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Termpaper, 2004, 22 Pages
Author: Claudia Adler
Subject: Romance Languages - Latin American Studies
Details
Institution/College: Martin Luther University (Institut für Romanistik)
Tags: Anarchismus, Kolumbien, Zusammenhang, Guerillaorganisationen, Anarchismus, Spanien, Lateinamerika
Year: 2004
Pages: 22
Grade: 3,0
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-27945-6
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Abstract
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema 'Anarchismus in Kolumbien im Zusammenhang mit verschiedenen Guerillaorganisationen'. Dazu wird zuerst auf den Zusammenhang zwischen Anarchismus und Guerilla eingegangen. Es folgen nähere Betrachtungen der verschiedenen Guerillaorganisationen. Deren Entstehungsgeschichte, ideologischer Hintergrund, Mitgliederzahlen, Verbreitungsorte und Ziele bzw. Errungenschaften sind dabei von besonderem Interesse. Anhand der vielfältigen Beispiele werden zum Einen ganz allgemein die Grundzüge der Guerilla in Kolumbien erläutert. Dabei wird auch beantwortet, wann und unter welchen Umständen es zur Gründung und Erstarkung dieser Guerillaorganisationen in Kolumbien kam. Danach werden die verschiedenen Organisationen einzeln näher beleuchtet, wobei speziell die noch heute aktiven Fuerzas Armadas Revolucionárias de Colombia (FARC) von besonderem Interesse sind. Aber auch die frühen Organisationen der 1960´er Jahren sowie UC-ELN,EPL, M-19 und andere finden Betrachtung. Desweiteren wird auf die Lage der Frauen und Kinder in der Guerilla und generell in Kolumbien eingegangen, um aufzuzeigen, wie schlecht es um die Menschenrechtssituation bestellt ist. Außerdem wird der Disput zwischen Journalisten und Guerilleros aufgegriffen, der sowohl in der nationalen kolumbianischen als auch in der internationalen Presse ausgetragen wird. Es folgt ein Rückblick auf die aktuellen Entwicklungen in Kolumbien. Abschließend steht eine Zusammenfassung, in der die wichtigsten Aspekte der Guerilla-Problematik in Kolumbien noch einmal kompakt dargestellt werden sollen.
Excerpt (computer-generated)
Martin- Luther- Universität Halle- Wittenberg
Institut für Romanistik
Sommersemester 2004
Proseminar: Anarchismus in Spanien und Lateinamerika
Hausarbeit
Thema: Anarchismus in Kolumbien im Zusammenhang mit verschiedenen
Guerillaorganisationen
eingereicht von: Claudia Adler
4. Semester Interkulturelle Europa- und Amerikastudien (IKEAS)
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung 3
2. Zusammenhang Anarchismus und Guerilla 3
3. Die verschiedenen Guerilla- Organisationen Kolumbiens 4
3.1. Die Organisationen der 1960´er 5
3.2. F.A.R.C.-E.P 5
3.3. ELN/ UC-ELN 10
3.4. EPL 12
3.5. M- 19 und weitere neuere Guerillaorganisationen 12
4. Die Rolle von Frauen und Kindern bzw. Jugendlichen in Guerillaorganisationen 15
5. Guerilla und Journalismus ein ewiger Disput 16
6. Lösungsansätze zum Guerilla- Problem 17
7. Rückblick auf neuere Entwicklungen 19
8. Zusammenfassung 20
9. Bibliographie 21
1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema ′Anarchismus in Kolumbien im
Zusammenhang mit verschiedenen Guerillaorganisationen′. Dazu wird zuerst auf den
Zusammenhang zwischen Anarchismus und Guerilla eingegangen. Es folgen nähere Betrachtungen
der verschiedenen Guerillaorganisationen. Deren Entstehungsgeschichte, ideologischer Hintergrund,
Mitgliederzahlen, Verbreitungsorte und Ziele bzw. Errungenschaften sind dabei von besonderem
Interesse.
Anhand der vielfältigen Beispiele werden zum Einen ganz allgemein die Grundzüge der Guerilla in
Kolumbien erläutert. Dabei wird auch beantwortet, wann und unter welchen Umständen es zur
Gründung und Erstarkung dieser Guerillaorganisationen in Kolumbien kam. Danach werden die
verschiedenen Organisationen einzeln näher beleuchtet, wobei speziell die noch heute aktiven
Fuerzas Armadas Revolucionárias de Colombia (FARC)
von besonderem Interesse sind. Aber auch
die frühen Organisationen der 1960´er Jahren sowie
UC-ELN,EPL, M-19
und andere finden
Betrachtung.
Desweiteren wird auf die Lage der Frauen und Kinder in der Guerilla und generell in Kolumbien
eingegangen, um aufzuzeigen, wie schlecht es um die Menschenrechtssituation bestellt ist.
Außerdem wird der Disput zwischen Journalisten und Guerilleros aufgegriffen, der sowohl in der
nationalen kolumbianischen als auch in der internationalen Presse ausgetragen wird. Es folgt ein
Rückblick auf die aktuellen Entwicklungen in Kolumbien. Abschließend steht eine
Zusammenfassung, in der die wichtigsten Aspekte der Guerilla-Problematik in Kolumbien noch
einmal kompakt dargestellt werden sollen.
2. Zusammenhang Anarchismus und Guerilla
Die Guerillabewegungen in Kolumbien fordern Veränderungen des bestehenden politischen,
sozialen und wirtschaftlichen Systems, wobei diese drei Faktoren natürlich eng miteinander
verflochten sind, und eine soziale bzw. ökonomische Umwälzung nur im Einklang mit einer
politischen Umstrukturierung einhergehen kann. Die kolumbianischen Guerillaorganisationen haben
durchaus anarchistische Züge, da es sich bei ihnen um politisch motivierte Bewegungen handelt, die
als Ziel Freiheit, Menschlichkeit, Brüderlichkeit und Gewaltlosigkeit anstreben und sich gegen die
Macht von Menschen über Menschen richten. Ziel ist es, die Macht des Staates zu beseitigen bzw.
diese einzudämmen. Diese Aspekte gehen konform mit der anarchistischen Grundidee, die sich seit
dem 19. Jahrhundert entwickelt hat.
Besonders zu erwähnen ist im Zusammenhang mit den Guerillaorganisationen S.G.
NETSCHAJEWS Anarchismusvorstellung. Er erweiterte die zahlreichen bestehenden Grundideen
zum Anarchismus z.B. von STIRNER, PROUDHON, BAKUNIN und KROPOTKIN um eine für
die Guerilla entscheidende Komponente die terroristische. In seinem Konzept soll der
gleichgültigen Bevölkerung durch Attentate auf wichtige Personen und Institutionen bewußt
gemacht werden, dass ein sie beherrschendes und unterdrückendes politisches System existiert,
gegen das es sich zu wehren gilt.
3. Die verschiedenen Guerilla- Organisationen Kolumbiens
Die Guerillaorganisationen ,,FARC, UC-ELN und EPL (Caraballo)1 bilden heute die
′Guerillakoordination Simón Bolívar (CGSB)′"2 Für den bereits seit den 1960′er Jahren andauernden
Guerillakrieg in Kolumbien gibt es verschiedene Gründe: zum Einen herrschen Ausbeutung und
Gewalt hinter der demokratischen Fassade des Landes, zum Anderen lebt ein Großteil der
kolumbianischen Bevölkerung, vor allem die Bewohner der ländlichen Regionen, in Armut oder
Elend. Außerdem gehört die Korruption von Beamten und Politikern zum Alltag.3 Gegen diese vor
allem sozialen Probleme versuchen die verschiedenen Guerillaorganisationen vorzugehen. Im
Folgenden sollen nun einige von ihnen von der Entstehung über die ideologischen Hintergründe und
zur derzeitigen Tätigkeit näher beleuchtet werden.
1 Anm.: benannt nach ihrem Führer F. Caraballo, der den Teil des EPL führt, der 1991 nicht, wie die Mehrheit unter
Gutierrez die Waffen niederlegte (sieh 3.4.)
2 S.Sterr, Albert (1993) Ches Erben. Gespräche zur Politik der Guerilla in Lateinamerika. ISP Verlag, Köln., S. 185
3 Vgl. Stier, Christiane. Guerillakämpfe in Kolumbien.
,,http://www.hls.sha.bw.schule.de/konflikt/kolumb/kolumb.htm", Website, 24.02.2005 <
http://www.hls.sha.bw.schule.de/konflikt/kolumb/kolumb.htm>
3.1. Die Organisationen der 1960´er
Während der sechziger Jahre entstanden in Kolumbien ,,die ersten Guerillas".4 Diese befanden sich
zu Beginn der Guerilla-Entwicklung vorerst hauptsächlich auf dem Land und waren aufgrund dieser
Abgelegenheit relativ schwer erreichbar.5 Von diesen abgeschiedenen Regionen aus wurden die
militärischen Aktionen geplant und durchgeführt.
Zu den Anhängern dieser Bewegungen zählte vor allem die Landbevölkerung, die für
,,tiefgreifende" Veränderungen der ,,Landreform eintrat".6 Außerdem traten auch zahlreiche
,,Studenten und Studentinnen" sowie ,,städtische Intellektuelle" der ländlichen Bewegung bei.7 Da
auch sehr gebildete Menschen für die Bewegung eintraten, wird deutlich, dass es sich schon in den
Anfängen um klar formulierte Zielsetzungen gehandelt haben muß, die im Einklang standen mit
Plänen zur sozialen Umwälzung.
3.2. F.A.R.C.-E.P.
Die ,,
Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia-Ejército del Pueblo
"8 (Revolutionäre
Streitkräfte Kolmbiens/ Volksarmee) bildeten sich im Jahre 1964 heraus, nachdem ,,48 Überlebende
Campesinos eines Armeegroßangriffs den beweglichen Guerillakrieg"9 ausriefen. Politische Nähe
ist zur Kommunistischen Partei festzustellen, wobei die FARC durchaus über eigene Strukturen
verfügen.10 Wie auch die Guerillagruppen der 1960′er treten die FARC vor allem für eine
,,Agrarreform"11 ein. Man sagt, die FARC verfügen über eine ,,hierarchische
Organisationsstruktur".12
In ihren Anfängen vertrat die FARC die ,,′Partido Comunista Columbiano′ (Kommunistische Partei
4 S. Sterr, S. 184
5 Vgl. ebd.
6 S. ebd
7 S. ebd.
8 S. Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia."http://de.wikipedia.org/wiki/FARC", Website, 24.02.2005 <
http://de.wikipedia.org/wiki/FARC>
9 S. Sterr, S. 184
10 Vgl. ebd
11 S. ebd.
12 S. ELN. ,,http://www.politikerscreen.de/t-news2003/lexikon_detail.asp?ID=790", Website, 24.02.2005 <
http://www.politikerscreen.de/t-news2003/lexikon_detail.asp?ID=790>
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