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Entwurf eines Informationssystems zur Gehölzverwendung im Freiland unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten Brandenburgs

Bachelor Thesis, 2005, 71 Pages
Author: B.Sc. Ingo Schuch
Subject: Agrarian Studies

Details

Category: Bachelor Thesis
Year: 2005
Pages: 71
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 40  Entries
Language: German
Archive No.: V122603
ISBN (E-book): 978-3-640-27432-1
ISBN (Book): 978-3-640-27445-1

Abstract

Menschen brauchen Grün und haben sich von jeher gerne im Grünen aufgehalten. Dieses Verlangen stellt Planer und Ausführende in der Außenbegrünung immer wieder vor schwierige und wichtige Entscheidungen. So sollten die Eigenschaften, die Ansprüche und der Verwendungszweck des Gehölzes dem gewählten Standort mit seinen spezifischen Bedingungen gerecht werden. Nur so kann ein optimales Wachstum unter den gegebenen Standortbedingungen gewährleistet sein. Die Entwurfsidee eines Fachinformationssystems zur sachgerechten Gehölzverwendung im Freiland entwickelte sich als Reaktion auf die konkrete Forderung und dem somit vorhandenen Bedarf an einer Datenbank zur Außenbegrünung. Es soll damit der Grundstein für eine neue Planungshilfe zur sachgerechten Gehölzverwendung gelegt werden. Die vorliegende Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, den möglichen Inhalten und der Funktionsweise eines Fachinformationssystems zur sachgerechten Gehölzverwendung im Freiland. Es wird näher darauf eingegangen wie man ein solches Informationssystem entwirft und richtig plant. Die große Komplexität des Themas erfordert bei der Entwurfsplanung eine engere Eingrenzung. Ein Schwerpunkt wird deshalb auf die Verwendung von heimischen und standortgerechten Gehölzen für das Land Brandenburg gelegt. Die sich daraus ergebenen Fragestellungen nach den jeweiligen heimischen und standortgerechten Gehölzen sowie nach den relevanten regionalen Besonderheiten Brandenburgs werden bearbeitet. Ein weiterer Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich mit dem möglichen Nutzen und den sich daraus ergebenen Vorteilen bei einer Erstellung und dem Einsatz der benannten Datenbank. Im Laufe der Entwurfsplanung werden komplexe Zusammenhänge mit Hilfe von Modellen geplant und erklärt. Somit werden das Wesen und der Aufbau des zugrunde liegenden Informationssystems auch für Außenstehende leichter verständlich. Der Entwurf betrachtet weniger die technischen Aspekte. Es werden vielmehr Wege aufgezeigt, um hohe Praxisnähe und beste Wirksamkeit des Informationssystems zu erreichen. Ein primäres Ziel dieser Arbeit ist es, ein effizientes und möglichst benutzernahes Informationssystem zu entwerfen. Die daraus entstehende Datenbank soll die Bedürfnisse und Fähigkeiten der späteren Anwender berücksichtigen und muss an die zukünftigen Anwendergruppen angepasst sein, um für diese ein möglichst sinnvolles Werkzeug darzustellen.


Excerpt (computer-generated)

HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN

Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät

,,Entwurf eines Informationssystems zur Gehölzverwendung

im Freiland unter Berücksichtigung regionaler

Besonderheiten Brandenburgs"

Bachelor-Arbeit im Studiengang: Gartenbauwissenschaften

vorgelegt von: Ingo Schuch

Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus

Fachgebiet Ökonomik der gärtnerischen Produktion

Arbeitsgebiet Agrarinformatik

Bernau, im Juli 2005


I











Entwurf eines Informationssystems

zur Gehölzverwendung im Freiland

unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten

Brandenburgs


II

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielstellung

1

2. Grundlagen der Informationstechnologie

3

2.1 Zum Informationsbegriff

3

2.1.1 Charakteristika des Informationsbegriffs

4

2.1.2 Dimensionen des Informationsbegriffs

5

2.1.3 Information als Wirtschaftsgut

5

2.1.4 Digitale Informationen

6

2.1.5 Daten vs. Informationen

7

2.2 Begriffe der Datenverarbeitung

7

2.2.1 Was sind Daten?

8

2.2.2 Was ist eine Datenbank?

9

2.2.3 Was ist ein Datenbanksystem? 11

2.2.4 Was ist ein Informationssystem? 12

2.3 Relationale Datenbanken

16

2.3.1 Das Relationale Modell 16

2.3.2 Relationale Objekte 17

2.3.3 Relationale Integritätsregeln 20

2.3.4 Datenmanipulationssprache SQL 21

2.3.5 Relationale Operatoren 21

3. Konzeption des Informationssystems ,,Gehölzverwendung im Freiland"

23

3.1 Bedarfs- und Benutzeranalyse

23

3.1.1 Aufgaben und Ziele 25

3.1.2

Expertenbefragungen 27

3.2 Entwurf des Datenmodells

33

3.3 Beschreibung der notwendigen Funktionen

39

3.4 Nutzung und Pflege des Systems

41

4. Entwicklungsmöglichkeiten und Ausblicke

42

5. Zusammenfassung

44

6. Quellenverzeichnis

45

7. Anhang

48


III

Abkürzungsverzeichnis

Abb.

Abbildung

Bit

engl. Binary Digit (binäre Ziffer)

bzw.

beziehungsweise

CAD

engl. Computer-Aided Design (zum Erstellen von

3D Visualisierungen)

DB

Datenbank

DBS

Datenbanksystem

DBMS

Datenbankmanagementsystem

DSL

engl. Digital Subscriber Line (Datenübertragungs-

technologie)

EDV

elektronische Datenverarbeitung

ERM

engl. Entity-Relationship-Modell

FIS

Fachinformationssystem

GFA

Grünflächenamt

IS

Informationssystem

lat.

lateinisch

MS Access

engl. Microsoft Access

MS Windows

engl. Microsoft Windows

OLE

engl

.

Object Linking and Embedding (Protokoll von

Microsoft zum Einfügen von externen Objekten wie

Bildern oder Texten in eine Datenbank)

PC

engl. Personal Computer

RDBMS

relationales Datenbankmanagementsystem

SQL

engl. Structured Query Language

(Datenmanipulationssprache für eine relationale DB)

vs.

engl. versus (gegenüber stellen)

z.B.

zum Beispiel

-

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text auf die doppelte Nennung von

femininen und maskulinen Formen verzichtet. Bezeichnungen in der maskulinen

Form wie ,,der Entwickler, der Anwender, der Benutzer..." sind als neutral

anzusehen und beziehen sich ausdrücklich auf Frauen und Männer


- Seite 1 -

1. Einleitung und Zielstellung

Menschen brauchen Grün und haben sich von jeher gerne im Grünen aufgehalten.

Dieses Verlangen stellt Planer und Ausführende in der Außenbegrünung immer wieder

vor schwierige und wichtige Entscheidungen. So sollten die Eigenschaften, die

Ansprüche und der Verwendungszweck des Gehölzes dem gewählten Standort mit

seinen spezifischen Bedingungen gerecht werden. Nur so kann ein optimales Wachstum

unter den gegebenen Standortbedingungen gewährleistet sein.

Die Entwurfsidee eines Fachinformationssystems zur sachgerechten Gehölzverwendung

im Freiland entwickelte sich als Reaktion auf die konkrete Forderung und dem somit

vorhandenen Bedarf an einer Datenbank zur Außenbegrünung. Es soll damit der

Grundstein für eine neue Planungshilfe zur sachgerechten Gehölzverwendung gelegt

werden.

Die vorliegende Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, den möglichen

Inhalten und der Funktionsweise eines Fachinformationssystems zur sachgerechten

Gehölzverwendung im Freiland. Es wird näher darauf eingegangen wie man ein solches

Informationssystem entwirft und richtig plant.

Die große Komplexität des Themas erfordert bei der Entwurfsplanung eine engere

Eingrenzung. Ein Schwerpunkt wird deshalb auf die Verwendung von heimischen und

standortgerechten Gehölzen für das Land Brandenburg gelegt. Die sich daraus

ergebenen Fragestellungen nach den jeweiligen heimischen und standortgerechten

Gehölzen sowie nach den relevanten regionalen Besonderheiten Brandenburgs werden

bearbeitet.

Ein weiterer Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich mit dem möglichen Nutzen und den

sich daraus ergebenen Vorteilen bei einer Erstellung und dem Einsatz der benannten

Datenbank.

Im Laufe der Entwurfsplanung werden komplexe Zusammenhänge mit Hilfe von

Modellen geplant und erklärt. Somit werden das Wesen und der Aufbau des zugrunde

liegenden Informationssystems auch für Außenstehende leichter verständlich.

Der Entwurf betrachtet weniger die technischen Aspekte. Es werden vielmehr Wege

aufgezeigt, um hohe Praxisnähe und beste Wirksamkeit des Informationssystems zu

erreichen.


- Seite 2 -

Ein primäres Ziel dieser Arbeit ist es, ein effizientes und möglichst benutzernahes

Informationssystem zu entwerfen. Die daraus entstehende Datenbank soll die

Bedürfnisse und Fähigkeiten der späteren Anwender berücksichtigen und muss an die

zukünftigen Anwendergruppen angepasst sein, um für diese ein möglichst sinnvolles

Werkzeug darzustellen.

Dieser Anspruch verlangt bereits vom Entwickler, die menschliche und soziale Ebene

beim Entwurf eines solchen Informationssystems zu verstehen. Das Definieren und

Kennenlernen von Ziel- und Anwendergruppen ist somit ein wesentlicher Aspekt im

Entwurf eines Informationssystems. In der Arbeit wird deshalb neben der

Berücksichtigung themenbezogener Literatur größeres Gewicht auf Informationen aus

Gesprächen und Interviews mit Praktikern gelegt.

Als langfristiges, übergeordnetes Ziel steht die Idee einer real existierenden Datenbank,

die interessierten Auftraggebern, Gartenbauingenieuren, Planern und Architekten, aber

auch Garten- und Landschaftsbauern übersichtlich und schnell Informationen zu

einzelnen Schlagwörtern des Themas Außenbegrünung liefert. Mit den Ergebnissen aus

der Datenbank sollen zukünftig Vorbehalte, die auf Unwissenheit über Bepflanzungen

im Freiland beruhen, abgebaut werden und Fehler, die bereits in der Planung verursacht

worden sind, vermieden werden.

Um eine solche Datenbank zu füllen, müssen sehr viele Erfahrungen und Daten

einfließen. Diese Arbeit mit dem Schwerpunkt Entwurf eines Informationssystems zur

sachgerechten Gehölzverwendung im Freiland befasst sich mit der Erarbeitung der

Grundlagen des Themas und kann daher nur ein kleiner Teil einer zukünftigen

Datenbank sein.



- Seite 3 -

2. Grundlagen der Informationstechnologie

Bunt, grafisch und vielfältig präsentieren sich die Informationstechnologie und die

Datenverarbeitung heute dem Laien sowie dem Experten. Ein paar Mausklicks und oft

hat man seine Probleme gelöst. Komplizierte Datenreihen werden als Säulendiagramm

dargestellt, Verteilungsprobleme sind als Tortendiagramm veranschaulicht. Wer

Informationen benötigt, browst durchs Internet und holt sich die Multimedia-Show auf

den Arbeitsplatz.

Diese Beispiele stehen für einen, im Vergleich zu früher, stark vereinfachten und

intuitiven Zugriff auf Informationen aller Art. Dass diese verfügbar sind und sich nach

verschiedensten Gesichtspunkten auswerten und darstellen lassen, muss allerdings erst

einmal gewährleistet werden. Dafür gibt es Datenbanken. Richtig eingesetzt, eröffnen

sie alle Möglichkeiten der Informationsverarbeitung. In unverstandener und

unvollkommener Weise genutzt, verkommen sie zum Datenfriedhof, aus dem sich nur

nach dem Zufallsprinzip nützliche oder unbrauchbare Informationen ziehen lassen.

In diesem Kapitel geht es vor allem um Theorie- und Grundlagenwissen, welches zum

besseren Verständnis eines rechnergestützten Informationssystems notwendig ist. Es

erläutert grundlegende Erkenntnisse zum Informationsbegriff, befasst sich mit Begriffen

der Datenverarbeitung und beschreibt Konzepte der Datenbanktechnologie bei der

Entwicklung von praxistauglichen Informationssystemen. Im Mittelpunkt stehen dabei

die relationalen Datenbanken. Systeme, die auf dem relationalen Datenmodell basieren,

haben mittlerweile einen hohen Reifegrad erlangt, der es gestattet, verlässliche

Informationssysteme beliebiger Größenordnungen zu erstellen.

2.1 Zum Informationsbegriff

Information (lat.:

informare =

bilden, durch Unterweisung Gestalt geben) ist potentiell

oder aktuell vorhandenes, nutzbares oder genutztes Wissen. Wobei das Wissen die

Gesamtheit aller organisierten Informationen mitsamt ihrer wechselseitigen

Zusammenhänge bezeichnet. (www.wikipedia.de 24.05.2005)

Etwas wie Erkenntnis erfolgt erst dann aus Wissen, wenn erkannt wird, welche

Wichtigkeit die Einzelinformation für die Lösung eines gegebenen Problems besitzt.

Wissen kann man demnach als potentielle Nutzinformation bezeichnen. Entscheidendes


- Seite 4 -

Kriterium des Wissens ist das der Überprüfbarkeit bzw. Nachvollziehbarkeit. Als

weiterer Maßstab gilt die Übereinstimmung des Wissens mit der wahrnehmbaren

Realität.

Wesentlich für die Informationen sind die Wiedererkennbarkeit sowie der

Neuigkeitsgehalt anhand eines bestimmten Musters. Das verwendete Muster ist für

einen Betrachter innerhalb eines bestimmten Kontextes von Bedeutung und verändert

dadurch dessen inneren Zustand ­ im menschlichen Zusammenhang insbesondere

dessen Wissen. (www.wikipedia.de 24.05.2005)

Für die Informationswissenschaft sind die Begriffe Wissen und Information von

zentraler Bedeutung. Information ist dabei Wissenstransfer bzw. ,,Wissen in Aktion".

Information entsteht in diesem Sinne immer nur punktuell, wenn ein Mensch zur

Problemlösung Wissen benötigt. Dieses benötigte Wissen geht als Information aus

einem Wissensvorrat in einen anderen über, beispielsweise aus einer Gehölzdatenbank

in den Wissensvorrat eines Menschen. (www.wikipedia.de 24.05.2005)

2.1.1 Charakteristika des Informationsbegriffs

Information ist in der heutigen Zeit ein sehr weitläufig verwendeter und daher auch sehr

schwer abzugrenzender Begriff. Verschiedene Wissenschaften betrachten die

Information als ihr Arbeitsgebiet. So zum Beispiel die Informatik, die

Informationswissenschaft, die Nachrichtentechnik, die Informationsökonomik und auch

die Physik und die Biologie beschäftigen sich mit Informationen. Die jeweiligen

Ansätze unterscheiden sich zum Teil erheblich.

Erst in jüngster Zeit gibt es Bestrebungen, die einzelnen Ansätze zu verbinden und zu

einem allgemeingültigen Informationsbegriff zu kommen. Allerdings kann von einer

vereinheitlichten allgemein akzeptierten Theorie vorläufig noch nicht gesprochen

werden.

Beim Versuch der Begriffsbildung lässt sich somit feststellen, dass es in zahlreichen

wissenschaftlichen Arbeitsgebieten, bedingt durch die hohe Komplexität des Begriffes,

keine einheitliche Auffassung gibt.




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