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Bachelorarbeit, 2009, 103 Seiten
Autor: Florian Gläser
Fach: Agrarwissenschaften
Details
Tags: Kategorisierung, Weinabteilungen, Lebensmitteleinzelhandel
Jahr: 2009
Seiten: 103
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 50 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-26317-2
ISBN (Buch): 978-3-640-42255-5
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Zusammenfassung / Abstract
Das Thema der Bachelor Thesis ist die Kategorisierung von Weinabteilungen in Verbrauchermärkten und SB-Warenhäusern. Es soll veranschaulicht werden, anhand welcher Schwerpunkte sich die verschiedenen Handelsunternehmen im Aufbau der Weinabteilung unterscheiden und welche Preispolitik, unter Einbezug des Premiumbereichs, primär betrieben wird. Durch entsprechende Definition der Kategorisierung, Übertragung auf andere Entitäten und schließlich der Erstellung von vier Grundtypen der Weinabteilungen, soll praktisch dargestellt werden, inwiefern es möglich ist die Einkaufsstätten im Bezug zu Wein klar voneinander zu unterscheiden. Die empirische Studie zeigt, dass sich unabhängig des Handelsunternehmens, der Schwerpunkt der Weine im mittleren Preissegment befindet, zwischen 4 - 6 Euro pro Flasche. Die Sortimentsgrundlagen sind meist ähnlich gehalten, mit einem hohen Anteil an deutschen Weinen. In sämtlichen Lebensmittelseinzelhandelsläden sind Weine jeder Preisklasse vertreten, dennoch in Beziehung zum Premiumbereich (> 10 €/Fl) geht das Sortiment nicht über ein Zehntel des Gesamtumfangs hinaus. Die Wertigkeit der Abteilung nimmt unterschiedliche Formen bei den Unternehmensketten an und befindet sich stetig in Umstrukturierung und Anpassung an die vom Kunden gefragten Weine. Generell ist das Weinangebot regional sehr stark ausgerichtet und steht klar im Vordergrund. Die allgemeine Darstellung der Weine ist oft gleich gehalten und es findet keine deutliche Unterscheidung zu anderen Qualitätsstufen statt. Weine der alten Weinbauländer sind neben Deutschland am stärksten vertreten. Überseeweine stammen meistens nur aus schon etablierten Ländern und Regionen, sie sind mit geringen Stückzahlen vertreten. Der Rotweinanteil der Weine dominiert klar und liegt bei über 60%, der Rest entfällt mit 30% auf Weiß- und 10% auf Roséwein. Man versucht dem Kunden alles in einer Weinabteilung zu bieten und will dabei auch das Einkaufsempfinden steigern, aber meist bleibt dabei die Umsetzung auf der Strecke. Unabhängig der Einflussfaktoren sind die Weinabteilungen der meisten Anbieter unterschiedlich strukturiert. Durch die Verflechtung mit anderen Abteilungen, wie z.B. Fleisch- und Käseabteilungen, wird Wein mit Essen zunehmend in den Vordergrund gehoben. Kein Handelsunternehmen verfolgt einen wirklich einheitlichen Stil. Alle Anbieter weisen im Weinbereich die gleichen Ansätze auf und versuchen sich dennoch zu unterscheiden, jedoch mit geringem Erfolg.
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Wiesbaden
Forschungsanstalt Geisenheim
Studiengang Internationale Weinwirtschaft
BACHELOR THESIS
KATEGORISIERUNG VON WEINABTEILUNGEN IM
LEBENSMITTELHANDEL
vorgelegt von:
Gläser, Florian
Kronberg, den 15.12.2008
DANKSAGUNG
Die vorliegende Bachelorarbeit entstand im Fachgebiet Betriebswirtschaft und
Marktforschung der Forschungsanstalt Geisenheim.
Herrn Prof. Dr. D. Hoffmann gebührt großer Dank für die tatkräftige Unterstützung, der
regen Anteilnahme, seiner Diskussionsbereitschaft und den wertvollen Tipps zum
Erarbeiten des Themas.
Herrn Michael Gay schulde ich Dank für die Hilfe, dem Engagement und den
Anregungen, die er im Bezug zur Arbeit aufgebracht hat.
Ebenso möchte ich mich für die Bereitschaft der einzelnen Unternehmen des
Lebensmittelhandels bedanken, für die Möglichkeit, mich bezüglich der Thesis
umfangreich in ihren Einkaufsstätten umzusehen. Besonderer Dank gilt dabei zwei
Unternehmensketten, die es ermöglicht haben, insbesondere im Bereich der
Sortimentsstrukturierung, mehr Kenntnisse zu erwerben.
Meinen Eltern, Renate und Bodo Gläser, danke ich sehr herzlich für ihre Geduld, das
Vertrauen und die Unterstützung.
II
VORBEMERKUNG
Bisherige Studien zum Thema Kategorisierung von Weinabteilungen im
Lebensmitteleinzelhandel gibt es nicht. Generell ist in dieser Richtung nur wenig
Literatur erhältlich. Daher ist es schwierig, sich auf entsprechende Quellen genauer zu
beziehen.
Ein Großteil der gewonnen Informationen stammt von der persönlichen Analyse der
Einkaufsstätten vor Ort, durch Gespräche mit den Marktleitern sowie deren Mitarbeiter
und Daten aus dem Internet. Auf Wunsch der Unternehmen werden keinerlei Namen
der befragten Personen genannt und nur die öffentlich zugänglichen Informationen
aufgeführt. Leider ist es nicht möglich, durch die hohe Nachfrage im Bereich der
Sortimentsstrukturierung von Handelsunternehmen im Lebensmittelhandel, eine direkte
Kooperation mit den LEH´s aufzubauen. Trotz mehrfach schriftlicher Anfragen und
persönlicher Kontaktierung halten sich die meisten namhaften Unternehmensketten
bedeckt.
Es wird angestrebt, ein etwas persönlicheres Bild durch die Kategorisierung der
Weinabteilungen zu erhalten und darzulegen. Wichtig hierbei sind die Kriterien, die das
heutige Weinsortiment im Lebensmittelhandel prägen.
Anmerkung: Aufgrund der Rechtslage ist es nicht möglich die analysierten
Unternehmensketten im LEH namentlich zu nennen, daher wurden Textpassagen für
die Veröffentlichung entsprechend geändert, entfernt und umgeschrieben!
III
Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung
1
1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1
1.2. AUFBAU DER THESIS
2
2.
Grundlagen
4
2.1. BEGRIFFSDEFINITIONEN
4
2.1.1.
Kategorisierung
4
2.1.2.
Handel
4
2.1.3.
Premiumweine
im
Handel
5
2.1.4.
Lebensmittelhandelsunternehmen
6
2.2. BETRIEBSFORMEN IM LEH
7
2.3. FUNKTIONEN VON KATEGORISIERUNGEN
10
2.3.1.
Psychologische
Aspekte
10
2.3.2. Übertragbarkeit auf andere Entitäten
10
2.3.3.
Verbindungen
zum
Marketing 11
2.3.4. Kategorisierung im Handel und dessen Nutzen
12
3.
Entwicklungen
einer
Weinabteilung
13
3.1. EINFLUSSFAKTOREN
13
3.1.1. Persönliche Positionierung im Handelsmarkt
13
3.1.2.
Kundenorientierung
14
3.1.3.
Kundenumfeld 14
3.1.4.
Standorte
der
Einkaufsstätte
15
3.1.5.
Marktwandel
16
3.1.6. Ursachen für die Verlagerung des Handels
17
3.1.7.
Betriebsinterne
Einflüsse
19
3.2. MESSGRÖßEN ZUR ERFASSUNG DER SORTIMENTSSCHWERPUNKTE
20
3.2.1.
Marktbeobachtung
20
3.2.2. Instrumente zur Erfassung der Einkaufsgewohnheiten
21
3.3. BESTANDTEILE EINER WEINABTEILUNG
22
3.4. OPTIK DER WEINABTEILUNG & ANDERER BEREICHE IM LEH
25
3.5. UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE DER WEINABTEILUNG AUFGRUND DER
EINKAUFSSTÄTTE
27
3.5.1.
Schwerpunkte
im
Verbrauchermarkt
27
3.5.2.
Schwerpunkte
im
SB-Warenhaus
28
3.6. ZUSAMMENFASSUNG
30
IV
4.
Methodenentwicklung
für
Weinabteilungen
31
4.1. TYPIZITÄTEN VON WEINABTEILUNGEN
31
4.1.1.
Standardabteilung
32
4.1.2.
Entwickelte
Standardabteilung
33
4.1.3.
Premiumabteilung
34
4.1.4.
Kultweinabteilung
35
4.2. WEITERE ANSATZPUNKTE
37
4.3. RADIUS DER EINKAUFSSTÄTTENANALYSE
39
4.4. EMPIRISCHE STUDIEN
41
4.5. ZUSAMMENFASSUNG
41
5.
Einkaufsstättenanalyse
42
5.1. PROFILE DER UNTERSUCHTEN LEH´S
43
5.1.1.
Unternehmen
1 43
5.1.2.
Unternehmen
2 48
5.1.3.
Unternehmen
3 54
5.1.4.
Unternehmen
4 59
5.1.5.
Unternehmen
5 62
5.1.6.
Unternehmen
6 66
6.
Kategorisierung
der
Weinabteilungen
72
6.1. EINTEILUNG IN VIER HAUPTGRUPPEN
72
6.2. BEGRÜNDUNGSMERKMALE
73
6.2.1.
Standardabteilung
73
6.2.2.
Entwickelte
Standardabteilung
73
6.2.3.
Premiumabteilung
74
6.2.4.
Kultweinabteilung
75
6.3. ZUORDNUNGSPROBLEMATIK IM LEH
75
7.
Ergebnisse der empirischen Studie
77
7.1. BEWERTUNG DER ERGEBNISSE
77
7.2. ANSATZPUNKTE ZUR WEITEREN FORSCHUNG
81
8.
Zusammenfassung
85
V
9.
Quellenverzeichnis
87
10.
Anhang 92
Abkürzungsverzeichnis
AC Nielsen
Nielsen Company, globales Informations- und Medienunternehmen
AG
Aktiengesellschaft
A&P
attraktiv + preiswert
bzw.
beziehungsweise
C&C
Cash + Carry
DFV
Deutscher Fachverlag, Frankfurt
DHI
Deutsches Handelsinstitut, Köln
etc.
et cetera
f (ff)
folgend(e) (Seite)
GfK
Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e. V., Nürnberg
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gondel
Regalmeter mit 5 Böden
Gondelkopf
Regalstirnseite
LEH
Lebensmitteleinzelhandel
Lkw
Lastkraftwagen
lt.
laut
Mrd.
Milliarde(n)
m² / qm
Quadratmeter
OWK
Ortenauer Weinkellerei GmbH
Pkw
Personenkraftwagen
POS
Point of sale
QbA
Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete
S.
Seite
SB
Selbstbedienung
St.
Sankt
TV
Television
VDP
Verband deutscher Prädikatsweingüter
vgl.
vergleiche
VI
1. Einleitung
Kategorien spielen eine zentrale Rolle im Leben, sie sind allgegenwärtig. In jedem
Wirtschaftsbereich oder generell bei uns Menschen selbst ist Kategorisierung
vorhanden und unabdingbar. Es bestimmt jede Handlung, Entscheidung, Denkweise
und jeden Verhaltensvorgang von uns.
,,Kategorien erlauben es uns beispielsweise, ein Tier, dem wir im Wald begegnen, als
Hund oder als Wolf zu klassifizieren, was uns in die Lage versetzt, früheres Wissen
über diese beiden Tierklassen aktuell zu nutzen. Je nachdem, ob wir das Tier als Hund
oder als Wolf kategorisieren, werden wir zu unterschiedlichen Vorhersagen über das
Verhalten des Tieres gelangen und uns dementsprechend unterschiedlich
verhalten" (WALDMANN, 2002, S.4).
1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kategorisierung von Weinabteilungen in
Verbrauchermärkten und SB-Warenhäusern, ausgenommen Fachhandel und Discount.
Sie soll einen besseren Überblick verschaffen, durch Einteilung der verschiedenen
Weinabteilungen der Handelshäuser in vier Gruppierungen: Standard-, entwickelte
Standard-, Premium- und Kultweinabteilung.
Die erhobene Studie erstreckt sich dabei über 17 verschiedene Einkaufsstätten aus der
näheren Umgebung von Kronberg, über Frankfurt a. M., bis Gensingen, die aufgrund
ihrer Eigenschaften in der Weinabteilung kategorisiert werden. Dabei werden sowohl
Gegensätze der verschiedenen sozialen Umfelder und Käuferschichten
mitberücksichtigt, als auch generelle Auswirkungen auf die Sortimentsgestaltung
(innerliche & äußerliche Faktoren). Es werden zudem andere Abteilungen in Bezug zu
Wein analysiert und aufgezeigt. Das beinhaltet die Fleisch- und Käseabteilungen im
Lebensmittelhandel. Generell soll zudem dargestellt werden, welche Produktpolitik die
verschiedenen Lebensmittelunternehmen betreiben. Dabei liegt der Fokus auf dem
gehobenen Segment, den Premiumweinen (ab 10 /Fl.) in der jeweiligen
Weinabteilung des LEH.
1.2. AUFBAU DER THESIS
Im Kapitel 2 Grundlagen werden zu Anfang die Begrifflichkeiten näher erklärt, die im
Rahmen dieser Bachelor Thesis von Bedeutung sind und definiert. Neben den
verschiedenen Erklärungen werden die Funktionen von Kategorisierung erläutert.
Welchen Einfluss übt Kategorisierung auf das gesamte Marktgeschehen aus, welche
Verbindung besteht zum Marketing und wie macht sich der Handel Kategorisierung zu
Nutzen. Des Weiteren wird der Handel in seinen verschiedenen Formen angesprochen
und die relevanten Einkaufsstätten kurz vorgestellt.
Kapitel 3 beinhaltet die Faktoren, die bei der Entwicklung einer Weinabteilung im
Vordergrund stehen und beschreibt, durch welche Einflüsse wie: soziales Umfeld,
innerliche und äußerliche Faktoren, das Weinsortiment entsteht und angepasst wird.
Es werden die Instrumente zur Erhebung von Informationen seitens der verschiedenen
Lebensmittelhandelsketten erklärt und aufgeführt. Zudem werden die unterschiedlichen
Bereiche einer Weinabteilung und die wichtigsten Unterschiede bezogen auf die Größe
der Einkaufsstätte definiert.
Im 4. Kapitel findet zur klaren Darstellung der Vorgehensweise die
Methodenentwicklung statt. Die Herangehensweise zur Kategorisierung von
Weinabteilungen wird erklärt. Zuerst werden die vier Grundtypen von Weinabteilungen
festgelegt und die Unterschiede kenntlich gemacht. Dann erfolgt die Aufzeigung der
verschiedenen Messgrößen, wie erstellen von Checklisten und Fragebögen, zur
effektiven Analyse der LEH´s. Ebenso werden die verschiedenen Bereiche erwähnt,
die dabei von Wichtigkeit sind. Das Gebiet der empirischen Studie wird dargestellt und
die generelle Durchführung der Methodik beschrieben.
Das nachfolgende Kapitel 5 beschreibt aufgrund der zuvor gewonnenen Informationen
durch die empirische Studie die Profile der für diese Arbeit relevanten
Handelsunternehmen. Es wird bestrebt, einen Einblick in die Sortimentsstruktur zu
schaffen, die Unterscheidungsmerkmale in den Weinabteilungen darzulegen und
Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten, die daraus resultieren können, zu vermitteln.
Die Schlussfolgerung aus der Analyse der Thesis findet im Kapitel 6 statt: die
Kategorisierung von Weinabteilungen. Es sollen sich 4 Klassen bilden lassen, die die
Weinabteilungen in den Verbrauchermärkten und SB-Warenhäusern mit ihren
Funktionen und Unterscheidungsmerkmalen erfassen und festlegen.
- 2 -
Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Weine des gehobenen Bereiches der
Handelshäuser gelegt und wie diese differenziert werden. Ebenso findet eine
Begründung statt, aufgrund welcher Bestimmungen diese Unterscheidung so
durchgeführt wird. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten, basierend auf
gemeinsamen Eigenschaften der Handelsunternehmen im Weinsortiment, wie der teils
ähnlichen Produktpolitik, werden ebenfalls mitberücksichtigt.
Im Kapitel 7 findet eine Beurteilung und Gegenüberstellung der gewonnenen
Ergebnisse und Informationen aus der empirischen Studie statt. Es werden Ansätze
zur weiterführenden Forschung und zur Erarbeitung des Themas ,,Kategorisierung von
Weinabteilungen" genannt.
Abschließend findet anhand einer Zusammenfassung in Kapitel 8 eine komprimierte
Darstellung der gesamten Thematik statt.
- 3 -
2. Grundlagen
Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die wichtigsten Begriffe zum Thema
Kategorisierung von Weinabteilungen im Lebensmittelhandel. Es gibt einen kurzen
Einblick darüber, was Kategorisierung bedeutet, welche Eigenschaften sie hat und wie
sie auf andere Bereiche übertragen wird. Das eigentliche Gebiet, der Handel, wird in
seinen verschiedenen Betriebsformen und -arten kurz erläutert und die wesentlichen
Unterschiede aufgezeigt.
2.1. BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1.1. Kategorisierung
Kategorisierung ist der Vorgang, bei dem unterschiedliche Objekte oder Eigenschaften,
bezogen auf diese Thesis, ,,Weinabteilungen", auf der Grundlage von
Gemeinsamkeiten als Klassen zusammengefasst werden. Bereits vorhandene
Kenntnisse mit Entitäten bestimmter Einteilungen werden mit erneuerten,
gegenwärtigen Erfahrungen verknüpft. Jede Entität wäre außergewöhnlich und man
könnte sie nicht mit davor gewonnenen Kenntnissen oder darauf folgenden Vorgängen
verbinden, wenn es keine Kategorisierungsmöglichkeiten gäbe. In allen
Handlungsebenen und Denkweisen nimmt Kategorisierung eine tragende Rolle ein und
unterstützt so bei der Wahrnehmung, Handlungsplanung, dem Lernen, der
Kommunikation und dem Denken (WALDMANN, 2002, S. 4)
2.1.2. Handel
Unter Handel allgemein versteht man den Güteraustausch zwischen verschiedenen
Wirtschaftseinheiten (WEINBERG, 1987, S. 220). Genauer gesagt ist es der Tausch
von beweglichen Sachgütern ohne Be- und Verarbeitung der Waren das Geschäft rund
um das Produkt Wein selbst (MÜLLER-HAGEDORN, 1984, S. 16). Der Handel bezieht
sich nur auf den Ankauf, Beförderung, Verkauf von Wein und den damit verbundenen
Dienstleistungen. Der Wein darf dabei nicht verändert werden, das heißt der
ursprüngliche Zustand, wie er vom Erzeuger abgefüllt wird, muss erhalten bleiben.
Was das Design und die Verpackung betrifft, haben die Handelsunternehmen
unterschiedliche Kriterien. Zur besseren Veranschaulichung sei ein Beispiel genannt:
Unternehmen X lässt seine Weine von der OWK abfüllen und verkauft diese dann
unter ihrem Namen (Eigenmarke).
- 4 -
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