber. S. 55
6 ebd. S. 56
7 ebd.
4
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