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Projektskizze Gesundheit in Lebensentwurf, Lebensplanung und Lebensstil

Subtitle: Medizinische Salutogenese, Regulation und Kohärenz in Verstehbarkeit, Bedeutsamkeit und Handhabbarkeit

Project Report, 2008, 59 Pages
Authors: Dr.med.dent. Hubertus R. Hommel, Dr. Heinz Spranger
Subject: Medicine

Details

Institute: Institut für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften
Tags: Projektskizze, Gesundheit, Lebensentwurf, Lebensplanung, Lebensstil
Category: Project Report
Year: 2008
Pages: 59
Language: German
Archive No.: V121002
ISBN (E-book): 978-3-640-24383-9
ISBN (Book): 978-3-640-24686-1

Abstract

Die voraussichtliche demographische Entwicklung der Strukturen in den Industrienationen wird Menschen aller Alter und sozialen Schichten betreffen. Die hierin prognostizierte Prolongierung der zukünftigen Lebenserwartungen wird Verschiebungen der Generationsabstände bedingen, sodass sich die herkömmlichen Lebensaltersstufen von der Jugend zum Senium nicht mehr als eindeutige Statuspassagen darstellen. Diese Umstellungen in den Lebensphasen werden sich auf die individuelle Lebensplanung und den Lebensstil in den alltäglichen Bereichen auswirken und somit auch medizinische und pflegerische Reaktionen miteinbeziehen. In dem Maße, in dem die bisherigen Bestimmungsmomente des Alters als Fixpunkt eines Raum-Zeit-Kontinuums verschwimmen, gilt dies auch für die Klassifizierungen der Entstehung und Verläufe der Alterserkrankungen, nimmt man sie als eine Sammelbezeichnung für Leiden, die durch die mit der abnehmenden Vitalkapazität verbundenen alterscharakteristischen physiologischen Problembereiche entstehen. Diese Formenkreise chronischer und multipler Morbidität unterliegen bereits jetzt deutlich veränderten zeitlichen Parametern, sodass die bisher üblichen geriatrischen Versorgungssysteme nicht ihre Gültigkeit behalten können. Denn die Menschen werden zwar länger leben. Dass sie es „gesund“ tun, ist dagegen spekulativ. Hierbei ist es unwichtig, ob das Senium später eintritt, oder ob sein Zustand nur später länger bestehen bleibt. Auf jeden Fall werden die individuellen Krankheitsgeschichten umfangreicher und zudem infolge der zivilisatorisch veränderten Konstellationen mit in früheren Generationen verhältnismäßig seltenen Krankheiten aufgefüllt. Dadurch verschieben sich die bisherigen Valenzen weiter. Daher wird auch der gesamtgesellschaftliche Hilfsbedarf zukünftig weiter steigen, jedoch nach den bislang noch gültigen Mustern weder finanziell noch personell langfristig zu tragen sein. Um die etablierten sozialen Unterstützungssysteme weiter aufrechterhalten zu können, müssen zukünftig verstärkt Arbeitsbündnisse zwischen Betreuer und Zubetreuendem geschlossen werden, und die bisher gültigen Konzepte Modifikationen im biopsychosozialen Kontext angepasst werden, indem der Mensch als Individuum in seiner Gesamtheit in Körper und Seele wieder in das Zentrum der Medizin gesetzt wird. Dafür müssen jedoch andere, als derzeit allein gültige Parameter angelegt werden.


Excerpt (computer-generated)

Institut für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften AG Osnabrück VR 150239

Online-campus Büro D-26906 Dersum

Projektskizze Gesundheit in Lebensentwurf, Lebensplanung und

Lebensstil

,,Medizinische Salutogenese, Regulation und Kohärenz in Verstehbarkeit,

Bedeutsamkeit und Handhabbarkeit"

Autoren: Dr. Hubertus R. Hommel & Dr. Heinz Spranger aktualisiert am 2008-09-23


INHALT

INHALT

2

1. Vorspann - Standort 4

2. Erster Abschnitt: Salutogenese ­ zertifizierte Fortbildungen als Projekt angewandter

Kohärenz 7

3. Zweiter Abschnitt: Angewandte regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden ­

zertifizierte Fortbildungen als Projekt heilberuflicher Interventionen an der Grenze zwischen

konventioneller und komplementärer Verfahren 10

4. Ausführungen zu beiden Abschnitten 12

4.1 Ältere und Jüngere - prognostisch vereint 12

4.2 Seniorenreintegration ­ die medizinische Herausforderung 13

4.3 Blick über die Grenzen ­ Japan und die ,,Alten-Wegwerf-Berge" 16

4.4 Koordinierte Bewegungstherapien - Verbesserung der Funktionskapazität bei älteren

Menschen 17

4.5 Psychologische Therapie in den Zuwendungen ­ das Pendant zur somatischen Therapie

19

4.6 Senioren und Pflegebedarf ­ praktische Vorbereitung 22

4.7 Die unantastbare Würde des Menschen - Basis von Behandlungs-Führung und

Behandlungs-Begleitung 24

4.8 Patientenverfügung 25

5. Die pädagogische Vereinbarung mit der Ländlichen Erwachsenenbildung 26

6. Die Voraussetzungen zur Planung der Erwachsenen-Bildung zur Fachkraft Salutogenese 26

7. Der Antrag zur Zertifizierung der ,,Fachkraft Salutogenese" 28

8. Das Zertifikat ,,Fachkraft Salutogenese" 33

9. Die Voraussetzungen zur Planung der Erwachsenen-Bildung zur ,,Fachkraft für regulative und

integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden" 36

10. Der Antrag zur Zertifizierung der ,,Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-

Hilfsmethoden" 39

11. Das Zertifikat ,,Fachkraft für regulative und integrative Heil- und Heil-Hilfsmethoden" 51

12. Inhaltliche Quellen 54

13. Schrifttum 54

2


13.1 Vor-projektbezogenes Schrifttum der Autoren 55

13.2 Schrifttum zum laufenden Text (in Reihenfolge der Zitate) 56

Korrespondenzadresse : Institut für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften D-26906 Dersum

Das Institut für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften ist Gemeinnütziger Verein im Sinne der
Abgabenordnung für den Zweck ,,Bildung / Wissenschaft" in D-26906 Dersum

Bankverbindung: Deutsche Bank Hagen (BLZ 450 700 24) - Konto-Nr. 777 35 34

BIC : DEUTDEDB450 - IBAN : DE56450700240777353400

Der Verein ist eingetragen beim Amtsgericht Osnabrück Reg.Abt. Papenburg NZS-V R Nr.: 150 239

Gemeinnützigkeit (Bildung, Wissenschaft): Finanzbehörden Papenburg St.-Nr. 53 / 270 / 03759

3


1. Vorspann - Standort

Die voraussichtliche demographische Entwicklung der Strukturen in den Industrienationen wird

Menschen aller Alter und sozialen Schichten betreffen. Die hierin prognostizierte Prolongierung

der zukünftigen Lebenserwartungen wird Verschiebungen der Generationsabstände bedingen,

sodass sich die herkömmlichen Lebensaltersstufen von der Jugend zum Senium nicht mehr als

eindeutige Statuspassagen darstellen. Diese Umstellungen in den Lebensphasen werden sich auf

die individuelle Lebensplanung und den Lebensstil in den alltäglichen Bereichen auswirken und

somit auch medizinische und pflegerische Reaktionen miteinbeziehen. In dem Maße, in dem die

bisherigen Bestimmungsmomente des Alters als Fixpunkt eines Raum-Zeit-Kontinuums

verschwimmen, gilt dies auch für die Klassifizierungen der Entstehung und Verläufe der

Alterserkrankungen, nimmt man sie als eine Sammelbezeichnung für Leiden, die durch die mit

der abnehmenden Vitalkapazität verbundenen alterscharakteristischen physiologischen

Problembereiche entstehen. Diese Formenkreise chronischer und multipler Morbidität

unterliegen bereits jetzt deutlich veränderten zeitlichen Parametern, sodass die bisher üblichen

geriatrischen Versorgungssysteme nicht ihre Gültigkeit behalten können. Denn die Menschen

werden zwar länger leben. Dass sie es ,,gesund" tun, ist dagegen spekulativ. Hierbei ist es

unwichtig, ob das Senium später eintritt, oder ob sein Zustand nur später länger bestehen bleibt.

Auf jeden Fall werden die individuellen Krankheitsgeschichten umfangreicher und zudem infolge

der zivilisatorisch veränderten Konstellationen mit in früheren Generationen verhältnismäßig

seltenen Krankheiten aufgefüllt. Dadurch verschieben sich die bisherigen Valenzen weiter. Daher

wird auch der gesamtgesellschaftliche Hilfsbedarf zukünftig weiter steigen, jedoch nach den

bislang noch gültigen Mustern weder finanziell noch personell langfristig zu tragen sein. Um die

etablierten sozialen Unterstützungssysteme weiter aufrechterhalten zu können, müssen zukünftig

verstärkt Arbeitsbündnisse zwischen Betreuer und Zubetreuendem geschlossen werden, und die

bisher gültigen Konzepte Modifikationen im biopsychosozialen Kontext angepasst werden, indem

der Mensch als Individuum in seiner Gesamtheit in Körper und Seele wieder in das Zentrum der

Medizin gesetzt wird. Dafür müssen jedoch andere, als derzeit allein gültige Parameter angelegt

werden. Die Medizin hat sich im letzten Jahrhundert technokratisch so sehr weit entwickelt, dass

dieser Teil der Medizin andere Aufmerksamkeit braucht.

4


Da zugleich mit der starken Entwicklung der technokratischen Medizin auch die notwendige

Betreuungsrelation geändert ist, entstehen drei Säulen, auf denen die heilberufliche Sorge um

den Menschen ruht:

Das erste Fundament ist die aus politischen Gründen präferierte Medizinwirtschaft mit

allen für verwalterische Tätigkeiten notwendigen Organisationen und Dokumentationen.

Das zweite Fundament ist das in Exzellenzinitiative gebettete diagnostische Repertoire,

das sämtliche Möglichkeiten medizinischen Ersthilfe akuter Geschehen und darauf

gestützt, der Erkennung und Abklärung des Behandlungsbedarfes beinhaltet, die

eigentliche Therapie überwacht und an Katamnese orientiert bleibt.

Das dritte Fundament sollte aufgebaut sein, um die tatsächlichen Zuwendungsbedürfnisse

der Menschen realistisch zu erfüllen. Dazu gehört ein Übergangsmanagement zwischen

den involvierten Akteuren im Gesundheitssystem. Sicherlich gehört ursprünglich dies zur

Stammkompetenz der Medizin; die Weiterentwicklung von Pflegeleistungen, also die

direkte Einwirkung auf das in das gesamtmedizinische Behandlungsführung gebrachte

Individuum Klient / Patient hat aber mit der langen Betreuungszeit inzwischen eigene

Zeichen zu setzen.

Einen Weg bietet hierzu die medizinisch verstandene Salutogenese. In der Förderung seiner

gegebenen Möglichkeiten ermöglicht sie dem Individuum eine Verbesserung der jeweiligen

Lebensplanung und des Lebensstils. Ziel ist die konsequente Heranbildung einer stabilen

Persönlichkeit zum individuellen Umgang mit dem Risiko von Krankheit. Hierfür ist die

Sicherung einer dispositionellen Orientierung angestrebt, die sich über die drei zentralen

Komponenten der Verstehbarkeit interner und externer Stimuli, der Bedeutsamkeit eigener

Lebensumstände und der Handhabbarkeit eigener Ressourcen umsetzt.

Die positive Selbstbeurteilung des eigenen Gesundheitszustandes stellt eine Bestimmungsgröße

gesunden Alterns dar, indem sie selbst bei objektiver Verschlechterung des Gesundheitszustandes

zur besseren Akzeptanz von Lebenssituationen führt.

In der Folge müssen jedoch anstelle der bisher geübten entpersonalisierenden Zentralisierungen

Deinstitutionalisierungen erfolgen. Es müssen Betreuungsformen unterstützt werden, in denen die

Ambulanz fachlich betreute Eigeninitiative und Selbstverantwortung des Klienten und Patienten

5


in seiner bestehenden Lebenswelt aufbaut und aufrechterhält. Damit blieben Kliniken und

Krankenhäusern die medizinische Versorgung von Akutfällen mit der umfangreichen

Befunderhebung, Diagnostik und therapeutischen Begleitung, Heimen die professionelle

Dauerpflege chronisch Schwerstkranker vorbehalten.

Dies entspräche einer kulturellen Umorientierung mit einer Reindividualisierung und

Resozialisierung. Die hieraus resultierende Stabilisierung psychosozialer Komponenten könnte

einen kulturellen Umbruch mit der Veränderung sozialer und ethischer Grundhaltungen

bewirken, wonach medizinische Technologien strenge Indikationen einhalten, ärztliches und

pflegerisches Handeln körperliche und seelische Symptome gemeinsam beurteilt, sodass der

Patient die Förderung und Stärkung seiner individueller Ressourcen nach salutogenetischen

Konzepten aktiv mit entwerfen kann. Die Mitgestaltung und die positive, eigeninitiative

Integration in seine Umwelt wird dazu verhelfen, dass sich jedes Individuum, unabhängig von

Alter und gesundheitlicher Qualität, seine persönliche, für ihn passende Gesundheit interpretiert

und mit fachlicher medizinischer und pflegender Unterstützung zu etablieren vermag, anstelle

fremd gesteuerter Aufwendungen außerhalb seines persönlichen biopsychosozialen

Lebensentwurfes.

Einzelne Bereiche menschlichen Lebens sind unter fürsorglicher Kontrolle.

So sind die inzwischen aufgestellten Planungen zur Gesundheitssystematik für Kommunen

bereits vorgetragen. 2007 berichtet

Boschek

[1]

über die Zukunft der medizinischen und

pflegerischen Versorgung: Idealerweise müssten Gesundheits- und Pflegeziele formuliert

werden, die unter Einbindung der Betroffenen, der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen

sowie der ehrenamtlich engagierten Menschen auf kommunaler Ebene entwickelt werden.

Schwerpunkte seien dort die Versorgung Demenzkranker und die Optimierung der ärztlichen

Versorgung sowie Prävention und der Rehabilitation. Konkrete Ansätze böten die Förderung von

körperlichen und sozialen Aktivitäten im Alter, die Umgestaltung von Wohnraum, die

Implemetierung von Modellen des präventiven Hausbesuchs, zielgerichteter Einsatz des

geriatrischen Assessments und daraus abgeleiteter Einsatz von individuellen Hilfsmitteln.

6


Von erheblicher Bedeutung sind neben Anstrengungen zur der fremdbestimmten

Rehabilitation auch diejenigen zur Stärkung der (eigenbestimmten und der) Selbsthilfen.

Dort setzen Empfehlungen an, die in folgender Projektarbeit ausgearbeitet und gestärkt

werden sollten. Das Projekt ist zweigeteilt:

Wir haben mit dieser Projektskizze zur Gesundheit in Lebensentwurf, Lebensplanung

und Lebensstil unter dem Leittitel ,,Medizinische Salutogenese und deren Kohärenz in

Verstehbarkeit, Bedeutsamkeit und Handhabbarkeit" erste Fortschritte gemacht und

befinden uns nun in einer Fortschreibung. Sie wird in 2 ABSCHNITTE untergliedert und

dann ausgeführt.

2. Erster Abschnitt: Salutogenese ­ zertifizierte Fortbildungen als Projekt

angewandter Kohärenz

Lebensveränderungen sind sowohl schicksalsgetragen als auch biologisch determiniert. Inwieweit

sie allerdings für den Einzelnen stresshaft und lebensbeeinträchtigend sind, hängt von dessen

individueller Fähigkeit ab, mit Spannungsfaktoren umzugehen.

Nach

A. Antonovsky

werden die hierfür erforderlichen Widerstandsressourcen durch das von ihm

entwickelte Konzept des Kohärenzgefühls geformt. Dessen drei zentrale Komponenten der

Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit sind zwar altersübergreifend gültig, der Lern-

Aufwand allerdings wächst mit dem Lebensalter.

[2]

Im Modellfall entwickelt sich das Kohärenzgefühl im Laufe der Kindheit und Jugend aus den

gesammelten Erfahrungen, um sich schließlich mit etwa dreißig Jahren zu stabilisieren. Im

Erwachsenenalter ist es deshalb nur noch mit hohem Lernaufwand veränderbar, der sich mit

zunehmendem Lebensalter und Krankheitszustand weiter erhöht.

Salutogenese sucht also nach denjenigen Ressourcen, die ein Mensch trotz aller Belastungen und

Störungen noch täglich hat, um sich einer neuen Gesundheit zuzuwenden.

Damit ist eine Personalisierung verbunden, wonach Menschen aller Altersklassen und

Krankheitsstadien in den psycho-sozialen Mittelpunkt gerückt werden, um so in angeleiteter

7


Eigenverantwortung ihr Schicksal mitzugestalten und sich aus der Rolle des einseitigen

Leistungsempfängers lösen zu lernen.

Gesunde wiederum müssen lernen, Präventionen und Praktiken zur eigenen Gesunderhaltung

wahrzunehmen.

In der Weiterung der grundlegenden Forschungen A. Antonovkys kommt eine deutliche Öffnung

der Blickwinkel von sozialen zu biologischen und psychologischen Inhalten auf. Diese werden

von der Psychosomatischen Medizin getragen, wie die Wissenschaftler-Gruppe um Th. von

Uexküll definiert .

[3]

Auf dieser Basis wurden die ersten Projekte entwickelt, die dann aus

zertifizierten

Fortbildungsgängen

bestehen, die ausschließlich der Gesundheitsförderung dienen und sich

damit sowohl auf Kranke als auch Gesunde beziehen. Sie sind geprägt von der prognostizierten

demographischen Altersentwicklung, den sich daraus entwickelnden Konsequenzen im

gesundheitssozialen Bereich und dem salutogenetischen Modell von Gesundheit, Krankheit und

Kranksein, aber auch aus Ansätzen einiger traditioneller und komplementärer Medizinen.

Wir haben im Rahmen der Vorbereitungen die Auffassung zum medizin-biologischen und zur

salutogenetischen Stellung in diesem Modell publiziert.

[4]

Unser Modell beinhaltet zunächst den Kohärenzsinn, die Grundhaltung, die zu Verstehbarkeit,

Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit eines umfassenden Vertrauens an Gesundheit im

Lebensentwurf und Lebensverlauf leitet. Stressoren werden erkennbar gemacht, um sie gut zu

bewältigen. Persönliche Widerstandsressourcen werden aufgedeckt, um sie individuell zu

trainieren. Zum Training von Widerstandsressourcen gehören auch begleitende Unterstützungen

aus der Medizin, die traditionell bekannt und in die medizinische Zuwendung gehören.

Das Gesamtkonzept ist interdisziplinär angelegt und berührt alle Bereiche der Gesundheitsarbeit.

Im Zentrum der Fortbildungen stehen deshalb Blickwinkel, Sichtweisen und Methoden, die

helfen, im professionellen als auch persönlichen Alltag die Orientierung auf eine gesunde

Entwicklung zu lenken und Kohärenz ins Leben zu bringen.

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