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Subtitle: Der Kampf um ein knappes Gut im Informationszeitalter
Termpaper, 2008, 14 Pages
Author: Karoline Ahlemann
Subject: Communications: Research, Studies, Enquiries
Details
Institution/College: Braunschweig Academy of fine arts (Institut für Medienforschung)
Tags: Aufmerksamkeit, Ökonomie, Franck, Branding, emotional, Informationsflut, Ressource
Year: 2008
Pages: 14
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-28519-8
ISBN (Book): 978-3-640-28586-0
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Abstract
Kein Tag vergeht, an dem sie nicht in großen oder kleinen Schüben in unser Leben schwappen: Informationen umgeben uns überall. Ob in Wort, Bild oder Ton – sie finden viele Wege, um unsere Aufmerksamkeit in Beschlag zu nehmen. In Zeiten der permanenten kommunikativen Vernetzung und Erreichbarkeit scheint uns, die Flut von Informationen oft zu überfordern. Georg Franck definiert „Information“ in dem Kapitel „Aufmerksamkeit: Die neue Währung“ seines Buches „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ als „[...] nichts Festes und Fertiges, sondern der Neuigkeitswert, den wir aus Reizen ziehen.“ (1998, 49). Im Informationszeitalter nimmt dieser Schwall von Reizen stetig zu. Gegenstand dieser Verschriftlichung soll es sein, Aufmerksamkeit als knappe Ressource zu kennzeichnen. Um den ökonomischen Stellenwert der Aufmerksamkeit hervorzuheben, eignet sich der von Franck gewagte Vergleich mit Geld. Beides - sowohl Geld als auch Aufmerksamkeit - wirkt rationierend, wenn das Verhältnis zwischen Verfügbarkeit und Verwendungsmöglichkeiten asymmetrisch wird. Aufmerksamkeit kann durch die begrenzte Kapazität der Informationsverarbeitung genau wie Geld nur so lange „ausgegeben“ werden, bis sie „aufgebraucht“ ist. Und obwohl Aufmerksamkeit das Geld nicht ersetzen kann, benötigt man sie nicht nur „[...] für fast, sondern für restlos alles, was man erleben will“ (vgl. ebd., 50f). Die Tatsache, dass sich Aufmerksamkeit der Funktion einer Währung schon erstaunlich weit angenähert hat, wirft im Folgenden die Frage auf, wie es dazu kam, dass sich eine derartige Aufmerksamkeitsökonomie entwickeln konnte.
Excerpt (computer-generated)
HBK Braunschweig
Institut für Medienforschung
,,Aufmerksamkeit durch Emotionen -
Der Kampf um ein knappes Gut im
Informationszeitalter "
Seminar: Aneignung - Ansätze der Rezeptionstheorie
SoSe 2008
Karoline Ahlemann
Medienwissenschaft/Anglistik
2. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Informationsflut - Es gibt kein Entkommen
3
2. Aufmerksamkeit als knappe Ressource
2.1. Widersprüchliche Währungsfunktion 4
2.2. Historie der Aufmerksamkeitsökonomie 5
3. Information als Massengeschäft
3.1. Geld gegen Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit
gegen Geld 6
3.2. Werbung mit Wiedererkennungswert 7
4. Individualität durch Image-Kampagnen
4.1. Symbol- und Aneignungscharakter von Marken 8
4.2. Emotional Branding: Die sinnliche Strategie des
Marketing 9
5. Reizen ohne Reizüberflutung
11
Literaturverzeichnis 13
1. Informationsflut - Es gibt kein Entkommen
Kein Tag vergeht, an dem sie nicht in großen oder kleinen Schüben in unser Leben
schwappen: Informationen umgeben uns überal . Ob in Wort, Bild oder Ton sie
finden viele Wege, um unsere Aufmerksamkeit in Beschlag zu nehmen. In Zeiten der
permanenten kommunikativen Vernetzung und Erreichbarkeit scheint uns, die Flut von
Informationen oft zu überfordern.
Georg Franck definiert ,,Information" in dem Kapitel ,,Aufmerksamkeit: Die neue
Währung" seines Buches ,,Ökonomie der Aufmerksamkeit" als ,,[...] nichts Festes und
Fertiges, sondern der Neuigkeitswert, den wir aus Reizen ziehen." (1998, 49). Im
Informationszeitalter nimmt dieser Schwal von Reizen stetig zu. Gegenstand dieser
Verschriftlichung soll es sein, Aufmerksamkeit als knappe Ressource zu
kennzeichnen. Um den ökonomischen Stel enwert der Aufmerksamkeit
hervorzuheben, eignet sich der von Franck gewagte Vergleich mit Geld. Beides -
sowohl Geld als auch Aufmerksamkeit - wirkt rationierend, wenn das Verhältnis
zwischen Verfügbarkeit und Verwendungsmöglichkeiten asymmetrisch wird.
Aufmerksamkeit kann durch die begrenzte Kapazität der Informationsverarbeitung
genau wie Geld nur so lange ,,ausgegeben" werden, bis sie ,,aufgebraucht" ist. Und
obwohl Aufmerksamkeit das Geld nicht ersetzen kann, benötigt man sie nicht nur ,,[...]
für fast, sondern für restlos al es, was man erleben wil " (vgl. ebd., 50f). Die Tatsache,
dass sich Aufmerksamkeit der Funktion einer Währung schon erstaunlich weit
angenähert hat, wirft im Folgenden die Frage auf, wie es dazu kam, dass sich eine
derartige Aufmerksamkeitsökonomie entwickeln konnte.
Das dritte Kapitel sol zeigen, dass sich durch die Expansion des
Dienstleistungssektors sowie der informations- und kommunikationstechnischen
Berufe eine ,,[...] gemischte Ökonomie der Aufmerksamkeit und des Geldes"
entwickelt hat (ebd., 66f). Mit gewonnener Aufmerksamkeit lässt sich Geld verdienen.
Umgekehrt kann Aufmerksamkeit erworben werden, beispielsweise in Form von
Dienstleistungen.
Diese Wechselwirkung sowie die Fül e des Informationsangebotes zwingt diejenigen,
die in der Wirtschaft von gebal ter Aufmerksamkeit profitieren, mit PR, Werbung,
Sponsoring und anderen Strategien um die Gunst der Konsumenten zu kämpfen. Das
Emotional Branding ist eine Werbestrategie, die versucht, die Konsumenten im Al tag
emotional anzusprechen. Es geht um eine erlebnisorientierte Inszenierung des
Produkts, indem zielgruppengemäße Werte und Bedürfnisse verkörpert bzw.
befriedigt werden (vgl. Gobé 2001, 13). Doch auch emotional aufgeladene Produkte
führen zu einem Informationszuwachs, der schnel überfordern kann. Es gilt also die
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