Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
Frisuren/ Haarmode/ Make- up im Spätbarock und der Régence close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Frisuren/ Haarmode/ Make- up im Spätbarock und der Régence

Hausarbeit, 2008, 34 Seiten
Autor: Sandra Lloyd
Fach: Design (Industrie, Grafik, Mode)

Details

Veranstaltung: Grundlagen der Gestaltung/ Form und Farbe
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück
Tags: Frisuren/, Haarmode/, Make-, Spätbarock, Régence, Grundlagen, Gestaltung/, Form, Farbe
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 34
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V122519
ISBN (E-Book): 978-3-640-27879-4


Zusammenfassung / Abstract

In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der Frisuren-, Haar- und Make- upmode in den Jahren 1680- 1720, welche das Zeitalter des Spätbarock und der Régence umfassen. Ich beschreibe die unterschiedlichen Kleidungsstücke, die Frisuren und das Make- up gegliedert in Männer- und Frauenmode und stelle die Unterschiede heraus, auch die Verschiedenheiten der Mode innerhalb der jeweiligen Stände werden berücksichtigt. Diese Aspekte sind eingebunden in den historischen Kontext um die Ursachen und Entwicklungsstadien der Trends besser zu verstehen. Ich erläutere auch kulturelle, religiöse, soziologische und wirtschaftliche Begebenheiten um ein umfassendes Abbild des damaligen Zeitgeistes herzustellen. Zum Schluss gebe ich einen kurzen Einblick in die weiterführende Geschichte.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Osnabrück

Seminar: Grundlagen der Gestaltung/ Form und Farbe

Sommersemester 2007





Frisuren/ Haarmode/ Make- up im (späten) Barock

und der Régence (1680- 1720)


Sandra Lloyd

Kosmetologie/ ev. Theologie

2. Semester





















Inhaltsverzeichnis

I Einleitung 3

II Das Zeitalter des Barock 3

1. Die Entstehung der Vormachtsstellung Frankreichs in Europa 3

2. Der Aufstieg Frankreichs zum Vorbild und Lieferant der Weltmode 4

III Mode im Spätbarock 5

1. Herren 5

2. Damen 11

3. Make- up 16

4. Wirtschaftliche Aspekte 18

IV Die Régence 19

1. Die Entwicklung Frankreichs 19

V Die Mode der Régence 20

1. Damenmode 20

2. Herrenmode 22

3. Das Bürgertum 22

VI Fazit 23

Literaturverzeichnis 24

Bildquellen: 25

Anhang 26



2


I Einleitung

In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der Frisuren-, Haar- und Make- upmode

in den Jahren 1680- 1720, welche das Zeitalter des Spätbarock und der Régence umfassen.

Ich beschreibe die unterschiedlichen Kleidungsstücke, die Frisuren und das Make- up

gegliedert in Männer- und Frauenmode und stelle die Unterschiede heraus, auch die

Verschiedenheiten der Mode innerhalb der jeweiligen Stände werden berücksichtigt. Diese

Aspekte sind eingebunden in den historischen Kontext um die Ursachen und

Entwicklungsstadien der Trends besser zu verstehen. Ich erläutere auch kulturelle, religiöse,

soziologische und wirtschaftliche Begebenheiten um ein umfassendes Abbild des damaligen

Zeitgeistes herzustellen. Zum Schluss gebe ich einen kurzen Einblick in die weiterführende

Geschichte.

II Das Zeitalter des Barock

Der Name ,,Barock", ist vermutlich abgeleitet von dem portugiesischen Wort barrocco:

unregelmäßige Perle oder auch von dem lateinischen Wort barocco welches einen

komplizierten Gedankengang in einem logischen System bezeichnet. Den Menschen dieser

Zeit war der Begriff allerdings unbekannt. Er kam erst um 1800 in Gebrauch.1

Im Allgemeinen wird die Zeit des Barock in 3 Epochen unterteilt, die wären der Frühbarock

(die Zeit des 30jährigen Krieges, 1618- 48), der Hochbarock (ca. 1650- 75, die Zeit der

Rheingrafenhose) und der Spätbarock (etwa 1675- 1715, unter dem allumfassenden Einfluss

des französischen Königs Ludwigs XIV). Da meine Zeitvorgabe in dieser Arbeit die Jahre

1680- 1720 umfasst, gehe ich hier vor allem auf die Zeit des Spätbarock und die nachfolgende

Zeit der Régence (1715- 1723, die Übergangsphase vom Barock zum Rokoko, während der

nach dem Tod Ludwigs XIV, Herzog Philipp von Orléans übergangsweise, für den noch

minderjährigen Ludwig XV, die Regierung in Frankreich übernahm) ein.

1. Die Entstehung der Vormachtsstellung Frankreichs in Europa

Diese Zeit wurde bestimmt von den politischen und kulturellen Einflüssen Ludwigs XIV von

Frankreich (siehe Anhang Abb. 1). Ganz Europa orientierte sich an der französischen Etikette,

Lebensart und Mode, während der französische König ganz nach dem Prinzip des

Absolutismus lebte und wirkte.

1 Foerster, Rolf Hellmut,(1977): S. 297)

3


1643 besteigt der erst 5jährige Ludwig den französischen Thron. Als regierender Minister

fungiert allerdings bis 1661 Jules, eigentlich Giulio Mazarin, französischer Diplomat und

Kardinal mit italienischer Abstammung. Nach seinem Tod am 09.03.1661 in Vincennes,

Frankreich übernimmt Ludwig die Regierungsgeschäfte selbst.2

Zu dieser Zeit glaubte keiner daran, dass ,,,,Frankreich wieder einen Souverän haben

würde.""3 Er ordnete den Regierungsapparat neu und ,,,,machte Ernst mit den Grundsätzen

seiner Erziehung und mit dem Satz aus Richelieus (Kardinal, Berater und Minister Ludwigs

XIII) Testament: `Wenn es wahr ist, daß die monarchische Regierung mehr als irgendeine

andere die Regierung Gottes nachahmt, so kann man kühn behaupten, dass die Vernunft

gebietet, daß Gott dieses Amt einer einzigen Persönlichkeit gibt, die über allen anderen

steht.`""4 Er machte sich also selbst zum Mittelpunkt seines Staates und wählte die Sonne

gleichbedeutend als sein Symbol, welches ihm auch den Namen Sonnenkönig einbrachte.

Da er Paris nicht sehr schätzte, verlegte er seinen Regierungssitz nach umfangreichen

Umbauten der Gebäude und des Geländes zum Schloss Versailles, welches auch Mittelpunkt

kultureller und gesellschaftlicher Anlässe aller Art für ganz Europa wurde. Dies wurde vor

allem begünstigt durch die gut gefüllten Staatskassen und die Pflege von Theater und Kunst,

welche er Richelieu und Mazarin zu verdanken hatte.

2. Der Aufstieg Frankreichs zum Vorbild und Lieferant der Weltmode

Auch König Ludwig XIV war, wie auch seine Vorgänger sehr interessiert an Kultur und ihrer

wirtschaftlichen Bedeutung. Er begünstigte es wenn Angehörige seines Hofes sich in diesen

Bereichen verdient machen wollten. Wie zum Beispiel sein Minister Jean- Baptiste Colbert,

Marquis de Seignelay, der es durch die Gründung eigener Spitzenschulen, welche Spitzen und

Seide herstellten und Einfuhrsperren, schaffte Venedig von der Poleposition des

Modemarktes zu verdrängen.

Die Bekanntmachung der französischen Mode erfolgte durch lebensgroße Wachspuppen, die

mit der neuesten Mode bekleidet jeden Monat eine Reise durch die Höfe Europas antraten.

Man nannte sie: ,,,,les fameuses poupées""5 bestehend aus ,,,,(der) `(großen) Pandora´ in der

Staatstoilette (und) (der) `(kleinen) Pandora´ im Negligé.""6 Die Staatstoilette bezeichnet die

volle Galaausstattung, Negligé meint nicht wie im heutigen Sprachgebrauch ein dünnes

2 URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Mazarin) [Stand: 31.07.2007]

3 Foerster, Rolf Hellmut (1977): S. 154

4 Foerster, Rolf Hellmut,(1977): S. 159

5 Hansen, Henny Harald (1956): S. 160

6 Lenning, Gertrud,(1986): S. 137

4


Nachthemdchen, sondern Reise- und Hauskleidung plus alles andere was nicht zur vollen

Gala gehört.

Außerdem entstanden zu der Zeit eine Kunstakademie, eine Architekturakademie und eine

manufacture des meubles. Und sogar das Wort Mode, welches bis dahin völlig unbekannt

war, entstammt dieser Epoche. Französisch wurde zur Sprache der Mode.7

III Mode im Spätbarock

Die Mode des Spätbarock war vornehmlich eine Mode des Hofes, sie sollte Ausdruck der

höfischen Vormachtsstellung, der geistigen Überzeugungen und des Lebensstils sein. Die

normale Bevölkerung versuchte sich zwar in Nachahmungen, wurde aber wiederholt durch

Kleiderordnungen beschränkt.8

1. Herren

Kleidung

Die Herrenmode hatte sich nach dem 30jährigen Krieg immer mehr von dem harten

militärischen Kurs der Kriegsjahre abgewandt. Die Menschen hatten den Krieg und alles was

daran erinnerte satt und strebten danach das Leben zu genießen und dies auch durch ihr

Aussehen auszudrücken. Das außergewöhnliche der Herrenmode dieser Zeit ist, dass sie

wahrscheinlich das erste und einzige Mal in der Geschichte der Mode, interessanter ist als die

der Frauen. (Entwicklungsschritte siehe Anhang Abb. 3)

Soldaten

Die Bildung der stehenden Heere (,,eine dauernd unter Waffen und damit jederzeit einsetzbare

Armee")9 nach dem Ende des 30jährigen Krieges führte dazu, dass die Soldaten festen

Einheiten zugeteilt wurden und nicht wie vorher mal hier mal da eingesetzt wurden, daher

wurde es zur Notwendigkeit, dass sie je nach Einheit bestimmte Uniformen trugen. Die

gleichzeitige Entwicklung der Manufakturen schuf auch die technischen Vorraussetzungen

hierfür.10

Die Vereinheitlichung des Schnittes, der Farbe und des Besatzes der Überröcke der einzelnen

Regimenter und deren hierarchische Anordnung machte sie zu Uniformröcken. Zur

Erkennung der Zugehörigkeit war vor allem der Futterstoff wichtig, welchen man an den

zurückgeschlagenen Ärmelaufschlägen und später auch an Kragen, Revers und Rockschoß,

7 Hansen, Henny Harald,(1956): S. 160

8 vgl. Loschek, Ingrid,(1994): S.53

9URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Stehendes_Heer [Stand: 31.07.2007]

10 Thiel, Erika,(1997): S. 230

5


diesen vor allem bei Reitern, die diesen beim Reiten zurückschlugen, sehen konnte. Die

Verzierungen des Rockes und der Knopflöcher durch Stickereien, Schnüre und Litzen (eine

Art Geflecht) waren ebenfalls bei den verschiedenen Regimentern und Rängen

unterschiedlich. Teilweise sind sogar in einigen Uniformen der heutigen Zeit Überreste dieses

Stils zu finden.11

Anfangs galt der Uniformzwang nur für Angehörige des Heeres, es kam aber mit der Zeit

soweit, dass sogar der König, sprich der oberste Heerführer sich nach dieser Ordnung zu

richten hatte. So wurde der Uniformrock hoffähig und viele nahmen sich ein Beispiel an dem

neuen Aussehen des Königs.

Die Form des Uniformrockes veränderte sich allerdings, von einer weiten formlosen

Silhouette zum taillenbetonten, eng am Körper anliegenden Rock, man nannte ihn ,,juste- au-

corps". Auch die weiten Ärmel der vorherigen Modeepoche wurden wegrationalisiert zu

glatten Röhrenärmeln, an denen auch in der heutigen Herrenmode noch festgehalten wird. Sie

waren zu dieser Zeit allerdings weit verkürzt, bzw. zurückgeschlagen getragen worden, sodass

sich breite Aufschläge bildeten, die mit Knöpfen und Litzen, welche die Borten und Bänder

ablösten, verziert wurden. Man nannte diesen Besatz ,,Brandebourgs" (der Name bezog sich

ursprünglich auf die Mäntel der brandenburgischen Truppen, später auf deren

charakteristische Verzierung)12. Zur gleichen Zeit wurden auch Taschen und Rockschlitze an

den Uniformröcken eingeführt.13

Kleidung am Hofe

Die Herren am Hofe Ludwigs XIV trugen die gleichen Uniformröcke, allerdings wurden hier

nur die edelsten Stoffe, wie Seide, Samt und Brokat verwendet, welche mit Gold- und

Silberstickereien oft so bedeckt waren, dass ihre ursprüngliche Farbe kaum noch zu erkennen

war. Zuerst war es nur einer von Ludwig XIV ausgewählte Anzahl an Herren, 60 an der Zahl,

die sich so schmücken durften, man nannte diesen besonderen Rock ,,Justeaucorps à brevet",

allerdings verselbstständigte sich diese Moder derart, dass mit der Zeit von diesem Privileg

Abstand genommen wurde. Zu besonderen Anlässen wurden die Kleider später noch

zusätzlich mit allerhand Diamanten und Edelsteinen besetzt, der klare Diamant war der

beliebteste Edelstein dieser Zeit. Auch Spitzen waren als Schmuck sehr beliebt.14

11 `ebd.`

12 vgl. Lenning, Gertrud,(1986): S. 141

13 Thiel, Erika,(1997): S. 234

14 Hansen, Henny Harald,(1956): S. 165

6



Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/122519/frisuren-haarmode-make-up-im-spaetbarock-und-der-regence
please wait Bitte warten