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Zins- und Wechselkursmanagement in Kommunen - Teil 2 close

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Zins- und Wechselkursmanagement in Kommunen - Teil 2

Subtitle: Einführung in die Theorie der Finanzintermediation unter besonderer Berücksichtigung der Produkte im Riskmanagement

Script, 2003, 30 Pages
Authors: Dr. Johann Sebastian Kann, Carsten Becker
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Script
Year: 2003
Pages: 30
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V122613
ISBN (E-book): 978-3-640-26801-6
ISBN (Book): 978-3-640-26803-0

Abstract

[...] Internationale Kapitalverschiebungen bewirken, wie rückblickend leicht nachvollzogen werden kann, sowohl bei kurz- als auch bei langfristigen Zinssätzen beachtlichen Schwankungen. Bei der kurzfristigen Mittelaufnahme spielt die aktuelle Zinshöhe meist eine weitaus größere Rolle als Veränderungen des Zinsniveaus. Anders ist dies beim mittel- und langfristigen Finanzierungsbedarf. Unter dem Gesichtspunkt einer möglichst abgesicherten Berechen- und damit Planbarkeit dürfte es hier eigentlich keine Alternative zur Vereinbarung von fixen Zinssätzen geben. Eine Betrachtung über die letzten Jahre zeigt allerdings, dass die Vereinbarung variabler Konditionen im Durchschnitt kostengünstiger war als fixe Zinsbindungen. Für die Ableitung von zukünftigen Finanzierungsentscheidung kann diese Tatsache trotzdem keine Garantie sein. Dem Umstand, dass mit Fixzinsdarlehen in der Regel auch eine langfristige Bereitstellungszusage einhergeht (somit ein jederzeitige Kündbarkeit seitens des Darlehensgebers ohne das Eintreffen besonderer Gründe ausgeschlossen ist), wird seitens der öffentlichen Hand in Österreich wenig Gewicht beigemessen. Angesichts der Marktposition sowie einer breiten Palette an Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung ist dieser Ansatz zumindest im Prinzip nachvollziehbar. Aus Sicht der Banken geht der Trend bei allen Kundengruppen dazu, sich lieber den Schwankungen des Marktes zu unterwerfen, was einer Bindung an Geld- (vor allem EURIBOR) oder Kapitalmarktindikatoren (vor allem SMR, wenn auch rückläufig) gleichkommt. [...]


Excerpt (computer-generated)

SEITE 1

BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG

CARSTEN BECKER


SEMINAR: EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER

FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER

BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT

CARSTEN BECKER, SENIOR RELATIONSHIPMANAGER,

BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG WIEN

JOHANN SEBASTIAN KANN, UNTERNEHMENSBERATER,

GESELLSCHAFT FÜR MANAGEMENT GRUNDLAGENFORSCHUNG WIEN

SCHLAGWORTE: BANKEN, GESCHÄFTSSPARTE TREASURY, FINANZINTERMEDIATION, RISKMANAGEMENT, SELL

SIDE, BUY SIDE)

Terminplan:

15.10 9.00-11.00 Uhr Vorbesprechung

1.11 14-18.00 Uhr

18.11 14-18.00 Uhr

15.1 9.00-10.00 Uhr Test

EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER

BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT


SEITE 2

BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG

CARSTEN BECKER


Impressum:

Carsten Becker,

Bank Austria Creditanstalt AG, Schottengasse 6-8, 1010 Wien

EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER

BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT


SEITE 3

BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG

CARSTEN BECKER


INHALTSVERZEICHNIS

1. RAHMENBEDINGUNGEN DES ZINSRISIKO-MANAGEMENTS 4

2. SCHWANKUNGEN UND VOLATILITÄTEN 5

3. ANALYSE UND RISIKO MANAGEN 6

4. RAHMENBEDINGUNGEN DES WECHSELKURSRISIKO-MANAGEMENTS 8

5. INSTRUMENTE DES ZINS- UND WECHSELKURSRISIKO-MANAGEMENTS 9

5.1 Das Forward Rate Agreement (FRA) 10

5.2 Die Zinsoption 13

5.3 Das Cap ­ der Floor - der Collar 16

5.4 Spezielle Cap-Konstruktionen 18

5.5 Der Interest Rate Swap (IRS) 19

5.6 Spezielle Swap-Konstruktionen 21

5.7 Das Devisentermingeschäft 22

5.8 Die Devisenoption 23

5.9 Spezielle Options-Konstruktionen 24

5.10 Der Currency-Swap 25

6. ABWICKLUNGSBESONDERHEITEN DES ZINS- UND

WECHSELKURSRISIKO-MANAGEMENTS 27

6.1 Besondere Aspekte im kommunalen Bereich 27

EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER

BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT


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BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG

CARSTEN BECKER


1.

RAHMENBEDINGUNGEN DES ZINSRISIKO-MANAGEMENTS

Im Trend liegt die Bindung an variable Zinssätze

Internationale Kapitalverschiebungen bewirken, wie rückblickend leicht

nachvollzogen werden kann, sowohl bei kurz- als auch bei langfristigen Zinssätzen

beachtlichen Schwankungen.

Bei der kurzfristigen Mittelaufnahme spielt die aktuelle Zinshöhe meist eine weitaus

größere Rolle als Veränderungen des Zinsniveaus. Anders ist dies beim mittel- und

langfristigen Finanzierungsbedarf. Unter dem Gesichtspunkt einer möglichst

abgesicherten Berechen- und damit Planbarkeit dürfte es hier eigentlich keine

Alternative zur Vereinbarung von fixen Zinssätzen geben.

Eine Betrachtung über die letzten Jahre zeigt allerdings, dass die Vereinbarung

variabler Konditionen im Durchschnitt kostengünstiger war als fixe Zinsbindungen.

Für die Ableitung von zukünftigen Finanzierungsentscheidung kann diese Tatsache

trotzdem keine Garantie sein.

Dem Umstand, dass mit Fixzinsdarlehen in der Regel auch eine langfristige

Bereitstellungszusage einhergeht (somit ein jederzeitige Kündbarkeit seitens des

Darlehensgebers ohne das Eintreffen besonderer Gründe ausgeschlossen ist), wird

seitens der öffentlichen Hand in Österreich wenig Gewicht beigemessen. Angesichts

der Marktposition sowie einer breiten Palette an Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung

ist dieser Ansatz zumindest im Prinzip nachvollziehbar.

Aus Sicht der Banken geht der Trend bei allen Kundengruppen dazu, sich lieber den

Schwankungen des Marktes zu unterwerfen, was einer Bindung an Geld- (vor allem

EURIBOR) oder Kapitalmarktindikatoren (vor allem SMR, wenn auch rückläufig)

gleichkommt.

EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER

BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT


SEITE 5

BANK AUSTRIA CREDITANSTALT AG

CARSTEN BECKER


2.

SCHWANKUNGEN UND VOLATILITÄTEN

Das Risiko aus Zinsschwankungen eröffnet auch Chancen

Die eingangs angesprochene Schwankung der Zinssätze stellt natürlich ein

potentielles Risiko dar.

Gleichzeitig eröffnen sich aber auch Chancen, die durch ein aktives Gestalten der

Zinspositionen genützt werden können.

In Banken ist Zinsrisiko-Management seit langem ein fester Bestandteil der

Organisation. In den letzten Jahren beschäftigen aber auch Unternehmen

zunehmend Spezialisten, um sich das zum Teil beträchtliche Kosteneinsparungs-

bzw. Ertragspotential zu Nutze zu machen. Nicht zuletzt bieten Banken und

Finanzberater in diesem Zusammenhang ihre Dienste an.

In allen Fällen ist mit einer einmal getroffenen Finanzierungsentscheidung keine

unverrückbare Richtung für die Zukunft vorgegeben. Abstellend auf die Entwicklung

der Märkte liegt ein laufendes Management der eingegangenen Positionen nahe. Mit

welchem Aufwand, hängt von der Größe des Gesamtportfolios ab.

Bereits die Einhaltung einfacher Spielregeln verspricht Erfolg.

1. Binden Sie sich an wenige ,,marktübliche" Zinsindikatoren (Optimierungs-

maßnahmen für SMR-Bindungen sind beispielsweise schwerer darstellbar)

2. Sorgen Sie für eine einfache, homogene Zins- und Tilgungsterminstruktur

(gleiches Schema, wenige Termine).

3. Führen Sie (gegebenenfalls mit professioneller Unterstützung) regelmäßig eine

Überprüfung des eingeschlagenen Weges durch und leiten Sie notwendige

Korrekturmaßnahmen ein.

EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER

BERÜCKSICHTIGUNG DER PRODUKTE IM RISKMANAGEMENT


SEITE 6

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CARSTEN BECKER


3.

ANALYSE UND RISIKO MANAGEN

Die Kunst liegt in richtiger Prognose und richtigen Maßnahmen

Der Schritt von den einfachen Spielregeln zu professionellem Zinsrisiko-Management

ist nicht so groß. In der Regel werden folgende vier Stufen durchlaufen:

1. Beurteilung der Zinspositionen

Bei den Zinspositionen kann es sich sowohl um bestehende als auch zukünftige

Positionen, um veranlagungs- oder ausleihungsseitige, bilanzwirksame Positionen

und Eventualverbindlichkeiten (z.b. Haftungen), um kurzfristige oder langfristige bzw.

fixe oder variable Zinspositionen handeln. Im Mittelpunkt dieser ersten Stufe steht die

Frage: ,,Wie verändert sich der Wert der gesamten Zinsposition bei einer

Veränderung der Zinskurve (Zinssatz für jede Zeiteinheit)?"

In der Praxis werden zu diesem Zweck die einzelnen Positionen entsprechend

tabellarisch erfasst, zu den jeweiligen Zinsterminen zusammengefasst und der

aktuellen Zinskurve gegenüber gestellt.

2. Zinsprognose

Aktives Gestalten der Zinspositionen hat sich nach einer bestimmten Zinsmeinung zu

orientieren, da diese die Vorteilhaftigkeit der verschiedenen Handlungsalternativen

bestimmt. Je nach persönlicher Interessenslage und beruflicher Aufgabenstellung

werden sie auf unterschiedliche Quellen zurückgreifen, um für die jeweilige Situation

zu einer möglichst seriösen Prognose zu kommen. Entscheidend ist, dass an der

Kompetenz desjenigen, der die Verantwortung für die letztendliche Zinsmeinung

übernimmt, keine Zweifel bestehen.

3. Simulation mit Hilfe von Zinsszenarien

Der Auswahlprozess für die verschiedenen Gestaltungsalternativen kann durch die

Simulation verschiedener Zinsszenarien unterstützt werden. In der Praxis werden

meist der schlechteste, der beste und der realistischste Fall dargestellt. Je nach

Variante ergibt sich schließlich das potentielle Verlust- bzw. Ertragspotential von

dessen Eintreten ohne weitere Aktivitäten ausgegangen werden muss (technische

Bezeichnung: Value at Risk, VaR: mit einer definierten Wahrscheinlichkeit wird sich

EINFÜHRUNG IN DIE THEORIE DER FINANZINTERMEDIATION UNTER BESONDERER

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