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Untertitel: Erfolgreiche interkulturelle Werbung in der Praxis
Hausarbeit, 2008, 15 Seiten
Autor: Friedemann Karig
Fach: Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Details
Institution/Hochschule: Universität Passau (Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft/Landeskunde)
Tags: Kulturwissenschaft, Marketing, Interkulturelles, Spanien, Europa
Jahr: 2008
Seiten: 15
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-25827-7
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Zusammenfassung / Abstract
In Zeiten globalisierter Wirtschaft, die global agierende Unternehmen und Marken erzeugt, wird zwangsläufig auch die Kommunikation und das Marketing internationalisiert und damit „interkulturalisiert“. Die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, durch die Standardisierung von Prozessen ein effizienteres Wirtschaften zu generieren, kollidiert hier grundsätzlich mit der passgenauen kulturspezifischen Ausrichtung von Marketingaktivitäten, der eine höhere Effektivität zugerechnet wird. So stellt sich für international kommunizierende Unternehmen zunehmend die Frage nach der richtigen „Mischung“ aus Standardisierung und Differenzierung von Werbeaktivitäten, nach Chancen und Risiken international operierender Werbung. In der vorliegenden Arbeit soll der oben genannte Konflikt kurz in seiner (kultur)theoretischen und ökonomisch-empirischen Genese aufgezeigt und erläutert werden, um dann an Hand von zwei konkreten Fällen aus der internationalen Werbepraxis und ihrer Analyse einige Empfehlungen für „kulturell intelligente“ standardisierte Werbung formulieren zu können.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Passau
Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft/Landeskunde
Proseminar ,,Kultur und Werbung"
SS 08
,,Die richtige Mischung aus Standardisierung
und Differenzierung"
Erfolgreiche interkulturelle Werbung in der Praxis
Verfasser: Karig, Friedemann
Fachsemester: 6
Studiengang: Medien und Kommunikation B.A.
Prüfungsmodul ,,Medien und Kulturen I": Proseminar
Gliederung:
1. Einführung 3
1.1. Interkulturelles Marketing für internationale Märkte 4
1.2. Standardisierung vs. Differenzierung 5
1.3. Vorgehensweise und Methodik 6
2. ,,Stars und Spielzeug" Erfolgreiche Praxisbeispiele 7
2.1. Seat Altea XL ,,Power to the family" 7
2.2. Adidas ,,Impossible is nothing" 10
3. Fazit und Ausblick 11
2
1. Einführung
In Zeiten globalisierter Wirtschaft, die global agierende Unternehmen und
Marken erzeugt, wird zwangsläufig auch die Kommunikation und das
Marketing internationalisiert und damit ,,interkulturalisiert". Die
betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, durch die Standardisierung von
Prozessen ein effizienteres Wirtschaften zu generieren, kollidiert hier
grundsätzlich mit der passgenauen kulturspezifischen Ausrichtung von
Marketingaktivitäten, der eine höhere Effektivität zugerechnet wird. So
stellt sich für international kommunizierende Unternehmen zunehmend die
Frage nach der richtigen ,,Mischung" aus Standardisierung und
Differenzierung von Werbeaktivitäten, nach Chancen und Risiken
international operierender Werbung. In der vorliegenden Arbeit soll der
oben genannte Konflikt kurz in seiner (kultur)theoretischen und
ökonomisch-empirischen Genese aufgezeigt und erläutert werden, um
dann an Hand von zwei konkreten Fällen aus der internationalen
Werbepraxis und ihrer Analyse einige Empfehlungen für ,,kulturell
intelligente" standardisierte Werbung formulieren zu können.
Hierbei wird sowohl auf Quellen aus der Betriebswirtschaftlichen
Wissenschaft, der Kulturwissenschaft und der empirischen
Werbewirkungsforschung (bezüglich der konkreten Fälle) zurückgegriffen.
Dem in der Literatur häufig verwendetem Begriff der ,,Werbemittel", der
meines Erachtens nach die hinter der konkreten Werbemaßnahme
stehende Strategie und Positionierung exkludiert, ziehe ich im Folgenden
den Ausdruck ,,Werbeaktivität(en)" vor. Damit sind alle Prozesse der
Werbung durch beteiligte Akteure (Unternehmen und Agenturen) gemeint,
von der strategischen Positionierung über die kreative Konzeption bis hin
zur Mediaplanung und -belegung.
3
1.1. Interkulturelles Marketing für internationale Märkte
,,Think global, act local"1 gilt heute als Handlungsmaxime für international
aufgestellte Unternehmen. Auf die Faktizität einer globalisierten Wirtschaft bei
gleichzeitiger Lokalisierung von kulturellen Aspekten (,,The trend of a global
culture trough transportation and communications advances have resulted in
an unexpected backlash."2) und auf daraus folgende
,,Glokalisierungtendenzen", die interkulturell funktionierendes Marketing
verlangen, soll hier jedoch nicht erschöpfend eingegangen werden. Genauso
sollen umfassendere Divergenz- bzw. Konvergenzthesen nicht weiter erläutert
werden3. Vielmehr gilt es zu klären, wie die Grundlage für erfolgreiches
interkulturelles Marketing und damit Standardisierung von Werbeaktivitäten
aussieht.
Hier sind zuerst vier grundsätzliche Strategien internationalen Marketings zu
nennen: Die ethnozentristische (Ausrichtung am Stammland erlaubt nur
geringfügige Adaption an lokalen Geschmack, der Bekanntheitsgrad der
Marke und seine Erhöhung stehen im Vordergrund), die polyzentrische (die
eigenständige Kommunikationspolitik der ansässigen Tochtergesellschaft soll
ein bestimmtes Image aufbauen), die regiozentrische (Zielmärkte mit
ähnlicher Konsumentenstruktur werden identifiziert, Werbung wird
standardisiert und damit ein einheitliches Image aufgebaut) und die
geozentrische (alle Prozesse werden global ausgerichtet, die internationale
Werbung als Teil des standardisierten Marketings schafft ein weltweit
einheitliches Image) Strategie. Eine Standardisierung von Werbeaktivitäten
als Instrument des Marktings ist demnach bei regiozentrischer und
geozentrischer Strategieausrichtung möglich. Gleichzeitig ist eine
1 Zum ersten Mal auf diese Weise formuliert in: Roger Blackwell, Riad Ajami, und Kristina
Stephan, ,,Winning the Global Advertising Race: Planning Globally, Acting Locally," Journal of
International Consumer Marketing," 3/2 (1991): 97-120.
2 Herbig 1998: 42.
3 Vgl. zu Konvergenz- und Divergenztheorien bzw. der Tendenz der ,,Glokalisierung" Nizet
2004: 127 ff. und Herbig 1998: 38 ff.
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