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Termpaper, 2006, 14 Pages
Author: Steffen Weber
Subject: Sport - Miscellaneous
Details
Tags: Bewegungslernen, Dialog, Mensch, Welt
Year: 2006
Pages: 14
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-25476-7
ISBN (Book): 978-3-640-25491-0
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Abstract
Im alltäglichen Leben ist der Mensch ständig in Bewegung. Obgleich wir uns immer bewegen, machen wir uns den tiefgreifenderen Sinn einer Bewegung nicht bewusst. In der Vergangenheit haben sich verschiedene Wissenschaftler mit diesem Sachverhalt beschäftigt. Auf zwei solcher Ansätze möchte ich in der folgenden Arbeit eingehen. So soll es in einem ersten Teil um die so genannte „Gestaltkreistheorie“ des Arztes Viktor von Weizsäcker gehen, einer Darstellung des Zusammenhangs zwischen Wahrnehmung und Bewegung. Den zweiten theoretischen Hintergrund wird das „dialogische Bewegungskonzept“ darstellen, mit dem der Bewegungsforscher Gordijn die Idee der Bewegung als Dialog zwischen Mensch und Welt weiterentwickelte. Beide Theorien sind noch heute maßgebend für pädagogisches Handeln im Sportunterricht. Deshalb wird es, vor dem Hintergrund dessen, in einem letzten Kapitel um die didaktischen Perspektiven für Bewegung und Bewegungslernen in der Schule gehen, welche an einem Beispiel erläutert werden sollen. [...]
Excerpt (computer-generated)
Philipps-Universität Marburg
Bewegungslernen als Dialog von Mensch und Welt
Steffen Weber
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 3
2 Theoretischer Hintergrund ... 4
2.1 Die Gestaltkreistheorie... 4
2.2 Das „dialogische Bewegungskonzept“... 5
2.2.1 Physikalische und menschliche Bewegung... 5
2.2.2 Intentionalität... 6
2.2.3 Leiblichkeit einer Bewegung... 6
2.2.4 Arten der intentionalen Gerichtetheit... 6
3 Didaktische Perspektive ... 8
4 Beispiel ... 10
5 Fazit ... 12
Literaturverzeichnis ... 13
1 Einleitung
Im alltäglichen Leben ist der Mensch ständig in Bewegung. Obgleich wir uns immer bewegen, machen wir uns den tiefgreifenderen Sinn einer Bewegung nicht bewusst. In der Vergangenheit haben sich verschiedene Wissenschaftler mit diesem Sachverhalt beschäftigt. Auf zwei solcher Ansätze möchte ich in der folgenden Arbeit eingehen. So soll es in einem ersten Teil um die so genannte „Gestaltkreistheorie“ des Arztes Viktor von Weizsäcker gehen, einer Darstellung des Zusammenhangs zwischen Wahrnehmung und Bewegung. Den zweiten theoretischen Hintergrund wird das „dialogische Bewegungskonzept“ darstellen, mit dem der Bewegungsforscher Gordijn die Idee der Bewegung als Dialog zwischen Mensch und Welt weiterentwickelte. Beide Theorien sind noch heute maßgebend für pädagogisches Handeln im Sportunterricht. Deshalb wird es, vor dem Hintergrund dessen, in einem letzten Kapitel um die didaktischen Perspektiven für Bewegung und Bewegungslernen in der Schule gehen, welche an einem Beispiel erläutert werden sollen.
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Gestaltkreistheorie
Um die Beziehung zwischen Wahrnehmung und Bewegung besser darstellen zu können, formulierte der Mediziner Victor von Weizsäcker den Gestaltkreis, siehe Abbildung unten. Dargestellt wird hier, dass ein Organismus durch Bewegung seine Umwelt wahrnimmt und umgekehrt durch Wahrnehmung Bewegung bedingt wird. Wahrnehmen und Bewegen erscheinen so als Teilprozesse, die sich wechselseitig bedingen. Für Weizsäcker ist deshalb das Mensch-Welt-Verhältnis eine „dialektische Einheit“ beziehungsweise eine untrennbare Einheit.
Abbildung [nur in der Download-Version verfügbar]
Ein Beispiel für das gegenseitige Bedingungsverhältnis von Bewegung und Wahrnehmung stellt der Schaukelraum von Lee und Aronson dar. Steht eine Person in einem Raum, der nach vorne bewegt wird, wird durch die Bewegung des Raumes dasselbe optische Fließen erzeugt, als wenn sich die Person nach hinten lehnt. Um dies wieder auszugleichen, lehnt sich die Person nach vorne und wird das Gleichgewicht verlieren, eventuell sogar stürzen. Wahrnehmung bedingt also Bewegung. Dass Bewegung umgekehrt auch Wahrnehmung bedingt, konnte Weizsäcker in seinem „Rollstuhl-Experiment“ zeigen. Hier wurden zwei im Rollstuhl sitzenden Personen Prismenbrillen aufgesetzt, wobei nur eine Person bewegt wurde. Die sich nicht in Bewegung befindende Versuchsperson konnte sich erst nach langer Zeit an die Sicht durch die Prismenbrille gewöhnen, während die bewegte Person mit der neuen Situation viel schneller umgehen konnte und die Prismenbrille keine Wahrnehmungsbehinderung mehr darstellte.
[...]
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