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Der Konstruktivismus nach Kersten Reich

Hausarbeit, 2004, 15 Seiten
Autor: Bettina Rütten
Fach: Pädagogik - Allgem. Didaktik, Erziehungsziele

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 15
Note: 1,9
Literaturverzeichnis: ~ 4  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V122029
ISBN (E-Book): 978-3-640-27282-2
ISBN (Buch): 978-3-640-27310-2

Zusammenfassung / Abstract

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Strömungen des Konstruktivismus. Sie haben sich hauptsächlich seit den Siebziger Jahren des vergangen Jahrhunderts entwickelt. Neben dem Methodischen und dem Sozialen Konstruktivismus gibt es den Radikalen Konstruktivismus. Zu Letzterem kann Kersten Reich zugeordnet werden, auf dessen Werk ich mich im Wesentlichen beziehe.


Textauszug (computergeneriert)

Proseminar

7005 Pä dagogische Grundbegriffe und Prozesse (Schreibwerkstatt)

Wintersemester 2003/2004

Der Konstruktivismus nach Kersten Reich

Bettina Rütten

1. Semester

Lehramt Primarstufe


Der Konstruktivismus nach Kersten Reich

1. Einleitung 3

2.

Grundlagen der systemisch-konstruktivistischen Pä dagogik

nach Kersten Reich 5

2.1 Konstruktion 5

2.2 Rekonstruktion 5

2.3 Dekonstruktion 5

2.4 Praxisbeispiel 6

3. Symbolik, Imagination und reale Ereignisse 8

3.1 Symbolik 8

3.2 Imagination 8

3.3 Reale Ereignisse 9

4. Die Wahrnehmung bei Kersten Reich 10

4.1 Wahrnehmung durch Beobachter 10

4.2 Wahrnehmung als Selbstbeobachter 11

4.3 Wahrnehmung durch Kommunikation 11

5. Literaturverzeichnis 14

Seite 2


1. Einleitung

Grundsä tzlich gibt es drei unterschiedliche Strömungen des Konstruktivismus.

Sie haben sich hauptsä chlich seit den Siebziger Jahren des vergangen Jahr-

hunderts entwickelt.

Neben dem Methodischen und dem Sozialen Konstruktivismus gibt es den

Radikalen Konstruktivismus. Zu Letzterem kann Kersten Reich zugeordnet

werden, auf dessen Werk [Reich, Kersten: Systemisch-konstruktivistische Pä -

dagogik: Einführung in Grundlagen einer interaktionistisch­ konstruktivistischen

Pä dagogik / Kersten Reich. ­ 4., durchgesehene Auflage. ­ Neuwied; Kriftel:

Luchterhand, 2002. ­ 298 S.] ich mich im Wesentlichen beziehe.

Der Grundgedanke des Radikalen Konstruktivismus lä sst sich knapp zu-

sammenfassen: Es wird davon ausgegangen, ,,dass grundsä tzlich ,menschliche

Wahrnehmung, das Denken und Erinnern nicht eine ä uß erliche Realitä t abbil-

den oder reprä sentieren, sondern eine eigene Wirklichkeit erzeugen.′" (Rusch,

Wien 2002, Seite 18)1

Kersten Reich zeigt zu Anfang seines Werkes drei Bilder auf. Das erste Bild

passt wunderbar zu der Zusammenfassung von G. Rusch über den Radikalen

Konstruktivismus.

Das Bild handelt von dem Philosophen René Descartes. Dieser las und stu-

dierte unzä hlige Bücher um die reine Wahrheit zu erfahren. Doch mit jeder ne u-

en Theorie wurde eine andere widerlegt. Eine absolute Wahrheit konnte er nicht

finden. Dies frustrierte Descartes sehr und er grenzte sich gegen diese Unüber-

sichtlichkeit und Widersprüchlichkeit ab und zog sich aus dem Studium der Welt

auf sein reines Ich zurück. Er merkte, dass Zweifel erlaubt und positiv sind. Laut

Descartes kann man jedoch mit anderen ,,Geistern" gemeinsam herausfinden,

welches Wissen JEWEILS, und ich finde DAS ist der Schlüssel, Bestand und

Gültigkeit hat.

1 Rusch, G.: Beantwortung der Frage: Was ist ,,Radikaler Konstruktivismus"? In: Wallner, F.G. /

Agnese, B. (Hrsg.): Konstruktivismen. Eine kulturelle Wende. Wien 2000, S.18. In: König, E-

ckard: Theorien der Erziehungswissenschaft: Einführung in Grundlagen, Methoden und prakti-

sche Konsequenzen / Eckard König/Peter Zedler. ­ 2. Aufl., Dr. nach Typoskript. ­ Weinheim;

Basel : Beltz, 2002. ­ 262 S. (UTB; 8219). S. 228.

Seite 3


Es gibt also überhaupt kein al gemeingültiges Wissen, sondern es ist viel diffe-

renzierter zu sehen. Nicht jede Theorie passt zu jeder Praxis. Das hei ß t weiter-

hin, dass zum Beispiel in der Pä dagogik mit Kindern eine von mir angewandte

Theorie für das eine Kind absolut perfekt sein kann. Im gleichen Fall kann aber

genau diese Pä dagogik für ein anderes Kind sehr schä dlich sein.

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