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Selbst & Selbstkonzept bei C.G.Jung

Titel: Selbst & Selbstkonzept bei C.G.Jung

Seminararbeit , 1995 , 11 Seiten , Note: 1

Autor:in: Mag. Arno Krause (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Obgleich C.G. JUNGs Theorie über das kollektive Unbewußte hauptsächlich für den erwachsenen Menschen
konzipiert war, konnte besonders unter seinen Schülern die Bedeutung seiner Annahmen auch für
das sich entwickelnde Kind herausgearbeitet werden. Die von JUNG eingeführten Begriffe bzw Prozesse
wie Archetypus, Individuation etc. prägen demgemäß bereits die Entwicklung des Kindes praktisch von
Geburt an und werden im Überblick dargestellt.
Schlagworte: Selbstverwirklichung - Individuation - ‘Ich’ und ‘Selbst’ - Mandala - Archetypen - Integrierung
- Deintegrierung - Reintegrierung - allmächtiges Selbstgefühl - primitive Identität.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. GRUNDLAGEN | EINLEITUNG

2. DAS SELBST

3. ARCHETYPEN

4. SELBST UND SELBSTBILD BEIM SICH ENTWICKELNDEN KIND

5. DIE BEDEUTUNG DER ARCHETYPEN FÜR DAS KIND

6. SELBSTBILDER DER ALLGEWALT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entwicklung des Selbstkonzepts aus der Perspektive der analytischen Psychologie nach C.G. Jung, wobei der Fokus insbesondere auf der Übertragung dieser theoretischen Konzepte auf die psychische Entwicklung des Kindes liegt.

  • Grundlagen der JUNGschen Theorie des kollektiven Unbewussten
  • Differenzierung zwischen dem Ich und dem Selbst
  • Die Rolle von Archetypen in der frühkindlichen Entwicklung
  • Psychodynamische Prozesse wie Integrierung, Deintegrierung und Reintegrierung
  • Die Entstehung und Funktion von Allmachtsphantasien und Selbstbildern

Auszug aus dem Buch

SELBST UND SELBSTBILD BEIM SICH ENTWICKELNDEN KIND

Nach JUNG bzw seinen Schülern muß klar zwischen dem Selbst und den Selbstdarstellungen oder -bildern unterschieden werden. Die Mandala-Figuren, deren Bedeutung als Symbole, also Darstellungen des Selbst, JUNG so stark betont hat, stehen mit der Grundlage des Selbst im Kinde und seinen Gefühlen von Identität in Verbindung und stellen stabile Zustände dar. Da man aber der Anschauung ist, daß das Selbst den Organismus als ein Ganzes einschließt, muß man seine manifeste, dynamische und oft unstete, labile Natur bei theoretischen Formulierungen in Betracht ziehen. Der entwicklungsorientierte Ansatz des Selbst, der aufgrund dieser Beobachtungen entwickelt wurde, ist folgender:

Das Kind beginnt als eine ursprünglich psychosomatische Einheit, die das Selbst genannt wird, von der aus die Weiterentwicklung stattfindet - seine Energie ist neutral. Es ist ein Integrat, welches deintegriert. Frühe Deintegrate werden durch die libidinösen und aggressiven Triebe herbeigeführt, die das Kind in Beziehung zu Objekten bringen; von diesen ist natürlich die Mutterbrust bei weitem das allerwichtigste. Wenn genug totale lustvolle Erlebnisse stattfinden, wird Versagung erträglich, und Subjekt-Objekt-Beziehungen werden gefördert. Angesichts der Möglichkeit, daß das Kind das extrauterine Leben mit einem rudimentären Ich beginnt, muß man eher von Förderung als von Schaffung (Erzeugung) sprechen. Da diese frühen Erfahrungen totale sind, können sie zu einem Gefühl von Allmacht führen, das sich später zur Zeit der Ich-Differenzierung in Selbst-Bildern manifestiert. Die frühen Erfahrungen des Kindes, die durch de-integrierende Triebe herbeigeführt werden, führen dann zur Re-Integrierung, d.h. Schlaf, wenn sie befriedigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. GRUNDLAGEN | EINLEITUNG: Einführung in die Theorie des kollektiven Unbewussten und die Bedeutung der Individuation für die Gesamtpersönlichkeit des Menschen.

2. DAS SELBST: Definition des Selbst als Totalität der Psyche in Abgrenzung zum Ich und Darstellung seiner zentralen Funktion im seelischen Leben.

3. ARCHETYPEN: Erläuterung der Archetypen als theoretische Wesenheiten und deren Rolle als Deintegrate des Selbst innerhalb der menschlichen Struktur.

4. SELBST UND SELBSTBILD BEIM SICH ENTWICKELNDEN KIND: Untersuchung der dynamischen Prozesse (Integrierung, Deintegrierung, Reintegrierung) bei der Entwicklung des kindlichen Selbst.

5. DIE BEDEUTUNG DER ARCHETYPEN FÜR DAS KIND: Beschreibung, wie archetypische Strukturen in Form von Körperbildern und später komplexeren Symbolen in die kindliche Entwicklung einfließen.

6. SELBSTBILDER DER ALLGEWALT: Analyse der Entstehung von Allmachtsempfindungen und Identitätsvorstellungen im frühen Kindesalter durch die Wechselwirkung mit der Umwelt.

Schlüsselwörter

Selbst, Individuation, Archetypen, Kollektives Unbewusstes, Ich-Entwicklung, Integrierung, Deintegrierung, Reintegrierung, Mandala, Allmachtsphantasien, Primitive Identität, Selbstbild, Psychoanalyse, Psychosomatische Einheit, Kinderpsychotherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konzepte des Selbst und der Archetypen von C.G. Jung und deren Anwendung auf die psychische Entwicklung von Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Begriffe Ich und Selbst, der Prozess der Individuation, die Bedeutung frühkindlicher Erfahrungen sowie die Entwicklung von Identität und Selbstbildern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie JUNGsche Begriffe wie Archetypus und Individuation bereits den Prozess der kindlichen Entwicklung von Geburt an prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der psychologischen Theoriebildung JUNGs und seiner Nachfolger (insbesondere FORDHAM) sowie auf klinischen Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Selbst und der Archetypen sowie die praktische Anwendung dieser Modelle auf die Kindheitsentwicklung, inklusive der Rolle von Allmachtsgefühlen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Selbstverwirklichung, Individuation, Archetypen, Ich-Wachstum und die Integrierungs-Dynamik des Selbst.

Was besagt die Theorie der De-Integrierung in Bezug auf das Kind?

Das Selbst des Kindes integriert und deintegriert ständig, um durch Triebentladungen und deren Befriedigung zu reifen, was einen essentiellen Entwicklungsprozess darstellt.

Warum spielt das "Mandala" in diesem Kontext eine Rolle?

Das Mandala gilt als wichtigstes Symbol, in dem sich das Selbst manifestiert und das Streben des Menschen nach Einheit repräsentiert.

Wie unterscheidet sich die JUNGsche Sichtweise zur Entwicklung?

Sie betont den sehr frühen Beginn der Selbst-Entwicklung (wahrscheinlich ab Geburt) durch die integrierenden Handlungen des Selbst, im Gegensatz zu anderen entwicklungspsychologischen Ansätzen.

Welche Rolle spielen "Allmachtsphantasien" bei der Entwicklung?

Sie dienen dazu, die kindliche Hilflosigkeit zu beherrschen und sind eng mit dem Prozess der Ich-Entwicklung und der Wahrnehmung von Vorbildern verknüpft.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Selbst & Selbstkonzept bei C.G.Jung
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für Psychologie)
Veranstaltung
VO: Entwicklung des Selbstkonzepts
Note
1
Autor
Mag. Arno Krause (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1995
Seiten
11
Katalognummer
V121685
ISBN (eBook)
9783640263790
ISBN (Buch)
9783640263882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbst Selbstkonzept Jung Entwicklung Selbstkonzepts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Arno Krause (Autor:in), 1995, Selbst & Selbstkonzept bei C.G.Jung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121685
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Leseprobe aus  11  Seiten
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