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Zu: Zoe Jenny – „Das Blütenstaubzimmer“

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 16 Pages
Author: Achim Zeidler
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Literarische Familienbilder zwischen Idylle und Katastrophe, zwischen Führung und Selbstständigkeit. Literaturdidaktische Reflexionen für den Umgang mit einem unverzichtbaren Thema.
Institution/College: University of Bamberg (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Tags: Jenny, Blütenstaubzimmer“, Literarische, Familienbilder, Idylle, Katastrophe, Führung, Selbstständigkeit, Literaturdidaktische, Reflexionen, Umgang, Thema
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 2
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V123150
ISBN (E-book): 978-3-640-28822-9
ISBN (Book): 978-3-640-28844-1

Abstract

...Vor allem die Bildgewaltigkeit des makellos leichten Sprachstils, die Verbindung von Realität, Vision und Fiktion, von Träumen, Gefühlen und die Einbettung des minutiös beschriebenen Verhältnisses der Eltern- und Kindergeneration heben die Bedeutung des Erstlingsromans von Zoe Jenny für das Verständnis des Generationenkonfliktes im biographischen als auch im universalen Bereich deutlich hervor und führen ein Weltbild vor, das durch Tiefe und Reflexionserzeugung glänzt. Diese Meinung teilte 1997 u.a. auch die ZDF-aspekte-Jury, die „Das Blütenstaubzimmer“ für den ersten Platz des aspekte-Literaturpreises bestimmte: Jennys „Debüt besticht durch die Poesie des kalten Blicks. Die Sprache ist von sezierender Schärfe, ihr Buch das Zeugnis einer skeptischen Generation“. Jenny erhielt in demselben Jahr auch noch zwei weitere hochdekorierte Preise. Zum einen gewann sie das 3sat-Stipendium beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, sowie den Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung. Ein Auszug aus der Begründung bekräftigt den Preisgewinn und die Vergabe an das junge Talent: „Jenny erzählt in einer unsentimentalen, direkten Sprache, die ihre Poesie aus einer verborgenen Melancholie bezieht“ Die Kritiken kürten die junge Schweizerin zu einer Ikone des neuen deutschsprachigen Romans. Die Neue Züricher Zeitung erhob Jenny sogar auf die gleiche Stufe wie zwei große schweizerische Urgesteine der Literatur: Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Wie hat es Jenny nun geschafft diese obig beschriebenen Lorbeeren zu ernten? Um was geht es eigentlich genau in diesem Jugendroman „Das Blütenstaubzimmer“, das als „eine der ersten und radikalsten Romane der Technogeneration [gesehen wird], adressiert mit aller Härte an die 68er Generation“ ?...


Excerpt (computer-generated)

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur


HS: Literarische Familienbilder zwischen Idylle und Katastrophe, zwischen Führung und

Selbstständigkeit. Literaturdidaktische Reflexionen für den Umgang mit einem

unverzichtbaren Thema.

WS 2003/2004

ZOE JENNY ­ ,,Das Blütenstaubzimmer"

Vorgelegt von:

Achim Zeidler

Lehramt Realschule Germanistik/ Geschichte

5. Semester

Bamberg, 17. Juni 2004


Inhaltsverzeichnis:



Vorwort 3


1. Einleitung 3

1.1 Biographie 3

1.2 Werke 3

1.3 Auszeichnungen 3

2. Inhalt 4


3. Behandlung des Romans im Unterricht 5

3.1 Inhaltliche und pädagogische Legitimation 6

3.2 Didaktische Legitimation 6

4. Grobgliederung einer gesamten Unterrichtseinheit zum Roman 8

4.1 Vor der Textrezeption 8

4.2 Während der Textrezeption 8

4.3 Nach der Textrezeption 10

5. Textausschnitte für die Praxis 12


6. Fragen- und Aufgabenkatalog zur Familienthematik 14


7. Literaturverzeichnis 15


Vorwort

Den Grundstein dieser Hausarbeit bildet der Roman ,,Das Blütenstaubzimmer" der jungen

Schweizerin Zoe Jenny. Einer Einleitung zu Entstehung des Buches und zur Biographie der

Autorin wird der Inhalt angeführt. Im weiteren Verlauf ist der Fokus auf die

unterrichtsmethodische Bearbeitung des Romans gelegt, um zu klären, ob dieser Sachverhalt

geeignet für den Unterrichtsgebrauch ist.

1. Einleitung

1.1 Biographie:

Zoe Jenny wurde am 16. März 1974 in Basel geboren und wuchs dort sowie nach der

Scheidung ihrer Eltern im Tessin und in Griechenland auf.

1994 legte sie ihr Abitur ab und studierte Literatur an den Universitäten in Tübingen und

Mainz. Vor allem die Poetikvorlesungen beeinflussten die Sprache in ihren Romanen und

formten den klaren und umfangreichen Sprachduktus der jungen Schriftstellerin zu höchster

Effizienz heraus.

1993 begann Jenny mit dem Schreiben und veröffentlichte zunächst kleinere Essays und

Erzählungen, bevor sie mit ihrem Debütroman ,,Das Blütenstaubzimmer" 1997 einen großen

nationalen wie auch internationalen Erfolg erreichen konnte. Der stark biographisch

eingefärbte Roman wurde bisweilen in mehr als 21 Sprachen übersetzt und erscheint bereits in

8. Auflage.

1.2 Werke:

Nach einer etwa dreijährigen Pause, in der Jenny viele Reisen unternahm, um realitäts- und

erfahrungsnah weitere biographisch eingefärbte Romanstrukturen zu entwickeln und zu

schreiben, veröffentlichte sie im Jahr 2000 ,,Der Ruf des Muschelhorns", ,,Mittelpünktchens

Reise um die Welt" (2001) und im Jahr 2002 ihr bisher letztes Buch ,, Ein schnelles Leben".

Jedoch konnte keines dieser Bücher auch nur annähernd den Erfolg und die Bekanntheit des

Debütromans erreichen.

1.3 Auszeichnungen:

Vor allem die Bildgewaltigkeit des makellos leichten Sprachstils, die Verbindung von

Realität, Vision und Fiktion, von Träumen, Gefühlen und die Einbettung des minutiös

beschriebenen Verhältnisses der Eltern- und Kindergeneration heben die Bedeutung des

3


Erstlingsromans von Zoe Jenny für das Verständnis des Generationenkonfliktes im

biographischen als auch im universalen Bereich deutlich hervor und führen ein Weltbild vor,

das durch Tiefe und Reflexionserzeugung glänzt. Diese Meinung teilte 1997 u.a. auch die

ZDF-aspekte-Jury, die ,,Das Blütenstaubzimmer" für den ersten Platz des aspekte-

Literaturpreises bestimmte: Jennys ,,Debüt besticht durch die Poesie des kalten Blicks. Die

Sprache ist von sezierender Schärfe, ihr Buch das Zeugnis einer skeptischen Generation".1

Jenny erhielt in demselben Jahr auch noch zwei weitere hochdekorierte Preise. Zum einen

gewann sie das 3sat-Stipendium beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, sowie

den Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung. Ein Auszug aus der Begründung bekräftigt den

Preisgewinn und die Vergabe an das junge Talent: ,,Jenny erzählt in einer unsentimentalen,

direkten Sprache, die ihre Poesie aus einer verborgenen Melancholie bezieht" Die Kritiken

kürten die junge Schweizerin zu einer Ikone des neuen deutschsprachigen Romans. Die Neue

Züricher Zeitung erhob Jenny sogar auf die gleiche Stufe wie zwei große schweizerische

Urgesteine der Literatur: Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt.

2. Inhalt:

Wie hat es Jenny nun geschafft diese obig beschriebenen Lorbeeren zu ernten?

Um was geht es eigentlich genau in diesem Jugendroman ,,Das Blütenstaubzimmer", das als

,,eine der ersten und radikalsten Romane der Technogeneration [gesehen wird], adressiert mit

aller Härte an die 68er Generation"2?

Dazu nun im Folgenden eine kurze Inhaltszusammenfassung:

Jo, die Protagonistin des Romans, entschließt sich nach ihrem Abitur dazu den Vater zu

verlassen, um die geschiedene Mutter in Italien zu besuchen. Die Mutter verließ die Familie,

Jo und Deutschland als Jo noch ein kleines Mädchen war. Jetzt, etwa 12 Jahre nach der

,,Verlassung", möchte Jo ihre Mutter wieder sehen und kennenlernen. Schon bald aber muss

Jo erkennen, dass sich die lange Trennungszeit nicht so einfach überwinden lässt. Als der

Freund der Mutter bei einem Autounfall in der Toskana ums Leben kommt, verschließt sich

diese völlig aufgelöst, apathisch und verzweifelt im Blütenstaubzimmer. Jo gelingt es ihre

Mutter nach einigen Wochen dazu zu bringen, das Blütenstaubzimmer wieder zu verlassen

und der Realität auf ein Neues zu begegnen. Doch zu mehr Nähe kommt es zwischen Mutter

und Tochter dennoch nicht.

1 Aus der Rezension von Friedrich Schimmel. In: www.berliner-lesezeichen.de

2 FACTS. In: www.berliner-lesezeichen.de

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