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Untertitel: Geeignetheitsprüfung für mittelständischen Hotelbetrieb
Projektarbeit, 2009, 34 Seiten
Autor: Sascha Nikolai Schmidt
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Institution/Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg
Tags: EMAS, Projektarbeit, Praxisphase
Jahr: 2009
Seiten: 34
Note: 3,0
Literaturverzeichnis: ~ 29 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-26459-9
ISBN (Buch): 978-3-640-26486-5
Laut Korrektur inhaltlich fehlerfreie Arbeit mit formalen Schwächen.
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Zusammenfassung / Abstract
Die Arbeit klärt im theoretischen Teil Begriffe aus den Bereichen Umweltmanagementsystem (UMS) und Öko-Auditierung generell und liefert eine umfassende Darstellung über den Ablauf einer EMAS-Auditierung/-Zertifizierung als EU-Variante eines Umwelt-Audits. Im Anschluss werden Aspekte der praktischen EMAS-Umsetzung in einem kleineren Hotel- und Restaurantbetrieb (KMU) wie Dokumentationsanforderungen im Gefahrstoffbereich (Reinigungsmittel, etc.) vorgestellt. Generelle und betriebsbezogene Überlegungen zu nachhaltigem Wirtschaften und Energiekennzahlen runden die Arbeit ab.
Textauszug (computergeneriert)
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung - 1 -
2. Grundlagen - 2 -
2.1. Al gemeine Begriffsbestimmungen - 2 -
2.1.1. Umweltmanagement und Umweltmanagementsystem (UMS) - 2 -
2.1.2. Zertifizierung und Audit - 4 -
2.2. Gründe für ein Öko-Audit - 6 -
3. Das Öko-Audit nach EMAS - 7 -
3.1. Gesetzliche Rahmenbedingungen und Ziele - 7 -
3.2. Ablauf - 9 -
3.2.1. Umweltpolitik - 10 -
3.2.2. ,,Umweltprüfung" oder Input-/Output-Analyse - 10 -
3.2.3. Umweltbetriebsprüfung als Kontrol e des UMS - 11 -
3.2.4. Umwelterklärung als Output des UMS - 11 -
4. EMAS in der praktischen Umsetzung - 12 -
4.1. Grundsätzliches zu Audits in der mittelständischen Hotel erie - 12 -
4.2. Passende Umwelterklärung - 13 -
4.2.1. Formale Aspekte - 13 -
4.2.2. KMU-gemäße Inhalte - 14 -
4.3. Angemessene Dokumentation - 15 -
4.3.1. Hoteltypische Dokumentationsstruktur - 15 -
4.3.2. Gefahrstoffdokumentation des Rappenhofs - 16 -
4.4. Meine Mitarbeiter machen mit - 19 -
5. Fazit - 20 -
Literaturverzeichnis - 21 -
Anhang - 24 -
Anhang I : Sicherheitsdatenblatt - 24 -
Anhang II : Betriebsanweisungr - 29 -
- I -
Abkürzungsverzeichnis
§(§) Gesetzesparagraph(en)
% Prozent
& und
Abb. Abbildung
Abs. Absatz (eines Gesetzesartikels)
BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
bzw. beziehungsweise
DEHOGA Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
DIN Deutsches Institut für Normung
EG Europäische Gemeinschaft
EMAS Eco-Management and Audit Scheme
EN Europäische Normen
e. V. eingetragener Verein
EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
f folgend(e Seite)
ff fortfolgend(e Seiten)
FN Fußnote
FBMA Food + Beverage Management Association e.V.
ggf. gegebenenfalls
GmbH &Co.KG Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft
H. Heft
insb. insbesondere
insg. insgesamt
i.d.R. in der Regel
i.S.v. im Sinne von
i.V.m. in Verbindung mit
ISO International Organization for Standardisation
Jg. Jahrgang
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
KMO Kleine und mittlere Organisationen
KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
lat. lateinisch
m.E. meines Erachtens
mind. Mindestens
Mio. Millionen
Mrd. Milliarden
m.w.N. mit weiterem Nachweis
o.g. oben genannte(r/n)
PDCA Plan-Do-Check-Act
QM(S) Qualitätsmanagement(system)
s./S. Siehe
S. Seite
sog. sogenannte(r/n)
SWOT Strengths Weaknesses Opportunities Threats
TQM Total Quality Management
UGA Umweltgutachterausschuss
UM(S) Umweltmanagement(system)
USP
unique selling proposition
usf. und so fort
usw. und so weiter
Vgl. Vergleiche
VO (Rechts) Verordnung
www. World wide web
z.B. zum Beispiel
- II -
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Umweltmanagement als klassischer PDCA-Circle - 3 -
Abb. 2 Umweltmanagement als Teil eines TQM-Systems - 4 -
Abb. 3 Öko-Audit - Warum ? - 6 -
Abb. 4 Das aktuel e EMAS-Logo - 7 -
Abb. 5 EMAS II > ISO 14001 - 8 -
Abb. 6 EMAS-Ablauf als PDCA-Anwendung - 9 -
Abb. 7 Aufbauorganisation des Ausbildungsbetriebes - 14 -
Abb. 8 Relevante Umweltaspekte in der Hotel erie - 15 -
Abb. 9 Gefahrstoffkataster des Rappenhofs - 16 -
- III -
1. Einleitung
Kennzahlen sprechen ihre klare Sprache auch hier: Waren es 2001 noch 3,7 % des Gesamtumsatzes, den ein Hotelier für die Energiekosten aufwenden musste1, stieg der Anteil 2004 auf 4,0% 2 und beschleunigte sich der Anstieg 2006 (5,3 % 3) und bis heute weiter. So geht man für KMU bereits von Werten von 6 - 8 % aus.4
Doch auch wen Kennzahlen kalt lassen, weiß durch bloßen Nachrichtenkonsum von den ,,explodierenden Kosten" auf dem Öl-, Gas- und Strommarkt. Auch ,,alternative Energien" reagieren auf das Preisfindungsgesetz von Angebot und Nachfrage: So hoffen die Holz-schnitzel/-pellets-Interessenvertreter bereits in wenigen Jahren eine Ölpreisbindung erzielen zu können.5
Und mehr noch als bei anderen Kostenarten ist bei der Energie der bloße Kostenfaktor indes nicht al einiger Beweggrund für Maßnahmen. Wir befinden uns auf dem emotionalen Feld ,,Patient Erde" 6: ,,Den Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie wird die schweigende und duldende Natur gewinnen !"7
Im Umweltschutz und hier spielt auf Betriebsebene neben der Energie über die Medien Wasser und Abwasser bzw. Müll generell auch die Kostenart ,,(Steuern/)Gebühren/Beiträge" eine zentrale Rolle sind Fehler und Versäumnisse besonders dramatisch, da häufig irre-versibel; die Ersatzerde im Kofferraum existiert bekanntlich nicht. Pathetisch-apokalyptische Statements sind in diesem Bereich daher auch in sonst eher sachlich-kühlen Management-Handbüchern nicht untypisch.
Trotz der globalen Gefahrenlage bleiben (zumindest) Betriebswirte aber dem ,,going-concern-Prinzip" verhaftet und so wären Management-Handbücher nicht für Unternehmer und Betriebswirte, sondern für Unterlasser und ,,Nichtbetrieb"swirte geschrieben, wenn sie
1 Vgl. DWIF (2001), S. 187 ff.; zugrundegelegt sind Stadthotels mit
gehobener Ausstattung, Eigentumsbetriebe mit durchschnittlich 52 Gästezimmern
und 200 anrechenbaren Sitzplätzen, wie Sie auch von der DEHOGA-Betriebsberatung
als Vergleichsbasis für den ,,Rappenhof" regelmäßig herangezogen werden.
2 Vgl. DWIF (2004), S. 211 ff.
3 Vgl. BBG Consulting (2006), HO 4.1; belast- bzw. bezahlbare Daten aus einer
Quelle standen dem Verfasser für die Zeit ab 2005 nicht zur Verfügung.
4 Schaetzing (2006), S. 571.
5 Insider-Information des Verfassers aus Forstkreisen.
6 Vgl. WamS (2008), S. 4 f.
7 Schaetzing (2007), S. 600.
die ökologischen Probleme nicht als Herausforderung und Chance und daher umweltorientiertes Hotel-Management nicht auch ganz pragmatisch, nämlich als (einen) ,,weiteren aktuellen und wichtigen präferenzstrategischen Ansatz, um Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenzhotels zu erzielen"8, sehen würden. ,,Aktion statt Reaktion ist hier verlangt. Wenn wir nicht heute handeln, wird es morgen noch viel teurer werden."9
Ziel der Arbeit ist es nun, eine Öko-Zertifizierung eines Hotel und Gaststätten-Betriebes (nach EMAS) als
eine
Umweltmanagement-Maßnahme näher zu beleuchten, die entsprechenden Begriffe zu klären und insbesondere anhand der einschlägigen (Dokumentations-) Anforderungen der Frage nachzugehen, ob für kleine und mittlere Unternehmen bzw. Organisationen (KMU bzw. KMO10) eine Öko-Auditierung überhaupt ,,machbar" ist. Als Anlass und Berechtigungsnachweis für diese Ausgangsüberlegung sei schon hier darauf hingewiesen, dass eine der Herkunft und al gemeinem (Vor)Verständnis nach industriel ausgelegte Zertifizierungsnorm wie die internationale Umweltmanagementsystemnorm ISO 14001 als ,,Minus" in der EMAS-Auditierung vol umfänglich enthalten ist.11 Al dies soll exemplarisch am Beispiel des Ausbildungsbetriebes ,,Hotel und Gutsgaststätte Rappenhof" in Weinsberg erfolgen.
2. Grundlagen
2.1. Allgemeine Begriffsbestimmungen
2.1.1. Umweltmanagement und Umweltmanagementsystem (UMS)
Betriebliches Umweltmanagement beinhaltet al e auf die natürliche Umwelt bezogenen Gesichtspunkte der Unternehmensführung, befasst sich also mit der Integration umweltbezogener Aspekte bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen.12 Es geht mithin um die Frage, ob und in welchem Umfang umweltbezogene Auswirkungen betrieblicher Entscheidungen schon in der Entscheidungsphase integriert werden sol en. Dies hängt einerseits von gesetzlichen Auflagen (z.B. §53 BImSchG) ab, die zur Internalisierung, d.h. ,,Einkalkulierung" externer Kosten bzw. Auswirkungen (auf die Umwelt) zwingen, andererseits aber auch von den selbst gesteckten Umweltzielen des Unternehmens, seiner Umweltphilosophie, ab. Letztere werden spätestens durch eine Veröffentlichung auch (selbst-) bindend, da das Unternehmerhandeln dann von Dritten bzw. der Öffentlichkeit auf seine entsprechenden Erklärungen hin überprüfbar wird.
8 Schrand/Schlieper (2004), S. 237.
9 Schaetzing (2007), S. 600, nun schon weniger fatalistisch.
10 Vgl. Zollondz (2002), S. XIII; sowie Definition in FN. 38.
11 Vgl. Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden Württemberg et al. (2001), S.
28.
12 Vgl. Dyckhoff/Souren (2008), S.1 ff.
- 2 -
In al en Bereichen berücksichtigt Umweltmanagement bei der Planung, Durchsetzung und Kontrolle der Unternehmensaktivitäten (s. Abb.1) die Minimierung bzw. möglichst Vermeidung von Umweltbelastungen durch ,,Einberechnung" al er umweltrelevanten Inputs (z.B. Wasser, Heizöl) und Outputs (z.B. Abwasser, Altpapier) al er unternehmerischer Aktivitäten bei
gleichzeitiger
Sicherung der sonstigen Unternehmensziele (Rentabilität halten, Service-qualität erhöhen, etc.).
Abb. 1 Umweltmanagement als klassischer PDCA-Circle
Quelle: www.alpha-cons.ch/_images/pdca.jpg
Umweltmanagement sol sicherstel en, dass eine nachhaltige Umweltverträglichkeit al er betrieblichen Prozesse und/oder Produkte gegeben ist. Die Bereiche Umweltpolitik, Umweltschutz und Umweltleistung (Input-/Output-Analysen), sowie die Einhaltung behördlicher Auflagen werden vom Umweltmanagement geplant.13 Wobei hier schon darauf hingewiesen sei, dass auch Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden selber ,,Umwelt" des Unternehmens
sind
und diese nicht nur beeinflussen, also nicht nur Subjekte/Träger des Umweltmanagements, son-dern auch dessen ,,Objekte" sein können. Beispielhaft sei erwähnt, dass auch Kundenpflege (CRM, etc.) durchaus als Teil eines Umweltmanagementsystems wie EMAS erfasst werden kann. 14
Ein Umweltmanagementsystem (UMS) als verfahrenstechnisches Gerüst gewährleistet die organisatorische und informationstechnische Einbindung al er umweltbezogenen Aktivitäten in das ,,laufende Geschäft" durch Stel enpläne, Aufgaben- und Verfahrensanweisungen, Verantwortungszuordnungen, sowie systematische Mitarbeitereinbindung durch Mitarbeiteraus-
13 Vgl. Malorny (1996), S. 300 f.
14 Vgl. Schaltegger/Sturm (1992), S. 4: Die Anthroposphäre als Teil der
Biosphäre.
- 3 -
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