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Ökologische Strategien in der Logistik

Untertitel: Analyse und Konzeption der Wirkungszusammenhänge von Wettbewerbsstrategien, Logistikstrategien und ökologischer Betroffenheit in Unternehmen

Diplomarbeit, 2008, 111 Seiten
Autor: Percy Michalak
Fach: Wirtschaftsingenieurwesen

Details

Veranstaltung: Logistik
Institution/Hochschule: Technische Universität Berlin (Logistik)
Tags: Strategien, Logistik
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 111
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 150  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V122770
ISBN (E-Book): 978-3-640-26989-1


Zusammenfassung / Abstract

Die Rahmenbedingungen der Unternehmen in Wirtschaft und Industrie haben sich in den vergangenen Jahren tiefgreifend verändert. Neben dem Anstieg von Vielfalt und Dynamik sind in letzter Zeit verstärkt umweltpolitische Themen in den Fokus der Gesellschaft und der Unternehmen gerückt. Die öffentliche Meinung fordert verstärkt umweltfreundliche Produkte und setzen die Unternehmen dadurch unter Druck, darauf zu reagieren. Die erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderung setzt ein ökologisches Umdenken sowie das Umsetzen von nachhaltigen Ansätzen in der Unternehmung voraus. Ein verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Umwelt bei gleichzeitigem Erlangen und Verteidigen von Wettbewerbsvorteilen auf diesem wachsenden Markt, verlangt eine Neuausrichtung der vorhandenen Unternehmensstrategie. Ökologische Strategien ermöglichen die Erfüllung der umwelt- und ressourcenschonenden Forderungen der Kunden und die Generierung langfristiger Wettbewerbsvorteile am Markt. Die Logistik nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Stellung ein. In der Logistik liegen einerseits Potenziale zur Reduktion der vom Unternehmen produzierten Umweltverschmutzung, andererseits werden mit Hilfe der Logistik Wettbewerbsvorteile erzielt. Eine Studie der Unternehmensberatung Accenture zeigt, dass für 70% der Deutschen die Angabe des für Herstellung, Logistik und Verpackung einer Ware ausgestoßenen klimaschädlichen CO2, ein wichtiges Kriterium beim Lebensmittelkauf wäre.2 Dies verdeutlicht, dass die Logistik in zunehmendem Maße als gestaltende Einflussgröße auf den langfristigen Unternehmenserfolg angesehen wird. Im Zuge steigender Preise für Energie und Rohstoffe suchen Kunden und Unternehmen nach neuen logistischen Lösungen, um dieser Herausforderung entgegen zu treten. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, strategische Änderungen auf dem Gebiet der Logistik vorzunehmen, um den ökologischen Forderungen der Anspruchsgruppen gerecht zu werden.


Textauszug (computergeneriert)


Diplomarbeit

Ökologische Strategien in der Logistik

Analyse und Konzeption der Wirkungszusammenhänge von Wettbewerbsstrategien, Logistikstrategien und ökologischer Betroffenheit in Unternehmen

cand.-Ing. Percy Michalak
Berlin, den 01.07.2008


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V

1 Einleitung 1
1.1 Ausgangslage 1
1.2 Ziel der Arbeit 2
1.3 Vorgehensweise 2

2 Umwelt- und Ressourcenschutz im Unternehmen 5
2.1 Das Nachhaltigkeitsprinzip 5
2.2 Ableitung der nachhaltigen Entwicklung auf Unternehmen 7
2.2.1 Ökonomie/Unternehmen 8
2.2.2 Gesellschaft bzw. Anspruchsgruppen 11
2.2.3 Ökologie/Natur 12
2.3 Möglichkeiten und Ziele einer ökologisch verantwortungsbewussten Unternehmung 14
2.3.1 Integrierung ökologischer Ansätze in die Unternehmung ­ Problemdimension oder Wettbewerbsvorteil 15
2.3.2 Ökologische Handlungsfelder der Unternehmung 16
2.3.3 Handlungsebenen des ökologisch bewussten Managements 18
2.4 Ökologische Betroffenheit der Unternehmen 19
2.4.1 Faktoren der ökologischen Betroffenheit 21
2.4.2 Betroffenheitssituation 22

3 Darstellung ökologischer Unternehmensstrategien 24
3.1 Allgemeine Strategieerklärung 24
3.1.1 Strategieentwicklung 25
3.2 Umwelt- und ressourcenschonende Unternehmensstrategien 26
3.2.1 Integration ökologischer Ressourcenschonung im Konzept von Porter 27
3.2.2 Integration ökologischer Ressourcenschonung im Konzept von Ansoff 30
3.2.3 Umweltschutzbezogene Wettbewerbsstrategien nach Meffert und Kirchgeorg .. 31
3.2.4 Nachhaltigkeitsorientierte Wettbewerbsstrategien und deren Umsetzung 33
3.2.5 Umweltschutzbezogene Wettbewerbsstrategien nach Dyllick, Belz und Schneidewind 34
3.2.6 Umweltfokussierte Kooperationsstrategien 35
3.2.7 Öko ­ Push und Öko ­ Pull Strategie 36

- I -


Inhaltsverzeichnis

3.2.8 Umweltstrategien von Hummel 37
3.3 Strategieempfehlung vom Grad der ökologischen Betroffenheit 38

4 Die Logistik im ökologische Einfluss 43
4.1 Entwicklung und Bedeutung der Logistik 43
4.1.1 Evolution der Logistik 43
4.1.2 Logistik in Abhängigkeit der Anspruchsgruppen 45
4.2 Logistik im Rahmen des normativen Managements 48
4.2.1 Bedeutung der Logistik im Rahmen der Unternehmenskultur 49
4.2.2 Bedeutung der Logistik im Rahmen der Unternehmenspolitik 50
4.3 Darstellung und Bewertung einer ökologischen Logistik 51
4.3.1 Logistik vs. grüner Logistik 52
4.3.2 Interdependenzen von Ökologie und Logistik 55
4.3.3 Möglichkeiten und Ziele ökologisch verantwortungsbewusster Logistik 57
4.4 Notwendige Bedingungen zur Generierung einer ,,grünen Logistik" 60

5 Logistikstrategien im Kontext der Ökologie 63
5.1 Logistikstrategien 63
5.2 Herleitung von Logistikstrategien 65
5.2.1 Logistikstrategie der Kostenführerschaft 66
5.2.2 Logistikstrategie der Differenzierung 68
5.2.3 Mischformen 71
5.3 Entwicklung einer ökologischen Logistikstrategie 72
5.3.1 Entwicklung einer Logistikstrategie unter Einflussnahme von exogenen Kontextfaktoren 73
5.3.2 Entwicklung einer Logistikstrategie unter Einflussnahme von endogenen Kontextfaktoren 76
5.3.3 Beschaffungsstrategie 77
5.3.4 Distributionsstrategie 81
5.4 Realisierung einer ökologischen Beschaffungs- und Distributionsstrategie 85

6 Zusammenfassung und Ausblick 88

Literaturverzeichnis 91

 II -


Abbildungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1-1: Aufbau der Arbeit 3

Abbildung 2-1: Das Nachhaltigkeitsprinzip 6

Abbildung 2-2: Abgetragenes Nachhaltigkeitsprinzip auf die Unternehmung 8

Abbildung 2-3: Aufbau einer Organisation 10

Abbildung 2-4: Das Anspruchsgruppenkonzept 12

Abbildung 2-5: Wirkung von Handlungsstrategien auf die Unternehmung 14

Abbildung 2-6: Unterschiede zwischen ökonomischer und ökologischer Perspektive 15

Abbildung 2-7: Handlungsebenen eines ökologisch bewussten Management und ihre ökologische Positionierung 18

Abbildung 2-8: Darstellung der Betroffenheitssituation 22

Abbildung 3-1: Produkt-Markt Matrix von Ansoff 30

Abbildung 3-2: Umweltschutzbezogene Wettbewerbsstrategien 34

Abbildung 3-3: Ökologische Basisstrategien 36

Abbildung 4-1: Entwicklungsphasen der Logistik 45

Abbildung 4-2: Logistik im strategischen Dreieck zwischen Kunde, Wettbewerb und Unternehmen unter dem Einfluss der Ökologie 47

Abbildung 4-3: Systematik ökologieorientierter Logistik 52

Abbildung 4-4: Wandlung der Logistik zur "Grünen" Logistik 55

Abbildung 5-1: Einfluss der Ökologie auf die Wettbewerbsstrategien der Logistik 65

Abbildung 5-2: Kombinationen der Basisstrategien 71

- III -


Tabel enverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Strategische Dimensionen umweltorientierter Basisstrategien 32

Tabelle 2: Wesentliche Faktoren zur Verfolgung einer ökologischen Logistik 53

Tabelle 3: Beiträge der Logistik zur Beeinflussung der Branchenstrukturmerkmale 58

Tabelle 4: Darstellung einer ökologischen Beschaffungsstrategie 86

Tabelle 5: Darstellung einer ökologischen Distributionsstruktur 86

- IV -


Abkürzungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

BMU Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherhei

BUP Bestandslose Umschlagspunkte

CO2 Kohlenstoffdioxid

CSR Corporate Social Responsibility

ILO Internationale Arbeiterorganisation

JIC Just-in-case

JIT Just-in-time

OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

SC Supply Chain

SCM Supply Chain Management

WCED World Commission on Environment and Development

- V -


Einleitung

1

Einleitung

Die Rahmenbedingungen der Unternehmen in Wirtschaft und Industrie haben sich in den vergangenen Jahren tiefgreifend verändert. Neben dem Anstieg von Vielfalt und Dynamik sind in letzter Zeit verstärkt umweltpolitische Themen in den Fokus der Gesellschaft und der Unternehmen gerückt. Die öffentliche Meinung fordert verstärkt umweltfreundliche Produkte und setzen die Unternehmen dadurch unter Druck, darauf zu reagieren.1

 

1.1 Ausgangslage
Die erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderung setzt ein ökologisches Umdenken sowie das Umsetzen von nachhaltigen Ansätzen in der Unternehmung voraus. Ein verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Umwelt bei gleichzeitigem Erlangen und Verteidigen von Wettbewerbsvorteilen auf diesem wachsenden Markt, verlangt eine Neuausrichtung der vorhandenen Unternehmensstrategie. Ökologische Strategien ermöglichen die Erfüllung der umwelt- und ressourcenschonenden Forderungen der Kunden und die Generierung langfristiger Wettbewerbsvorteile am Markt.
Die Logistik nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Stellung ein. In der Logistik liegen einerseits Potenziale zur Reduktion der vom Unternehmen produzierten Umweltverschmutzung, andererseits werden mit Hilfe der Logistik Wettbewerbsvorteile erzielt. Eine Studie der Unternehmensberatung Accenture zeigt, dass für 70% der Deutschen die Angabe des für Herstellung, Logistik und Verpackung einer Ware ausgestoßenen klimaschädlichen CO2, ein wichtiges Kriterium beim Lebensmittelkauf wäre.2
Dies verdeutlicht, dass die Logistik in zunehmendem Maße als gestaltende Einflussgröße auf den langfristigen Unternehmenserfolg angesehen wird. Im Zuge steigender Preise für Energie und Rohstoffe suchen Kunden und Unternehmen nach neuen logistischen Lösungen, um dieser Herausforderung entgegen zu treten. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, strategische Änderungen auf dem Gebiet der Logistik vorzunehmen, um den ökologischen Forderungen der Anspruchsgruppen gerecht zu werden.

1 Vgl. Fischer, M. (1995), S. 5
2 Vgl. Accenture (2007)

- 1 -


Einleitung

 

1.2 Ziel der Arbeit
Das Ziel dieser Arbeit liegt in der Darstellung der Wirkungszusammenhänge von Wettbewerbsstrategien, Logistikstrategien und ökologischer Betroffenheit in Unternehmen.
Aus dieser Zielstellung leiten sich folgende Teilziele ab: Ein erstes Untersuchungsziel besteht darin, die Veränderungen in den Funktionsbereichen der Unternehmensführung aufgrund der ökologischen Herausforderungen herauszuarbeiten. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls zu untersuchen, welchen Einfluss die verschiedenen Anspruchsgruppen auf die Kultur und Politik der Unternehmung besitzen.
Das zweite Untersuchungsziel beinhaltet die Darstellung und Beschreibung von ökologischen Unternehmensstrategien. Dabei gilt es aufzuzeigen, ob die Wettbe-
werbsstrategien von Porter und Ansoff ausreichen, um der ökologischen Betroffenheit entgegenzutreten, oder ob andere strategische Konzepte diese Aufgabe besser erfüllen können.
Das dritte Untersuchungsziel besteht im Aufzeigen der strategischen Relevanz einer ökologischen Logistik. Dabei soll einerseits der Einfluss der Logistik auf die Unternehmenspolitik gezeigt werden. Andererseits sollen die möglichen Wettbewerbsvorteile und notwendigen Bedingungen bei der Einführung eine ökologischen Logistik erarbeitet werden.
Das vierte Untersuchungsziel liegt in der Entwicklung einer ökologischen Logistikstrategie. Zu diesem Zweck werden allgemeine Logistikstrategien anhand von endogenen und exogenen Faktoren entwickelt und auf ökologische Fähigkeiten hin untersucht. Auf diese Weise soll der Beweis, ,,dass ökologischer Wandel in der Marktwirtschaft auch ökonomisch sinnvoll ist" erbracht werden.3
 

1.3 Vorgehensweise
Die vorliegende Arbeit ist in sechs Kapitel unterteilt (siehe Abbildung 1-1). Nach der Präsentation der Problemstellung, der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit, erfolgt in Kapitel 2 die Untersuchung, inwiefern sich Umwelt- und Ressourcenschutz in Unternehmen verankert haben. Ausgehend vom Ansatz der Nachhaltigkeit werden die Grundsätze dieses Prinzips auf die Unternehmen in der Wirtschaft übertragen. Dabei werden nachhaltige Ansätze auf den einzelnen Hierarchieebenen skizziert und die Be-

3 Vgl. Kolvenbach, D. (1990) S. 167

- 2 -


Einleitung

 

deutung der Anspruchsgruppen erläutert. Anschließend werden die Möglichkeiten und Ziele einer ökologisch verantwortungsbewussten Unternehmung aufgezeigt, indem neben dem Aufdecken von Problemen auch mögliche Vorteile dargelegt werden. Daran anknüpfend wird der Einfluss der Anspruchsgruppen auf die Unternehmung unter dem Begriff der ökologischen Betroffenheit erklärt.


Abbildung 1-1: Aufbau der Arbeit4

leider nur in der Downloadversion verfügbar
 

In Kapitel 3 wird nach einem Überblick über Strategien und deren Entwicklung untersucht, inwieweit strategische Ansätze zur Verfolgung der ökologischen Idee in Unter-nehmen bereits vorhanden sind. Neben den strategischen Konzepten von Porter und Ansoff werden weitere umwelt- und ressourcenschonende Wettbewerbsstrategien vor-

4 Quel e: Eigene Darstellung

- 3 -


Einleitung

 

gestellt. Dabei liegt der Fokus der Betrachtung auf der Erarbeitung von Strategien im Kontext der ökologischen Betroffenheit.
Kapitel 4 zeigt, dass die ökologische Betroffenheit auch Einfluss auf die Logistik nimmt. Nach einer Darstellung der zeitliche Entwicklung der Logistik in der Wahrnehmung der Unternehmen, erfolgt eine Beurteilung über die Abhängigkeit der Logistik von den Anspruchsgruppen. Anschließend wird der Einfluss der Logistik auf die einzelnen Hierarchieebenen der Unternehmen durchleuchtet. Auf dieser Basis, erfolgt die Darstellung
und Bewertung der Logistik mit ökologischen Möglichkeiten und Zielen.
Abschließend werden notwendige Bedingungen zur Generierung einer ökologischen Logistik aufgezeigt. In Kapitel 5 werden Strategien aufgezeigt, die für eine erfolgreiche Logistik benötigt werden. Zu Beginn des Kapitels werden die Einflüsse der Logistikstrategie auf die Unternehmung untersucht und die an Porters Wettbewerbsstrategien angelehnten Logistikstrategien auf ihre Eignung zur Verfolgung ökologischer Ziele untersucht.
Im Anschluss daran erfolgt die Entwicklung einer ökologischen Logistikstrategie, die anhand von endogenen und exogenen Kriterien erstellt wird.
Das Kapitel 6 beginnt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse. Anschließend erfolgt ein Ausblick auf das Entwicklungspotenzial der ökologischen Logistik.

- 4 -



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